Gemarkungs- und Allmendentwicklung in Gießen Ein Beitrag zur rechts- und verwaltungsgeschichtlichen Stadttopographie von Erwin Knauß INHALTSVEBZEICHNIS Vorwort Prof. Dr. H. Büttner, Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 I. Natüriiche Grundiagen des Gießener Raumes . . . . . . . . . . 11 U Die Entstehung von Burg und Stadt Gießen . . . . . . . . . . . a) Die Erbauung der Burg . . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Die Gründung der Stadt Gießen. u.nd ihre Mihe Entwiddung , bis zum Obergang an Hessen. . . . . . . . . . . . . . 2!l 111. Die Hemusbildung der Gießener Gemarkung. . . . . . . . . . . 28 a) Der vertüsunesh.eie Raum zur Zeit der Stadtentstehung und , frühe MOgiichkeiten der Ausdehnung in der Herrschaft Gießen 128 b) Das Aufgehen von Siedlungen in der Stadt und die daraus folgende V w m der Gemarkung . . . . . . . . . . ,32 C) Das Bild der Gie.ß.en.er. S.ta.dt.snark Mit te la l t er s . . . . . am. .A.us.ga.ng. d.e.s .sp.ät.en. 47 d) Veränderungen der Stadtgemarkung in den letzten vier J a h r h u n & & n . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . IV. Der Grundbesitz und die Aiimende der Shdt Gießen . . . . . . . 1. Die Waldungen der Stadt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . a) Der Gießener StadWald. . . . . . . . . . . . . . . . . . b) Der Hangeistein-Wald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . C) Vb*e Waldteile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2. Markgen- an denen die Stadt beteiiigt war . . . . . a ) F e r n d d .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .b) Al-& . . . .. .. .. . C) Zusammentassende Betrachtung der Markgenossenschaften 322 3. Die Allmende an Ackerland, Wiesen und Weiden . . . . . . .U 4 a) Die SdMerei-Ged.isc.h.af.te.n als Beispiel jahrhundertelanger Aiimendnutzung . . . . . . . . . . . . . . . .'1 24 b) i(oppeihutverhäitni8se mit Nachbargemeinden und ihr Zu- / sammenhang mit ausgegangenen Siedlungen . . . . . . . . 437 C) Trieb-, Wiesen- und Professorenviertei als Aiimende der Btirger . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .: 151 d) Die Aufhebung der Aiimendverhältniwe im 19. Jahrhundert '165 C Der übrige Besitz der Stadt an Grund und Boden. . . . . . .I68 V. - Z . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .j 1 81 VL Exkurs: Der Soojähriqe Grenzstreit mit Klein-Linden (1531-lMS), als Beispiel für die Auseinande~'setxun%eunm Gemarkung, Kop- peihu-te und a.e.m.ef.nd.eb.e.sit.z .se.it .d.em. .Be.g.in.n .de.r .iin.e.ar.en ' . I 189 Anhang I: m-da~1-bdar-teemarkuae~ießeni100 Anhang Ii: Städtieche QeMLude im Jahre 1784 . . . . . . . . . . . . i 201 skhwtum.............................'rn Quellen: a) Geän~drteQ ueilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2üS b) Ungedruckte Quellen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .2ü5 C) Mündiich befragte Personen. . . . . . . . . . . . . . . . .206 Register der Orts-, Flur- und - . . . . ......207 1. Lancischaftsbild der Umgeb.u ng vo.n Gie.ß en um 12üü (Straßen nach W. Wrich) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 2. Ungefähre Ausdehnung der Stadtgemarkung um 1300 mit städti- schem Markwald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 3. Die Ortslage der Wüstungen innerhalb der Gemarkung Gießen und ihre ungefähre Ausdehnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 4. Plan der heutigen Stadtgemarkung mit den Fiuren . . . . . . . 48 5. Gebietsverluste d.e r Stadtge.m arkung seit dem 16. Jh. (mit Jahres- zahlen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53 6. Gebietsgewinne der Stadtgemarkung seit dem 16. Jh. (mit Jahres- z a h l e n ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 7. Plan des ho&fürstl. Hessen-Darmstädtischen Oberamts Gießen aus der Mitte des 18. Jh. (Verkleinerte Wiedergabe des Originals, Lan- desbibiiothek Darmsta.d t, Hs 209 und Universität.s-Bibiiothek Gießen, Kartenabt.) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65 8. 12 Einzelbiätter aus dem Atlas von Chr. M. Pronner aus der Mitte des 18. Jh., zuwmmngefüet zu einer Karte der näheren Umgebung von Gießen (Verkleinerte Wiedergabe der Originale au9 der Lan- desbibiiothek Darmstadt, Hs 209) . . . . . . . . . . . . . . . . 86 9. Die Waldungen innerhalb der heutigen Stadtgemarkung im 18. Jh. 90 10. Die Markgenossenschaft Fernewald und die an ihr beteiügten Gemeinden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08 11. Die Markgenwensaiaft Altenstruth und die an ihr beteiiigten Gemeinden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .I13 12. Plan des Stadtkerns aus dem Pronnerschen Atlas (Mitte des 18. Jh.) mit den Umrissen der Festung, den ,Stadtquartierenu und der Lage des alten Burgbezirka . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127 13. Die Koppelhutbezirke, an denen die Stadt beteiligt war . . . . . 139 14. Die Lage der Trieb-, Wiesen- und Profe880renviertel . . . . . . 161 15. Der städtische Besitz an Grund und Boden um 1760 . . . . . . . . 175 16. Der städtische Besitz an Grund und Boden um 1900 . . . . . . . . 177 17. Plan der Stadtgemarkung um 1900 vor der Feld- . . . 180 18. Karte zum GmusQdt mit Klein-Linden . . , . . . . . . . , - 1aO b) AbkUmuuen der Mufiger zitierten ZeibduWen und andere Ab- a. a 0. = amangegebenenOrt Abt. = Abteilung AHG = Archiv für hessfsdie Geschichte und Altertumskunde, Foige 1835 ff., Neue Folge 1894 ff. Anm. = AnmerkUne betr. b t d f e n d ebd. =ebenda W-W %T,TW GO = G4meimhrdnw2 , G";--I*p,. $$- *4*> ~L !L< ;4,. &~gh GUB = Giedkner Urkundenbuch (han-) Jb. = Jahrbuch Neue Folge 1889 ff. Nacots. = Nachtrag $t A D = StaabanMv Damstadt St A G =- StadtaKhiv Gießen St A M StaatcrardifvMarburg 8tA W = Staabamhiv Wiesbaden UB = U l . k u n d d d oersl a = vergleiche oben vergi. U = vergiei&eunten I WUB = WdzlarerUrkundenbuch G ! - ZeikhrKt des Verilru für hesstsdie üeachichte und Landes- F . . - ., - kunde, Alte Folge 1837 ff., New Foige 1867 ff. - : $5R - ?WmgWer der Stadt Gießen von l49S und lSBS (verloren) ! "- $RG Zeiteduift der Savienystifkine für Rerhbge&i&te (Ger-- &. . . nWlsdte Abt.) 1880 ff. I I Vorwort Die v ~ s g e s c h i c h ü i c h eF orsä~ungh at in den letzten Jahrzehnten ' in zunehmendem Maße die besondere Bedeutung einer landsämfüich auf- gegiiederkn Betrachtung bei ihren FrageSteilungen erkannt Gerade wenn oft behandelte Themen ang-en wurden, wie eil bed äer Frage der Entstehung der Gemeinden und Stgdte gesrhah, hat es dch immer wieder erwießen, wie fruchtbringend und unerULOlich die genaue Durchforschung des Einzeifallee für die Erfassung und Beantwortung des Oesamtproblems iat. Erst auf diesen Einzelarbeiten aufbauend kann man die ehzeinen gebieüichen Bereiche ve r f amuwge~ t l i che rE mhei- nungen feststellen und daraus dann die Antworten für allgemeinere Frageateliungen abzuieiten versu&en. Untersuchungen jedoäi Uber daa Entstehen und den Aufbau der Gemarkungen, der räumlichen Bereicht, innerhalb derer die Gemeinden und Süidte ihr Dasein iuhren, SMin der Fo&ung n& keineswegs allzu häufig, so daß man es ab bew,ndera angenehm empfindet, wenn nunmehr an dem Einzelbeispie). von Gießen diesen Fragen des Werdens und der Struktur der zur Siedlung gehorieen Gemarkung wiederum na-egangen wird. Der VerEasser der vorliegenden Arbeit hat in entsagmgiwoiler TIügWt die Quellen aufbereitet und d-eerbeitet, die für die Wehte der Gemarkung der Stadt Gießen von Bedeutung sind. In minuziöser Dar- stellung hat er die gewonnenen Erkenntnisse niedergeie%, die eine Füile verschiedenster ~ t s v e r h ä l n i s s ea ufzeigten. Es stellte deutlich heraus, wie unterschiedlich die Rechtslage in einzelnen Teilen der Gie- ßener Gemarkung bis tief in das 19. Jahrhundert hinein -g ist und Me auch der SußereUrnfang der einzelnenstüdze keines~egsv on Anfang an konstant war. Die Bedeutung des Waldes für daa Leben der Stadt- bewohner tritt aus den genauen Darlegungen klar hervor. Von besan- derem Interesse sind die Ergebnisrie, die Uber die Marksen-aiten, an denen Gießen beteiligt war sowie üiber die Koppefhuh gewoma werden konnten. Dabei tritt vor allem auch reci~td eutlich hmug welche ReCntsioigen das Wüstwerden von Düneni mit sich bratnte,, die Gidkn benachbart waren. Das m c h e H erauswa&sen von G~IUW- kungsgrenzen in einem oft jahrhundertekwen Form-d wird gut erkembar. Ebenso wird der Zusammenhang aufgewiesen, der zwischen den einzelnen Phasen der Stadtgesrhichte und den -ejn Rerhts- entwidüungen in der Gemarkung bestand. So hat die vorliegende Untemuchung, die mit -Der Sach- und Ort& kenntnis durchgeführt wurde, nicht nur für Gießen seiht eine sor@ilüg begründete Antwort auf die Frage gegeben, wie die Gießener Stadt- gemarkung in ihren einzelnen Teilen und Schichten e n t s t a ~ ~isdt~, w]>~n- dern auch der allgemeinen ForsCnung wiederum ein gut tmtemld~teß Einzelbeispiel zur VerH&ungg estellt, das dazu beitragen kann, die gc- nerelle Frage nach dem Wesen und der EnMdtl~ned er &Sdti~&en Gemarkungenweiterzufördem. K BQttner KCIln, im Dezemkr 1963 Einleitung , Dem unbefangenen Betrachter einer Karte der Gießener Gemarkung auf den ersten Biidr einiges bemerkemwert erscheinen. I Zunächst springt die eimwüge Form und die aui3ergewOhniiche der Gemarkung ins Auge. Ferner Ellllt aui, dai3 der Waid eine bed Fiäche (rd. W/@e)i nnimmt. Würde die Karte gleidmitig die mtnis8eanGnrndundBodendariptellen,sowflreersfchtli* außsr großen Tdlen des Waldbestandes aueh gewisse W k e gemwicung in 8tädtkhem Eigentum befinden. Auf äiteren PMnen acWe8iW einzeine Rlumamen darauf hindeuten, daB die Stadt Glied von Markig- und Partner in Aiie diese Em&ainungen haben &% im Laufe der über 7OOjtihrbm @&te der Stadt herausgebildet, und jede hat ihre spedfb&en d e n W urzela ""P"- Es soll die Aufgabe der voriiegenden Untersuchung sein, diese um die Herausb Gießaiur Wem, scmäern aauh zur Problematik der rcCnb- w a i ~ W & e Enntw ickiung von Städten aiigemeh weil hier die Gegebenheiten einer Stadt von ihrer Frllhzdt bis in Tage in benig auf die Frage8teiiung diener Arbeit verfolgt und un wurden. qI Das Auffinden der Quellen war duKn die Auswirkungen des zwei@ Weltkrieges außemrdantli& erdhwert.. I Unter den großen die dar fur Gießen in erster Linie Staat8archiv Darmstadt verlor, befanden sieh viele Akten und &% vorwiegend auf die Stadt bezogen. Karten und Laeeplllne dum% Krlegseiawirkunsen zerstört. Im Staat6archiv Mafburg finden sich infolge der Landesteiiune H nadi 1567 nur wenige Akten über den Ciiei3ener Raum. Umhngd e AktenbwMnde ~ilthiltd m StnatsaKhiv Wie6baden ükr die eh3 mmauis&en aabiebteile der Xmter HUttenberg und Cileiberg, die an die stadt ~iei3ema wmutem l~eoondersc ichwierig w t e t e n sieh die V& hältniase im MVde r Stadt Gie$en. Die Einwirkungen des Born krieges und die Raumnot nacä dem Kriege iaatten die nmh vorhand% Beständeandnlvah#lhhsdaiaPiätzeverstreut.Leidergingenauchhier wertdkAktenuadQueüen,rouadieäikreDE"1ur~ biidrtr, die Unterlag- über db StQdtiachen Waldungen, die von 14üS und lbbs Emd ein Teii der aiten Stadtmcbungen verloren. I I Immerhin konnte der Verfasser in über einjähriger Arbeit die norh vor- handenen und auffindbaren Bestände so weit an einem Platz zusammen- tragen und ordnen, daß er die für diese Arbeit notwendigen Unterlagen verwenden konnte. Dabei war es sehr wertvoll, daß die hanägeschriebenen Gießener Urkunäenbacher aus den 6üer Jahren des vorigen Jahrhunderts, umfangreiche Aktenbest&nde über die Allmende der Stadt und Protokolle zahireicher Grenzauseinandersetzungen mit Nachbargemeinden aus dem 16. bis 10. Jh. erhalten blieben. Es kam der Arbeit ferner zugute, daß mehrere Spezialunterm&ungen aber Gießen, die einen Teil des untergegangenen Quellenmaterials ver- werteten, schon vor dem 2. Weltkrieg im Dnids erschienen waren und so für diese Arbeit hiifreirhe Hinweise gaben. Dazu zählen vor allem die ver- sdiiedenen Aufsätze von K. Ebel und K. Glöckner, die Arbeiten von & Wagner über das Finanzwesen, von A. Kuba über die Waldungen und von H. Wil- helmi über die Flurnamen der Stadt Gießen. Von besonderem Wert, sowohl was die allgemeine gesdiichtiiche Entwids- lung der Stadt als auch die besondere Fragestellung dieser Untersuchung betrifft, waren die Bürher von F. Kraft (GescWchte von Gießen und seiner Umgebung von der Mtesten Zeit bis zum Jahre 1265), von W. Müller (Die althessischen Amter im Kreise Gießen. Gwhirhte ihrer territoriaien Ent- widüung) und von K. Glöclmer (Gießen 1248 - 1948. Siebenhundert Jahre Gießen in Wort und Bild). infolge der dürftigen QueUenlage für die ersten zwei Jahrhunderte der Stadtgeschichte war methodisch im allgemeinen so vorzugehen, daß in retrospektiver Betrachtungsweise aus den nachweisbarenVerhMtnimen der neueren Zeit auf frühere Zustände und Entwidslungen in bezug auf die Fragesteiiung der Arbeit gesWossen wurde und auf diese Weise eine Reihe von Vorgängen als naheliegend oder wahrscheinlich angenommen werden konnte. in der Darstellung folgte der Bearbeiter im großen und ganzen dem z e i w e n Ablauf der Geschichte. Das Thema erforderte eine gewisse Begrenzung nach Umfang und inhalt. So wurde in der Frage der langwierigen und wegen der dürftigen über- lief- teilweise sehr undurcheichtigen Auseinandemtzungen m!t Nach- bargemeinden der Streit mit Klein-Linden ausführlicher und gleichsam exemplarisch behandelt. Während die Veränderungen in der Ausdehnung der Stadtgemarkung bis zur Gegenwart dargestelit wurden, um ein ab- gerundetes Bild zu erhalten, konnten die Entwicklung des stadtkhen Grundbesitzes und die städ-e Bodenpolitik nur bi8 zur Aufiösung der alten Wmendbereditigungen gegen Ende des 10. Jh. verfolgt werden. SMeßlich mußte darauf verzichtet werden, Jagd- und Fb&ereigerechtig- keiten sowie andere öffentiirhe Einrirhtungen innerhalb der Stadtgemar- kung wie Mühlen, Ziegelhütten, Sandgruben, Lehmkauten U a. a zu er- örtern, zumal diese Rechte weniger allrnendartigen Charakter hatten, als vielmehr wirWhafts- und finampolitisch für die Stadt bedeutsam waren. ihre Betrachtune sollte einer späteren Untersuchung vorbehalten bleiben. Da der im Vordergrund dieser Arbeit stehende P'ragenkomplex der markungs- und AlimenUentwiMung in G k h n mitunter sehr enge k .(Uuuil(lsp wie Teile des Wiesed~erW aldes und des HUttenbergs W) zunlidut Glesamtbedtz der Gleiberger Erben gebiieben warw). Die# gilt vor allem flir die im Wie- necker Wald gelegfmen Markgenosdaften des FernewaMe8'9 und der Linder Mark, die zu k8iaer Zeit der Hemchiit Gießen bzw. dem späteren landgräfiichen Oberamt angehOrt haben. Dagegen haben alle Siedlungen, die mit der gesamten dler dem gröBten Teil ihrer Flur in der Gieikner Ge- rnmkung seit dem 13. Jh. aufgegangen sind, wohl &on von Anfang an zur Herrscaait Gießen gehort 9. Die Wü8tung Kroppech wiii Kraft dem 8ogenannten ,gemejnen Land* an der Lahn zurechnen?, des erst 1585 ZV&J&~H e~aenu nd N-U-Saar- brüäsen gtteilt worden war. Er stützt diese Vermutung eigentlich nur auf die Lahn als wprthgiidie Grenze zwischen der Hemdmft Gießen und dem ,gemeinen Land* und auf gewisse Gerichbbeziehuneen Kroppachs zu Hmchelheim und Rodheim '3. Eine M, starre Grenze aber hat die damaiige Lahn nicht gebildet; eri sind u~wohSl eiterser ais M t t e r F elder jenaeita der Lahn nacheewiceep '9, die durch die jeweiiigen Furten leicht z u g m w aren. Es stammt auch keine der in Gie&n aufgegangenen W W m g e n aus dem Oleiberger W- MSlaibtall oder dem bia 15üS bzw. 1709 gemehmnen B d t z vaa Hesaen und Nassau. Das Aufgehen Kmppachs in G1ei3en, von dem nodr die Rede sein wird, wäre nicht unwider8prod3en hingenommen worden. ihu so* nannte ,Neustätter Feldu, auf der der Burg Gießen geqmüberiiegenden Lahns8ite gelegen, befand sich auch h o n i 'rüh im Besitz der Stadt Ein gewisser Hin- auf Gießener Mte jenseits der Lahn M ferner der im Jahre 1880 zwischen Landgraf Hermann ii. von Hemm und dem Hauptmann dea Wetterauer ReicbsiandPrleden8, Graf W U e h iL V. Kat- zmehhgen, abge&hmne Burgfrieden tu Gicßai '*). Zur Gießener HemaäWt geh6rten von Beginn an grok Teile des Wie- necker Waides, und zwar der Gießener Stadtwaid mit dem Steltzenmorgen- Waid bia zur Wiese& und der Hangelstein n6rdiich der W i d b ia zur *) aubontsidl, 8t.inb.Q W i ~ I p - S O d n b e r gu nd dla wmtungen Cothen, Erln bechundh0mbdL u)Uberdai urrp- Umfang da Eiittembam daha W. Miiller, nmGr, S. UtL Vugi. i u c h d l a in Anm. 5 genannte Arbeit von= 8drotts Elaa Unter- nirhung aber die Gemhidhte da geumhn HYLttenbapr Uegt ao& nic4t vor. '3 W. Mliiia. h t m , S . 48 t *)varp U K.P. W,1. . a) über du Aufgehen dfaw Siediungen in der Oisßancr Gemurkung 8. U. K8p. III, b. *) F. K r a , Gu&idltev on Oleßen, s. $8 U m. ")OUBxM6undOUB~. 9 G U B y » l : , , . . . . 1 1 0 d a z d ~ B ~ e 8 8 i # m 1ta iäen Oyrsnindmi.lons ( -BingundSt.dQund.frnytwed.Eu04. .1#~gaiehte*t .d .r .au d ~ Q y i m ~ t n i l c h a r l t , h y d i ß Y t ~ U ~ ( - ~ ) , d . W ~ y i i a n ~ ~ i~Ct i~cnrptd~~ ,d .WyranuW. . . ' grafen V. Tübhgen ai8 auch später die Landgrafen V. Hegan in Wald- trafen, deuten darauf hin, daß bei der Trennung dmf t Gldberg aurh gewisse Bezirke des bis dahin gemeimamen Waldes fe8ter Besitz der Herren V. Gießen geworden waren. I b) Die Wndung &T Stadt Giej3en und ihre Entwicklung Ms zum Obergang an Hessen Grafen Wiihelm in der Hermdmft Gießen. Der genaue Zeitpunkt des ~ M . t n l d i t ~ t , d a h d - a n N m e n L l ~ i m d l l O I ~ W sein U). I Pi&graf Rudoit, der l2l@s tarb U), muß die Herrsclhait schon zu Lebzeiten seinem jüngsten Sohne Wiihelm tiberlassen haben, der einer Urkunde aaiser Friedri&a 11. ai8 Grat V. Gießen seinem Tode U55 erbte sein Sohn Uirich die Herrschaft Gießen. wir von Pfabgmf Wilhelm wenigstem anfannllch selbst um seinen Gießener Besitz. Besitzungen in SQwaben entfernt und So nbefiascht err nicht, daß die Gießen am 28. B. l2W kem Landgrafen Heinrich I. V. Hessen geh&%, nachdem Ffaizgraf Uirich ah am 15. 8. 1264 seinem Burgmann Hartred V. Merenberg in Gießent dn Burglehen bestätigt hatte. Wahrscheiniich ist dieser Vbergang durch Kauf erioiet Y). so daß wir unii hier auf die we8entiiche Frage eigentliche Stadt sich n a h vor l2üü unter den Gleibergem oder erst der Ttibinger HemsdmZt herausgebildet hat. Da ea uns für diesen Nacfiweis an sicheren urkundlichen Belegen ist es nofmendig, einige ailgemein &idteg&chüiche ForschuTng F&te l;u dchaa,u m sie mit den in unserem Fall vorliegenden Verhill inBeziehungaisetEen. I 981eheduu~.m.a . '9 A. Wya, UB, 8. Ba., Nr. W. '9 W. MOllac, Xmtu, 8. n. u)T.Kr&,KnntavonGie&n, 8.1)). ' 9 E b d . 9 W. nr. l4. I I ~ K m t t ~ t e t e O b a d i e N ~ ä a ~ l n j a n e r Z a i t . B e s l ~ ~ n i verkaufen (a. a O., 8. 1W). I ")W. MOllac,Xmta, 8. W f L 9 h K r r i t , ~ 0 t a w w G i e & n , 8 . 1 ) ) f L i L , 1 P ~ , U ) i ( . u l ~ . Bi ist in etadthMmhhn Untaaucbungen immer wieba daraut hinge- wiesen m e n , d aß die groBe Mehrzahi der Städte im wasteumpaiscben Raum entweder im Anrealuß an eine grundherriicbe Niekhmmg sich ellmghlich herausgebildet haben oder aber von Anfang an ab Markt- ansieäiung durch die Xermhft phnmiU3ig begründet worden dnd U). in beiden Fäiien MMate die dauernde Niederhmmg von Hondacrkern U n d ~ t a n U n d d i e ~ u n g ~ ~ d i g e n M a r ~ d i e V o r - aussetzUnq für die Enbtehung der Stadt. Zur Verwirkiichung &W Zieles abes mußh der Stadtherr nicht nur einen topographb& gümügm Platz Wahlen bzn. die -en verIrehr8V-- b e r m c d Q ~so n- dern auch die Amidiwen von Meneden in der Nähe scfner Burg er- möglichen. A - hier hat die Stadtgesädch~rschungd erau! hing- daß ein Furst oder Gnmähex~H andwerker und Kaufleute bewegen rnußte, auf seinem Grund und Boden die Biidung einer Siedlung vonunshmen 9. über die Frage, ob dieses ,Herbeirufena auf mehr oder weniger geiinden I)nidt oder auf die Einräumung von Vorte5iag W unä reQt- UQer Natur seitens der Grundherren beruhtes ist vieifach gestritten worden B). Im augemehen sfnd Marktsiedlung und Burg8itz nicht sofort zu einer Einheit w e w a - Sie stehen x d i d m t nebednander, obwohi natüriich von Anfang an Bindungen und Beziehungen vor aiiem milltari- scher und re- Art vorhanden waren, wie da6 wrarohl den Bedürhhen der bef- Aniage ab audr denen dea Kauimaziaurr aui d e m M a r k t e n W in diesem Zwmnmhng sagt Edith Ennen sinngemtiß 9:S tadtgemeinde ko1111te erst entstebn, nachdem neben die herrschaftiiche B q ( dvitas), eine vorgelagerte Siediung von Kaufleuten (burgus) gglpten war; ea wurde jene ellmShliche Verschmeizung der ursprUngiich bauW und rechüich getrennten Siedlungen vorbereitet, die 8 c h i i e k*anders durch die Ummauerung der gesamten -es zur StadtWung führte U). Kehren wir zu der Frage Ririidr, wie die Entwidtiung in Gießen ver- laufenist. Der zufall urkundwber EXTwmnung MBt GieEen erstmalrr im M3i 1248 als Stadt er8düiei3enn). Im vorhergehenden A M t t w urde nachzu- 980 vor 8Wm rehon 8. RIeis&ei, Markt und Stadt, S. 140. Auf ehe Mtk Znt- s t e h 4 h at auiraalrum yrmirht: E Wadmr, Die ~~~ im Zeitalter der S ~ u a gm m, l um, 8.17. *) A. DU mittei8i- 8*t, in: VSWO, Bd. SflW, 8. W. U) Siehe dPU: J. Wlbta Muken, HQiuter l@l& Lapp-e U . a.: K Fro- U&, Btldtc und W(trtunlm, in: VSWO, 86 15/l##ls8 . A. H(hnbcrg, 8 l u I l ~ ~ & t88.11,9. 3 k -te, Bonn läSS, pulm. Wmbeaonäera S. W ft. m, 1- ft W ) Bi- dMI iuai: W. scwedneer, Burg -un d Stadt, in: -. TheodoE yL.ou. Bd I. ~ i n d . u - K o.m) m, 8. W ff. & Str.hm, V ~ ~ hd. i e mittowterl. S tadt . . in: Z.Q f Schweiz. Qewkl., Bd. a, lsm, 8. an: "mrsf d u z-wlr- d e r ~&tibiidmldm Kr- p o l i w , raehtlidm und W a k u hat du allwitig verilocbtene Gebilde cn-phml d u wtr mit einem Bagx4ff ab die mittdaitariicha Stadt bazeiQnrn. weisen versucht, daß die erste Burganlage zu Lebzeiten des Grafen W - hehn V. Gleiberg, aiso um die Mitte des 12. Jh., erfolgt sein muß. In dies+ Zeitraum von rd. 100 Jahren ist daher die Herausbildung der Stadt anzu- nehmen. Die von Beginn an zahlreichen Burgmannenhäuser - inner4b der alten Grafenburg und in der Vorburg nachgewiesen - allzu lange auf efne ständige Versorgung durch Händler und verzichtet haben. Hinnt kam, daß es für den Burghem biliiger und gleich vorteilhafter war, seinen befestigten Platz auszubauen stärken, wenn er neben den Burgmannen, die meist aus der Umgeb stammten, auch andere Untertanen zur Ansiedlung ermunterte. Ob diese Entwicklung noch unter der Gleiberger Herrschait d e i n t zweifelhaft, da Ansatzpunkte für eine Gleiberger S weder hier noch anderswo festzustellen sind. Sie wurde erst V wirksam, nachdem die bisher weglose Talaue begehbar gern war. Die neuen Wege förderten die Herausbildung eines Marktplatzesu. An diesem Marktplatz entstand auch die erste Niederlassung von Kaufleuten und Handwerkern. Sie drängte sich e p zusammen,d enn der normalerweise hochWasserfreie Raum auf der kleina erhtihtan Insel im Veni - Eigenland des Burgherren zwisch n den Wiesedcannen und der Lahn war überaus klein. W T I Die fast glei&großen Parzellenm) um den Marktplatz rnit den lang&, &malen Htiusern deuten auf eine Lenkung dieser Besiedlung und ZL- ordnung durdi den Burg- und Stadthemm). Mehrere Untersuchung über die 91tegte Stadtanlage zeigen übereinstimmend - so verschieden fie. in ihren übrigen Brgebnissen sind -, daß der Umfang der Stadt in &r Frühzeit außerordentiich gering war6'). Erst rnit der Errichtung weiterfassenden Stadtmauer im Zusammenhang mit der Erbauung e zweiten Burg @)u nd mehr noch mit dem Ansetzen der vor den Toren Fe! t- standenen Neustadte 1325 änderte sich dieses Bild. Doch ist diese E&- Wicklung hier nicht weiter zu verfoigen. / I Nachdem neben die Burg Gießen eine verWtnismäßig selbständige bt#r- g e r l i h Ansiedlung von Kaufleuten und Handwerkern getreten W&, konnte der Burgherr darangehen, die beiden Gebilde durch eine U+- m a u e m z usammmdassen und stärker zu sichern. 1 Glödrnkr hat in seiner Interpretation der ersten Urkunde die Ansicht V treten, daß die geschilderte Entwicklung nicht sprunghaft, sondern q siehe dazu den in MOHG N. F. unm, s.8 7 if. erschienenen AUEM~vZo n H. -At, Gitßcnr Entwlckiung von der mitte1alterUchen InneMtadt %umm odernen - adwmzntnun. t U) Siehe dazu MOHG N. F. WiSS2, S. 208 (Bericht Uber Vortrag W. Grawrt), u$d MOHG N. F. WlBSä, S. U( (Bericht Ober Vortrag K Ebel). I Außar den in Anm. W Genanten haben Betrachtungen zur äitestm Stadtaniage engeatdit U. a: F. Kraft, GemWBte von Gießen, S. llS ff. -Bu rg- und G. Fr*. Sdtenk zu Sdtwelnsberg, AlMfe13en, in: AHG, W, V. Bd.hW. S. 119 ff., und P. ffllbener, Die Zhtatehung Gießcnr in g ~ c h f f l d mBe leuchtung, in: Heinjat izn BUd. Bdiage zum ,Gicßancr Anzeiger", Jg. lw, Nr. s. 1 3 Heute ,,Aitecl ScWoßn genannt (im 1. Weltkrieg awgebrannt). I Verlaufe mehrerer Jahrzehnte vor sich ging, die Stadt aleo .langsam und still aus den naturgegebenen VerUlbbsen emporgewa&am istu3 . Wenn es au& nach dem oben Genagten naheiieet, da8 die m e der Bcirieäiung um die Burg schon in die unmittelbar auf die Burggrhdung folgende Zeit zu verlegen sind, M, dürfte doeh äaa Zuwinircsnwochren von Markt und Burg und die Umwehrung auf M k n & I Stadthemn erst in die letzte Zeit der Twinger fallen. M,e in penauerr Gründunesdatum kann ni&t angegeben werden, da ein eigemtlmer Griindun~saktn i&t nachwehbar i6t. Dies ist aber wahrschWch der urkundenarmen Zeit bis zur Mitte des 1s. Jh. zuzusc&reiben 9;v l&dQt wurde auch die GrUndung niciit mhifüich niedergelegt. Eine plamW3ige Anlage der Stadt durc3i die Pfalzgrafen V. mimen M aus mehreren G M = ammehmen: Ohne die Initiative dea Burgherrn mtte das siedlmgsMmWbe Gebiet in der versumpften Talaue keine Stadt auf die Dauer eabtehen und bestehen lailsen. Es ist weiter daran zu denken, daß der zweite Tübinger Herr über Gießen, der Pialytni Wilheim, der sidii stbm 1214 ,comce de giezemU nannte, am&ehwdnurbise twa1!44Oinse lner#enadiat tGießcar~ ista);e r mußk alla Intereme daran hoben, seine wdt em- Burg undHerrschattzuat8irkenundzu~~zumalvoneinerNefOuneder '&ibinger, ihren nördiichen Hermhftnbereich abzustohn, in seiner RegienmgmAt no& nicht die Rede sein kann 9. E8 M fe~1- nicht ni Wbe!~, daß Tubiwd5~ic lbrrt reit 1231 als Stadt keauet M; weitere Stadtgründungen im Tübinger Ham&dte bereich lagen nahe, besonders wenn eie der FertigUne imd si&erhdt einen weit entlegenen Oebietes dienen konnten. in bezug auf die Zeit der Gründung hat Glodmer auf den Text einer w e i m U rkunde von 1250 verwiesen, wo dem Siegel der ,Stadt Wetzlar* lediglich das der .Burgmannen von Giei3enu gegenübemteht 9.G löcknan Folgerung, da6 zu dieser Zeit die Siedlung da CZenzer den Namen ObBen mdl nicht iUbrk9, ersdleint unw- viclmdv datite die bürgerlide Nieäerla6sung damals so klein gewesen sein, daß ids noch Mn eigenes Siegel führteu). Ob W einem Untersdited macht, da6 sich dte Tubinger in ihren Urkunden bis 1289 nur ,Cornea de Giezzerl" nennen, ~ e i e ~ l j W W i n d r d ~ U r k u n d e n a l s , ~ ~ ~ ~ i n 3 K . G m , Ob && (L ii. 3 - = : K . h b i i m . D u ~ . 0 h w l e r U l d d a r ~ t e r - iicnan Stadt im Lidlte dar rihuam Fomauag, in: ~0~ F. B(lrl0, Liibeck W.8 . W U. ä2. und die dort mgeäührte Literatur. a)r. Eni t , tevon Ob&& 8. l s f L 3 F. Kraft, eba. 8.mf t. 3 F. Kr* Obd.. WB Nr. 17,und K. GMChOr. 0- 8.11. ") wenll Kraft (a a. 0.. 8. 111) .ur dar Erwamuag dnu Rttkrr -bIl de Giranwi m Jahre 1))) dolgat. die Stadt mUm .Ir0 zu Muip d a U. Jh. ,,au 8 o L c h c ~ h . b a q m i r t d i e ~ u n k l u . M i t B m n h e l m t u u i d o d i nur ein Oiieä dar Burgnuiwiltunillaii gamelnt mla Giezzenu üezeichnen, sei dahingestellt 9.1264 erscheint dann ab erstmals fie ,Stadt Giei3enu in einer Urkunde Zeuge einer Vermögensauseinandp setnrns Y. I Das seltene Emheinen des Tübinger PMzgden in Gießen während +er letzten Jahre &er Herrsdiaft dort ist der Entwidrlung Gießens selbständigen und weitgehend selbst verwalteten Stadt entgeg ge- Die nunmehr zur ,dvitasu erwachsene Siedlung übernahm von der Bwg den Namen Gießen3 oder richtiger ,zu den Giezzenu, wie sie in den deutschen Urkunden des 14.-16. Jh. meist genannt wird. Giöckner dienen Piurai auf deir altdeutsche ,giesseu (=Ji lleßende Wasser) das in dieser oder Udi&er Form auch gnderswo in DeuWMand r- findetq. Es bezedämet nicht eigentiidi eWe Siedlung ab vieime7hr in siediungdeindiidms Gebiet, wie es sich u m zur Zeit der Burg- und S w t - gründ- mit den Sumpila&en, Warclerrtellen und den zahireichen *- meimngen der Wiese& in der Nähe ihrer Mündung vorsteiit. I Das erste, noai Wernde Wachstum orientierte sich an den beiden weden, die von den WemS elters im Süden und B t t im Norden herun r- stiegen und aicä am neuehuedchteten Markt von Gi* traien. IA=n diesen Straßen lagen auch die beiden ersten Tore der Stadt, das Se4 und das Waldtor. Noch der Stadterweiterung durci~d ie Auhrahme dTer r den Tom angeskWten Neustädter3 1326 dürfte das Neustädter und dun% die stärkere Nutzung des Wal& und Feldes im Osten Stadt das Neuweger Tor im Laufe des 14. Jh. entstanden sein. Wenn auch die fwt giei&großen Grundstürlre, die den ersten BewoMem Gießens für Haus, Hai und Garten zur Vertüpung gestellt wurden, Einfiuß des Landesherrn unverkennbar machen, so zeigt dod? das wei Wachstum der Stadt wenig ReplmWigiceit. Bk dem m a n g d er Stadt an Hessen im Jahre 1265 9 hatte sich die Burgverwaitung bereits zur S t ad twrhmq umeeataitetn), und der Landgraf konnte sich auf die vorgefundenen Verhaltniase stützen, in den foigenden Jahrzehnten an den Ausbau seiner Stadt Gießen ging. 9r.Kr.it. ~ t e p o n o i a l ) e n , U B N r . 10,s. 84.25. ~ 1 1 . ~ ~ t e v 0 l l Q ~ U B N r . S . I n)Xn den Uteren hteinfrehcn Urkunden m-: Glezen, G~CIZM, U m , o p n . Omaenrindol#IL I 3 X. 0 1 ~ G- . 8.1. i 3 E. E. Scribq Regden R Abt. Nr. UM. 9- die terri-tu* Beäeutmg d a U bergmgu d a Stadt an H- h.ban ddi g.iuevt: K. Ebei, Erwerbung GieläeM, K. Q l ~ e r , 8. Itt . und W. XüiiersX mta; W U t ")W. Maler* abd. SlU. In. Die Herausbildung der Giehner Gemarkung U) Der verfügungsfiek Raum zur Zeit der Stadtentstehung und frühe Möglichkeiten dez Awdehnung in der Hetrsdurft Gieflen Das Gebiet, das den ersten Bürgern Gießern für ihre Haus- und Hofstätten zur Verfiigung stand, war - wie wir oben sahen - außerordentlich klein I) und demgemäß auch die Einwohnerzahl sehr begrenzt 3. Es wurde iiberdies für Jahrhunderte eingeengt durch die verschiedenen Umweh- rungen mit Mauer bzw. Waiigraben. Wllhrend die aus der ursprüngiichen Gleiberger Burg erwachsene Stadtmauer gegen Ende des 13. oder zu Beginn des 14. Jh. einer ersten größeren he i t e rung durrh die Aufnahme der ,Neustädteru w e i h mußte, umsdiloß Landgraf Philipp der Groß- mütige in den Jahren 1530-1533 die Stadt mit Wail und Graben und machte sie zu einer der starksten Festungen seines a-ebenden Terri- toriums. Nir die folgenden drei Jahrhunderte blieb die Grenze der bau- lichen Ausdehnung festgelegt. Dadurch konnte auch die Bevölkerungszahl nicht wesentlich wachsen'). Erst mit dem Schleifen der Festungswerke zwischen 1805 und 1810 ergaben sich neue Möglidikeiten für die Stadt, ihr Baugebiet auszuweiten. Doch zeigen die Karten und Pläne der ersten Hälfte des 19. Jh. mit Ausnahme der Mühlen noch keine Gebäude oder Wohnsiedlungen außerhalb des jetzigen Aniagenringes, der alten Wail- anlage. In diesen Bereich wendet sich nun unser Blidc. Die Stadt Gießen besitzt heute die - im Verhältnis zur Einwohnerzahl - größte Gemarkung aller kreisfreien Stgdte Hessens und iibe- darin vor allem die Großstädte Wiesbaden und Frankfurt erheblich4). Die Gemarkung hat außerdem eine eigenartige Form und nur steilenweise natürlkhe Grenzen. Diese heutigen Verhältnisse lassen uns nach Entste- hung und Entwicidung dieser Gemarkung fragen, zumai damit wesentliaie Gesichtspunkte für die über 700jährige Geschichte der Stadt und ihrer Menhen gewonnen werden können. Welche Ausdehnung hatte nun das Gebiet, das den Einwohnern Gießern zur Zeit der Stadtgrüudung zur Verfügung stand? Hier müssen wir zunächst eingrenzend feststellen, daß dieser Raum nur dem 6stlichen Gleiberger Grafschaftsteil, der Herrschaft Gießen, entstammen konnte. Dieses Gebiet haben wir auf Grund der urkundliCnen Uberlieferung und der Ergebnisse der bisherigen Forschung irn vorigen Kapitel abzugrenzen versucht 4. In ihm sind in der Mitte des 13. Jh. folgende Dörfer nachweis- I) K. Ebel. Dan hf.torMie Gießm, in: Adrcßbuch fllr Stadt und Kr& Gießan 1911. 8 .11 , a t z t e d ie 0- auf rd. P l a Morgen. 9 F. Kr-, Geßchichte von Gießen, 8. 14%n rhm auf Grund der Zinuegi6tam von ISS8 eine urrprüngiiche Zahl von BQ Bürgern ohna Burgmannen an. Danach dürft8 die Ehwohnauhl der Stadt in d a e rsten Zeit knapp WO betragen habe%%. 9 L. Zimmumanu, Der 8konomi8che Staat, 8.170, gibt um 1ö110 die Einwvhaa%ahi mit 2782 an. 9 Bere&net nach: Die he8eia&m LuidkmUe und LnMden Städte, Wiubadui 1m. 9. sls. g) Siehe Kap. 11, a S. P ff. und W. Willler. Xmter, 8. 10 H. und 85 f. bar: Wiese&, Klein-Linden, Großen-Linden und die Vogtei W e n rg, sowie die innerhalb der heutigen Stadtgemarkung wüst gewordenen S lungen Kroppach, Läufertsmd, Didolshausen und Selters 9. Aile diese % hatten üereits ihre eigene Mark, konnten in Ansp~chge nommen werden, wenn man keine Siedlung zwangsweise in die Stadt Gießen umgesiedelt hat 9. , Es darf nach der bisherigen Forschung auch für unser Gebiet als sicher angenommen werden, daß die damaln bestehenden Dörfer von der bit der Landnahme bis ins 13. Jh. den der Bebauung zugänglichen Boden bll in Benutzung genommen hatten. Für den Landbau der aber waren versumpfte und mit Wald bededste Gebiete wenig g sie biieben zunächst von der Bearbeitung !rei, solange Notwendigkeit bestand, sie du& Trodsenlegung oder Rodung urbar zu machen. In Jener Zeit der beginnenden Ausbildung von H a r i d u / t r bereichen wurden sie als herrenloses Land von den Territorialherren mit Gewalt - in Ans- genommen. Dies gilt insbesondere für Pen Teil der Wäider, in denen die hergebrachten Allmendrechte der ~ a * mehr und mehr ei.es&rhkt wurden, bb man s&Uei31l& im l i e n Besitz dieser Waldungen war 9. Bevor wir - im nad?sten A M t t - auf die wahrscheinliche A&- nung der um den Stadtkern von Gießen gelegenen Gemarkungen din- gehen, ist es notwendig, das das Zeit der Stadtgründung waldfreie Ge iet dad- zu daß wir die Ausdehnung des großen W i A e r Waldes innerhalb der heutigen Gemarkung zu bestimmen versuchen. Hier k6nnen uns die iiberlieferten Flurbezeidmungen eine wertvb~e Hilfe sein. Namen, die auf früheren Waldbestand hindeuten, finden an folgenden Stellen der Oießener Gemarkung 9: ImNorden: ,an deme Rodenstruche geh Wiske under der warteu/ in Flur 23 9 . ,wasz rodelandt und in dem Burgkartsstrucheu und n6rdlich davon 9. in den Fluren 22, 23 und 27 ,Rodtbergu, ,am rode biss an Aäcsteder veltu '3, ,im Rodeu '3, ,aber dem Rodtgtirten". ~ ~ r l h l ~ a u d l d k ~ v e ~ - ~ s o b ~ d i a ~ i ( i r ~ e ~ u r w e i ' der GieBaner Gemarkung nidlt in Betracht kam. Dh ebsaiallr Wust geword ea aleaullgen Aclutatt uad Unnnhcim welaen M a K a l ' O ~.1i D(l* dlt mahr genannt (r. U. Kap. IR, b). 3Na& dem, w u bn nlehrtsn A-tt (Ksg. IR, b) dugelegt wird, kannT on mmgmmhr Umidadlullg nidit ge8proaien warden. 3 L. ,- a a. 0.. 8. a:M eint entotand äie VuTWwmeewait der Landes- hcrrai aber wm.W eide und W u a r nil hoadwtien Redikri. 3 3sWm Xarta Nr. L Von dm foigmdm flunmmen i m t meint äie u n r p ~ d l e Quelle dtiart. -)Gm ylu 0. U) za Ir#. 9= . 9zalm. Na& Norden wiea auch die ,waitporteu, das sp8kre Waiitor, den Weg aue der Stadt in den Wald U). Im Osten: ,dariz EygenrottY9, ein rpaßerer Bezirk, der eicn in den heutigen Fluren 1419 und 20 -reckte. im 16. und 17. Jh. treten in demehn Fluren bia zur Flur 8 in Stadtnähe hinzu: , E i & g ~ Y,u,n ter den alten und neuen EichenY, hinter den EichenYu nd ,in eigen r6dernYU ). AufderaMWhen Seiteder Wiesecklag in PSur 20 das Ge- wann ,Waldbrunnen* und Wt weit davon hiei3 ein Ober- gang über die Wiemäc ,waitstegu "). im Süden: ,waitlandYw ahrarbekilh in Flur 6 oder 8 13. Im 8ieWmn Gebiet das ,Sdiwah&mdY, die Roauip eines mlweikart I'). InFlur5llegtdieStreße,,R0dtbohl~,nr~hsr~~&,utfder RodtenhobleYu nd ,über der roth W"g enannt r). In den Firn 11 und 12 hinter dem , O h i e w hi& meh- r e r e C k w a M e , i n d e n ~ Yun d , , j ~ r o d g l p ~ ~ ) . Die angeführten Fiurbeddmungen hsen erkennen, daß der Wiese&- Waid vor der StadtgrtMung eine wewntiiä~g ro&en Awdebaumg hatte. Die drai Roäuqpgebiete im Norden, OetQll und Siiden r a i b bü dicät an die früh buiedeitcn Teile der Stadt heran: Im Norden war der Roät- beqg bia nu Lehnebrme von Wald bedeck& im Osten nimte deP Waid bisandlMharrsoheitllcheOeMndehinkrderneuenBuiqimduamftklbat a n d a s ~ & e U i e r d e r W ~ u n d i m S f W e n i l b c n o g e r n o c h g r o B e Teile dea SeltedBrgs. Fmi wni Waid waren iedigii& die von Mhdgen Obemdx- betroffenen e- in der Lahnebene und im Miinduneegebiet der Wi- #>wie die von den bereits bedhmden Siedlungen in h s p m & genommenenLHnaereien.DieletzteFancPstredrtea~-wkl*im foieenden a t t noc h im efnzetnen sehen werden - im Norden und Nordosten der Stadt mit äen FeMfluren von Achstatt und W i e U ber die Hoben d a Rodtbere bia an die versumpfte Sch - und im Süden mit der ausgedehnten ihmuicung von Selters Qbcr den gesamten Selteiaberg bia in die ebenfaiia versumpfte Meäerung der Kibgelbach, die vor Iss0 etwa von der BMcbhBe dem heutigen Lauf der Wiese& zur ahn iom. Auf der wtrtllchen rshirneite reicbten die e-n von Heu&elhieim, Krofdori-GCleiberg und Launsbaü~r, owie die dsr Wa- 84) Siebe Anm. 10. 9Z E11*. 9~]Ebal,Gi~Flurnunmv~EndadmM.J.hrh~rtr,h:Hsr.Bllttai. v o ~ B d . I . a c n rG. i elkn mos, 8. mit ")E-Namea,I?r.II)undUII. 9 Q U B ~ u n d Z B l ( a . ")ClVByiY(ma-. r) a Wflb.lmi, Iamea, NT. ~47.D ie genannten Flurnamen U4natsn .Ilcrdfagl audi &uirotwL.a~bexQgenie ia W ~ N ~ N r . W . stunOen Kroppach und Läufertsrod an die vom Wieeen ,in der Aue" der Lahn heran. Da die neu gegründete Stadt auf die zuietzt genannten nicht ~ ~ konnte, bleieben in denn ersten Ja hrzehnten Besteh- für die Mmfhng landwirtschaftiicher Nutziliche nur Wege offen: einmai durch Enlswämerung und WasserMufe, Lachen und Sümpfe in unmittelbarer Umgebung der ers Stadtaalage und w d c h jenseits der Lahn geeignetes Kulturland @ bereiten und im Osten durrh Roden des Waldes die AnbaUaaCne für die Bürger zu ver- I Diese beiden i4ü5gliüIkeiten der Innenkolonisation konnte nur der Staqt- herr gewähmq da ihm sowohl der Wald im Osten der Stadt als auch Grund und Boden in den versumpften und oft vom Hochwasser aber- sünmmmten Talawn von Lahn und Wiesedr gehörten 9. Die Stadtgründer und ihre Nachtoiger steilten den notwendigen 0 d d aber benötigten in erster Linie Acker- und Gartuiland, dessen nur auf den Terr-en möglich war. Diese über gebiet gelegenen Höhen waren - wie wir oben sehen I Wald bedeckt. Für die Haus- und Hofstätten, den überhwnen Grund und Boden ubd die Rodungen zahlte die Stadt der Landeshmchatt jährIldi eine f* i%mme, die Erbgülte, die im 16. Jh. rd. 102 i!i betrug=), im 18. Jh. auf rd. 182 i! wary. I I d-2 dürfen wir das Gebiet, das den Bewohnern der st&t indererstenWtihms~enszurVerfueuneatand,etwafoigen me&n lnxsdldbea"): T- Auf der westlichen Lahnsedte das bis zur Elußreguli- immer wider von normalem m w a s s e r tiber&wemmte Geländeq bis zum a l e ~~'.w~nft,~vonai-assuad~~.~a-,~iaßen,s.I~ 3- Troctenl*Oual da8 bafmWen Plaize8 wu dam Au8bau der w-bk dienilai und vemo&te dazu kinitragm, da8 dai immer mchr Bewohner u$- Uaqcnder Orte von dor neuen Bt8dt angezogen Mhlh ")(U6hau.K.p.m,la I 9 J'. matt, m t e von Qlalkn. 8.148. 3 S t A G . Auiltalhinl sUdthdaer Amben an dle Luidcihambiiit lm Grundb+& "Neu8tmter mle (um 1 m . ' 3 ~ x u t e n N t . 4 ~ L I I 9N e A Iu.bcII U mAn - Q. Stad-biOh d e L .hp (in GI* -t&eam t)w urde in Wharm Jahren der bem3wbbene und auf d e r ~ ~ a b a u ~ k v o n ~ H o c h ~ r D r t i . I L ~ t Landwehrgraben in den Fiuren 28,29,30 und Tden der Fiuren 32,s und 38. Diemeita der Lahn die Fiuren 1 (Stadt innerhalb dea Aniagen- rings), 2 (Sctiwarziach und Gartfeid), 3, 18, 1%2 0 und teilweise 21 (Herr- dmftikhes Land hinter der Burg), die n6rdiichen Teile der Fluren 4 uad 13 (Nahrung8berg und Heegstrauch) und der weatlldie Teii der Fiur 16 ( A l b Feld), d t sie schon dem Waid abgerungen waren und im Ubrigen weiter nach Osten der vom Stadtherrn bald nadi %derG ründung nu VeriiieunO ge8tellte große Wald 9. in diesem Gebiet Scnufen sich in der Frühzeit der St& die er&m Bürger den notwendigen Lebemraum, ehe mit dem Aufgehen v d e d e n e r Siedlungen und ihrer Feidmark das dem Anbau und der landwirtachait Uchen Nutzung offenstehende Qeülnde eine wesentiiche Erweiterung erfuhr. Davon eoll im nächsten Absdmitt die Rede sein. b) Das Aufgehen von Sieüiungen i n der S h i t und die äaratu folgende Ve~griiBenrngd er Genwrku~g Haben wir im vorhergehenden A-t den Raum innlfrenzt, den die neugegründete Stadt Gießen zur Verf(lguneh atte, als ide um die Mitte deais.Jh.erstmalsindenurhrndenerrpahntwird,sowouenwirunr nun mit der Frage bes&WUen, weldie Vorgänge zur Au8weikinq der Stahtgemarkung fübkn. Ee wurde bereita angedeutet, daß das Wüst- werden vemhkdener Siedlungen um Gießen und ihr Aufgehen in der Stadt dabei den wesenüi&sh Einfiuß ausgeübt haben. ZahbWhe htsbo- ri8che, geographbhe und -ehe Arbdkn bad&Wgen &I mit den Umachen der mitteiaiterIlchen Witstungsvorg~l).D em soll hier weder ein neuer Deutungsversuch noch eine grundbgeade Be- trachtung der Wtbbwwmheinungen um GieBen hinzugefügt werden. Fa kann $ich im Rahmen dieeer Untereudrung ledigiich darum handeln, an Hand der uns Uberiieferten Urkunden und anderer Zeugnisse und unter Zugrundelegung der t o p o g r a p ~ e nL age das W i t s M e n von Siedlungen um die Stadt fe&usWien, das Aufgehen ihrer Fluren im städtischen Bereich nadwuweiaen und die daraus foigende VerOröi3erung der rtädibchen Gemarkung aufzuzeigen. Dabei darf aiierdi- nicht an der Tatsache vorbeigesehen werden, daß die Existenz der Stadt - U U. Scnon ihre GrUndung - die Eiit6tehung der Wüstungen wesentii& gefördert und vieiieicht sogar herbeigeführt hat; es erhebt sich in dieaem Zueammenhane die m e , inwieweit der Stadtgründer bzw. der spätere Stadtherr das Aufgehen der Siediungen in seiner Stadt pianmäi3ig betrieb. Lappe hat vor rund einem halben Jahrhundert auf Grund von M u n - gen in W e d f a b die Ansicht vertreten, dem V-winden von OrWWfan Stadtnähe Hege ein pianmäi3iges Vorgehen des Landes- bzw. Stadtherrn '=% in den €4 - der IbnQuag biakt: K. Schuieu, Ergab =dar hwtipa~W B - , in: Blittor f. deu- Ungeftihru Auukhnung der Gemarkung GieBen mit st6dtischem Markwald zugninde 9. Er stützte seine Theorie a~ die BeobaCnbag, die Nieda- lassun8 der Bemhm ausgegmmtmr SLedlungen nlQt ~~ roai- dern gesdii- in den Stadtt%ilea Eliioig@ die den Dorf- marken am nbdieten hgen Von dort aus seien die bisherigen Beider weiter bmtelit, liche Bildungen aufreehbrhaiten, und d k Nukmgen bübr betrkk~ worden. Mesem auf S y n o ~ u (s- xlmamnm&cddn M*) bertsimden ~ r s p n uu~nld wachstum& stadte habe 8 c r S d d t e hi- grunde gefeeen, der Neugrünäw die edbmbrk(chen KrQite i#r dHtMz&6n -bau ZU 8aSsehafh und fhi ghidmdtig durch Hand- werker, LEaufieute und Bauern elcto. notwende811w frbcnrriWiaen Rü&hait zu geben. Ferner seien gesdal-e Dwfmarhca iür die Eiad&tung odeT ver^^ einer stääüschen Allmende verwandt werden. Den m k nLa - tratan zuerst PWIUQ ilpater auch aa&m Fo&er entgegen. Der errtere warnte vsor unnillasfpdn Veraiigexmbwmgcn, die dem Werea äes mitteiaimen RschMebsnr wMm&&@n und wies d a r a u i h i n , d ? & a g i e S t 8 d t e m h i s t p i c h t i n d s r ~ d n e s ~ t s bestehenden Dar- gegrbdet wurden, der S b i t h e ~v i d p i w refnen GruadundBodcnzurVglrtQfune6teüteundseine~oifaochmit einer amhgrelrhen Aiimende aus seinem % n i n Be~sitz a~us- stattete'). Mlt der blaßen 2118- einer Reihe wn dWE&en Siedlungen durch den Stad- hPWn siCn auch die ZicSe nicht obne weitexea emetchen lassen, die mU der Oriindmg cdna S&dt verfoigt wurden,aem21ni~enmtEelpunktiQrauldeluodOewaabcaigcwin- nen4). Hbberg machte &rauf auimerbam, BnO die Fiumm in der N b derStpBtemeftt.kcineSpurenalterBarrisw-oder z e i g t e n . D i e g ~ M u r e a ~ ~ f n d s n ~ k e n d e r S ~ k u n g e n u a d w r i r d s n ~ u p S t e r m i t f h n s n v e m M g t ; d e U ~ ~ O f t d a 8 w i r t w n a i t l i d h a B s d Q i l n f l ~ e r i ~ ~ ~ t 9 . Jüngere ~ ~ ~ a i ghaebean i -en 8wbdbai' üm wüsim- gell bar s#Ld#sSiBra FrSihsdt (11.-18. %Tb) umd &er f@mnWawtarl#en .9-W WUliund kne rmeKkW mit dari Lmhmusbau und d a m i t W t d e r E t r ~ d t r S ~ h ~ 0 t- wrrrden kbnen und nmhr &er -V . I)ObarKopD.lhiitmumaionen~ll.~.lv,~. ") 8tAQ. airarrrilrtar (l4.10. W. q ~ ~ I m i 6 t d l , ~ t . ~ i u m a t t L ~ ~ ~ t c den ,Erlensandu wurden ebenso zurüdsgewiesen wie die Versuche der W,ihr e Viehtrift über die Lahn in den ,He01eru ausnrdehoen. Die Gießener Grenzen gegen Heuchelheim, wie sie uns die Karten des 18. Jh. zeigen'9, blieben im wesentlichen bis 1805 erhaltq, Atiiaßlich der Gießener Feldbereinigung wurde das Udtiwhe Oeblet wedlich der Kroppach und der Rodheimer Landstraße an Heuchdhdm abgetreten; die beei.adlgte Kroppaü~b ildete nunmehr die neue Ge= - '3. Dafür erhielt Gießea clen weit na& Osten vo-den Z@f& der Hdellieimer Gernarm, ä. h. wesentliche Teile der heutigen Flur NI. Das bei diesem Geländetad an Gießen geiallehe CieMet war rd 22 ha großer als die an Heuchelheim abgetretenen -ile. Eine er6ßere Gemarkunesveränderung fanä dann nocä in jtiqgsh Zeit im Jahre U53 statt. Hierbei erhielt die Gemeinde Heu&eihdm eh kleines Gebiet von 686 ha aus der städusrhen Flur I n6rdlich der Rodheimer Landstrab bis an die Kroppach und den aiten Weg von nertdhellieim nach Qleiberg. Dafür tarnte die Stadt eine größere Fläct>e von P,20 ha EU beiden Seiten der Lahn ein - den schon im 17. Jh. umstrittenen ,,Er- .%, - 4 lensandU und reirtit dort jetzt bis an die Landstraße Heuthelheim- Klein-Linden und die Mündung der Bieber in die Lahn n). K r o f d o r f - G l e i b e r g : Die Grenze der Stadt gegen Krofdorf-Gleiberg dürfte in groben Zügen den bei der Teilung der Grafschaft Gleiberg im 12. Jh. =Wanden sein. Sie war seit 1328 Territorialgmm der Landgrafshdt Hessen gegen die Graf&aftN assau. ihre genauere Festlegung erfolgte aber erst im 16. Jh., als es um die Gewanne ,,LäufertsrdlUu nd .elf Morgen" zu Streitigkeiten kam P). Nach Auseinandersetzungen der Jahre 1559-1563 oder sp&testexw 1M)a ist die Hardt eb&lieBlich der dort befindlichen Koppelhut (Gleuea, Heu- chelheim und Krofdorf-Gleiberg gemefnsam) und der M c h e T eil des Bezirks .LiWertsrodu endgüitig zu Gießen gekommen?, wHhrcPrd der n6rdiiche Teil und die sog. .elf MorgenY zum Territorium Nagiau ge- zogen wurden H). Seit dem Staatsvertrag zwischen Hessen und Nasaau von 1tM war hier die Territorialgmm eindeutig und blieb als Gemarkungsgrenze bfs in unsere Tage unverändert. 3 Siehe Kartm Nr. 7 und 8. 1)) Siehe auch K. Reidt, Heudreiheim, 8. ln (mit Knte). U) Freundl. MiWung Vefmemmgmat H. Bmmidt, Gießen. '3 St A D, I, VerMltniae mlt N u u , KOPII. >D und ~ b t X. .I 8, KWV. H. - GUB ii, ytr, ii. und W. iaüiier. Xinter, S. P ) M c ~ d a O b e r ~ ~ ~ t r ( K a rutned ?d)e rPn>nnu'iaiaAtlaa -Nr. I) =ze-.i gen dte Budt und dta didiichen eile das ,,L&uferhmd- in Oial)cmar Ga- '3- Grenazug folgen auch die bei W. Miiiier, Xmter, a lü4, A m 1 1 U. I2 gemanntem G w I E B m da r U., 17. uxul M. Jh. aua äen Stuturchiw3n W -t und D.rmrt.dt. Darum ist Müiiem A d & t (a. a. 0. 8.184). da6 alie umatrittmm Bezirke äun8i8 zu Nuuu gaiopm wuräen, iaiowat zu k~rrielenn. L a u n s b a c h und W i ß m a r : Seit 1585 bildete die Lahn von der Mündung der Gleibach nach Norden bis in den Raum Lollar die TerritoriaUmw zwischen Hessen und Nassau. Während aber Krofdorf-Gieiberg keine Besitzungen auf der iinken Lahn- seite hatte=), iiegen kleinere Geiände8tüdce der Wißmarer und Launs- bacher Gemarkung bis zum heutigen Tage östlich der Lahn 9. Andererseits aber finden wir im Zinsregister der Stadt von 1495 auch Gießener Fluren auf der rechten Lahnseite außerhalb der heutigen Ge- markungsgmmn, so U. 8. die Bezeichnungen .uszwendig der Seebach gegen Lunspachu, ,uff dem Lumpe&= HammeUu nd ,was2 umb die Ba- denburg liit und in dem Uettenbergeun ). im Wnsregister von 1553 heißt die Lage ,uff dem Launsbacher Hamm by dem Klettenbergeu und ,umb die Badenburg und Klettenberg mit seyner Zugeh6re 9." Der Klettenberg war ein Hof in der Nähe der heutigen Wißmarer Lahn- brücke, wahrscheinlich auf der westiichen Flußseite gelegen?. Die ge- nannten Fluren gehOren heute nicht mehr zur Gießener Gemarkung; es ist also auch hier ein Zurückweichen der Gießener Bannrechte seit dem 16. Jh. festzustellen. Die Launsbaaier und Wißmarer Ländereien auf der linken Lahnseite wurden dagegen zäh behauptet. Als der Teilungsvertrag von 1585 die Lahn zur Territoriaigrenze in diesem Gebiet machte, wurden die Launs- bacher und Wißmarer Gemarkungsred~te auf der östlichen Lahnseite ausärückiich anerkannt und vorbehalten 9. Mußten d o n d iese merkwürdigen Grenzverhältnisse Anlaß zu Irrungen und Streitigkeiten geben, so war die Gemarkungsgrenze zwischen Gießen einer- und Launsbach bzw. Wißmar andererseits vor allem deshalb jahr- hunderteiang unsi&er und umstritten, weil die Lahn in diesem Gebiet, etwa von der Badenburg bis in Stadtnähe, ihren Lauf in früheren Jahr- hunderten ständig veränderte. Darüber hinaus floß sie auch zeitweise in mdweren starken Armen dahina). So griff die Lahn, wie uns v d e - dene Karten des vorigen Jahrhunderts zeigenq, teilweise weit nach Westen ins Launsbacher Feid aus. Geologische Karten wiederum weisen uns darauf hin, daß die Lahn in früheren Zeiten ganz im Osten am Rand der Terrasse entlang floß, wie das heute noch bei der Badenburg und am 3 So irrtumucll W. Mauer, Xmtu. 8. m. 3 WiEnmr hat heute noch rd. 18 .I) Launnbad~n och rd. l5 ha auf der Gicßener utumate. ~K.EbU,F1um8men,8.U)f. 9F . X..&, a&II&teV on Gießai, 8 .0 . 3 Eine genaue Lagebeatbmung ist infoige d a in früheren Zeitw. ßtündig Wem- selnden La- der Lahn nidit mehr maglldq zumpl der Rof Klettenbng wahr- raidnlich irhon vor lSO8 wUßt geworden U *) St A G. Kopie d u Vertr.91 von lW5. In diem?m Faii handeite a ifch nicht um eine Loslmmg von Gisßener wie Ebel (a. a. 0. 8.184) meinte. U) StA G, G-: Wir hören dort von ait wiederholten Gnnxpiingen, von durch die Lahn W-wcmmtan Wisrrn. von vamWammten M-. von va- mnkenem GrumWnen, unbegehbar gawordenen Nrten U. U. m. 3 St A W. Karten Nr. U7 und W: Kukn zum Hewiu!h-Preußfrcnen Grenzvertrag von W. sog. .Fel$enu der FaU ist Daraus wird ersichtiich, daß die heute linka der Lahn gelegenen Gemarkungsteile Launsbachs und Wißmara ur- 8prüngiich nicht am Fiußufer lagen, sondern diesseits oder jenseits der Lahn mit der Ubrigen Gemarkung ihrer Dörfer verbunden waren. Die Lahn war hier früher ein seihter Fluß und hatte no& bia zum Beginn dieses Jahrhunderte mehrere gut begehbare Furten zwis&en der Baden- burg und der Mündung der Gleibach 9. Die Gremhwgen und Streitigkeiten der Stadt mit Launsbach sind schon seit 1527 tiberiiefert 9. Sie dauerten in mehr oder minder heftig- Form bia ins 19. Jh. anu). Besonders iangwierig waren die Auaehnderset- w e n u m die Koppeihut .auf der Gbmeideu, Ube r die an anderer Stelle berichtet wird'3. Bei ihrer enägüitigen Teilung irn Jahre 1 M erfuhr die Gießener Gemarkung eine kleine Erweiterung in Flur 26. Bei dem Grenzvertrag zwis&en dem Großhenogtum Hessen und dem K6nig- reiai Praißen ist audi die Gemarkungsgrenze neu vermessen worden. Wesentiiche Veränderungen gab es seitdem nicht mehr. Die Lahn hat je- doch auch irn letzten Jahrhundert noch öfter ihren Lauf geändert und dabei d u & An- oder Weesehwemmung e- Besitzetörung hervorge- rufen. Infolgedessen entspricht auch die Hoheitsgrenze-heute die Grenze der hessiecnen Regierungsbezirke Dermstadt und Wießbaden - an eini- gen Stellen nicht mehr dem Lauf der Lahn. Die Launsbacher Geiändeteile ,Gänsweidea, ,LachU und ,Kiettenberg-", sowie der Wißmarer Teil ,,Im Biegen4'9 iiegen noch heute llngs d u Lahn und schieben sich mds&en den Gicßener Besitz. Diese Oemar- kugmeä~ted er ,Preußenu aind in Gießen kaum bekannt. Sie werden mefst erst ernst genommen, wenn ein Wochenendgrundstück am ,GießenerY Lahnufer gekauft werden soii. B a d e n b u r g : Die Badenburg hatte seit ihrer Herauslösung aus dem Verband des Wie- sedser Waldes eine eigene Gemarkung. Mit dem Hinzutreten von ehe- maligen Didolshauser Fiuren '9 wurde auch Gießen Grenznachbar der Besitzung Badenburg W). - U) AW dem -um Badmburg iief die Erodonmkanta der Lahn in gerader südlldker Rtdktung auf den WO. ,,Fel8enUz u (Qcologb13K~~m te d. GroBherzogtum Hessen von W. Sdkottler, Dunutidt W,B latt V d . E n)Landwirt L. Bcahbld, L.umsba&, Lahutm& (U J a ait ), konnte ddk noQ an 4 vem&b&w Futten m a n d er Bidenburger Mahle und der rundUnq der Gleib.di .ur der Zeit um die Jahrh- dmmm Un I. 10. 1963). '3 St A D, xm,8 , KOllV. W. '3 siehe dazu: s t A W, ~ b t1. W m Nr. 107s. i111 und nU. St A D. VerhilDliw mit Nwiru, Konv. 40, StA G. Gremakten, QUB I& 11~1u nd W. ~tiuer,h tu , S.UIiL ")SieheuKap.IV,tba1uff. '3~dieKop~tJmBi~-dcheu.K.p.IV,>bs.mt 9StchaO.K.p.IR.bS.U. 9A uf dem Pronner'rdim Ath8 Wehe Karte Nr. 8) Ut die Qcmukung von W e n - b u r p n o d i ~ a n . m ~ ~ b u r g r c l k t . t a h t d o r t ~ N . m a ~ i d c - mardc". der iu& im Voiimmuad gebr1udüiQ wu. In den Jahren lS32-1538 kam es zu Gredmmgen zwkdmn der Stadt und der Familie V. Weitolahausen gen. Muautenbadb den LAhetuWgam von Badenbi;ug, die 8chUeBIlcn mit einem Verglekb ende tenu). Die drmrir lbtseiaete Grenze entspricht der von 1778 und büeb au& M& dem Aufgehen der Gfmmrhtne BaddnuZ in W i d u nverändert. Sie war nur rd. 500 m lang und foiets ab nörd- Uche Beei.enain~d er Plur W einem Flutgraben m e n d er alten Mar- burger Straße unä der heutigen Main-Weser-Bahn. Wieseck: Mt dem wohl ältesten und bedeuten- Dorf des Gießener Raumes, Wieseck, hatte die Stadt von Anbe&m eine weitlll-e gemeinsame Grenze, die sich nach dem WUdwe!rden von Adwtatt, Mdolahausen und UrSenheim norh wesen- vererößerk. Ne- der eigentlichen Qcmar- kungsgrenze war früher noch der ganz zur Wiese&er Gemarkung zllh- lende Hangeistein zu ,umgehenu, der 1498 der Stadt vom Lendgrafen gesrhengt wurdeq. Adkdem hatten Gießen und Wiese&,d k ja immer der gleidien Hemdmft, demselben Amts- bzw. GerkAtsbedrk -6- hörten, mehrere gemehmme Gerechtsanm, so U. a. an den Markgenossen- sdiaiten Femewaid und Altenstruthq. Für den Viehtrieb und den Zu- gang zum Hangeistein-Wald war die Stadt weitgehend auf die Gunst der Wiesedcer angewiesen. Gleichwohl kam ee auch hier im 16. Jh. zu ,irrungen und Gebrechen wegen Grenzen, Anwindwen, Schutz, Hute und Weidgang", die 1579 zu einem gütlichen Grenzvertrag führten U). Die dort benchrhbene Grenze entspricht im wesentlichen dem Verlauf, der bis z u r Eingemeindung Wie- sedw 1939 bestand 4). A i k d b g s gibt der uns tiberlieferte Grenzvertrag nicht aiie Teile der Grenze wieder. Er erwähnt nicht die alte Marburger Straße an der Ost- grenze der Flur U '3 und gibt auch nicht die Grenze mkhen Wieseck- iiuß und Gießener Stadtwaid htlich des heutigen Pliilosophenweges an. Die Gründe sind umhwer zu erkennen: FOr die alte Marburger Straße als den gern- Koppeihutbezirk und Grenmeg war eine Lagebe- Zeichnung nicht notwendig. DemgegenUber hatte sich die Situation im Osten der Wiesedcer und gleichzeitig der Gießener Fluren wesentlich geändert, da inmvkhen die Stadtgemarkung durch denKauf deirsteltzen- morgen-Waldes von den Herren V. Elkerhausen im Jahre 1502 eine be- deutende Erweiterung -43. Damais fielen etwa die heutigen Fluren p) S t A M, Akten SMtüofgUifht I18. 840, S t A G, Grcnscultar Und GBU 11, U191 iL 9 Siehe U. Kap. N,l b 8. Ob. qEUahau.Kap.IV,&u.b. U ) G W 1% l/üOl it 3 S t A G . GmmWen: 1M1 fandum kleinere -8n der Qcmu - Zwbaaell wkaeculu6 und -Wald statt. W ) Siehe U. Kap. NI3b Si 148 f. (3 Siehe U. Kap. N.l c S. W. 56 und 67 an Gießen. Zwischen Dorf und Fluß Wieseä~,d em Steltzen- morgen-Wald und dem Gießener Stadtwaid in den heutigen Fluren Sg und 54 lagen nun die ausgedehnten Auwiesen, in denen crchan ariih die Koppeihut- m dsd~enG ießen und W i d b etriebe$ wurde. Dieser Be- 3 ziric, der zumindest teiiweise - einst zum wüst gewordenm Dorf Umenhehn geh&&?, W u N b wurde nut ck Grenzvertralccr 6icb.r no& voibttbdig zur Giel3ener Gemarkung geredmetu). Der er6Dte Teil äer im Privatbesitz befhdiichen Auwiesen war in Händen GWantr B&- eer3. Mit dem 17. und beginnenden 18. Jh. änderte sich das Bild - ähn- iich wie im umstrittenen Bezirk bei Xiein-Linden 9- voiikonmmn. Jetzt wurden die meleten Gtiter in den ,Auwiesenu an Wieweiser Einwohner verkauft, und iangsam begann Wiese&, In erster Linie aus steueriichen Gründen, die Koppeihut in seinen Bann zu ziehen 9. Die Karten des 18. Jh.9 zeigen die Koppeihut bereits im Bereich der Gemarkung Wiese&,u nd der dort aufgezeigte Grenmeriaut entspricht im großen und ganzen der bis 1ü39 güitigen Gemarkungsgrenze. Obwohi die Stadt anUBkh der Fiurgrenmmgehung im Jahre 1778 dnen von den Wieaedcer Teilaehmern abgesonderten G- in äi- CIebiet unter- nahm und die Kopgelhut ausdi.urlrll'-_ - &-., ~ = d a a a s c n ' 9 . ,V< -E f n a . C t i r ' B U k i n t & W b a l & k. ~ ~ ~ ~ n a d a i r , b i l Y s b d b ~ r . . . Oppenrod, S t e i n b a c h , Hausen: - - Du& die Teiiung der Markg- des ~ e r n d a'rb ldt Gie5en auch eine kidne gemehmm Grenze mit der '-* ma,wiihiendrSchäie $. sen nur unk&cukad I von 1778 ab auch die . eiMtimmung mit den , dl#r Gemeh%m mit der Stadt t3ieSea M nid~taQ ba- S c h i i f e n b e r g und Herrnwald : Das Augwüner-Chorherre116W Schiffenbarg, seit l%aS äie Deutsda- ordens-Kanmende SWffenberg, hatte den seit der Orünätmg im Jahre lias eine eigene GemarkunQu). Das wohl zu Beginn den 18. Jh. ent- 9E ~lwmam. ~iui~ro nraamI . um ~d fm in: noxm H. P. WiU& S. 6. ~ ~ a I C 8 p . I V . P ~ i O i u . i r r A B m . 9StAQs OrrruLLtcia anQ. ~ D . a ~ ~ ~ K u t a i ( d . h . K u t m n r . T u n d n 8 w w Y I t k 6 . r ~ . ~ &mdeme! Nonnenltlorter Ceiie wurde 145ü wieder mit dem Gebiet der DeubBioniem-Kommende mdaigtj . Die Kommen& vemtanä er, 80- wphl die Rekmatlon ais auch die Angrüfe der heds&en Landgraf- schart zu tiberdauem?, und erhielt sich eine geiwiase Unabhhgigkeit bis oum Jahre 1808. Aber auch nach der Aufhebung durch Napoleon und dem m a n g a n das Großherzogkm Henm~w urde das Gebiet als besondere aemar)ning glefWut, a~onrd ann nacä dean arstear Weltkrieg der sogenannte idIerrn- waid* n), ein ehesnah iandgräfWer Waldettkk misch- der Kommende Schiffenberg, dem Gie8einer Staätwaid und der Linder Mark, gezogen wurde. Nodl heute bilden sdaenbg mft Herrnwald ehe sonder- gemwkung immhalb der Stadtmamrkung, die allerdings verwaitungs- mHBig aiesea untenteat '9. Mit der alten Kommende geriet die Stadt in früheren Jahrhunderten in geiegenüi&e Streitigkeiten, die aber weniger die Grenze ab Holz- und Hutmgsmchte betrafen?. Gegen Eade des 18. Jh. wurdem irnmgen um die G r a m am ,SMe&es TrieSCn* und am ,B~guhoiSWeiher"d urrh einen Ver- bigehgg über die seit ,über 100 Jabre~P'e in Prozeß anMn& war?'). Des ,S&ieügea RieschUl ag da, wo der Hemnwaid iind der Staät- W a l d ~ d ~ U n d f a s t a n a a e ~ d e r g a m m a n d a i m S f l d - zipfei der heutigen W U u r 41 hemmeichen?. Das umstrittene Wald- antdt wurde geteilt, und fortan biidete hier ein seit dem -- Krieg bdlndlaer Gl=zmhm die Gemar- CNeßens gegen den Hemnwaid b.w eitsl S i i M c h gegen die Kommende ScMfenberg. Der , , B r a ~ la"g i m Gebiet der Kommende, wo die Fiuren 44 und 45 aneinanderdde~et was sadllch dee Hirfenbründmm Hier wurde der nach Norden gerichtete Damm am Braubhdher der Kommende zu- gesprodraa; sein htß soiite in Zukunft die Greinze biiden. hvch die verwaitmmmä&ge Einverleibung der Sadergernarkung SchWenberg mit Hermwaid erhielt Gießen eine gemeinsame Grenze mit den Doriern WatzenbornSteinbergn) und Leihgestern; seit der Auf- l&mg der Linder Mark im Anfang des 19. Jh. ist auch die Gemarkung ")W. Maler, Xm*, 8. llan S k h a f m ~ r u a a ~ b e r d e n ~ u n d i a t n a -tr U& Arbaltaa von: E ~ , D . r A ~ ~ ~ - her#, In: MOEON. 1: 1ThSOD. S. lfl.. und & P m - b e r g ~ I n : Y O E W N . F . ~ , & 8 i L r) W. Jmlar, Xm*, 8.11.4 t n)I.h.u.a.P.IV, 1cS.mt lan8KutbNr.s. n ) ~ i e ~ ~ ~ a d t ~ ~ r d . ~ h . u n d w u r d e u n L C l m d a r 8 - C ~ U I I - 9 Q W I I . l B U : S t i d L ~ K ~ ~ . p m i m r a a ~ ~ L n biealmnatiatrri6r-W. g L A O . ~ : l H i S t r r W p d ä a p m d h ~ i t a ~ ~ u i der-- =) st A D, rm.1 , ponr. n;O UB n, m t r . #. und W. mmr, -, 8. in @-1). 9siahe xarw m. 8. n ) N & 1 W ~ n u r d a n ~ l l d h 8 i m d ~ 1 a h 8 ~ E h d e r 8 . h a - 11- awm-aanmuypl M der Q- awaamwm SMW Karte m. 8. von Großen-Linden sehr nahe an die Stadt (in Flur 10 ) -h Da mwohl der Linder Markwaid als audi der Hermwaid darch eine Hege seit alten Zeiten vom Stadtgebiet g e h m t waren, ist es hier zu keinen Oren?immgen oder Qrenzändentngen gekommen. K l e i n - L i n d e n : Die vom 16. bis 19. Jh. dauernden Grenzetretigkeiten zwischen Gießen und Klsin-Uden und die in diesem - Z er4dgten Oemerr- k u n m b U e n sind unten in einem beeoaderen Kapitel eineabend be- hcandelt worden n). Zweierlei sei an üieser S6;tlla Na& dem Wüstwerden von Selters gegen Ende des nM.Wters M auäi fia Gebiet nach Klein-Linden, äbni iü~wi e nach R~~ Larmsbarh md Wie- se&, ein dwtiidm Zurückweichen der Stadt Gießen in der Neuzeit zu beobarbten. Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß die hdemngen fm GBterbesitz diese Entwiddung wesentllch förderten 9. Ebenso wie Wieseät und die Sondersexnarkyng SWffenbesg mit Hem- waid ist auch Klein-Linden mit seiner ~~ am 1. 4. 19W der Stadt Gießen einmrieibt worden. Damit wurde G M a n euer Nahbar der a e m e i a d e P L ü b ~ u n d A i i e n d o r t r L a h s ~ ~ ~ ~ G r e a i - zen mit Gmh-Linden n) und erhebiiäi. Die derzeit&e Größe der Stadtgemarhmg unter BerU&i&- aeF in fmisster zeit ermten h m e n m it l c f i M a t t ~d er ekBld@n Ge- ~ ~ WiesedKe, Klein-Lnkden und scwfenberg mit mrmwaId batdtgt rd. 6 710 ha 9:Rdum wir die hoheiüich der Stadt GieBa unter- stehenden ~ ~ ider Geml eindene Lallpgb aa und Widmar hin- zu, so ergibt sicSz die runde Zahl von B 743 ha für den Stadtkreb Gießen. iXe -te der einzeinen Fiuen a) sind in einer besonderen Auf- Mreig enthalten3, die wertvoiie Hinweise für mehrere Abwhitte dieser Untersuchung zu geben vermag. ")S&heu. Kap. VL 38tAQ,--deil-munddQIm-tadnJ.hn1QO U P d 1 9 ) 0 ~ u & i o i e e n d e z a h l a l d t t r a ~ B a d t E a p a n G n m d r m d Bo&cn fn im oieaa(PT Gemarkung ( A w m w m Heu&aKdDl K r o f d O r U ~ . L a ~ . i Wwie~se& rn-Lfnden . lao lo 1 a T P ll01 1m 3a n itl 6s ?von G *- ediieit G* durrb V- äm um CI hi mim der hurLiurtar Btraüe äm Ortrtdl KL-Lüxla; auf dcwnn Qebiet enWüw3 die rop. M a r k w a l ~s.ie he Karte N?. a r) FrewuWchs M i W u n g Va -t & W d t , Qi- dem idx auch die ~ d e r L L n m . ~ A l \ n i d v ~ e . " ) ~ K u t ß r J r . C r ) ~ ~ I : ~ d . F 1 ~ . , 12 Einzelblätter aus dem Atlas V. Chr. M. Pronner aus der Mitte des 18. Jh. zusammengefügt zu einer Karte der näheren Umgebung von GieBen Karte Nr. 8 IV. Der Grundbesitz und die Allmende der Stadt Gie&en 1. Die Waid- der Skdt A 11 g e m e i n e s :V on der Zeit der Stadtentstehung bis in unsere Tage l) wird ein großer Teil der Gießener Gemarkung von Wald eingenommen. Sind die Wäider heute ein wertvolles Whbthfhbjekt und ein natür- liches Erholungsgebiet, so waren sie von der Friihzeit der Stadt bis ins 19. Jb. für das bürgerliche Gemeinwesen ab Ganzes wie für die einzelnen Einwohner gieichermaßen lebensnotwendig. Der Wald lieferte der Stadt- verwaltung und dem S t a d t h m das nötige Bauholz zu öffentlichen Ge- bäuden, den VerSchedenen Befe8tigungsanlagen, den Brüdren und Wegen U. a. m.; den einzelnen Bewohnern, die vor allem ihren Brennholzbedari d d e n m uten, diente er in ähniicher Weise. Darüber hinaus aber mußten auch die Bediirhiisse der zahlreichen Ge- werbe, die in der Stadt vertreten waren, aus dem Wald befriedigt wer- den. Besonders die hoizverarbeitenden Betriebe waren auf den Wald an- gewiesen. Eine nicht minder große Bedeutung hatten bis weit ins 18. Jh. die vielfältigen Nebennutzungen, die aus dem Wald gezogen wurden und den Ehzelhaushalten der Bürger manche zusätzliche Hilie brachten. In erster Linie war die Waldweide für die .Adrerbürger" Gießens unent- behrlich; daneben wurden in Mastzeiten die ausgedehnten Eichen- und Buchenbestände r e i u c h genutzt. Waldwiesen und Blößen, Sandgruben, Steinbrüche und Tonlager (,Leimenkautenu) und sdiließlich auch die ver- schiedenen Früchte des Waldes gaben den Bewohnern der Stadt weitere Möglieeiten, ihre wirtschaftlichen und persönlichen Lebensverhältnisse zu verbessern. Der Zustand des heutigen Waldes innerhalb der Gemarkung ist nicht mit dem ursprünglich (etwa z. Z. der Stadtentstehung oder im späten Mittel- alter) vorhandenen Waldbestand zu vergleichen. Dieser unters&ied sich sowohl in seiner größeren Ausdehnung als auch in seinem fast reinen Laubholzbestand wesentlich von dem derzeitigen Wald. Es wurde in dem vorangegangenen Kapitel bereits darauf hingewiesen, wie sich die Land- schaft unmittelbar um die Stadt durch die Rodetlitigkeit des Menschen gewandelt hat 3. Die forstwirtschaftliche Entwicklung und die waldbau- lichen Verhältnisse in den Waldungen der Stadt sind in einer eingehen- den Arbeit dargestellt worden 3. Diese Untersuchungen konnten an eini- gen Stellen ergänzend herangezogen werden. Ira Jahre U56 hatte die Gemarkung Gießen noch aS.VIa Waid (nach Hem. Statist. LPnderunt, 8 . m U W). 3 No& in jüngster Zeit sind aniichnllche Waidteiie, wie der vordere und hintere StoIzenmorgen, vöilig von der Bildfiäche wrirawunäen. 3A. Kuba, Die Waidungen der Stadt Gießen. Ihre f o ~ e o c h t c h t i i & e Entwidsiung mit befmnderer Berüäui&tigung der waidbauiichen Verhiltnisse, Wa Gießen W. Kuba hatte aoah die Mögiichkeit, die ilteren Gießener Wald- alrtui zu benutzen, die sowohl ?Wm Staatiichan rorrtunt aia auch beim stadt- archtv Gießen im 8. Weitkrieg verlorengingen. 5 Mitteilungen OHG Im Vordsrgrmd unmw 3etrachbmg der WaMungea in dgc Q-Ptb548nq-b- h'-, aus rP -; . m u h e r sie mit dem Grund und Boden ausstatten, der ihr den notwen- digen -&en Rü-t gab. Flir die ü b e r k a m durch den Stadtherrn spricht auch der markge- e-n Charakter des Stadtwaldes8), an dem neben der Stadt und ihren Bürgern auch die landesherrlidm Burgmannen gebührenden Anteii hat- Bdde, Burgmannen und Bürger, sollten nach dem Wfflen des Stad thm in gleicher W e b Nutzen aus dem Walde ziehen, um da- mit indirelrt auch die Stellung der I ä d a f t zu festigen. Neben diesen wM&mfUchen stehen zwingende politische Gründe, die den Landgrafen Anlaf3 geben konnten, Ihrer Stadt schon in der Frühzeit ihres Besbhens einen Teil der großen Waldungen zu übergeben, die ihnen als freies Eigentum zur VerMBUne standen 9. Ich neige aue foigenden Oberlegungen zu der Ansicht, daß diese Wald- gabeerstinhndgdfücher Zeit-Endedes 13. oder- des 14. Jh- erfoigte: Seit dem Wbergang an Hessen 12tB stand die Stadt we8entiich stärker im Brennpunkt des poliüd~enO escaehens als während der Tübinger Herrschait. Es waren vor allem die langen Auseinanderset- zungen avi&en den Landgrafen und den Mainzer ErzbischOfen um die umfassende Landeshoheit im hessis&en Raum, in denen der Besitz Gießens für den Landgrafen eine en-eidende Rolle spielte19. Angedeutet sei hier nur, daß Giei3en unter Landgraf Heinrich I. im Jahre 1280 von Mainz erfolglos beiagert, im September 1327 unter Landgraf Otto I. von Mainz erobert worden war, aber schon 1329 unter Landgraf Heinrich 11. endgültig für die Landgrafschaft gewon- nen wurde. Spätere kurzhistige Verpfändungen der Stadt änderten daran grundsaizlich ni&ts mehr 9. Die Landgrafen handelten daher nur im eigenen politisdren Interesse, wenn sie die Stadt mit einem Wald ausstatteten, der in jenen Zeiten in mancherlei Hinsicht eine wertvolle , , E n t w i c k l ~ e "f ür das junge iandeeherrliche Zentrum darstellte. Es mag nun dahingestellt bleiben, ob der Wald schon unter dem ersten Herrn Gießens, Landgmf Heinrich I., oder unter Lanägraf Otto L, der die vor der Stadtmauer angesiedelten .Neustätteru B25 in die Stadtrechte einsetzte, oder gar erst unter dessen Sohn, Land- &rai Heinrich IL, von dem andere Menicungen an Städte überliefert sind '3, an die Stadt Gießen kam. 9 über d-en Ch arakter dem Stadtwaidem iII: Markwaid i8t weiter unten in diesem Abximitt nodi die Rede. 9 Zur nage der AllmcPda~nUttunge iner Stadt d w h den Stadt- bzw. Landes- h m U. 8.: K. Miifh. StUdte und WlWungen, ln: VSWO Bd. M. lS2l. S. SS6 f. L. Zimmermum, Dcr i i k o n o ~ Set ut. 8.a. H. niaier, zum c&bi&n&t der Stadt8mlmd%i n: ZBO 86 'nAsS4, 8.100 ff. K. Munter* Bcuerhoiz, S. 27 it ~ W . ~ ~ , X m t a r , S . U f f . , U n d K ~ d t , L u r d ~ S . l ~ . 4) W. Müiier, a a 0,8.4S. qK.Muater,Beuahok&nfL Glödcner vertrat die Ansicht, daß sich das Eigentumsmht Gießens arn Stadtwald erst aus anfänglidien Nutzungsbehißnfasen der Bürger ent- wickelt habe. Aus der Tatsache, daß das älteste Feld Gießens, das sogenannte ,Aitefeldu, auf dem Siidhang des Nahrungsbergs, der wie die übrigen T& dieser Lahnterrasse (Alter Friedhof, Lutherberg, Kasemengelände uiad Trieb) zur Stadtgründungszeit noch mit Wald bededct war, schon 1910 in einer Arnsburger Urkunde genannt wird 13, darf augenommen werden, doB der Stadtwald schon in der langen Regiemngtmit des Landgrafen Hdnrkh I. (12-1308) an die Stadt mit Nutzungs- und Wung&ten -eben ' wurde. Vor 1810 hatte also die Stadt bereits Ackerland im -den Waid gerodet, und es ist wenig wahrscheiniici~,d aß der Landgraf der Stadt nur allmWich und in einzeinen Teilstücken das ben8tigk Land zur Verfügmg stellte. Aus all den angeführten Gründen liegt es vielmehr nahe, daß detr Stadt- herr - nach unserer Ansicht Landgrat Heinrich I. - die Bürger der Stadt und seine eigenen Vasallen, die Burgmannen, mit einem größeren Wald- bezirk ausstattete, den sie gemeinsam verwalten und nutzen sollten. Glei&zeitig gab er ihnen das R-t, den für ihre landwirtschaftlichen Bedürfnisse notwendigen Boden aus diesem Wald durch Rodungen zu schaffen 14). Fortan ist die GeAichte dieses Waldes untrennbar verknüpft mit der allgemeinen geschichtlichen Entwidslung der Stadt und ihrem Verhältnis zum Landesherrn. In der s&rWichen Vberlieferung m e i n t der Stadtwald erst im 16. Jh. Im landgräflichen Salbuch von Oberhessen von 1587 heißt es ,einer aus den Burgrrdhmq einer aus den SchWen, der dritte aus dem gemeinen Rat sollen den Stadtwald in solcher Märkerei verwaltenu' 6). Die Markwaideigenschaft des Stadtwaldes auf eine frühe ma-rkgenostten- schaf'tliche V-e h u n g F wie das Kraft und von ihm iibernommen Kuba versucht haben, ist meines Erachtens nicht gerecht- fertigt '3. Es ist oben darauf hingewiesen worden '3, daß sich schon vor 1290 gewisse Teile aus dem altes Verband des -Ben Wiesecker Waldes herausgelöst hatten, in denen h ~ a f t l i c h e Es i gentum gebildet worden war. Dani zählte auch der matere Gießener Stadtwaid in ihm hatten über Burgmannen und Bfhger hinaus keine anderen Siedlungen beson- dere Rechte. Die restlichen Dörfer der Hemschaft Gießen - abgesehen von den Wüstungen1? - Großen-Linden, mein-Linden und Wieseck 3 L. Baur, UB Amsburg Nr. 181 und GUB IMa&tr. 16. U) T. Kraft, GeMxichte von GieEen. S .1a hatte aui elne rolche Entwicklung bereitr m e r h fneenfcren. 3 St A D. -U& Oberhenen von lön. U ) F. Kr- M c h t e v on Gie8an, S, 18s. U. A. Kuba, Waldungen, Si P U. Sn. 3 Siehe o. Kap. XI, a S. 17 f. 3 Mit der Obcrdcdlung n&% Oiaßm und der Auhuhms in die -B er- hielten die Bewohner der verlawenen D6rfa ~ t n u ~ e o hatme S tadtwald wie die Ubrigm Bürger der Stadt. hatten Anteil an der mindestens 100 Jahre älteren Markgenossensdiaft des Fernewaldes '3. ihre dortigen Rechte haben sie bis um das Jahr 1700 zäh behauptet. Hätten sie irgendwelche alten Rechte am GMel3ener Stadt- wald gehabt, so wären diese ebenialls später geltend gemacht worden. Ala der Waldherr seine Verfügmgen traf, waren ältere markgenossenschaft- liche Anrechte, selbst wenn sie bestanden haben sollten, längst unterge ganeen. Der für die Stützung der erwähnten Ansicht herangezogene Vertrag zwi- sd~enG ießen und W i d a us dem Jahre 1542 9 kann nicht als Beweis für altes Recht gelten. Hier heißt es deutlich: ,Wie&er, die bauen wollen, können sich wegen Holz an die verordneten MHrker halten." Weiter w b i audrikWch betont, daß die W i d e r andere Rechte im Stadtwald nicht zu kanspruchen haben, auch nicht mit denen von Gießen gemeinsam, vor allem keine Weide, Hute, Viehtrieb und kein Brennholz. Eg handelte sich hier also um eine neue vertragliche Vereinbarung, in denen Gießen den W i d e r n ein Zugesulndnis machte, weil diese, wie es in dem Vertrag heißt, einen erh6hten Bauholzbedarf hatten, den sie aus ihrem Fernewaldsanteii und aus anderen Waldungen") nicht ded~en konnten. Im übrigen hatte Gießen allen Grund, mit den Wieseckern gute Nach-aft zu halten, weil der Zugang der Stadt zu ihrem Waldgebiet Hangebbh und der Viehtrieb zur Markgenossensdiaft Altenstruth nur duKh die Wiesedcer Gemarkung m6glicb war 9.W ahrscheinlich hat auch der Landgraf auf die Stadt eingewirkt und den Vertrag inspiriert; die M i m des IandgrUW~enB eamten deutet darauf hin. Brennholz- suche und Waldweide, zwei ursprüngliche Rechte eines Markgenossen, sind den Wf- jedenfalls verboten. Im Jahre 1481 wurden schon W i d e r i m Stadtwald bei unbemhtigtem Weiden gestellt, dort gepfän- det und die Pfänder nach Gießen ins Rathaus gebracht 9. Bis zur Mitte des 16. Jh. hören wir weder von irgendwelchen Streitig- keiten über die RechtsVerhältnisse im Stadtwald noal von besonderen Maßnahmen der Landesherren. Die aiifgemeine Gemhichte Gießens weiß zu beri&ten, daß sowohl Bürger und Burgmannen als auch Stadt und Landgrafen im späten Mittelalter wie in der niiben Neuzeit ein außerordentlich gutes Einvernehmen hatten. Es könnten hier viele Beispiele angefiihrt werden. Erinnert sei nur an die gmhügige Unterstützung, die Burgmannen und Bürger dem Land- grafen Heinriai 11. im ,SternerWeg" 9 gewährten. Im Jahre 1370 sraloolsen Burgmannen und Bürger einen Vergleich, in dem sie sicn in die 3 Siehe U. Kap. N,& L *)GUBn, lnas f f . =)Dar in Wieaed~aiG emarkung iiegende IIingei8tein-Waid geharte seit 1490 dai stidt %tehe U K.P. W.l b. 9D ie M a r 7 Aliu mtruul, rn der Wfeßeck ebenWb teiihatte, diente in der dem Viehtrieb und trug nur wenig Waid. Siehe U. Kap. N, Sb. '3 GUB i&i# 6.9 U. oi: Zeugena- von Lid~eru nd GroBen-Lindener Schöffen. G m n , m4: zeugala- dcr HcPne V. Trohe, Sdlultheiß im Bu#ater Tai. r)KiDemandt.L8ndHewen,aiwti. Kosten und -den teilten, die sie in dicilem Krieg eriitten hatten?. Jeder neue Landgraf best&tigted er Stadt ihre ,althergebrwhtcn RechteY, 1400 erhielt die Stadt von Landgraf Hermann 11. das Recht, für fhre For- derungen" )z.u pfändenw), und 1442 veriieh ihr Landgmf m I. 2 Markte Bcsondem gut war auch das Verhäitnis der Stadt m Landgraf WilhelmII.'3undcleiaesnSohnLandOraiPhillppdemGr0~der Gießen zur Landesfeshmg ausbaute. Zu keiner Zeit sind Versuche der Stadt f-en , aus dem landgräf- iichen Machtbereich auszubrechen. Andererseits war der Landesherr be- strebt, über seine obrigkeifflchen Rechte hinaus die Stadt nfrat einzu- ene- 9. In den ersten 9 Jahrhunderten seiner ExMeaz dürfte der Stadtwaid im allgemeinem ohne besondere Ordnung genutzt und von dem MHrlPrrn ver- waltet worden sein. Mai3gebend ftir die Nutningen ww der pembiiche Bedar! der Einwohner bzw. der öffentlichen Ha& Erst ab die WWfMche dunh die mm&hhen Anmdungen msrbllch verkkhmt woPeea war und der verhäitnhmäJ3ig wiliküriiche Gebrauch dea H o W und Qsr ver- schiedenen Nebennutzußgen den Waldbestand als Ganzes ahebii& gefähr- deten, ging man dazu Uber, Waldordnungen zu erias8en bzw. dte Rechts- verhäitnisse an gemehamen MarBwaldern eu regein. Diese M.Bn9hmen. die meM vom Landesheqm ausgingen, besannen im he&when Brum irn allgemeinen gegen Ende des 15. Jh. und verstärkten dch dann irn 18. Jh. unter Landgraf M p p ( 3. Neben seiner Jagdieidemchaft war ea wer aUem die Sorge um die Finanzen seiner Lan- die ihn dazu Web, den Waldungen aedne besondere Auinmerltaamkeit zuzuwendm BwMhkte ~ d i e F o l s t - u n d J a g ~ v a n & C 1 5 8 3 n O a r a u f d 4 ~ ~ Eigenwaidungen, so bezog aich die Landesforstordnung von 1541 und die Hoizordnung von 1553 auf aiie Wäider sefnea Landes '9. Von einer wunitkibaren Anwendung dieser hessiechen Forstgesetze auf den Gießener Stadtwald M uns nicht8 bekannt; jedenfells wurden keine Abgaben erhoben'b), und auch die Markwaideigenerhait wurde nicht angetastet 9.D azu war Gießen dem Landgrafen als von ihm erweiterte Festungsetedt zu sehr ans Herz gewachsen. In Gießen ist uns die früheste Waldordnung aus dem Jahre 1574 Uber- liefertw). Der oben erwHhnte Vertrag Gieße118 mit Wiesedt von 1WS) I) QUB In¶s. *)myl FI. 3 W. MQller, Xmter, 8. M (dort Urtümlich 1408). I ) =aha U. Itrp. W,lb 8. gtf. *) Siehe Anm. 17. *)L.Zimmennuur,Du(üono~st.pf8.1)7,Wundm7% L. Zimmermann, Der OkonomfrQe Staat. 8. Y) H. -L. ZImmernuan, eW., 8. LIII: Wenn Gamhden Oder Stldtß den Bedb lhmr lMgenw8iäungen A t J8hren a8cbweiaen konnten, brauchten da keinen Formt- h i i u z u ~ '9 Qiaal Mt .W d n e m QcMst den st8dtwuden nta AbgiImh mlwh8faa be- zahknmfhisn,uü8ngeesmitBLumeniaat8QäQInu. '3 QUB II. i/U7 H., und St A D XiV, E 2. KoXIV. W. qamn. inwtr. nimmt alierdings auf ältere Waldbeetimmungen Bezug, so daß eine Gie- h e r W aldordnung schon für das frühe 16. Jh. vermutet werden darf. Die Waldordnung von 1574 bestätigte die Funktionen der Märker bei der Verwaltung und Beautsichtigung des Stadtwaldes. Da diese Ordnung in erster Linie beabsichtigte, der ~ 1 1 a d e Wn aldvawUhmg Einhalt zu gebieten, dürfen wir annehmen, daß dieae Wlrkerverwaltune eine ursprüngli&e Einrichtung im Gießener Stadtwald war. In der Oidnung wird aber auch der Einfiuß der Obrigkeit spürbar, da der landgrlüiiche Hauptmann Caspar Schutzbar gea M i l u u nd sein Wt- meister Klotz d g e b i i c h an ihrer Abiassung beteiligt waren. Die Abgabe von Holz aus dem Stadtwald oblag den Märkern, die um MMaelis (29. 9.) den Zustand des Waldes zu w e n h atten und ent8c4ei- den mußten, ob und wieviel Holz gehauen werden sollte. Die zu schla- genden Bgume wurden mit dem sogenannten ,Gießener WaldhammerU gekennzeidmet. Besonders strenge V o m wu rden für das Fällen von Bauholz erlassen: Holz für Sdieunen und Ställe durfte Uberhaupt nicht mehr abee- geben werden. Wer ein Wohnhaus bauen wollte, hatte zuerst eine Besich- tigung sein- Bauplatees durch die Märker vornehmen zu lassen. Erst wenn sich die Märker Uber die Notwendigkeit des Bauens einig waren, wiesen sie das Holz - 10 Stämme für ein neues Haus - an, weldies dann mit Hilfe der 2 Stadtwaldiorster geschlagen werden konnte. Die Bauiusti- gen waren aber verpflichtet, unverzüglich nach Heimholung ihres Bau- holzes ,a junge fruchtbare BHuIne" neu zu pflanzen Y). Für Aus- von schadhaften älteren Gebäuden konnte ebenfalls Holz beantragt werden, allerdings auch erst nach Besichtigung und Ge- nehmigung d d die Märker "). Noch ehsämeidender waren die Vorsdiriiten wegen des Brennholzes, das bin dahin je na& Bedarf der einzelnen berechtigten Bürger an bestimmten ,Waldtagenu geholt werden konnte. In Zukunft ftlite jedes willkürlidie Abschlagen von Stämmen oder Asten verboten sein; selbst da.a Abfallholz (Urholz) von geiällten Bäumen durfte ni&t mehr mitgenommen werden, mdern sollte entweder der städtischen Ziegelhiitte oder ,den Feuerwerkern aufs Rathausu zufailen. Nur wenn dann noch ,Urholzu Ubrigbiiebe, Wmte es vor der Kirche Mentlich und meistbietend versteigert derden. Ein bedeutendes Wmendrecht, der Bezug von Brennholz aus dem Markwal4 war damit weitgehend aufge- hoben worden. Es verblieb den BUrgern lediglich eine auf gewisse Tage beschränkte Mögliä&eit, faules und dürres Holz zu lesen; doch durite jeweils an einem r)Dam Rat -de r StUit umnie überd-ies- i jcdar J* lm Herbmt 500 junge Stimms Eichan odar Buchen zu ratzsn. Die dllrker hittan äie Binhaitung diaer Anordnung zu ki- 80tu die Et8ät äurfto Bauholx nur mlt Lrlriubnir dar Yirker fäüen. - Die ~ h 8 U 8 a ~ d i a ~ u n $ e a d e r S t u i t x u ~ u jnlhrd- d e I l d i d u n S t a d t r a t ~ Tag nur eine Person aus einem Hawhait in den Wald gehen ohrw Wagea, Gerät oder adere ,Waffenu. Es sollte damit gewährleistet ein, daß jemand wirklich nur Holz für seinen eigenen Bedarf auf seinen Wuitern zur Stadt heimtragen konnte. Die Brennholeabgaben an einen gewissen Kreis von Arntspermna blieben dagegen in verhilltaismUig weitem Umfane bestehen. Diese ,Amtsge- rechtigkeitenu verteiiten si& wie folgt: S Wagen Holz für jeden der 3 Märker; dazu jeder *) 1 , Stdsllola 1 , Urholz !Ur jeden der 2 Fii- dem Rabdweiber den Torhtitern dem opfelnlann dem Müiier in der neuen oder Untennühien m. stödren * UrhOlz dem Obermüiier in der ObenntUen dem Knecht dee Schultheißen Zu dein HoepitcU, do& soii es der SpitaheMd aufseineKostenmadrenhssen 2 Holz jeder der 2 Hebammen jedem der 4 Jiofcleuteu Für das Feuer auf dem Rathaus sollte nach Bedarf entschieden werden 9. Die Besitzer und Bewohneru) der Bur-wer gMuikn sldi an die Märker wenden, die ihnen dann das Holz durch die F v & t e anwiesen. Dies sollten sie ,zu jedeneit, wann ihnen das vonn@d"' tun Die Strafen für Forstfrevel waren hart. Wer Brennholz, des ira Walde auf der Erde lag, mitnahm, zahlte 2 fl, wenn er ts vorher absdxhag, iaqar 4 fi Strafe. Wer mit Hadcen, Wagen oder anderem Gerat im FORM anmtroffen wurdes sollte l/r fi zahlen oder 3 Tage ins nN1IrnhairßUU ) s ü m ; mdemr E'orstfrewei wurde mit 1 fi oder 3 Tagen ,Nbmhaußu beirtjatt. lk?momen, die bei Waldverbot oder wahrend eines im Waldc erwischt wurden, zahlten 10 fi Strafe. Im Ubrigen sollten Strafen für schweren Waldfrevel, wie wiilküriiches AbaWaeen von Bauhoiz, von Fali zu Fali durch und Rat gemebam festgelegt werden. Es gab ke I) Vor im Mtleitcn cUa Märker aucb den gesamtem wur6en8ieflträiuemacchtinOcld abgufunden(StAC3, ReQemaat ...v on 1W. ~mhQiStw&'tI.l. c. h-: .... undnacMammur~MPrariufdaonRiith.uitlOUch halten m w 3 D-ie B und der Bmitz W Bur- eilein W nf&Wn -t; iiia mußten audi duin wohnen. a) St A G. ~~~~ VWllUe: Du *iu- sut dan I- k r O ~ ~ w o h l , . N ~ w a t e l n e M a s i l i i g i t r . Bestmftmg von (markberechtigten) Bürgern der Stadt und Fremden, wie das in vielen aiten Markgenossenschaften der Faii war 3. Schon 5 Jahre später wurde diese Ordnung durch einen Beschluß von Burgmannen, Bürgermeister und Rat zu Gießen erweitert: ,. . . dieweil nunmehr der Stadtwald gar verhauen und in Abfaii kommen, man hin- fürters nunmehr niemand zu neuen Bauen Holz geben soll, es seien gleich Häuser oder Scheuern, sondern nur d e i n notwendige Schwellen und waa sich nach der Ordnung gebühret zu den aiten Bauen dieselben zu erhal- ten. .. "U ) Jetzt war also Bauholzentnahme nur noch zu Reparatumvedcen mögiich und bedurfte außerdem der Genehmigmg der Märker, die vorher die Notwendigkeit feststeiien mußten. 1583 griff Hauptmann Schutzbar gen. Milchling auf Befehl des Landgrafen unmittelbar in die Mar-te ein und ordnete harte Strafen an für Sammier von Leseholz außerhalb der Waidtage und für Personen, die mit sämeidenden Waffen im Waid angetroffen wurden. Der Rat der Stadt wurde im Namen des Fürsten für die Einhaitung dieser VorscMft verant- wortiich gemacht Erstauniicherweise waren in der Waidordnung von 1574 und 1579 noch keine besonderen Bestimmungen über die Nebennutzungen, vor aiiem über äie Waldweide und die Schwein-t, enthalten. Dieses alte und für die meisten Bürger lebenswichtige Al1mendreCa.t wurde anscheinend noch nicht angetastet, obwohl es nicht gerade zur Besserung und Erhaltung des Waldes beitrug. Eine neue ,Märker-Ordnungu aus dem Jahre 18059 wiederholte irn wesentiichen die Bestimmungen von 1574. Ergänzend wurde verfügt, daß in Zukunft nur noch an 2 Tagen in der Woche - dienstags und freitags - ,dürr und faul Holzu gelesen werden konnte 9. Das Leseholz durfte nur noch du* das Neuweger Tor in die Stadt ge- bracht werden, um die Kontroiie zu erleichtern. Wer Holz, das ihm irn Stadtwaid rechtmäßig zugewiesen worden war, später weiter verkaufte oder nicht zum eigenen Bedarf verwandte 43, hatte ebenso wie der Käufer schwere Strafen zu erwarten. Im großen und ganzen machen diese ersten uns tiberlieferten Waidord- nungen zweierlei deutiich : Der Gießener Stadtwaid war seit seiner Vbergabe durch den Landesherrn ein von Burgmannen, Stadtregierung und Bürgerschaft gemeinsam ver- walteter Markwaiä, der aber nicht als eigentiiche Markgenossens&aft bezeihet werden kann &). (3 Fr. Vunntrapp, Gemeine Marken, S. 287 fi.: Daa alte Wirkerrecht kannte kein Skhiui der MärkM im MarkWald. Der Awmärker wurde bei Waldfrevel mew ungleich harter bemaft. (3 St A D, XrV, E 9, Konv. 8a (U.6 .l578). ") GUB R, Mi@. M) St A D, XIV, E 2. Konv. 8s. (3 GUB 11, M87. - Im Jahre 1 - war nur noch ein Leaetag erlaubt. 9D ie ldirker waren gehaikn, bir Micheib (29. B.) die rcdik Vuwmdung der Ho- zu kontmiltcran. U) Siehe dazu vor aiiem Fr. Varrentrapp, OcmdDe Marken, aber die Erfordernisse einer Marirgen- und unten Kap. iii, tc. Die ursg- wohl kaum besrenzten Nutzmgmd~ted er BPrger an diesem Wald WUtden im Verlaufe des 18. Jh. weitgehend elngesdwbkt Außer dem erwähnten ,Beskrllungshoizu flir besUmmte städtimhe Be- dienstete verbiieb ihnen in gewissem Umiange nur die Waldmkle und die Schwebma&, sowie elne auf gewbse Tage in der Woche bciidhr&nbte ~ t i g u n g , ~ i m W a l d z u u i m m n i n . E s d a r t a l s s k h a f ~ e n werden, dai3 aiie diese Nufmmmechte ebenfaü8 auf die Zedt der Waidgabe sind. In den Jahren 1617-101 h6ren wir erstmalig seit dem Bestehen des Stadtwaides von ernsthatten Auseinandersekmgen der M & h unter- einander "). Damais beglastc sich der Vomteher und Märkcr der -B Meldiior V. Schwaibach9 aber des Vorgehen der bdden rtädüscben M&)EeF, die in seiner Abwesenheit einen S. Förster angesteiit und o b e ihn äam Mllr- kertag gehaitm und die Waldbußen dne- Mtten. Diesem Vorgehen sei unreä~tmHBig, da ,die Burgmamen von Gießen die MllrLerd seit undenküchen Zeiten innegehabt habenM. Die Stellunmahme der Stadt zu diesen An-en iäßt vermuten, da6 Inan von seiten der Stadtverwaltung damals die Zeit iCir geltoiiomar hielt, die Märkerrec4te der Burgmannen einmengen oder gar zu vmkbgen. Man areumentierte, daß die Stadt nkht veranlmortlich gmnadat werden könnte,wennderMllrkcrderBur[pnannaiabwewndsd.Dfh4~ tage im Jahr mü6ten im interesse aller BeWUgten geh8itan weräea, cnoch ohne Vorwissen oder An - des Burlpaenner. BürgemwWer und Rat seien allein ,bemächtigtu, im Stadtwaid dle WOIZU- nehmen, die Schweine zu bi9naen#*),e inen ,Holzhaugu amawwm und d a H olz den berechtigten Personen anzuwebm Da man auf ghd;ttorkn die Viehtränke zu unterhaiten und zu reinigen hätte und ,,aiiag wer aut die Mark gehet, de in auaxabb mWteU,d fMte Ide auch die Slrdeu aaapre- chen:, . . . i t e m a l l e a O ~ i n d e n H e s e ~ . w f e a r u f i f r i l ~ i a i d Schweinemast begangen, item die Gras-, Wer-, Pferdt-, und Wehrügen und andere mehr . . . im ganzen Wald zu strafen und die S M ei neu- nehmen. . Im übrigen hätten die in Gießen wohnenden Burgmannen die Nubungen im Stadtwaid, wie Mweinemast, Hoizausgabe U. a. ,mehr nicht ab ein anderer Gefreiter auch zu genießenu; sie mQMen auch ihr Hokgdä und Brenngeid (für die Schweinexnast) gleich anderen entrichten. Burgmanna die nicht in Gießen wohnten, könnten gar nirhb beanspruchen 9. (3gtAD.XN.. E ¶, Konv. a: D e r - M t niiamsvemühUmtikhaufdtc ver- iwinp da Btidtw.1d.r Banil und Ilßt gowine R-Pra aiit frühere Ver- m ~ l w n i . m d r ß e r h i e r ~ n l h a e n d u s ~ n u d . n r ~ l l , ")Dorir8.8hn.l idllchWstrlu. Vor fdor y.rt wur8a der Eichel- und BuohdmmaaWl im 8t.dfnald pa~r(tft und duin ~~, ob suwa. halbe odar VlOEm m rtitaa&n mt8; fne BQwelne, dle In 8en Wald ga&bea wer8en dpriba. wurden wrbr durdi B-g- 9D ie 8Wt bestand mgu duruf, d.B 8ie Burb-t verheiratet min mußten. waM de tc den NUmmgen im 8 t 8 d M teuhaben wollten. Wenn die Stadt abschließend verlangte, der Landgraf m6ge die Klage der Herren V. Schwalbach ablehnen und sie in ihre Schranken weisen, so war dies redlt eindeutig. Auf eine weitere KlagedwWt der Bursmgnnen erwartete man den Ent- scheid des Landgrafen, für den diese Streitsache - das spürt man zwi- schen den Zeilen - nicht leicht zu handhaben war, weil er ea mit keiner Seite verderben, andererseits aber auch keine der Parteien unverhältnis- mäßig stark machen wollte. Seine Entadreidung vom 6.12.1617 erging daher vorsichtig und versuchte, niemand allein d t zu gebex~ Die Stadt so- d& mit den Burg- mannen einigen, ob man den F6rsters der ohne Vorwissen des adeiigen M i t m ä r k ~an gesteilt wurde, behaiten wolle. in Zuüunft wllten Bedien- stete im M a r M nur mit Zustimmung d e r Märker angenommen werden. Eine Vertretung des Burgmanna du& seinen Diener beim Mär- kertag sei ni&t mögiich. Voraussetzung Mr die Märkerrechte eines Burg- manns sei natürlich, daß er in Gießen ,Feuer und Rauchu habe, dagegen brauche U nicht verehelicht zu sein. Die Märker in ihrer Gesamtheit wurden vom Landgrafen verptllchtet, Uber alle -en und Ausgaben Redmung zu legen und dafür zu sorgen, daß ,sie rathikh und wo1 haui3 halten, uff daß nicht d e s durch- bracht sondern zu der Mkker gemeinen Kosten etwa ein vorrath ersparCt werdea 9. Der M e i d d ea Landgrafen ging an den entscheidenden Streithüen - Ausmaß der Nutzungen und M t e i m Stadtwaid - vorbei und war so unbestimmt abgefaßt, daß die Sache damit nicht erledigt sein konnte. Im folgenden Jahr wandte sich Melchior V. Schwaibach erneut an seinen Herrn, weil die Stadt die Vereinbarungen des landm'äfiichen Befehls von 1617 unbeachtet ließ. Er schien sich bestärkt zu fühlen durch ein Schreiben des Landgrafen, der ihn darin am 12. 3. 1618 ,Märkermeisteru nannte denn er behauptete jetzt, daß er und seine Vorfahren als alteingesessene Burgmänner der Stadt Gießen an Stelle des Landgrafen die ,ortsverordneten bpectoresU über die Mark seien und dea Landgrafen Rechte ausübten. Er folge nicht den Märkern auf das Rathaus, sondern die Märker folgten ihm auf das Burghaus, wo auch das iiäärkergericht stattfinde und der MHrker der Burgmannen das ,,Direktorium" habe. Er sei also befugt, den Titel iiäär- kermeister zu führen, wolle aber im interesse des gemeinsamen Wohls auf ihn verzichten und sich Mitmärker nennen. Neben dem beanstandeten Titel war durch die oben erwiihnten, sehr weit- gehenden Behauptungen der Stadt von 1617 eine andere Streitfrage in den Mittelpunkt gerückt worden '3 : I) 8t A G, Orighaiurkunde vom 6.1). 16i7. U) Ea i m t zu vermuten, da6 d a L.ndsrli t.W&ii& vermuchte, Uber seinen Burg- mcinn die Oüerm&kam9mft aber den Stuitwaid vollend^ in die Buid zu bekommen. u)Uber andere S t n i t p m , wle z. B. gemehmme Rdmmgsle~ngd er Mit- mirker und Außgabe von Eauhoiz, hatte rmin dch inmbdwn gacinipt. Melchior V. Saiwalbach bestand auf seinem Redit, bei der Anweiauig bm. Ausgabe des Brennholzes sowie bei der Festsetzung der Waldbußen mit- zuentscheiden. Unter Hinweis auf die Ordnung von 1574 sagte er, die Mitmärkereigensdlait bedeute Teilnahme an allen Rechten, die der Mark innewohnen 3. Er verwies dabei in geschickter Fonn auf den ungeheur-en Schaden, den die Stadt im Hangelstein-Wald dureh &echte Wirtschaft ,sinnlosen Haug von jungem Holz im FrühJahr 1617" - eriitten habe; allein dafür wäre er als Märker nicht verantwortlich zu madien, da das der Rat d e i n zu entscheiden gehabt habe. Ferner gelobte er, die Waldbußen ,nicht im geringsten für sich, sondern nur für den allgemeinen Nutzen zu erheben," Die Stadt wandte sich entschieden gegen den Anspruch des Burgmannen- vertreters, als ,MärkermeisterU zu gelten: Nicht ,Burgmannen-, sondern StadtwaldUw erde der Markwald genannt. Man gestand jedoal zu, daß die drei v e r o h - Märker geaaue A b r e c h n ~h alten, die Waldfrevel gemeinsam richten und die Strafen festsetzen solitea Wenn die Rügen- gelder die Ausgaben für den Markwald nicht deckten, mWten Stadt und Burgmannen das Restliche draufiegen. iruwis&en hatte eine vom Landgrafen eingeleitete Untersuchung und Zeugenbefragmg folgende wesentliche FestsWlungen ergeben: Die Burgmannen waren seit alten Zeiten mit der Stadt in gleichen Wten, und daher nannte man sie alle ,,Mitmärkeru. Märkertage durften nicht ohne Vorwissen der Burgrnannen abgehalten werden; sie fanden aber auch statt, wenn der adelige Märker von Gießen abwesend war. Ein Diener durfte ihn nicht vertreten. Von einer besonderen Märkerpfücht der Burgmannen im Dieaste des Landgrafen war nichts bekannt. Die Burgmannen wurden bei Waldfreveln und Mastbesichtigmg, aber nicht bei der Austeilung des Brennholzes zugezogen69. Am 28. 7. 1618 entschied der Landgraf auf Grund dieser Recherchen, daß der Stadt die Ausgabe des Brennholzes allein zustehen sollte und der m k e r der Burgmali~lend abei nicht mitzuwirken habe. War die Stadt damit in einem wesentlichen, sidier althergebrachten R&te am Stadtwald bestä- tigt worden, so ging es ihr in den folgenden Jahren noch um das PIand- re&t und die Mast der Schweine. Hierbei war man allerdings weniger erfolgreich. Im Jahre 1626 sahen sich Bürgermeister und Rat zu einer Erklärung ver- anlaßt, die dem Landgrafen zugestellt wurde"). In diesem Schreiben wurde besonders auf das srhon 1400 der Stadt verliehene Re&t hinge- wiesen, in ihrem Angdeßenheiteii pfänden zu dt i rht Es erging die U) St AD, XN, El. Konv.. M .: . . . quam faculku nlmultanea disponendi de dlvfr vel agria in marca dtir .U '3 Dem entaprlcnt auch die Aufteiiung der Nutzungen: Wihrend Waldweide und Schwehemast rowohl den Bürgern aia auch den Burgrnannen in diffmmdertem MaBe zur Verfügmg standen, waren die oben erwIürnten ,&ntagere&tfgkcttcn~ an Brennholz in erstu Linie den BCLrgern vorbehalten. q GUB 11, lm3. bach zu unterbinden, sie zur Einhaltung der WirkerOrdnung anzuhalten 3 und die Stadt in ,ihren althergebrachten RechtenUz u dützen. Der Landgraf - es war inzwischen Georg ii. von Hessen-Darmstadt (1-1661) - hat sich anscheinend nicht gen6tigt gefllhlt, auf dieses Sdweiben einzugehen. Er hatte andere Sorgen um diese Zeit 9 und auch an Gießen ein wenig das interesse verloren, seit die Kanziei iür Ober- hessen 1624 nach Marburg und ebenso die Universiult wieder dorthin ver- legt worden waren. Aber noch einmai fiammte der Streit um die Jahreswende 1630/31 auf, als die Stadt den Burgmannen die Schweinemast im Wald streitig zu d e n Jetzt entschied der Landgraf zugunsten der adeiigen Mitmärker: Denen v.Schwalba& wären seit alters doppelt sovielS&weine zum Waldeintrieb freigegeben worden als den übrigen Burgmannen und Bflrgern der Stadt. Wegen des Brennholzes wurde verfügt, äaß den Burgmannen kein jähr- liches Holz wie zahireichen Stadtbediensteten gegeben werden könne, es sei denn, ,es w e h e e in ailgemeber Hau und Austdimg". Iia diesem Falle erhalte der in Gießen wohnhafte Burgmann die doppelte Menge, d. h. wenn einem Bürger ein Haufen zugewiesen werde, bekomme der Burgmam 2 Haufen Brennholz. Au& diese landgdiiiche EnWeidung scheint ein altes RechtsVerhältnis zwischen Burgmannen und Bürgern am Gießener StadWald bestätigt zu haben. Im weiteren Verlauf des 17. Jh. mehrten sich die VerfUgungen und Ein- griffe seitens der Landesherrschaft; aber weniger, weil der Landgraf die Märkerei an sich ziehen wollte als vielmehr auf dringende Bitten der Stadt (Bürgemeister, irai5ffen und Rat) und der Märker selbst, die sich allein der Angriffe und übergriffe auf ihr wertvolles Out nicht mehr erwehren konnten. Während des Süjährigen Krieges und auch danach waren es vor allem die Soldaten mit ihren Familien, die im Stadtwald wahllos und ohne Rücksicht auf die Interessen der Bürger plünderten und Die Bitten der Stadt an den Landesherren gehen denn auch vor allem äahin, ,solchem hobtrafbaren Beginnen und eigensimnigen Tätiich- keitenu Einhalt zu gebieten. Sonst blieb es im wesentlichen bei den alten Bestimmungen. Der Wald- ordnunp vom 25. 4. 1Wa), die vom landgdiiichen Hauptmann Ulrich Eberhardt V. Busedr unterzeichnet und publiziert wurdeu), folgte das 31- hat-te der Diener derer V. mw.1- It mwcinc - plro 18 mehr ala erhubt in den Staätwald getrieben. ~ K . L . ~ L i o d I L c r m , S . r n f ! L CIUB II, lBT8 0;G W I I, yO71 (lru); St A D, Xm,K onv. S (106s). qC3W II, ihS6: Es wurden Wieäer zwei La4hoia.Be eriaubt, wcfl idch heraus- gmteiit hatte, d8B der Bcaul eine# Bürgerhauwhaitea pn einem Wochentag nicht gedaact werden konnte. q Die ~ t t o elnfolg k unter Tromlu- und Glodmwmlg an drei Tagen. vom Landgrafen Georg verfaßte Walddekret vom 13. 2 1640, weiches den Wüns&en der Stadt weitgehend entsprachu). Der Landgraf muß selbst den scWec4ten Zustand des Gießener Stadtwaldes erkannt haben, denn er schenkte der Stadt bzw. ihren armen Bürgern Holz aus seinen Wal- dungen. Dazu verordnete er, daß ,wegen der grimmigen Kälte aüe Bauern- und Bürgeduhren zur VeriQgune stehen soliten, um das Holz in die Stadt zu fahrenu 9. Wahrscheiniich ist d i m g roßzügige Geschenk einer Eingabe der Stadt zu verdanken, die ebenfalle Anfang Februar 1690 beim Landes- herrn vorgetragen wurde"). In ihr macht die Stadt zunächst darauf auf- merksam, daß ,nach altem Herkommenu" ) die Gerichte Loliar, Heuchei- heim, Stein- und Htittenberg die 4 .Thorwachtenu (Stadttore) mit der notwendigen Beholzung zu versorgen hätten. Ober den Zustand des Stadtwaldes hören wir, daß duirh jährliches Bestallungs-, Wacht- und Bauholz über MW) Stämme g w t w erden müßten und die Bürger infoige- dessen kaum noch Schweine zur Mast in den Waid treibes ktbten. Man brachte von s e i h der Stadt dem Landgrafen ferner nahe, daß der Schif- fenberger Wald so reich an Holz ei, daß ,etliche 1OOO Wagen" dort ge- schiagen werden könnten, ohne daß Mangel an Holz oder Mast auftrete. Man könne dort und außerdem aurh in der Lindermark an den ,Reh- heckenu eine starke und große Anzahl Stäxnme hauen und fäilen lassen. Kurz nach der Beendigung des großen Krieges und dem Ende der hessf- d e n Bmäerfehde u) verfaßten die landgräfiichen Beamten gemeinsam mit Burgmannen und Bürgern eine weitem Waidordnung am 26. 1. 1652, die in Kürze die bisherigen Bestimmungen zusammenfaßt 89. Aber auch diese Ordnung wurde nidit eingehalten; ihr mangelte es an wirkiich tiefgreifenden Maßnahmen, die den Zustand des Waldes hätten verbessern k6nnen. Sol&e brachte erst die landesherrliche Anordnung von 1661, die zum erstenmal Hegmg des Waides vorsah und außerdem eine vollsulndige Sperre des Waides für HoIzabgaben anordnete9. Lediglich der lan-e Oberamtmann, der Lehens- und Burgmann V. Schwal- bach als Mitmätker, und die GeWkhen eullten ihr Bestaiiungsholz m& ,in =turau erhalt= Aiien übrigen städtischen ArntaMigem und anderen ") QUB II, llwl ff. 3EW.D erLuiaor8fMhrta dMi aus: "Diepurrc oaneinde Giaecnmllmcine Nkaorg8 fair Stdtw8id W''- St A D. Xiii, 8, ibnv. n: Landgraf Lud* - III. V. Heuen-M8rburg Utte berel* ainmrl Holz aus rdPem Eigezl- WPld M dOl' rO& m w 8 l d " Kuk Nr. 9) - fair die Reparatur eines Burgmmmnhauld. in Uiaßan gdenkt , um dcn Stadt- wrildniellt lutcn. 9S t A D, %iV, E ¶, Konv. O. a]Dicw Ate Herkommena wird kmnn vor rSa - W u n g d a m g. ,Gemeinen Landes an der LmIW m e n H emen und Nmugurbrlldrm (Heuchelheim undLollulummaimriig8nzniHesmen)-entst8ndm~ 3K. E. Darund-t, Luui Hrnn. 8. U8 t: Dez ICiPillunQ und Frful~uvertrag zwischen -He men-Kanel'uad Hemen-Dunutadt wurde am 1& C 1m abge- aa&mmn. In dem aog. Jmamkrieg", der ddi malt dem Antin der Muburper (l604) mohr oder umniget offem d8hfnzog und bemndhir blutig nodi einmai von 1 C U U toMa, wuräen auch die Burgen Gidberg (UU) und St8u- -bcro (1MQ (3 GIUB II, mm. '9 GUB II, mw. MmWgten Beamten .$olite vom Bürgermeister für ,ihre hezgebrachte Eiobibm@m~P in bamhhwh WfUäern Holz gekauftwembn, ,damit einem jedapl LHmmg geCrn weiden könnte". In die neu aneele&ea Hag- durfta bin Vieh mehr getrieben werden; im Ubr&en war der Btirsmdmft auf'mebea, ,h zukUnfUer, zui?ehcMeer Zeit nach und nach eine gute Amahl junger Bäume zu 8etzenn. imwbhen muBten die ~~d urch die Soldaten und deren Fa- milien tttr die eii&kmr Bürger imnter drtiehmder gwmrden seih, denn U i e B ~ u m n d t e e W I l d S I m l t e i n e r I t r o ß a n B i ~ a n d e n Lmc@@m,indfnresua.heLQt~): OhBener -er bbea TWea thre Wiesen und Adter an die um- ISoFS#naikm aur Armut verkauft"h reiche Obstqgrten um die Stadt(- muBten wegen der Fetdung~öautenu nd dem SdiuBfeld a F e i ~ i m d ~ m a c ä t e s d b T e z p Q i ; u i y y d e n F a m i l l e n s c h ~ e r , d a s nötige #OL zu buten, vor aüem wenn sie solc6it-m im -er hatten 9. DliC Bitbehrllt hatSe Erfoig. Landgraf Lud* Vi. gab im seihen Jahr der BOgrri9dreit UNW fl f%bd ie Unterhattun0 der Soldnfen ( und dmmte aa,4ai3 der Seid der Saldatea wie auch die d b d t t r o h d s i m S t e d t w a l d e ] 2 ~ ~ n i e h t u o n d e r ~ u a d ~ Giei?en alleia getragen werden könnten, sondern auf alle XmteT in Land verteilt wembl milßten. Eine weitem WaMonbmg des Jahm liW6 brachte nichta wesentlich Meuca,"). siez&ta ieagwa, QB den , & m 3 e d ~ mB&U- SoMaten und .W€es IdiW raCat war, ihr ümmtwk im Wald zu holen. S o n u r ß t e j e b t d a s ~ a U f ~ u ~ v e r ~ n e r d e n W d a a hdmiiche Heimtmgen von Holz bis in die CCgrteSI vor die Stadt, von wo man es an den eria&&en Holzt&gen durdi dari Neuweger Tm hemMwIem kotknte. fm Jabsai 1680 wandten sich Bürgermeister und Rat noch einmai in einer Y* ~ ~ o ä an daie Rengentin (als Vormünder4 EüsabetB borofhea, '- G . die'* Licht mmhl auf den Zrtstaad des Stadiwaidear als V? a&"%nt diq-cira3air%emchenden aiigemeinen Verhäitnhe wirit 9.S ie sei dalm &&iemctcn sinngemäß wiedergegeben 9: ~le,8fir 3 1 ~ e r i =* / ~ n ( ~ u i d e ~-~ )a,oipnlb u misiwo i n = W ab.). Nicht Gießen allein, sondern das ganze Land sollte das Soldatenholz stellen. 9. Die Stadt möchte an der Lahn eine Sdmeidemühle einrichten, um billigeres Bauholz herstellen zu lassen, zumal sie auch verpflichtet war, das landgräiliche Schloß in ,Bau und Besserungu zu halten. Es ist uns nicht überliefert, ob und inwieweit die Landesherrschaft diesen Wünschen und Vorschlägen der Stadt entgegenkam. Dem trostlosen Zu- stand des Markwaldes war indessen mit Einzelmaßnahmen nicht abzu- helfen, zumal allzuviele Interessenten (Landesherr, landgräfliche Beamte, Stadtregierung, Bürger, bevorrechtigte Beamte der Stadt, Burgmannen, die Märker selbst U. a. m) ihre Vorstellungen, Wünsche und Vorrechte in Einklang zu bringen hatten. Es darf daher für die Stadt als ein glücklicher Umstand angesehen werden, daß sich die Landgr-aft Hessen-Darmstadt auf Grund ihrer außer- ordentlich ungünstigen Finanzlage9 gegen Ende des 17. Jh. gezwungen sah, die Verwaltung und wirtschaftliche Nutzung im ganzen Land durch eine staatliche Oberaufsicht zu steuern. Man scheute jetzt auch vor weiter- gehenden Ehgriffn in die Selbstverwaltung der Städte und die Verfas- sung von Markwäldern nicht zurück. Nach Gießen, dessen Finanzwesen durch Miß- und Vetternwirtschaft und durch die Aufspaltung in 4 getrennte Rechnungsämter in völliger Unord- nung war und in tiefen Schulden stak, schickte der Landgraf Ernst Ludwig 1714 eine Untersuchungskomrnission. Deren Berichte führten 1721 zu einem ,,ReglementuM ), das auch in bezug auf den Stadtwald einige neue Anordnungen brachte. Der vom Landgrafen zur Oberaufsicht über die Stadtfinanzen bestellte Rentmeister wurde auch den Märkern des Stadtwaldes beigeordnet und hatte die Pflicht, den Märkertagen beizuwohnen. Er mußte darauf sehen, daß die Wald- und Feldbußen richtig verrechnet wurden, und sollte vor allem kontrollieren, daß ,. . . außer dem verordneten Brenn- und Be- stallungs- oder auch dem nöthigen Bau-Holk nichts aus dem Statt-Walde geführet, auch das Ober-Holtz dieses letzteren ordentlich verkaufft werde . . . "E1). Wir hatten bereits gehört, daß das Bestallungsholz nur noch dem Oberamtmann, dem Mitmärker von Schwalbach und den Geist- lichen ,in natuniu verabfolgt werden durftee). Für die übrigen bere&tigten Bürger wurde in benachbarten Wäldern Holz gekauft *I, &er sie wurden in Geld ausgezahlt: Nach einer Aufstel- lung aus dem Jahre 1703 erhielten M) : n) K. E. Demandt. Land Hcsrien, 8. 2ää. W) st A G, Reglement . . .v on 1781. Siehe auch U. Kap. N,S c Anm. 40 U. 41. U) St A G, Reglement. . . von 1781, p. 46 8 16. * ) G m a, mw. , *) Siehe 0. S. 80 f. und Anm. 70. 9s t A G, Btirgumeister-Rechnung von 110s. 2wagenaoSz -- 2n 8 W an sMbdm&er 4 W n - 4 ß Jsdem der baiden M h k &r8tabt n W - a t E . ObriObNeWiflbiQnie 2 n m n Stdtnrldakntsr 1 n W - 2m md abl- Btitga - - * ~ ~ A i o r b a i a r c l d a r Q l ( O c r i k i r . r p d g W ~ r o n S # a , l l *i- , P . # ~ & m B ~ d i n ~ C i c b W l i j - - A b - ; - . *W '1s /I Pllllmlih)p.)S *W *I: '* 3- m l H co D 'h ~ P ~ ~ ~ P I ~ Q D U I P U O ~ ~ ~ ~ ) I I W P~ V~ W: b~ I I ' ~ @ B L I : ~ " ' ~ ~ -miwtmmruqp.)s -01- rpm) W *s * r t o m o l i r '~n inx -V (U -U -auox t X 'lux 'a V 8s Gi '(.rnw 'M 'B -PI.& #.qnx -V wm.0 rrn 8pr(rmrW 'Jmiw4-- /I rl-Wh ipn. - P W h P m \ luod awma--piioH wmuua" :).ln.I I0)r.s -- 6, .iIv.annI.r '0 q r 'LI) .nOa poptpdh Fgim llsuouod ecPOm /I awp amn 0pPrwm-m u p rnqtar)wa r a u tlo)pw8m Pq .D *W 'hmripy) v "'0 V 8s G, TaUW a o m n n z ~ ~ ~ ~ ~ p 8 w m i z r t y m q n . 1 ~ a w m . 1 0 r 0 f ~ p J a r +W *W PuaIwfi CcioP.mA )a)m.Q= Pww8m mnp o)gn- rpop !=' W=# W h i a g w ~ w s t p n . r p n . i ~ m ) r m . i i n ~ ~ q w m ~ ~ = m a G i -$&zog alp rpn8 unu uapmw uassapa~opq!u a- uamaro~&ons xqs z~g aa?Iwww r p w - I =P rranolria;rOAa mI0 Wau s)rpla V P wm mz 'JI '(n uapalq.ralm nz %la$%B&a %malrp- %P?S alp J1U p m um a w 'aal00 %W-A -pam W %-W %P-a rri ZOH %-oz.mo -m=m- -P laq ap-9 a%r?Iwmsa mI0 mfos mn um m 4alrpI-q m -a la)PmW P* -~wW= r p w p r a aIP %P?S alp mm BP 4rplaI %W a w m v a afas .G,- w o W =PWP?S =ua(la1f) =P =wmwan alp - ' -rl -=P- =P a m v W ' a v m w s ' u - 45 =WPw=a -P '=WwarnA llar 8 - P W P a l f f W Q z . m O JaP ZZLl W baawt* W 1 0 W pms a w pi& 1:0~ap aa? W -%mrpbdh a w q n % WP -FataQO a r p m w s avla alp 'G,2 691 UOA B m i w q m o g arpmWjpael als strafen unter seiner Mitwirkung festgesetzt. In der Verwaltung des Stadtwaldes standen jetzt neben der Stadtverwaltung und äen Burg- mannen der landgräfliche Rentmeister und der Oberför8ter, äie in allen Angelegenheiten zugezogen werden mußten. Dies zeigte sich aueh iiußer- lidi dadurch, daß zuerst die fürstliche Waldaxt, danach das städtische Zeichen bei der Holzanweisung angeschlagen wurde 9. Bereits zu dieser Zeit muß die Eigenverwaltung des Stadhvddes du- Märker als beendet angesehen werden. Wohl hielt man noch fast 46 Jahre an dem jHhrlich w-den Märkeramw fest; d d w ar E& Efnnuß gering geworden, nachdem du& das Reglement V. 1721 und dSe instruk- tion V. 1724 ReptmeMer und Oberförster maßSebliche Befugdwe aber- nommen hatten Mit dem Tode des letzten Gießener Bur- V. Schwalbatiz, des adeligen M i u k e r s , im Jahre 1769 ") war die alte Märkervertassung des Stadtwaldes ohnehin gegenstanäsb gewrsrden. Die beiden verbliebenen städtischen Märker wurden von 1728 bis 1779 Ober- rnärker und Untermärker genanntm). Der erstere entstammte Qem Soge- nannten Ober-Rat (früher Schöffenrat), der letztere dem sogenannten Unter-Rat (-er gemeiner Rat). Beide sollten sich gegenseitig kontrol- lieren. Aber die Verwaltung ihrer Amter für jeweils nur efn PainF bedeu- tete jetzt eine größere Gefahr und Versuchung als *er im Dreierblieg, die Zügel schleiien zu lassen und zuweilen sogar in die eigm Tasche zu X- .I Es standen sich nicht mehr Bürger UM Burgmsmien, die beide in der Stadt wohnten, auf gleicher Stufe gegenaber, sondern die Stadt war eindeutig unter landgräniche Bevormundung gestelB Worden, und das wurde sehr schmerzlich empfunden. Daneben hatte auch die Besb2Uhkeit der Förster (durch Viehhändler für Weide im Wakl). mge- nommen. Der Waldnistand war seit 1722 zusehends besseF &eworden, erlitt aber durch den ?jährigen Krieg einen argen RUdw&bgW) und verschlechterte sich durch die angedeutete unsaubere VeFataltang der Märker und Förster no& weiter. Abermals mußte die eingreifen, um den städtischen Wald vor dem endgüitigen Untergang zu retten. Ein Bericht des landgräflichen Jiigermeisters V. Baumbacä vom 28. 9. 1778 Iwv)e rlmgte, das Märkeramt in einer Person zu vereinigen und auf Dauer a d b e n zu lassen. Darüber hinaus schlug V. Baumbarh U. a. vor, die Bewirtschaftung aller städtischen Waldungen und einen einheitlichen Haushaltplan Uber aile Einnahmen untl Ausgaben zu führen. Dies bedeutete auch die faküache AuflEisung des Stadtwaides als Märterverband, obwohl sich der städtische Vertreter n d b is ins 19. Jh. Obermärker nannte. I) A. Kub8, Waldungen, 8. B: Die bskwktion für &m ObcrMntar Bhüewaid von 17W regelte dsr Verhältnir d a Oberf6rhrm zu d a s tädtifwhrn Bsciarbm und eu dem R6ntrncf.br. der rcit lnl vom Landgrafen mit der stUdtUch(111 Ver5kögau- vuwaitwg beauftragt war. ") F. Kraft, Guchi&te von Giei3en.S. a#). I) s t A G, Waldaktcn (a. 10.1s). 3 A. Kuba, Waldtmgep. 8. M. U) St A G, WaidPLten. Am 1%. 4. 1179 Obernahm der Ratssch6ffe J. Seipp dieses kmt; man gab . ihm eine 25 Punkte umfassende Dienstanweisung mit auf den Weg, Bis in unsere Tage wirä der gesamte städ-e Wald unter staatlicher Oberaufsicht verwaltet. Seine weitere EnMWung fst in der Unter- sWurig von Kuba eingehend dargestellt. Für die letzten 30 Jahre sei kwzcaumigt: Gewaltige Lücken in den einstigen M W e n Markwald schlugen die Wiederadkfistung seit 1Q35u nd der 2. Weltkrieg durch Kaaernenbauten, Anlage von übmgspl&tzen und ~ t i o ~ e r Znah.lre idUe BoPnben- Wrbtaer kttm ddls um ein jamimmolles Biid der 2kmWnmg nach 1M zts gebea. Das Ausmaß der Venaüstrzag wurde in den ftdgenden Jahren durch Borkenkäferhß, Windbrüche und die Bremholzamut ver der W ~ ~ ~ e nofch owem~ tlimoh v ergr6k-t. Seit 19?W) blien sich die stadlicheri und städtischen DiensWellen um eiamaUdWi&en Wiehmufbau; sle haben kvrtz erweiterter müMirischer d u T c h A m e r i k a n e r u n d D e u ~ ~ T e ~ 3 # I e d e r . Leider hat die Stadt weite Weh ihres Waides am Ostranrl der Stadt zur Bebauung t@igegeben, so da6 die Waldgrenze heute fast 2,5 km vom Stadtkern entfernt Uegt 'M). Andererseits gelang es der Stadtverwaltung, in einem auße~ent l lch @nstigen Tauschvertrag mit dem Lande Hessen den großten Teil des ehemU&n Schiftenberger DomanialWaldes in ihren Besitz zu briqen19 und damit für die Verluste im ehexmligen Markwald einen gewissen AusggIeich zu S&amn. Die Autheüung der Märkerverfassung im Stadtwald und die verehheit- iiaite aller städtischen Waldungen bedeutete nodr nicht aie gleichztiifige Beendigung ailer bisher be&mdenen Nutamgen der Btkger. Durch äie seit 1779 straff geführte und hadi fomt- wkts&dWrih.cm Gesichtspunkten durchgefiliwte Verwaltung erhohten sieh die HiebSatze beträchtlich. So konnte aach 1780 das -er auß!geg&me ,Be&ailmgsholzu eine Zeitlang wieder ,in naturau verabfolgt werden Iii dein Bericht des landgr&Zii&en F6r5tem Fabri,cius vom 18, 8. 1802 weden #ihriiaz gS1/s Klaiter Buchen- und W/* Klafter ,Eichariholz als BesoP-lz angegeben1?. Aus dem Hangelstein, dep ini 7j&rigen Krieg ain w e n W a gelltf~mh atte, erhielten allj&hrBch 1Qö B h e r der Reihe n& 11: IUrifter Buchenholz nun Brennen, WO* sie allerdings den normalen Kaufpreis von 8 fl30 kr + 1 fl30 In: für Fuhrlohn, im gaazen aiso 5 fl zu entriaten hattensu). Losholz für Bürger wurde @so jetzt nicht W) Vor rd. 300 Jahren reichte der Wald noch W etwa (WO m an dur Stadtkern (alte Gleibergcs Burg) hemm. 3 Defr T m m b ~ - W f Hberb~st l M2 in Gießen unterzeichnet. ?.iStAG,WaUBk&B(Is. k W. 9l khM kOltealdl)b Abgabe wni Nute- oder Brennholz hatte cs seft dem 16. Jh. nicht inehr gageban. 16hM ~uamhmeb ildete d a L esen von faulem und dllrnm mir, ul twtimtntea Wai- daa dan'Bürgern bi. lgn 6rlauW mar. mehr wie früher nur aus dem städümhen Markwaid, sondern auch aus den anderen Waidteiien der Stadt verabfoigt 'W). In dem erwähnten Bericht wird audrUäüich empfohlen, der aole aua den Stadtwaidungen nicht zu verkaufen oder zu versteigern, um ,mttWmtUige und arme Bürgeru nicht zu ,ruinierena. Die Rolznutzungea roaohl iQr bevormhtigte atäd-e Bedienstete ab auch !Ur berechtigb Bürger endeten bald na& 1821, nachdem eich die Gemeindeordnung von 1821, die die Gleichbere&tigung aiier Bürger verfügte, allmääiich durchgesetzt hatte lq. Länger hieiten eich die Weideberechtigungen !Ur Kühe und Schweine im Stadtwaiä, an denen die Viehbesitzer ebaiw, zäh festhielten wie die M- fereigedhüdkm an ihrem HUterecht in der ~ t g ~ h i n g Nlur ~ . waren die Viehbesitzer M t c orporiert und hatten keine taugii&en Be- weiamittel für ihre alten Waidweidere&te. Schon bei den durch den 1andgrWMchen Oberf8r~terB indewaiä nach llZ4 eingeleiteten Kuiturma6nahmen im Stadtwaid wurde darauf gesehen, die Hegung im Einvernehmen mit dem Stadtrat und RcntmeMm so ehzu- richten, da6 .dem hergebrachten Viehtrieb nichts abgehen m(Wteu*3. So sollte der 6. oder G Teil des Waides in Hege gelegt werden, und sobald der ,An& eines Diatrflts dem Maule dee Vieh entwadudn 84, Wbnc dieser wieder aufgetan und da* ein anderer gesperrt werden . . .". Nach in0 wurden wüste Flächen dee Waldes in Stadtnähe in der W e h mit Eichen bepfianzt, da6 der Viehtrieb m8giich biieb. Man txM&zte äie jungen B&umhenv or dem Vieh mit einem Pfahl und Urnwiclrlungen mit Dornen und sorgte dafUr, daß der Hutewaid wieder aufkam, Die Hutweide, eines der äitesten Aiimendmhte der Bürger, wurde nodi bis in die 2öer Jahre den 10. Jh. auf groBen üdiandfiächen und Hutungen in und am Stadtwaid sehr intensiv betrieben. Im Jahre 1802 gab es in den inmidien einhdtiich Stadtwaldungen rd. 1100 Morgen große FMchen, die mit etwa aOOO starken Eichen und etwail Unterwudu (Wachoider und Heide) bestanden waren 19. Erst als der bedeutende Forstmann Kar1 Heyer, dem die Gicßsner Wai- dungen unen- viel zu danken habenu@), im Jahre 1824 die Venvaitung des Gießener Reviers Ubernommen hatte, W auch dar Ende der Waid- weidenu@ung nahe. Er betrieb mit Euergie und Ausdauer die Aufforstung aller üdländereien, die nadi sefner Ansicht selbst ab V i e ä d e zu LI)Holtauräonder S t d t u n e i u g e m c i w h m ~W ~ w u b b h a r i m m e r v a l u i i t o d a r ~ w o r f l e n . ") Biah. U Kap. N , ta. YBich.UK.p.N.U "9 Ai K u h , -WrldUnOm, S. 47. Y ) A . K U I ) . I . W . . ~ ) , W , ~ ~ ~ ~ ~ A O , M & ~ ~ U I ~ ~ ~ W . ~ ~ ~ ~ . - Wn Teil Lu&dl& mit Heide, w.oolder* Kiefer und Biri, hatte ddl b f . i n d h m e r J . h r r ~ J I l . ~ ~ ~ ~ i n r d ~ O ~ erhaltan. 'U) A. Kuba, W.ldunpell, 8.67 fL sdile&t waren und der ,Stadt keinen andern Nutzen brächten, ab daß sie einer Herde Eündvieh schle&tester Rasse und -4 starken Sthfherden ähniicher Qualitllt weniger zur Weide ab vielmehr zur Hunqerstelle dien- ten". Er hielt es derrwesen für ,eine wahre Ver8ünäigmg an der jetzigen wie an der zukU&igen Generationa, wenn man diese üdiandnächen noch weiter der Wehhute offenhielte im Ubrigen bestehe äas unbedhgte Bedürfnis, in der Nahe einer Stadt eine ausreichende Hoizkultur zu entwidceh, damit die Stadt ihren Bedarf seibnt d d e n Mnne und nicht 20 000 il im Jahr für Hoirkäufe im ,Aus- landa ausgeben müsse. Mit UnterstUtmw der Stadtverwaltungll?, aber gegen den energi~4en WWmhnd der ViehMtzerlu), setzte Heyer seinen Aufiontungsplan von 1824 bis 1 - in die Tat um. Damit war der Rindviehweide ein Oroßcr Teii ihrer Hutungen geaommen, und die bereits seit iängerer Zeit begon- nene UmskUung auf die StaiifUttenmg mußte nun Ersatz daffen. Der große Mstrikt ,Wal&hutheY inmitten der Stadtwaldes mvkäen Anne- röder Weg und Licher Chaussee erinnert uns heute noch an die einsüge Waldweide. ScMimmer erging es den Were ien ; der eigentüche Wald war ihnen seit langem verboten, aber nach Wegfaii der kahlen Flächen waren sie nun de in auf die Feldmark angewiesen, wo Odiandfiächen auch immer seitener wurdenu9. Ledigiich die Schweine trieb man noch bis in die Mer Jahre dee vorigen Jahrhunderts zu Bhtmiten in den Wald. Dann wurde auch dieses Aiimen-t aufgegeben, ohne daß es eines beson- deren V- bedurft hätte.. Die Schweinehaltung ging aligemein zwudc, die StalliQttenine wurde aud3 hier übernommen, der Srhweinehirt gab seinen Dienst auf, und wegen der Hegemaßnahmen lohnte sich au& der Waldbetrieb nicht mehr. SäUeßllch brpch man auch die ,SauhtitteY im Wald ab; sie stand gegenüber der Landesheil- und Pflegeanstalt n6rdlich der -er Straße, wo heute noch der Waldfiurname an sie erinnert. m e i 3 e n d seien noch einige Zahlen Uber äie Einnahmen der Stadt aus dem chemaiigen iüarkwald und Uber aeine Gröi3enverhiiltnisse genannt. Bis eum Beginn des 18. Jh. diirften wegen des sdilechten Waldzustandes Fombfrafen und Mastgelder die einzigen, freiiich sehr untemhiedlichen Einnahmen aus dem Wald gebiieben sein 13. im folgenden einige Be-e aus der Zeit von 1685 bis 1770. Es ließ sich dabei aus den Redmungen nicht erkennen, ob es sich um Hoizgeld, Mast- geider oder ForsWmfen handelte. Die genannten Summen enthalten aile 9A . Kub8, ebä., 6. W i. l g E . a t l n l t h m i t o k . i . r ~ ~ K ~ ~ ~ r d l W J P h r a m h ~ vergl. 0. a W. IU) A. X- w~~~ 8. a (aus .mmndna MI.^ ~ 1 1 dJ U ~ K ~ ~ W~WC.P +W : Nekrolog K u 1 myer). U9 siehe U. K8p. W,Sa 8. US, Anm. W. IU)miolge dem Verlutes der Uteren W . l d . i t m lM8t dQ hierüber nichts mehr fammaa. Die Waldungen innerhalb der houtigen Stadtgemarkvng im 18. Jh. Oie Waldungen der Stadt Glellcn Dlr Ubrigrn Waldung= ~ B WWt r i i u dnuht. drr bis 1720 E]H rrrnwa" (LandgrWII" "sitz) auad.1en 1ri.b-uWlcunviedn Wald der Dwtsehordrnskommrnde Schilfenbrg EI Lindeser H.pe 17M verkauft Karte Nr. 9 - ~ m a a o r n . r I m ~ n o p I n l : m s e m = ~ ~ ~ ~ * m M i r r a w w ~ -iabW ==mnPI). rrrl ~ ~ P w P r E31P Mwr r 'wE-8.r 's V W M iqn y .V 6, Tr'8cnq=3mxmbä -P gmi ~ m - awm ap~o V~ 'Q q0~4trr cop rn -mm aw '8 'n alah ')8[wa u e m v w badh AU^ mu ue.18& umw =(W roor'sJrs~^d.fInaiarsGn ~l t ra: P 'AI EX Wmi Pmi (V 'EI 'P WIBIä d "PI- W D W N " -9DmYO 'D V W Gn 'W1 -.=wIwWfi -P W mmww ttpFrPg '0 V 3s Gn - W ~ ~ D V ~ S G ~ -aaiwr -sis ue4pn- '0 V ts .h Pfiichten gesprochen wurde, hieß es, daß ,der Hangenatein von inalten Jahren den FUrsten zu Heseen e&enWnUch msüindig gewesen . . . den FUraten zu He.s sen ihre fürstliche ObrigWt au&üMi& zuvorbehaiten sei worden.. die Fürsten zu Hessen auch aiie Gebot,. V . .e rbot und andere hohe, mittlere und niedere Obrigkeit im .H angHangenirtain von unvordenk- iiaien Zeiten geruhig herbracht und.. ohne wenigiicb Intrag exerziert habenu3 . Im Jahre 1498 henkte Landgraf Wiiheim X. einen mBen Teii des ,Hangelsteinwaideau seiner Stadt Gießen. In der Urkunde wird auf die -Be Not in der Stadt Bezug genommen, die d e i n e n d einem größeren Brande foigte 3. Da die Stadt ,ire weide im widderbuwen hocnllch verhauwen habeu, wollte der Landgraf dem Mangel an Bauholz abheifen und gab den Bür- gern der Stadt seinem Waid ,aus besonderen Gnadenu in einem von ihm festg- Auamiaß und befahl, um diesen Bezirk eine Eieäce zu legen. Er behielt sich dabei aiie Rechte aus seiner landesherriichen Obrigkeit vor. In den oben erwähnten Vowerhandiungen werden die GieBener Besitz- und Nutzungxechte bestätigt, denn ea hdßO dort, da13 ,,BUrgemebter, Rat und Gemeinde zu Gfeßen den Hangensteh hegen, verhuten und befomt@n, oenaelben mit Hute, Beheizung und Maat gebrauchn und d d m a lles 10, 20, 30,40, 50, 60, 70 und unvordenkiiche Jahre geruhig herbracht und ai8 noch in Besitz habenu 3. Diese Waldabgabe des Landesherrn am Ausgang des Mittelaltem ist dem- iich einmaiig und sicher nicht aiiein durdr das Brandungitiäs und den Holzmangel zu erkiären. Gewiß heißt es in der erwähnten Urkunde 3, daß die EigenWälder der Stadt stark ausgehauen waren, aber der Stadtwaid hatte doch eine solche Größe, daß er auch einen außergewt)hn&hen Bedarf der Stadt hatte ded~enm üssen. Es mag die En-eidung des Landgrafen beeinilußt haben, daD der Eigenwaid der Stadt unter einer Märkerver- waitung stand und somit den Erfordernissen der Stadtverwaltung nicht ohne w e i h m ghglich war 9. Wichtiger aber durfte meines Erachtens die Uberlegung gewesen sein, der Stadt nicht nur zu einem achneiiem Wiederaufbau zu verheifen, sondern sie zu einem Vorposten gegen den bis 1WO getrennten südlichen Land- und zu einem StUtzpunkt im Kampf um die Erbschaft Katzenelnbogen auszubauen. iüögiichenveise hat der Lanägraf den HangeisteinWald als begehrte& Jagdgebiet in den IMnden seiner Stadt sidmer und gepflegter geglaubt, zuxnai die Anrainer-üemeinden Lollar, Daubringen und Alten-Bu8eäs um diese Zeit noch nicht endgüitig zu 8einem -bered& geh8rten. Schiießiich darf hier nicht unerwähnt bleiben, daß die Stadt im Jahre 1489 für 2 Sd~uidve~schreibungdeens Landgrafen Wilheim 11. mit jährüxfi 80 fl 9 St A D, I, V a h W u i m mit N u i u . ~ o n va.. 9 me o ~ u r k u n d neu rde von K Ebel- aberwert in: MOEG N. F. 7/Ub), 8. B8 it 3 Siehe o. Kap. IV, l ~ . eingetreten war3 und der Lanägd ihr dafür im gieichen J a k aiie ait- hergebrachten m t e u nd Freiheiten bestäügte3. Die Beziehungen der Stadt zu ihrem Landesherrn waren zu jener Zeit denkbar gut und legen unter Berüdcdchtigung der angeführten Gründe die Sdwshuu äe8 Hangeisteh an die Stadt ve&hdU&er erscheinen. Gießen hat seit dieser Zeit den Hangeistein in mbe8tritteneq freiem Besitz. Nutzung und Hege waren weder von Miirkern noch von angmmmden Nachbar- In dem Vertrag zwischen Gießen und Wieeedr vom Jahre 1542 3, der den Wiesedsern gewisse H o M t e im groi3en Stadtwaid einräumte, heißt es ausdrüäüiai, da0 der Hangeistein und Steltzenmorgen den Einwohnern Gießens aiiein zustehe, .darin die von Wissig gantz und zumale keinen Gebrauch haben* 9. Dies ist bedeubam, weil Gießen von seiner damall- gen Gemarkung keinen direkten Zugang zum Hangeistein hatte und auf eine durch die Wieeedrer Gemarkung angewiesen war'). Die Stadt m u h aus diesen Gründen wohl oder ilbel gewisse Zugeständni8se machen und war um der guten Nach- Willen zuweilen auch benit, den W i d e r Einwohnern bei Hohwünwben entgegdommen. So gewHhrte 1578 der Rat der Stadt dem Müiier der W i d e r Mühie ,aus hundiichem gutem Wilien und nidit auf Gebühr und Gerechtigkeit für den Bau seine6 Wohnhauses gieidi anderen Einwohnern zu Wiese& etiiche 4 Sttimme Holz aus dem Hangeistein* '9. im Waidbuch des Oberf&&ntums von 1603 &eint der Hangeistein - ,EichWäldchen mit Reiser und Buchholz gemengt* - ab Zubehor der Stadt Gießen '9. im Verlaufe des 17. Jh. biieb auch der Hangeistein infoige langer Kriegs- wirren wie aiie anderen Waldungen der Stadt von dweren -den nfdit v&ont. 1689 wurde der SULdtische Unterbtirgermeister Conrad Löber für schwere -den und Verwüstungen im Hangeistein und Steltzen- morgen verantwortiich gemacht '3. Erst gegen Ende des 17. Jh. ersdieinen in den stgdtischen Rahnungen Einnahmen awi Ho)Rterkauf im Hangel- stein-so 1685 10 fl, 1685 sogar 180 fi, 16SSnur6 f i l ) -, SO daß sich der Zustsnd des Hangeisteh anscheinend wieder etwas gebesclart hatte. Im Jahre 1698 t a d t e G ießen einen kieinen Waidbedrk am Siidrand des Hangeisteh gegen den Wieeedrer Anteil am Fernewaid, ohne daß dieser Vertrag einer landesherrlichen Genehm&ung unterworfen worden wäre '3. Auch im 18. Jh. bmwte sich der Waldnistand im Hangeistein nur Wente. 9aw MI. 9aUB IW. 3 s i c a a o . ~ . p . ~ , 1 a a . n . 9GUBII . y i (o fL 901x1z ur Idu- Aiten8truth (dehe U K.P. N, 2b) zu qalingcn, mußte O i e ab ainllr äia Wi~e&a?Q amrkuW dWaquu'en. 19 GUB n, I/-. U) St A D, XIV, S 2, IEonV. Ol. 9Q UB ii, W. 9W ehe U. Kap. N,1 .8.1011. in den stlid-en Eedmungen erschienen nur geringe Eim&mea aus Holzverimuk 1750 10 fi, 1763 19 fl und 1770 12 fi im Jahr'% dW, und zu wird au& für die Mast im Hangeistein eine Meine Sunrme 8egost, doch werden Zugang und Nubmngen immer beschwerlicher, weil die Obergriffe und Frevel vor aiiem vcw seiten der W i e e r s tärk* i i i s r h m ü h ~ Es kam der Stadt daher aehr geie-, da8 der Landgraf 1710 a%idt er Ein- setzung ehm ständigen Märkers, des R a ~ Joh.6 -, ~ neb en den anderen Waldungen der Stadt auch den Hengebteiu in oberfoM&%e Betreuung nahm, um ihn vor v5iiiger Verwüstung zu bewahren. In dem landgrtüiichen Forstbericht von 1802 erhhmn wir, daß der Hanges- steh noch in Hege li&e, weil er verdorben war '9. Die Stadt verstand ee, ihren .extemitoriaien' Besitz zu erhalten. Heute geh6rt das katurachutzgebiet Hangeistein mit seinen bfiarnn Felsen, seinen Wanderwegen und seinem dichten Waidbwhnd zu den sch6n8ten und erhohmsten Teilen der Gießener Gemarkung, die seit der Einge- meindung W i e s e a rn 1.4.1939 nun auch äirekte Verbhdung nüt ihm hat. Nur 4 Jahre nach dem Erwerb des Hangeisteins gelang es der Stadt, einen anderen bedeutenden-Teil des alten Wiesedcer Waldes, den so~enannten Steltzenmorgen19,inihrenWtzzubrineen. 1502 verkauften die Gebrüder Kurt und Kraft V. EUs~trhausenl) ihren Wald ,gen Tmbe der Steltzemorge genannt" für 131 fi hddku-kr W&- rung an die Stadt Gießen, nicht ohne vorher die Gen- dcs Land- grafen für dies& Verkauf eingeholt zu habenq. Die BaWamütte der Familie V. EUrerhau8en an diesem W a l M k i assen aick vamuüi& aui alte lsenburger Anteile - aus dem Erbe - ern Wieseäcer Waid zurüdcf&en "9. Die V. Elkerhausen waren vom 13.-18. Jh. Gie- ßener B w g w d k n a ) und Vasaiien der Isenburgeq von denen sie seit 1467 im benachbarten Gericht Ste- aeftIlle zu Ldm trugenn). Später wurden Ifk LehamtMger der Lwägmfear voa.EIesseLl, die darum auch dem VerEduf ibre Zwthnnung geben mußten. Es war eleo eigentlldr das die Stadt mit dem Erwerb des Steltzen- der Regierung des Landgmfen WUdms 11. - in ihren Besitz bpacäte. Der Steltzemmtgen-Wald galt in der Foigezeit ebenso wie der Hangel- stein '3 als unbesdwänktes Eigentum der Stadt und wurde mm&i&snt icht in den Verband des -Ben Gießener Stadtwaides einbezogen. ") St A der betr. J-. '3 St A U. L I(#. U)- W- NUnai, Nr. Un. 1') Dorf urg im Tai ber WanbaQ 9W . Maler, h t e r , 8. SB. 9P . Kraft, &schichte von GieEen, 8.262. 9F . Kr&, ebd., 8. 81, und G. W. J. Wngner, Wüstungen, 8. 182 U. UO. 3 GvB 11, Ihm ff. und 0. Kap. IV, ib 8. M. Der Gießener Besitz blieb allerdings nicht unbestritten. im Jahre 1608 behaupteten die Vierer und Ganerben des Busecker Tals, daß ihnen die Hoheit über den Wald zustehe =). Es ist unerfindlich, worauf die Busecker Herren ihre angeblichen Rechte stfitzen, vieiieicht nur auf die noch unge- klärte Grenze zwischen dem Herrschaftsbereich Gießen und den zum Busecker Tal gehörenden Feldmarken von Trohe und Rödgen U). Das Waldbuch des Oberamts spricht 1603 von einem ,kleinen Eichwald @mannt M e W & unü SCeltzenmin%en, stößt an die Troher urrd Rödger Feldmark und gehört der Stadt Gießen'"). Der Anspruch der Adligen vom Busecker Tal wurde nach einem entsaedenen Widerspruch der Gießener nicht weiter verfolgt. Von 1ü50 bis 1770 erscheinen in den Stadtrechnungen beinahe jedes Jahr kleinere Beträge aus dem Hokverkauf im Steltzenmorgen 9. Dann wurde dieser Waldbezirk im Zuge der vom Landesherrn befohlenen Umorgani- sation der gesamten Forstwirtschaft zum großen Stadtwald gezogen, mit dem er an der Rödgener Straße kurz vor dem heutigen Bahnübergang schon immer eine kleine Verbindung hatte. im Waldbericht des landgräflichen Forstmeisters Fabridus von 1802 wird der Steltzenmorgen mit 2 Teilen erwähnt: der vorderste Steltzenraorgen (170 Morgen) nach Gießen zu und der hinterste Steltzenmorgen (74 Mor- gen) bis zur Grenze nach Rödgen; von letzterem heißt es, er sei im 7jährigen Krieg völlig zerstört worden 9. Kubas F0rstkart.e aus dem Jahre 1846 zeigt diesen Teil noch als Blößeq, aber in der 2. Hälfte des 19. Jh. ist der gesamte Steltzenmorgen - inzwi- schen hatte sich im Voiksrnund der Name Stolzenmorgen eingebürgert - aaeforstet worden und stellte bis in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts ein verhältnismäßig geschlossenes Waldgebiet dar. Dann begannen mit der Anlegung des Zivilfiughafens die Rodungen, die sich mit dem Ausbau des Fiiegerhorstes nach 1935 verstärkt fortsetzten. Der vollständige Abtrieb dieses einst ,stolzenu Waldes erfolgte nach 1945 d& die Anlage eines großen amerikanisaien Depots 9. Me sogenannte L i n d e s e r H e g e , eine bewaldete alte Landwehr, trennte jahrhundertelang die Gemarkungen von GießeP und Kiein-Linden und spielte in dem Grenzstreit dieser Orte eine gewlsse Rolle W). Sie zog von der Lahn am ,Heßleru nördlich des alten Ortskerns von Klein-Linden vorbei über die Frankfwk Straße und dem heutigen P) GUB 11, 1/601. M) s i e b 0. ~ a pm. , d s . cn. '3 St A D, XlV. E 8, KOnV. gb I) St A G, Bargermeister-Rechnungen 1 ~ 1 7 7 (0n icht 1Udcenlos vorMnden). n) St A G. Waldbericht Fabridus vom 18.8. 180). '3 A. Kuba. Waldungen. S. 118. I) E w e B LLume dcs früheren Stoizenmorgem stehen heute noch um verschiedene Gebaude des amerWanb%en Depots. *) Siehe U. Kap. M (Exkum). Heewee entiang bia zum Linder MarhRahi in etwa 12W m LUngea). In rd. I m Breite mu8 sie bewaidet gewesen sein, denn ihre gesamte Aus- dehnung wurde beim Verkauf im Jahre 1710 mit 8% Morgen angegeben, was u n e m8 00 Ar heutigen Maße8 entrprld?t 9. Damaia rolien 216 Bäume dort gestanden haben #); die6 W&& bedeuten, dai3 es iddr ni&t um einen dichten Wald, sondern um eine mft Bäumen w d a a e H utung handelte. Irgendwelc4e Einntnfte aus der Linderer Hege, die gelegentiich ab ,Stadt-NmentY bezeichet wird 9,d nd nicht überiiefat. Da dic Lindeser Hege von Umba (- früherer Name für Kiein-Linden) weidiicä genutzt wurde, Giei3en aber kaum dnen Vorteii aus &em Bcsitz dehn konnte, wxau&te die Stadtverwaltung, die Dinge zu ändern, vad rld?tete 1704 die Bitte an den LamQmh~d en Verkauf des Holxes zu erhuben, damit GMan aitr dem Bezirk Wieriar uad Acker machen k6nne 3. Obwohi die Erhubnb noch im gidchen Jahre M t wl u'de, verkaufte die stodt vorwfwcn dtr ~ond~reie~nh -r-tu rn m 8 ~ n) a n den Obrirkn V. Wrede, der in Xi&-Linden einen Hernnhai hatte9 Der Verhg wurde wohl^ erst am 7.8.1710 ausgefertigt "). 11 Jahre 8piiter kam ea über diesen Verkauf Mcti dnm*l ZU Aurdnander- aekzuneen mit der Lanm- die den Verkaui für ungültig erkiären woiite. Zur EntiKn- wiessa die anpeqpiffenen Idnber dareut hin, decialcnineutemGhubsngewsoca,RnnaläaßInndgnlillctpcObenimt den Vertrag mit abee&kmm habe. Die GIieBsner ihmeita mhoben ä@ Schuid auf ihre d m n wmbrbenen Vorhhrsn im Rat, na&dem der LandlprafeinenV~füraiieRsitmiitgiie!derbefohienhatte,diean demKontraktbekfll%gewesenwaren. Emt ab Bürgemebter und Rat der Stadt giaubhaft dargelegt hatten, daB die Hege ZU weit von Gie&n entfernt war, um recht genutzt %U werden, und die LSndeiler durch ihre Obergriffe ZU dauernden S ~ ~ t Anleeß n gaben, war der LondOraf geneigt, d a V erkauf nadrMgU4 %U sanlrtio- deren, d&t ohnc nadidrü&&h darauf hbmmbeq daB in Zuhmit alle ,aiienaüonea aiimentorum dvitatisY unbedingt dem ,consenm~ apdaU4 dtrLaadcrhemnZU~~.terstaenaeien"). Bald nach dem Verkauf wurde die Linde6er Hege abgehoizt und ab Acker- (W dem Linder Marbmaid zu) unä m ab Weideiand (nach der LahaZU)anOelaOt. Abechlltßcnd mag an dierer Steiie noch Erwähnung finden, daB vor dem sogenannten Herrnwaid, der mi&en Stadtwaid, dem Gebiet der Kom- mende S%iffenberg, den Feldmarken von Watzenborn-Steinberg und Leihgestem, dem Linder Markwaid und dem Gießener (Selterser) Feid iqg, eine Hege her zog, die ebenso wie der Herrnwaid dem Landgrafen gehorte-). Das Saibuch von Oberhessen (1587) sagt von dieser Hege: ,Wenn jemand in der Hege vor dem Stadtwaid Holz frevelt, so geh61-tl /a der Buße dem Landgrafen, 11s dem Bürgermeister von Gießen und l/a der Stadt Gießen Waldförster nach altem Herkommen 9. Bei Grenzgbgen des 18. Jh. wurde dieses alte Recht ebeniaiis erwähnt: ,Ais wir in der Hege, wo der HemdmfUche und Stadt Waid an ein ander stoßen, herzogen, ist dabey angezeigt worden, daß Vermoge des aiten Herrkommens und fürstiichtp Saaibuchs de ao 1829 die Heege zwar Gnädigster Herrschaft zustehe, wenn aber etwas darinne gefreveit würde, ais dann von der Strafe 'Ir der Stadt und 11s denen WaldiOrstern zu- kommen J." Die Landeshemdmft bestritt dieses Recht bei verschiedenen Geiegen- heiten, und die Stadt hat es später nicht mehr weiter verfoigt. 2. iiiukgen- ui denen die Sbät betdult wu Es wurde bereits kurz darauf hingewiesen '1, dai3 der sogenannte Ferne- waid ais ein Teil des alten W i e e r Waides angesehen werden darf?. Ober seine Herausbildung als Markgen- geben uns die vorhan- denen Queiien keine direkte Auskuuft, dodi läßt sich seine Entstehung aus den späteren Verhäitnissen ableiten. Das Waldbuch von 1603 zahlt die Orte auf, die an ihm beteiligt waren>): Die Stadt Gießen, Lindes (frthrer Name für Kiein-Linden), Großen- Linden, Wiesedr, Garbenteidr, Steinbach, WatEenborn-Steinberg sowie L@ihgestem, Annerod, Hausen, Ltitzellinden, HOrnsheim und Aiiendorf (Lahn) '1. Die genannten Orte geharten um leOO zu 2 v d e d e n e n Hermhfts- hemmen, dem der Landgrafen (Hes8en-Marburg) - in sich gesdlieden in das Stadtgericht Gießen und da8 Gerkht Steinbach - und dem der (von Hessen und Naeeau-Saarbrüdten) des Hüttenberp. *)Der ,,Eormnw.ldM (dehe Kvta Nr. @) 'cru .Ir Eigengut QI Laadeaherm wohI 8daon im U oder U. Jh. 8- dem M c h d en W i . r d a r W8iäm 8urqc#odat worden. ")StADI8.fbudh0-VOnM. *) St A G, -Ji' lllit G ~ a h ~ r 0 t O k OVOUil1 7n. 1) wehe 0. K8p. 11. 8 8. 17. 3F. xraft, K n i C t e von Gial)an, S. #, Anm. W Siehe auch U. in diaan Ab- rhnitt a 111. 3 St A D. XIV, t 1, KünV. Q-«. ~D@rF6ritalobnimIisrncrilldbet~gl4jifhi rW; nr ihmhatte jede derbe- temgma Gemeinden 1 n kinitrigan (W.tzenbom-stdn~ zihlte ulmpranglich . I r ~ Q e l n ~ . Die Markgenossonrchaft hrnowald und die an ihr beteiligten Gomoinden --- n w i i g * Gl*8*n.r G*markungs9renX* .--Grenz* von Wi*s.eh. iiI,Linäm und Schlli*nber0 p q e n G1.U.n bis 1939 6 Lang ßans Karte Nr. 10 Die Entatehmgszeit der Dörfer des Gerirhta SteinbaWGarbenteich durch die Rodungen im Wtesedcer Wald um 1150 3, die Herausbildung der Herr- schaft Gießen aus dem Gleiberger Erbe um dieselbe Zeit 9 und der Hin- weis im emi&dar WaMbuch, daß der Fernewald in der Gemeinschaft des Hiittenbergs Ilege, mcKaien es wahrsdieinlich, daß die Markgenossen- whaft das Fern- wu Zeit der Gleiberger Teilung im 12. Jh. oder w-enig spät Ci. durch aerrecJiaftliu1e Einwirkung entstanden ist. Gegen ein Mheree Alter de@ Marlcgenossaschaft spricht vor allem, daß ntrht alle Htittenberggemdnden anteilsberechtigt waren 3. Die außergewöhnlich große Zahl von 14 am Fernewald beteiligten Ort- wozu in der m i t si cher nodi die ausgegangenen Siedlungen gerechnet werden müssen, läi3t uns die Frage aufwerfen, wie es zu dieser auch räumlich weitverzweigten Verteilung kommen konnte. Im Vordergrund stand sicher das Bestreben der Landesherren, den Dör- fern auch in den geteilten Hemdmfbbereichen den für sie notwendigen Anteil an der ~aldiiutzuugz u verschaifen. Solche Nutzungsrdte hatten die älteren Dorier schon seit dem frühen Mittelalter in benachbarten WäIdern ausQben können; aber die Zeit war weitergedwitten. Immer mehr alte Rechte der Bauern am umliegenden Wald waren von den Grund- und Landesherren aufgesogen worden, und die ersten Urkunden, die über den Wiesecker Wald berichten, zeigen keine Spuren mehr von älteren markgen-en Rechten an diesem Wald. Für die älteren3 und jüngeren 9 Rodungdtirfer, die an den Fernewald mit ihren Dorfmarken heranreichten, ist die Anteilsbere&tigung nahe- liegend. Wie aber steht es mit den teilweise bis zu 10 km entfernten Hiittenbergdtirfern oder mit den Orten der Hefischait Gießen? Auch für diese Siedlungen war meines Erachtens der wesentlichste Grund ihrer Beteiligung am Fermwald, da8 die Waldherren ihren Untertanen Mögiicnkeiten der Waldnutzung verschaffen wollten. Eine so weitver- zwelgte Oaneitw&aft wie die des Fernewaldes, die fiberdies nodi angren- zende Gemeinden auswhloßl) - Rödgen und Oppenraä") - konnte kaum auf freiwilliger Basis entstehen, sondern geht zweifelio8 auf herr- schaiWche Einwirkung zuriidc U). 3 Siehe 0. .Kap. XI, a B. 16 ff. 3 M. weiimer. Enwehunageachidite, 8. U ft 3 Annemd, Hamen und die Wümtmg Konradßrode (dehe audi K. Glöckner. Daa K O ~ PI. ~um. GicDan und im Lahntai, in: MOHG N. F. WlW, 8. 4f.). 3 -M&, 5-. stcinbcrg und Watzenborn rowie die Wüstungen Cothen. Erle- und Pronebach. 3 M . Weiima. E n - u n g ß g ~ d i t e , akb t in der H e r a w b e i t u n g dcr Unter- achieda von berechtigten unä nichtbere&tigten Anrainergemeinden einer Marktgcnoiienrch.it r n e t h m d ie Mbgiichkeit, frühere Verhältnine der Ent- &eh- und EntwlLldung einer MarIrp- zu akenuen. ?zur relatlv gm8en rllumllaiai Entfernung der ilberwiegemien Zahl der am Funewaid betdllqten Orte dehe Kork NI. 10. 7 MIMUngC11 OHQ Es wäre hier einzuwenden, dai3 Lützellinden, H6rnsheim, Großen-Linden und Leihgestern als Anteiles des Linder Marinmüdes9 und Gießen ab Besitzer des Stadtwaldes mit genügend Hob und anderen WalQiutzungen ausgestattet waren1'). Diese Waldrechte sind aber wdqd&aUch erst später im 13. oder beginnenden 14. Jh. entstanden, was wir oben arn Beispiel des Gießener Stadtwaldes nachweisen konnteau). So W s i ä ~ der scheinbare Widersprudi: Wohl hatten Gießen und die 4 erwähnten Dorier der Linder Mark jetzt auf längere Zeit genügend Wald zur Nut- zung, aber an den alten Teilhabe-ten im Fernewaid hielt man natür- lich fest. Bei der Behandlung der Auseinandersetzungen um die endgültige Teilung und Aufiösung der Waldgemeinsdmft Fernewald im ausgehenden 18. Jh., in die auch der Landesherr eingrifi, werden wir noch einmal auf jene frühen Verhältnisse stoßen. in der sdwWichen überlieferung m e i n t der Fernewald zuerst 1485 '3, als Hessen und Nassau eine Waldordnung vereinbaren, ,uff dal3 derselbe nit freverlicher verwüst und verhauen werdeu. in diesem Vertrag be- stätigen sich die beiden Landesherren d c h s t ihre ,Gerechtigkeit und Obrigkeit", sprechen dann aber auch deutlich von den Miirkern und ihrem "Gebrauch, den diese bisher gehabt haben". Im einzelnen sah diese frühe Waldordnung für die Dauer von 10 Jahren wwentllch 3 Tage vor, an denen der Wald bctahten werden durite und ,zu hauen" zugelassen war. Während die Einwohner de8 Hüttenbergs alle drei Tage dieses M t ha tten, war es denen von Gießen nur an zwei Tagen erlaubt. Die Marker durften aber nur das nutzen, was ihrem Haus- bedarf entspraA Die Nutzungen soilten nur vom iviichaelstag bis Ostern in Anspruch genommen werden; den Sommer über sollte der Wald ge- schlossen sein „und weder darin geholzt n d g ehauenUw erden. Wer diese V o m üb ertrat, mußte es den Försterkxmhten mit 5 Tornussen ver- büßen. Jegliche Veränderung des Waldes in den vorgesehenen 10 Jahren aber mußte den Herrschaften bzw. ihren Amtleuten zu Glcfbets und Gießen „gefallenu und deren Entscheid und ,Handhabungu von allen Bcteiligtcn hingenommen werden. Ferner wurde ein ,Umritt und Grenzgang" bemWoss8a Abgesehen von den für diese Zeit recht weitgehenden W a l d s c h u t z m a 6 ~se hen wir in dieser Ordnung eine gewisse der ~ ~durch t e die Landesherren Nassau-SaarbrUdcen und Hessen. Eine vtllig ireie Ver- fügung der beteiiigten Gemeinden über die Nutzung des Waldes ist nicht gegeben 13. Ferner ist für diese Zeit bedeubam, daß man den Wriern des 9G roßCr Waidbenbk siidiidt Gicßcn. Siehe 0. Kap. U, Anm. U. L4)D.gagm AUando-. Klein-Linden und 8uCn Wic#aL zu jener Zeit tium 0.- eigmm w8ld. U) Siehe O. Kap. W.l a 9S t A W, Abt, IOUilCI Nr. tWI. '3 Ob de urtpriingiidi vorhanden war, ist dem oben aarrigtm wenig W&- #hcinudl. gemeinsamen HUttenbergs ein gewisees Vorreait in der Nutzung des W r i l d e s ~ u m t . D e r ~ ä e s G ~ w e M u n s a u f d i e g e g e n Eade des 15. Jh. beginnenden Grenzhuwen und GmmbRigkelten hin. Die Aualüihmg d i w Auseinandersetzungen mit Nachbargemeinden würde hier im einzelnen zu weit führen. Die meisten Sfhwierigkeiten bereitete Annerod der Markgen- Dieses Dorf wurde vom F e r n d d von 3 Seiten umschi- und hatte das natiiriiche Bestreben, seine Mark auf Kosten der Gemehwhaft zu verBrößem. Bei diesen Ver- sudren stießen die Anneröder auf die ge$ichio%wne Front der tibrigen Markgemehden, die unter Führung GiQ&na erreichten, deß die Ober- herren das Anroden von Wald wrbtemu). geiang es den AnnerWern mnä&st, wü8t.e plgtze im Fanewaid zu A-ckern und Wiesen anzuiegen, obtRohl- wie die Anneröäer richtig sagten der Landesherr dann dsch einen Rodzins einnehmen würde. Sie klagten darüber hinaus, die Bevöikaung in ihrem Dorf habe sidi so vermehrt, da% der zur Ver- fügung stehende Boden nicht mehr ausreiche, um aiie Einwohner zu ,,erhaltenU'9 . Rund 100 Jahre später erddten die Anneröder dann bei erneuten Versuchen, im Fernewald gewisse Eigenrdte zu erwerben, qinige m e : 16 89 verkauften ihnen sämtliche Mltmärker ein Stüds Wüstung für 25ü fl3. Diesen VerIraufserlös durfte die Stadt Gießen durrh Ge- nchm&uns des Märicertags zu einem Prozeß verwenden, den die Mark- gezioswlrachsft fn ihrer (3e8amthdt gegen Annerod im Jahre 1690 ansbngWl). Dabei ging es um die ,Haar- und die&awwk8eU, die ,&U d e r Centgeno8een ~u neu angdegt worden waren und um andere Hegebazirke zur Bemmmg des Waides. Beide Ma8nahmen d t e Aanerod verhindem. Ein Vergleich von 1695 best4iügte im wesenüichen die Re&& der bkarkspmmwhaft, gab aber die genannten Wiesen an Steinbach und Annerod je zur Häifte für einen Jahr& zur Nut zune aucr 9. Danebea gab es Au#einandersefzungen mit der Gemeinde W e n i n dem dkdiich der Grünbarger Landstra6e gdegenen Teil des Fernewaides um Hutegendrügkeiten ,am Wege, der nach Annerod gehetu. Sie wurden 1540 vergii&en und eine Abemmmg vorgenommen 3. Spätere Streitigkeiten um die Nutzung der ,Köppeiw wurden lflgltgs zugunsten der Gemeinde W e n e ntschieden 3. Es handelte sich hier- bei aber nicht um An-k an der Wddg- dcs Ferne- waider, mndern um Hubngme&k, wie sie in Sem Zeit immer wieder geltend gemacht wurden. Der Berdrk zähite später eindeutig zur AnaerWcr Gemarkung und damit zur Gemehxhaft des HMtenbergs. 9 S t A W,Ab+lWlcTM.>YI(U@i). 9 8t A W, Abt. -1 M. ttlS I)aeheAiun.U. ~ ) O U B U , , 1 / 1 1 # I L . u n d O U B I & ~ t L r)amim,mundw .-,xint.r, S. i m t '9 W. mer, ab&, I). 176. Irn Bezirk ,,Haaru hatten die Einwohner des Dorfes Trohe äm& Mehnung seitens der Obermärker Hessen und Nacisau ein Hut- und Wtddmtcht, für das sie 1511 je 5 fi und 1- je 4 fi m& Gießen bzw. Gkiberg-mSi1tenu). An dieser Weide waren auch die Anneröder und Gießener beteil&t. Die ersteren baten den Landgrafen, er möge verhindern, daß sleh neben ,Y den Trohern auch die Rödgener und Busecker in den Fernewalil ,ein- - 3 3 kauften", weil sonst eine Verwüstung des Waldes und eine BeehtrHch- / $ t@mg des Hiitene zu befüsehten sei 4. Die Gremdmmgen und die ohne Befragung der Markgepown vorge- IlomIneIlen EingriECe dur& die LandesblTen baw. O ~ mögea W der Grund gewesen sein, dai? die am Ferwwald beteillQten 6emeinden als Samtmärlrer auf dem Amtetq des HUttenbergs fn iU€?3im~ Jahre 1604 eine Pe-tition an den Landgrafen von Hcesen und ctepi Grsien von Nassau-Saarbrücken richteten, den FemewaM auszusteinen 9. Im Verlaufe des 16. Jh. hatte es nun die Stadt Gießen verstanden, immer stärkeren Einfluß auf die Markgenosmuddt zu nehmen. Dahurai W&- sen auch die Gegensätze unter den gemeinsamen Oberherren Hesrren und Nassau. in den Vorverhandlungen über den Teilungsvertrag von 1585 ging es vor aiiem um zwei Punkte: Einmai m k h c N assau, da6 die hegsischen Untertanen, vor aliem die Gießener, sich immer mehr BUarkrecbte durd.~ unbefugtes Bremimkuehen und unbegmmks Viehhfiten &maßem W k - den, wie es äie Ereignisse der lebten Jahre gezeigt hatten, aim andem woiite Naesau seine Hoheitsrechte übe^ den Fm&, inabesadere das Jag-t behaupten, obwohl es in den hemhhen -tea heißt, da6 sich im Fernewaid kein Wildbret halten und somit keine Jagd stattfixden könne, weil er durch starkes Behauen und tägiiche Hut kein hohes Holz, sondern nur Gesträuch habe 9. Der Staatsvertrag selbst brachte 1585 noä~e inmal eine gewisse Verzöge- rung dieser EaitwlWung: H - rnd N-U kaiaen -deis MBr- kerding des Fernewaides abwechselnd fm gemdinwn 'verbiiebenm Hat- tenberg und im hessischen Gebiet abzuhaiten. in geraden Jehren sonte Gießen, in ungeraden Leihgestern Treffpunkt der MarSqtemeinden sein 3. Vor 1585 hatten die Markrügengerichte bereite eine Zeitlang allein in Gießen stattgefunden. Die auddkkiiche Feststellung in jenem V- von 1W, das Märkerding soiie ,allein zu der Gemärker nütdiehem Gebrauch des Walde6 und zu W e r Bedeutung einiger anderer Gerechtigkeit g-t, zu keinem Praejudtziewn und Nahteil der H- it Gemeinden und der- selben tiber genannten Wald hergebrachten Gerechtigkeit gezogen und q s t A G. ~ ~ l m a i S~n ~uakd GnU B 11, llo~H . 9 St A W, AM ldolU7 Nr. W. *) GUB ii, M10 if. ") St A D. I. Verh&itnbse mit N m u , Konv. $6 (um W). ") R. K. Abidit, Kreim Wetzlu, s. Pu t gedeutet %verdau, bestätigt die E n M u n g , mach der sich die hessiachen Orte, vor allem Gbbn, in der Zwb&enzeit auf Kosten des Sttenbergsr mehr Wte aam F(?lpewaid angeeignet hatten. Zu Beginn des 11. Sh; IStiasd sich der Wald in einem stark verwiisteten Zustand, weil das &emeine BehUten und Benihren des gesamtes Be- zirks überhand'g&on&en hatte9. Um l58ü h a t es dazu- in e inem Be- richt, der ~erne&ld' habe Wiiche Hut, sei stark behauen trage L& hohes Ho% 8onBenr hur Ue&äuch. Doher k2lnne sich dort kek haltso, und 'dne'3dggy @'umW~nr+ 9.W enn auch äie heesisaie Seite damit die Nassauer von der Jagd im Fehewaid abhalten d t e u ad insoierneinwenigU~eb,aoistdoEhauiGnundder~beei .enzten H u t w e i d e ~ d e ß d k . S c U d e n s e h r g r o B ~ w a r e n Daaeis biidete $&@e Gewohnheit heraus, daß jede der markberwhtig- ten Gemeinsbn-ein , ~dee Wakiea z~u ihrem a&Mg"f$n Weid- gang erhielt, && vor aiiem dem X1einvleh vorbehalteq .-. MB Bind- viehhute blieb allen ,CentgeaossenU gemeinsam im g k Wa id. Uber clie GEoBe bm. die Abßennine jener E&emtticke besW&en keine festen Abmadmtgema). In StrdtigkcOten der Jahre MtüMlB behauptete der Gie- l3mer Stadta;wd&us, .rr &-nicht so genau bekaant, MwWdie einzelnen Wdes ea garterr WMen, GieBen aber besitze über die XUiKte* Ab ,neuikiia ein5S t n Wa~ld,'v~erkau~ftw o rden aief, hiitte die Stadt *h de8 Kaufgeldes von den: Wünilrkem erhalten. Nassau dagegen .behauptete, dai3 Gießen naft:dem anderen hessischtn Gemeinden nur genau äie 5Wte am FerneWald atstehe 9. 1679 heißt es in den Ratsprotokollen der Stadt: ,Obglefch die Cenftase weg. des Femewaidea alternieren, daB s.i e im geraden (rahr zu Gießen , und im uqeeraden Jahr zu Leihge8tern . .. gehalten werden, sp hat d d äie Stadt Gießen Zeit d& Obersib und ei.Oitnet den centhg, 00uigia-t die vota etc. . . .a uch Ba um Holx jemand anhielte, muß dennah derselbe auch im ungeraden Jahr zuvor beim Biirgermebter der Stadt mwhtragen und dessen coneiraaus erbalten,, m e i ? < gt sidt bei der Bü -r in Leihgestern a u & i ' d d e n und so ist es jederzeit alten käezhrmaens gemäi3 gehalten wordenY9 .D em wurde von seiten der Ubrigen Gemein- dai, nicht asehr *dei%gmsm, ~ Q U Bn, W. >3stche hm. n. n) Im -t mit Qießcn beiuupteten die Kldn-Wndener einmal, ihnen 3 s t A W. UcC S I 1 M W . W :Q emdot dnd Oiafkn u n d die hcldrdien W r i c r . d t c . m ~ ~ w 8 Y e n . I) st A W, AB& m. tn und a.v unmtrapp. m e i n e l~kukar,S . ö( u dl) f. U) St A G, Rabprotok011e Um. Waldordnungn). Ihre wichtfgste Bestimmung bemgt, daü in ZukuniL j e w a l l a der FerneWaldes rar 10 Jahre in Hege gelegt \iPardan soll, ,damit das junge Gehölz . . .i n die Höhe wachsen kbnneu. Ferner wurden erhebliche Strafen W ~ v eanlges etzt'3. Auch die bisher wiiikürlich vomehenden FB* wurden angewiesen, si& streng an äiae Ordnung zu halten. Im Ubrigen wurde die Anweisung Uber äaa zu tiiiiende Holz sowie die Bestimmung über die Verwenduns des Bruch- und Aut&oh den Vor8tehern der Cent verantwortiich Qbertragen. Mese kamen aw Gießen (Hessen) und aus Leihgestern (Htittenberg) und Mhrtai je eine Waldaxt, die mit G und L gezeichnet waren und glddueitig angewhbgen werden mußten 9. Hand in Hand mit dem wa-den Intererute und dem Wenden Einfiuß der Stadt Uießen ging das Desinteresse d e r Gemeinden, für die der FerneWald infolge der räumürhen Entfernung fm Laufe der Zeit mehr Nachteile als Vorkile brachte oder die längst anderweitig Wigli&keiten gentigender Waldnutzung getunden hatten. Diese Gemeinden dgten jetzt die Bereitdmft, ihr6 Fernd-Antei le zu verkaufen. Die Stadt Gießen kam diesen WiWd~ene mtgegen, weil er ihr Ziel war, großere Teile äes FerneWaldes zu besitzen und für äie Bürger nutzbar zu machen. Dies hat te- V Grunde: Waid war tQi die Stadt und die BedWhke der Einwohner das wertvdlrte Out, EU daß man jede Gelegenheit wahrnahm. di- Gut zu vermehFen. Der FerneWald war au& kotz d a r elativ großes Entfemnmg wrn den Mauani der Stadt (rd. 6 km) im Zuge des Viehtriebs durch den StaätwaM gut zu errei&en, ohne daß eine andere oemarinuie Ubersd>ritten zu werden brauchtey). Schließlich war der eigentliche Stadtwald durch die Kriegszdkn und die Frevel der starken Gießener Ganiison zu einan S0rg;cnkind geworden, ganz abgesehen davon, daß durch die Mitm&rker8aiattd er Burgmamen dem Rat der Stadt die Hände weitgehend gebunden warena), Außerdem hatte man gegen Ende des 17. Jh. damit begonnen, weitere FMtAen des Stadtwaldes zu roden und ab Triebviertel an die Bürge@g egen Zirn aus- zugebenu). Der Kauf von FernewaIds-Ankilen war also ein willkom- mener ckeenwert. Zuerst verkaufte die Gemeinde Ailendor! (Lahn) im Jahre 1690 ihren Fernewalds-Anteii an die Stadt Gießen für Ci6 Rei&sWera). Von seiten des nassauischen Rentmeisters wurde W t s a nlaßlich dieser Verkam daraut hingewiesen, daß Gießen den m-aßgeb licäen wkbdmmchen Ein- 9 St A W, Abt. 108/i(7 Nr. SZüi uaä GUB 9 und A. Kuh.. Waldungen. 8. &. 9Bdipiebweiaa malten ~trtanu nd ~dildarW verbotenem mten oder in- tihran in die Hegen 5 n Etrafe. ") Die mmktl011 d i W v o m cn trpruti dar ehe8 Markern. ")zum xumbteh-W- uaä NT W- Altantruth konnten die Gie t3ex~n~ur durd~d ie Gmurkma WferacL mhngen (d.h. 0. Kap. IV. lb und U. Kip. IV. 2b). 3 r U c h a 0 . K . O . I V . U 3 Si- U. -0. W. SC 8. M6 ft GUB Ir. mim ft BUB au! den Fenntwatd gewinnen wolle, weii ,vor wenig JahrenU einige Gemeinden ihren WnläaaWi umuin.t Mttsn abgeben wollen, jetzt abes GHescndeMrviei~auagebtS. Am 26.2 löB4 folgte die Gemeinde LtitzeUhden, dcnn Anttil von der Stadt für 180 ReWwhier crworkn wuMe U). Hier ging der Verkauf Mer- dingsMBopaicMnsehrre i~w>aic tr i t taa i .Dernawaa~Rant ~ r i e t r e f n a r H e m s a l a i t , d a ~ V e r k a u ! w ~ r ] : b i e k n , w a i l a i b t - Mrabtan W&& &oß noch weitere a m - VGrIrnufeQ Woll- t s n , u i s d r o d e r E i n n u ß d e r S t o d t o l a ß Q n c u i ~ t e H ~ Rcrnta au8ibüsep mQ6teu). Die LütmWMer erkMkbn daraufhin, daß i h a e n d e r A r i W e r n ~ ~ a u r ~ ~ ~ e ; d i c w e i t e Entsemmgma4%em weagang mwch, ,sie kthnten mit Nukea a ~ ~ a c d b a l r ; d a r r u s e n t a a h m a a m , w e i i d e r ~ 0 u t r n i a r s d . Sie hätten mit Jahren Infncai Erlöa an Madgdd und Rügen mehr a t w ä e m ~ e r h a I t e n , ~ d e f B l u ~ l f l n r m ~ 1 a h n bemhiten. Jetzt aber erhielten nie dem VerIcPufserlöa eine jMuiidae Renta von 6% RhtdmWem und weilten diese$ Geld ,nim Nutzen aller Gemelnd81ulhUv erwendan '9. Aber erst na&dem der G ) i w S yndikus Dr. Orth verbindlldi erklärt hatte, da6 die stndt kein , F ' r a ~ u m " ,8 ondern nur ein ,Condomi- nhimu im Fctnewaid ,pro rataUz u genießsa habe und Gießen im übrigen die elrüuüten, die MP~~K&www cdiseln, die Hegen nicht a t r c t s s n u n d d a p ~ I l a ] r : f ü r ~ u n d s c 4 u l e U e i e r l l w o l l 4 ~ t e Nasaau dem Verkaufe zu Y). &nUloesen werden. Nur wenn alle Centgenossen es für gut und richtig hielten, duriten Aus- gaben gemacht werden. Den Abdtiuß bildete das Bekenntnis der MHrker- gemeinden, die geAlomenen Vereinbarungen ,unverbrüchllchu zu halten und damit alle irrungen und PKnesse zu beenden. Trotz diese6 sehr ausführlich gehaltenen und bis in Einzelheiten gehenden Vertrags biieben die Streitigkeiten untereinander auch in der Folgezeit nicht aus. Leu- und Gießen, die im Vertrag von 1708 auf eigenen Viehtrieb wegen der r&umiichen Entfernung verzichtet und auf Bitten der übrigen Centgenossen fhre Mithutegereditigkeit an Ann& Stefnbach, Garben- teich und Hausen verliehen hatten, mußtsn sich jetzt wiederholt gegen die Ubergriffe dieser Anrainer-Gemeinden zur Wehr eetzen. Die$ führte zu Reibereien und erneut zu hngwhigen Pnness%n. isntan deioi@nehme ri chtsentscheid V. 21. 10. 1726 wurden beispielsweise die bekhgka Gemeinden verwteilt, für unre&tmaßig angerodete Lände- reien im Fernewaid entweder an die Kläger (Gießen und Leihgestem) die Pacht und an die Hemdmft den Novalzins (Roddns) zu zahlen, oder aber die w e r s ollten beiugt sein, diese Acker an meistbietende Ausmärker oder private Anrainer zu ,ver1ehnenu U). Aus diesem Entscheid und anderen Vorfäilen läßt sich erkennenn), daß die unmittelbar an den Fernewald -den Markgemeinden redit freimütig und willkürlich mit dem gemeinsamen Gut veriuhren: Sie rodeten Wald und machten ihn zu Wiesen- oder Ackerland, sie ließen Frevler - meist die eigenen Centgenossen - weitgehend straih.ei, sie hiiteten und hoUen nach Belieben und brachen den Vertrag von 1707/08, indem ale nicht einmal die vereinbarten Pachtzinsen zahlten '3. Bei diesen Ve~hUtaissen immt es nicht wunder, daß Gießen jetzt energisch auf eine Teilung hinarbeitete. Es bediente sich dabei des etwas eigenartig klingen- den Arguments, eine AUnömmg der Markgenossendwft Mge besonders im inimeme der Landeshems&aft. Doch ist diese Stellmgnahme ver- etgadiiaL, wenn wir hören, daß auf einem Märkertag, der am 26.1.1725 in Gießen stattfand"), der landgräfliche Obedömter Bindewald mitberaten und mitentsdwiden wollte. Gegen ihn, der in erster Linie für die fach- gerechte ibvhforstung und WaldwWsämft vom Landgrafen eingesetzt war und mithin auch die gc-hen Markwaldungen zu beauf- sichtigen hatte, wandten sich bezeiciuienderweise nur Anneroä, Garben- 9staa,nwanilrrram=wau(1nr). 9V or allem Anasrod hintertri& die Einziehung von Wnldbußcn, obwohl W rclbst noch d u n mlgtricht C1 fl WfcKndnr und der fümtiidicn Renterei 6 1 s fi Reuxdmtm .ouMetu U) A. ~ u b aW. aiduugm, S. S. 3 St A D, XIV, E $ Konv. 83. teich, Hausen und Steinbach 9.S ie beMrcnteten, dai3 ihre wiläe, u n 0 b no-e Waldnutzung im Feinewald bald unterbunden würde. Zwar biieb ihre Beschwerde beim Landgrafen erfolglas, aber die endgtiltige Au!lihmg der Markgemeinsdmft ließ nocä bis 1776 aut aich warten. Bevor es zur Einleitung der Teilmgmerhandlungen unkr dan Mark- igen- kam, versuchte der Landesherr, sein Eigen& G d Bchold- gungsrecht an diesem Wald geltend nt madren. Daa war eia ibrnud~en- der und ungewtlhnlicher Wuitt. Weil die Argumentation den Landgrafen neben der aktuellen Veranlassung auch ein Streifiicht auf frühere Ver- hältnisse wirft, sei sie hier aus einer anderen Untemchung wörtlich zitiert H) : ,Aus der Geschichte der Mittlern Zeiten ist eine unläugbare Wahrheit, daß vor etlichen Hundert Jahren die größeren Waldungen derer Landes-Herrn Eigenthum war, und von den -H dea Landes denen untkmädgen Gemeinden, nachdem es dieaer ihre Umstände erfordert, M e n d ie Trifft und Beholtzigung, etiiämn aber ohne Trifft nur eine gewisse Beholtzigung eingegeben woräen. DaB d i m Verhältnis bey dem Firnen-Waldt eintrette, M 60 zuverlässiger, ab . derselbe der d c h e Theil des Grossen Wisaker Waldta war. Viele du-& den Dnidr behandt geworden@U rkunden aus dem 1% 13. und 14. Jahrhundert bewähren das damalige denen Gesemt des HUtkakrgWien Giedschen- und Gemeinden Land-Diitdcb zuge- standene Eigenthum des gesamten Wiseäcer Waldes, und wie dpmnhrni V-edene Holtz Fällungs-Concessionee von denen Landes-Herrn ertheilet worden." ,Für die Richtigkeit der Behauptung, daI3 die Landeshermhft die ,Ober MHrkerey oder Mit Beholtzune im gantzen Firnewaldt' innehabe, nprärhc dann auch noch die Tatsache, daß Landgraf Lud- VI. für die Awbea- serung der Festung Gießen die erforderiichen Eichenstämme im Feme- wald habe ichlagen lassen und da6 das Holz an den hernichatüichen Ge- bäuden nt Langgöns nun größten Teil ebenfalls dort geholt worden sei. Eine derartige ,Lande8 Herrliche Ober Märkerey oder Mit Beholbigmg' bestehe in den Markwaidungen hiesiger Gegend allgemein. So liefere z. B. die Ostheimer und Hocäweieeler Mark Bau- und Brennholz für die hemdiaftlichen Gebäude in ButzbaCa, desgleichen die Gml3eniindener Mark sämtliches Artillerieholz nach Gießen 9". Die Stadt Giei3en wie die Ubrigen Mitmärker widereprachen natürlich d i w A u fhmq einer&& und bestritten vor d e m , dal3 der Grund und Boden dem Landerherrn geh8re. H04 das er habe scMagc11 lurai, aei ihm von der Markgeqossemdmft g d c n k t worden, und wenn Triftgelder an W ) Wie Oiaßm 8ba gegenaber den Anordnungen dcr Oberiöritm BindeWald in #fMm Iyukww ganz uid.ri rcrylnrts, dabc 0. K8p. W, la 8. m. W ) A. KUb8, Waidtmgea, 8. S t: Dia Wen- AM- dnd äer Arbeit von Kuba wörtlldi ea00mmen; da wuräen wm Kuba iui dai fm 1. Wei- unter- g~~ Utemn W.ld.Ltcn der s M t UbariWut. *) EW., 8. b t ihn abgdefm-t würden, so sage diese nichta über sein Eigenhmm'dlt aus a). Wahr&&U& um pmmimaie Auseinan- mit den 6 Mlirker- gemeinden zu vermeiden und hn xnterease der von ihm schon 1770 ge- wbscbtem und befohlenen Abteiiung des Walde& e t e t e d ann der Landesherr du& auf eine weitere Varioigung miner Ansprüche auf daa Grundeigentum, da8 BehoMgmgmeht und andere Fordemngen. Er bestand iedigia auf den aus der Landeshoheit hergeieiteten Gere&t- Samen, wie dem Jagdrecht, den der Kontribution und der Iurküktim. Da der VorstoB des Landgmfen zu hefnen nemn Mtsver- häitniiiam iUhrte, ist es Uberfiihig, an dieser Steiie seine Rechüiäüseit zu erörtern. Die Darlegungen des Landmden gewinnen aber an der Stelle für uasere -urig nach dem Alter und der Herkuntt des Ferne- wald~l laaaelevruu,wog~wird,deßderFernewaidder~cheTti l des alten Wieße&er Waides ist, und daß dieser Waid einst Gleiberger Gesamteigenturn gewesen war, aus dem sich späfer die Teilbereiche her- Am 1. 6.1776 einigten sich die Markgemeinden dann auf einen Vertrag Uber äie uuigüitige Teiiung des Fernewaides zu freiem Eigentum, der am 13. 2 1777 von der Landesregierung in Damstadt beurInindet und be- SULtiet -9. M t a ufs~ußreichs ind die Vorbemerkungen, die den Einzeibe8üm- mungen des Vergleichs vorangeateiit wurden 9. "Nachdem unser Ongdisater Landesherr, H m c h e D ur&iaucht, der Landgraf nach eingezogener genugsamen der Sachen Erkenntnis benits mitteis Höchst dem Befehl Schreibens vom 10. 1. 1770 enädigst zu ver- ordnen geruhet, da6 der bei Annerod geiegene, in Waid und Wüstung bentehende und nach Abzug der Landstraße und Wege, mit EhmWuß der -Tempei-Haar- und Försterwiw' 1368 Morgen haltende, zwi- schen der Stadt Gießen, sodann denen Do- Annerod, Steinbach, Leihgentern, Garbenteich und Hausen zu gewissen ungi-en Anteiien gemeh&WUche Firnewaid pro ratis geteiiet." Die Vvkilung wurde wie foigt vorgenoen 0): 1. Die den Gemeinden zufallenden Teile des Fernewaides werden der Gemarkung der betreffenden Gemeinden z u g w e n . Aiie Abgaben, Zehnten usw. faiien somit dem jeweiligen Oberamt zu. 2. Adcer und Wiesen, die im FernCwald iiegen und Privateigentum ge- worden waren, werden ebenialls der Gemarkung zugwchhgm, in der sieiiegenoderandiesiestoßen 3. Der Landesherr verzichtet auf Ansprüche aus Grundeigentum des ganzen Fernewaides, dessen Behoizigung und andere Gere&- obwohl er darauf ,gegründete AnsprücheYh ätte. 3 md., 8. M qauB n. =.ehe. L ~ D i a f o i g e a d e n i t R u r i a a w u r d ~ 8 i u d e m ~ ~ h i r r ~ Doch behält er sich vor: Landeshoheit, Oberforstei und aiie aus der ,Territorial-iurisdictionu herfiießenden Befugnbsea sodann, was an ,Contribution, Rodzehnten, Zinsen und so& von diesem ganzen Distrikt bisher entrichtet worden oder ferner zu entddtkm stehtu. Jede Gemeinde übernimmt nun d e i n den in ihre fallen- den Teil. 4. Die Stadt Gießen erhäit */U des Waldes und UbetMBt *h b a d & an Annerod. Es wird dafür an Holz entf&$dlgt und begbmmt von Stein- bach no& einen Aussieich von 530 fi 5. Leibgest€?rn abergibt seinen Anteil an Grund und Boden CIS) für 2000 fl an Annerod. 6. Annerod erhäit also nidltzi id~zu seinem Anteil C/U) noch je ¶/U von Gießen und Leihgestern. Diese zusätziichen Anteile steilen eine Ent- schadigung dar für das ,Recht des dritten Astesu und ,für die F6r- derung der Teilungu. 7. Steinbach, das mehr Grund und Boden sowie Holz erhalten hat, zahit 1000 fi an Gießen und Hausen. 8. Hausen, das gar kein Holz erhalt, aber mit Grund und Boden einiger- mal3en entacbädist wird, bekommt not& 470 fl von Steinbach. @D.i e seit 1707 an Gießen und Leihgestern gezahiten WeideAmen Wen in Zukunit weg. 10. Die Gemeinden des Bus%dcer Tals RMgen und Tmhe behaiten ihre Koppelhut in dem bisherigen Distrikta der in die Gemarkung Annerod iallt, und zahien gieich Annerod und Steinbach die darauf haftenden Herrsdmfhimen. 11. Es wird von Uen Beteiiigten bestätigt, daß aiie bisherige Gemain- schaft gänziich aufgehoben ist. 12. Die Teilungskoaten (3s Teile) werden auf jeden bish- Mitmärker pmportionai seinem Anteil umgelegt. Für die Teilung des F e r n d d e s waren foigende GesichtspmMe maß. gebend: a) Was eine Gemeinde nach dem ,Herkommenu, ,vieljährigem Besitz* h d Uun d .älteren Verträgenu MsWr als Bere&t&mng gehabt hatte. b) Nutzurigen, die jede Gemeinde nach ihrer Lage bis- bcstopen hatte. C) Was der ,Nahrungs- und Wohistandu der Gemeinden erf0rdea-b. Die '18 des Fernewaldes, die durrh diesen Vertrag in den B&& und die Gamrkmg der Stadt Gießen fielen, entsprachen nacä heutigen Maßen einer Größe von rd. SO0 ha. Der Umfang und die Begmmng haben skh mit egn- Ausnahmen bis auf den heutigen Tag erlialtea Die eig- Form der Gießener Gemarkung, die sich hier in einem Halb- ~ ) D ~ ~ t a U i d c n ~ t k n W h i t k d Q A n n u o d & d u r d i a r a o r ~ d . 8 ~ einst iltr dfe Grafen V. Iamau-SaarbrüeWn. die Condomiuai8herma aber dcn bis 170a gemehawn EUtknberg, BauhoizSUungaP aurt(thrta, wobei auch das Amlolz uiiicl (MO A. Kulm, Waldungan. 8.24). i-srei6umdasDdAnwrodherumlegt,istelso&vorknappa00J~ dun% die Aufkiiung einer hZiheren M a r k g ~ a f ztr;lr rtande ge- 9. Im Mant dee Johree 1777 lsam es wegen efnes im Ferneweld geiegemm Adrers nad~Z U einem Sondervertrag zwischen Gießen und Annawl, auf d e n d ~ b b i a C t a s p i c s a r ~ s o l l , d d i e e me ist ~se inem &bat& aameh &m!kd wintenr scaoa im'tl'.n n. u>dllcehr wahnt w i r & ~ ~ k Q z 9 i 3 o h e a a I . v o i i ~ a s s a u z u , d o ß d e r ~ ~ & Wh-, W-' ötaa qtin und äie Acker, die er im ,wysicerwald* geh& Mt, & l@mnbM- Schifbberg Uberläßt Y). W ~ ~ w o r n u B e p l n n d t n 1 8 . J a w n 6 B a u e r n a u o A n n e r o d kWMds .apiaa*dea mwmb worden,.lag aber nun in d e m T e i i d e s F + r n ~ d e r a-n d t e G t a d t n e l B l s ~-@ b e r - geben den ,B* W?npm &ern 3 Baor8eq 142 ZWk.groß m cliie st0.t ~ ' dthaba daM r 10 Marge0 82 Ruthem aw.dem rdbm'&iW ,Vorne an der Grltnberger Straße an der Ammöder Anteil am ErbsmewoM etoßendn aberließ. Da der ,Emder Winters AdserY aber im Gegensatz %umF ernewaiä in seiner -t der Kontribution unkworhm und zeimtbar war3, mWan äiem aa Anneroä übergebenen 10 Morgen äie Abgalaen des ,Bm- d e r w h l ~ A e k e r Y ~ ~ Y ) . Sein Name Q*t rfni Ws heute im städüdm Bemewaid'erhaitea9, ebenso wie die ,ShngmheUn) - heute auch Wald -, die einst so ,,um*" war. im iibriimn aber vben selbst die Utesten Einwohner der eh+ betei- W m Dllrier nifbts mehr von den alten m a r k g P c h m v er, hal- im b e w a l d , obwohl seit seiner Teilung ,erst' 185 Jahre per- eanoen dnd '9. "1 Gemmdin mbt dtea Biwrn iru Aiurarod. H.umn und 8teinb.O. Auch die Entstehung der Marke- Aitenstruth, der anderen größeren Gemeiailaiaft, an der die Stadt Gießen ab iüitmatker beteiiigt war, 1aDt sich auci der m e n O b c r H d n~ic ht uuanittalbar be- h g ~ n . Ab sie in der ersten Häifte des 16. Jh. in des Li&t der Geschichte tritt, finden wir die Wdte Gießen und Staufenberg, sowie die Dörfer W i e und Alten-BusecB ab Teiihaber vor1). Da diese Orte vor 1450 drei ver- schiedenen HemdWbbereichen angeh6rten9 und auch in den davor Hegenden Jahrhunderten nicht unter ein und derneiben Oberhoheit ge8tan- den haben, 1W ddi äie Bildung der MarLgmossenr#naftA ltenßtruth wohl kaum au fe - Einwirkung abon im 12. oder 13. Jh. wie beim Fanewaldwftafuhren. Die Entstehung dea BezirLea Altenstruth M vielmehr äem WUstwerden dreier Dorf8iediungen mmdweiben: Eäcebhausen, Weiganänhausen und Altenubuth. Der dem Namen nach tute&? Ort durtte AlteMtruth gewesen seia Er wird neben Weigandshausen noch um die Mitte dea 14. Jh. al8 sebMhüge Siedlung genannt 3. Die8 Ioßt den schluß zu, dai3 die spätere Markgenmmwhaft AlteMtruth nicht sehr iaage vor dem amjgüitigen Wastwerden der genannten Sieüiunga ent8tanden ist. Eine reiativ späte Herausbildung der Mark M auch dnrhalb anzun- wdi der eiaste Teii dea Gebietes von der Feidmark der au8gegangenen Shdhmgen einge- nommen wurde und nicht wie der Fernewald ein ~ ~ O B WKaiaDSebi~et gewesen war. Wie aber itam es zur Bildung der ~arisgen-ait und zu den ~ n - reCntender4beWHgtaOrtrcheften?SehenwiruneNngdutdieLage des Bezirks Aitenstruth im Geiände an. Er erstredct dcb in einer Grö6e von knapp 2SO ha über den gemnten Nordteil der Gemwkuqg voa Aiten- Buseck. Nach Süden zum D019 und weiter zum Buse&er Tal i#t die Alten- rtruth du-& einen s&maien, von W nach 0 ranit ,- M- dekn ~ ~ deutlich geetrennt, wan8 wahisch dnlch lnafht, daß dieser Raum nicht ur8p- zu Aiten-Buriecg und damit W Gemein- E&&t dea Biuedrer Tal8 zghlte. Aber auch mit dem Mikhen Gbberger GraEKSioftrtefl, der Hemdmft Gief3en, besteht kaum eine landmhdükhe Verbindung, wdi hier äie steiie BeraltkuppedeaHangebte insnachWabeinenatürl lr3ie~dcr BXarkg- Ai-th noch Teil des groijon Wiemämr W- und mithin im unbeEtrittenen Bcdtz der LsndwhelTen, der LandOraien von Hemen, war. Emt mit der Zibertragupg dieses Waide8 an die Stadt DiaMarlrg.oortmrdKif,u).mtrvih und dia an ihr h i l i g h n Gm4nd.n Krofdorf- Watrenborn- Oarknteich Steinkrg Karte Nr. 11 kleinen Siedlungen haben wahrscheinlich im Verlaufe des 13. bzw. 14. Jh. ihre altw Dorfpiätze veriassen. Zuerst wird Eckeishausen wüst geworden sein, da es im Gegensatz zu Weigandshausen und Aitenskuth im Mainzer D i e &t m ehr geaand ist l). Weigandshausen erscheint 1337 als Wigandishusen, 1344 wird Happei V. Wygandishusen erwghnt, und 1347 heißt es ebenfaiis Wygandishusen. Noch 1457 verkaufte Emmerich V. Trohe an Conrad V. Bus& 6 Morgen Acker und eine Wiese, M c h . . . ,Acker stößt an dem Wygandishusser pade . .. e yn Wehsse gelegen zu Wigandhusen in dem Dorf l)." 1453 verkaufte Gerhard V. Bus& eine Wiese zu Aitenstmth an Conrad V. BuserJc'3. Landgraf Heinrich belehnte 1465 Gert V. Bus& mit seinem Teil der Badenbug und Burgiehen zu Gießeq und dazu . . . ,aUe die Güter zu Aitenskuth, darauf er Thomas Zinse Wende hat .. . " '3. Landgraf Phiiipp d. Großmütige belehnte 1531 nach dem Tode der Witwe Lise V. Busedc den Heim V. Ehringshausen und Adoif Rau V. Hoizhausen, Statthalter zu Gießen, zu Mannlehen U. a. 8. fi, 3 tornos als Burglehen zu Gießen und den Gütern zu Altenstruth '9. Am iängsten dürfte die Siedlung Aitenstruth bestanden haben, und wir k6men umr die Entstehung des gesamten Bezirkes so erklären, daß Altenstruth die beiden vor ihm wüst gewordenen Siedlungen mit ihren Marken aufgemgen hat19 und dem größeren Gebiet den Namen gab, ehe es dann seihst von seinen Bewohnern veriassen wurde. Um einer A M - lung der ehemaiigen Do-ken vorzubeugen und die Nutzuwme&te zu sichern, hat dann der Cinind- bzw. Landesherr im Zusammenwirken mit den betroffenen Bauern die Markgeno-aft gesdmffen. Die Rechte an der ehemaiigen FelWur ihres Dorfes und die Nutzungen in der ge- meinsamen Allmende konnten so von den neuen Wohnsitzen aus aufrecht- erhaiten werden. Wenn dieser Prozeß, was naheliegend ist, vor 1450 abge- &iossen war, ist eine herrschaftii&e Ein- oder Mitwirkung schon des- w&m%einiich, weii Ziegenhain bestrebt sein mußte, die Rechte seiner Hinkmassen und damit seine eigenen Vorteile in diesem entlege- nen Bezirk zu sichern. Hieraus wäre auch die später immer wieder bean- spruchte ObermärkemAaft des Landgrafen, des Rechtsnachfolgers von z i e g e n h a i n , n i e r a . OberiWert ist eh Zuzug nach Gießen, wo 1337 Heinrich V. Altenskuth, Bürger zu Gießen, und Adelheida, seine Ehefrau, bekennen, dai3 ihnen das Stift Wetdar Otiter zu Wigandshusen zur Erbleihe gegeben hat '3. U) st. A. witnttwain. a. a. 0.. m. eil. P. ZW. 9S t A D, Urkunden Aiten-Brwdr. im letz* Falle M dcher nur der ehemalige Dortplatz von Wdgandahau8en gemeint, da die SiediuU um diese Zeit schon vcrleir#n gewcwp #ein mu8. 9G UB rnn. '9 GUB IMo. 3 s t A D. LehamHm V. Sdirautenbach U ) In dem Vertrag von 1Mö Wehe S. 1U t)h dßt es: AlteMtmth und nyfehoripe WU@pungenW elgandihowII und Eckelshau8enu (St A D, XiiI, 1, Konv. n). '3 GUB MO. 115 Wahrscheinlich sind andere Bewohner aus dem Bezirk ~ ~ t vor h , aiiem aus Eckebhawen und Weigandshausen nach äun unmittebar be- n-aaib arten Alten-Bursdr gezogen, da8 ab alter BvOlite der Hemen im Busedrer Tai 9 in der damaiigen Zeit dchar ahnlkh Pnaebend wirkte wie die weiter entfernten S1dte Gießen und Stau!enbe~%. werden auch einige Markgenossen in die aite, beäeutende Nacä-enubde Wie- g&~gencr ein. Von dtn Oemukungc~iW iesda und Altea-Bu~edw war die Nutzung der Guter und Wiesen in der Aitenstruth und der Vieh- trieb dorthin unmittelbar mögiich. Zu Beginn dea 16. Jh. erscheint die Aibmutmth in der sbrWichen Ober- iieferung. Wir hören von zahireichen Streitigkeiten der beteiiigten Ge- meinden unterehander und von Aueinander8etzungen mit xiicht an der Mark W t i g t e n Nachbargemeinden, die im Rahmen dimer Unter- m&ung nicht in allen Eheiheiten behandelt werden können. Wir musrien unr darauf die Stellung und Rolle GCitStns innerhaib der Cemelnschatt und die aiigemeinen Rechtaverhäitnhx der Markgenossen- schaft darzustellen. Im Vordergrund der Auseinandersetzungen stehen die V e e A iten- Bwdss und der Ganerben des Buaedcer Tals, die Mitmärkergemdnden Gießen, Staufenberg und Wieseds aus ihren Rechten zu mrärkgen. So bitten die Wkaiedrer 1Ki8 den Landgrafen Wilhelm um #eh Ehgreifen gegen Aiten-Bused~u nä seine adeii6e Rerm&aft, die ihnen aU Weiäe- ~ t u n d d i e V i e h t r K t i n d e r A i ~ ~ t e n . D a 8 ~ t a i H e 6 ß e n v a n i r t e i l t d i e M e i i e e n d e ß B ~ a T a l r a i 4 f l ~ F r k m t e n und Schaden ,damb und nicht darunter", weiche W i e I m Streit um die Aitemtmth eriitkn hat. Der Laodßai betont ch- seine Oberhoheit über die Aite&struth und wiii deil Ganerben keine Redrte zuiwhhen '9. Die heskuhe Hoheit wird au& 1532 beWWgt in Streitigkeiten mit dem damab W mit Nasaau gemeinsamen Dort Loiiar, das U a. Huterechte in der Aitenstruth beanspru&te, denen d w h einen Enfrcnsrd des Samt- hofgeri&b teilweise enbprocben wurde W). Die Sa& wurde durch diesen Urteii keineswegs beendet. In der Foigezeit sehen wir Oidka eng mit Wieseä~z usammen8tehen. 1II erheben die Lollarer erneute Kiage und beuhweren ai&, daß die W i d e t r ,mit Hiife der G i e h e P fbrai aither- gebrachten Gebrad der Hute an drei P i ä h , unterm Han@hW"' ,in Aibm&uthu und ,Lollarar Wäiügenu Wrea. Sie bebaupkn, sie 8eien au! die Hute unkdingt angewiesen und müßten ihr Ooat vdamen~), wenn die BedrHngunO durch die Gießener und W i d e r anhaite, die mit 10 Herden mit Sdiafen und anderm Vieh die Hute betreiben . . ."I. 3 W. Mauers Xmtur. 8.78. ~StAD,am,a.mnIv.W. ' 3 B t A J A . ~ T~r 8 g~m afl t a . c t o ~ s 7 , X n X L P ) U m ~ d r o h t u n n u h d l e D 8 u b r i n p a r ~ ~ i C a n l D i t ~ ~ ~ einer Rute UII H.1Db.rl id er Altalatruta. dl. ihnrn vonmtb.ltan wurde (St A D. am, 1, Kono. 80). 3 ~ i c h e 1 5 n m . a Die W i d e r wenden sich entschieden gegen diese fnllarer Ansprüche und sagen, der Landgraf habe ihnen und den Uie8enem die umstrittenen Hutebeziriw zur Hege aufgegebeq in der Zeit der Gefangemdmtt des Landgrafen Philipp hätten -,die Loiiarer diese R d t e mgemaBt. 1580 verau&ten bh IUllarer nodimalri Efnllane in die Altenstruth d a d h zu gewinnen, da6 sie unter Hinweis aui den EnWdd von 1598 das Piandlangsmht verhgtea Die meßemr und ihre Mitmarker gestandeh ihnen aber nur ein Mithukre&t zu 9.D amals wurde erneut festgesteiit, äaß die Obrigkeit Qkr die Aitemtmth de in Hessen zustehe und nur die Mi~kerdbrtxuhoIzaiundsdl~darautntbeebellmbefuOtsefenY). Sollten die Loiiarer irgendwelche Frevler pfänden, daan hätten sie die Gelder nach GieDen oder Staufenberg abzuiiefern, heißt es im Vergieich von 1580 *). N a & h L ollar und #ein Oeridibbezirk 1585 ganz an Hessen gef6üien waren, gaben sich die Loiiarer und Daubringer mit den Zuge- standenen H u M t e n i n der Altenntruth zufrieden X). Die Auseinander- setzungen mit Alten-BuaeCk und den Herren des Busedser Tab aber zogen sich über daa gemmte 16. und 17. Jh. hin. Immer wieder muß Hessen sehe oberboirept bebnen, betonea, die d t e e n Mitmärkergemeinden die Aiten-Bwedrm und die Ganerbem in ihre S c h m b n weisen bzw. um dtc Rechte an der Awn8truth mnpfen q. Erst 15ü4 - inmk&en war zwischen den Ganerba des -er Tab und dem Landgmfh Lu&& W.e in gütiicher Vergleidi g&otmen wor- den, der H-es sen en-tig die Landeshoheit über das adeiige Gericht sicherte3 standen die Geri&tsherren von der Forderung nach Ober- hoheit Uber die Aitenntruth ab und erkannten an, aaß Hessen von alters her als Obermärker anzusehen sei. Die Ganerben behWten das Recht auf Niederjagä; die Hofunäen wurde. Der Verkauf blieb jedoch ein einma4rer Mtt und vemm&te die wirt- sdmtüiche FrageI die das Mitbesitzreä~at n der Aitenstruth aufwari, nicht auf die Dauer zu lösen. Zu Beginn des 18. Jh. drängten die Verhältnisse auf eine endgültige Lösung. Die Städte Gießen und Staufenberg betrieben nun die Vertef- lung der gesamten M a r k g e n p m unbeschränktem Eigentum. Ein Re&tsputachten, das nicht nur Beholdmngs- und Wei-te , sondern auch ,dominium pmprietatumu für Gießen ,seit altem praeten- dierteu,w urde zur Untennau@rung der Gießcmer WQlwheh slaneezogea. Es war nun die Sorge von Wieeedr und Alten-Busedc, da6 Gießen die Teilung nach dem BehoMgm@m&t erreichen kOnnte und damit ihren Weidgang emhweren und teilweise unmöglich madien würde. Au6erdem hatten Einwohner der beiden Gemeinden einen großen Teil der Acker und Wieaen in der Altenstruth als Streubeaitz inne, die bei einer Abtei- lung der Mark verloren zu gehen drohten. Diese Gtitet wurden nach einem Obembkommen des 16. Jh. immer g d e r t a bgegangen und aus- gesteint und durften erst behutet und üe!weiäet werden, wenn sie abge- erntet waren. Die von &X Teilung bedrohten Ocmdndslt kmühten 1705 die JwWenhkdtät der Universitgt Marburg, die ihnen in einem Gutachten bestätigteI daß Giei3en kein Redit habe, solcäe .uralte Mär- kereiUa ufteilen zu lassen U). Ais sich der Sneit irn folgenden Jahre zuspitzte und dem Landgrafen zur Entsdieidung vorgetragen wurde, faßten W i d u nd Alkn-Bu8edc ihren Rerhtsstendpunkt noch einmal wie folgt zusammen: 1. Die Altenstruth ist eine Märkerei und d e n al len Intereaenten und Mitgebräuchern gemein und gleich. 2. Kein Teil k6nne zeigen oder sagen, waar zu seiner Gemarkung oder Grenze geh61-e oder ihm erbeigentümlich zustehe. 3. Niemand hat darin einen besonderen Bezirk C Jährlich wird lt. Vertrag von 1575 ein MäikerdU oder Gericht ge- halten. 5. Kein Teil darf von sich aus die Mark zerreißen oder sich Bezirke der Altenstruth aneignen, die ihm durchs Los zugefallen sind. 6. Au& dürfen solche Bezirke nicht in die eigene Gemarkung einverleibt werden. 7. Es M auch keine Spur einer Grenze zu finden. '9 st A G, Akten Altul8tnlth. 120 8. Man könne daher auch nicht die Grenzadeidung verlangen, zumai vor 100 und mehr Jahren immer wieder Massen wurde, nie eine Teihmgvorniaehmen.ManhabezwarinbezugaufäieBehoizigung feßtgele@, doß Gießen 4/1, ~€!fK&, Alten-Bueedr und Staufen- je ' / T haben so l l e aber 9. mit der Hute und Viehtrift wird ea beim alten Herkommen gelassen. 10. AUe Teile gehen die Grenze gemeinsam ab und steiien einen Gemein- ~f~ an. Hute und Viehtrift werüen immer gemeinsam ab- geredet U). Darüber hinaus drohten Wiese& und Alten-Buseü~,s ie würden Weidgang und Viehtrift at#n dann weiter bemmmdaen und ausüben, wenn Stau- fenberg und Gfcßen die Teilung erreichen eollten, weil sie die6e Rcchte seit mehr als 100 Jahren hergebracht hätten. Im Ubrigen mü6ten teure Streitigkeiten im Falle einer Abteilung entstehen, weil die Steuer-Contri- bution biaher von den Wtmärkern gemeinsam entrichtet worden wäre. GießenbeugtesiQ~edauxidiesenaufaltmV'ertrilgeni3a8hmmden R&tsgründen und iie0 dar Verlangen auf Teilung zu Eigentum rpllaL Meilen EnWu.8 hatte auch die Finam~d~etr Stadt G k i h beeWluSt, die durch die Ankäufe der FerneWaldanteile9 erhebiich gestiegen war. Der Verkauf von Rechten, die d a n ur unter Schwierigkeiten für äie Stadt nutzbar zu machen waren und daher als BelastunO empfunden wurden, konnte hier eine fühlbare Erleichterung bringen. Diese Gründe bewog& auch den Landesherrn 15 Jahre später, seiner Stadt die Freigabe der Redite an der Alten8truth naditr&glM zu genehmigen, obwohl er als Obermärker befugt gewesen wäre, den Verkauf rückgbgig zu machen U). Es kam also 4i keinem Prozeß, sondern srhan im Jahre 1707 zu einem Kaufvertrag, d d o i g e die Stadt Gießen ihre Anteile an der Alten- struth "f)ü.r 1200 fi an die Gemeinden Wieseck und Alten-Buseäc ver- kaufte Im Vorwort zu diesem Vertrag heii3t es, daß sowohl die Regierung als andere MitWspemmen es sich angelegen sein ließen, diese Streitigkeiten In Gtite beizulegen '3. G i b b ehielt sich lediglich vor, den ,Hölzernbornu - wahrscheiniiä~d er ehemalige Dorfbrunnen der WQstung Altenstruth -, der unmittelbar am städtb&en Hangelstein-Wald Hegt, als Tränke für das Vieh mitzube- nutzen U). Ferner 8telIte die Stadt audrüddicb fest, daß s i d ~d er Kaufvertrag nicht auf die ,Fördmtmthu (=vordere Struth) beziehe, weil dort Alten-Buseci~ nie ,irgendeine Gerechügkeit gehabt habe und audi keinen G x w ~ a a g mitgetan hätte" U). Irn Jahre 1710 verkaufte auch Staufenberg seinen %-Anteil an Wies& und Alten-Buseds für 300 fl, eine Summe, die im Verhältnis zu den 1200 fl an Gießen als sehr hoch zu bezeichnen ist. Wieseds und Alten-Bus& hielten die alte Markgemeinschaft noch rd. ein halbes Jahrhundert achlecht und recht arn Leben. Dann verzichtete auch Wiese& und übertrug seinen Anteil irn Jahre 1752 an Alten-Buseds. Seit dieser Zeit gehört die Altenstruth zur Gemarkung dieses Dorfes. Von ihrer einstigen Existenz ist irn Voike nichts mehr bekannt. ihre letzten Zeugen sind die „StruthwieseUu nd der „Hölzernbornn sowie einige alte Grenzsteine - wahrscheinlich von 1707 oder 1710 - am nördlichsten Rande des Hangelsteins, wo der alte Weg von Wiese& nach Treis zog, die mit A St (= Altenstruth) und W (= Wies&) gezeichnet sind '3. C) Zusammenfassende Betrachtung der Markgenossenschaften Ohne auf die brennenden Fragen der Forschung über Alter, Entstehung und Wesen der Markgenossenschaften allgemein einzugehen, sollen im folgenden noch einmal die hervors-enden Merkmale der beiden Mark- genossenschaften, an denen die Stadt Gießen beteiligt war, in zusammen- fassendem Vergleich betrachtet werden. Fernewald und Altenstruth zeigten sich als Gerneinsdmften, in denen nicht eine gewisse Zahl von nutzungsberechtigten Personen die Genossen- schaft bildet, sondern zwischen den einzelnen Berechtigten und die All- mende die Dorfgemeinde bm. die Stadt als Ganzes tritt. Der einzelne hatte also kein persönliches, sondern nur ein von der Zugehörigkeit zur Allmendgemeinde abgeleitetes Recht. Aus diesen Gründen waren hier auch keine Sonderrechte oder erhöhte Nutzungen für gewisse Bevölke- rungskreise wie im Stadtwald gegeben 1). In Anlehnung an W e h e r L) stellen wir uns die Frage, ob die beteiligten Gemeinden urspriinglich freibäuerliche Gemeinden waren und als solche die Markrechte begründeten oder ob das R d t d er Teilnahme an der Mark aus der Gnade eines Herrn oder aus einem anderen Reaitstitel hergeleitet wurde. Die Erfordernisse einer freien Markgenossenschaft im Sinne Wehers glaubten wir in beiden Fallen ausschließen zu können, wenn auch im Falle der Altenstruth eine Mitwirkung der Hintersassen wahrscheinlich ist 9. Die bestimmende Einwirkung der Grundherren auf die Gründung der Markgenossenschaft ist vieimehr sowohl beim Fernewald als auch bei der Altenstruth naheliegend. Zeigen uns die überschaubaren späteren 3 FesMeiiungen bei Geländebegehung am 25. 9.1982. I) Siehe o. Kap. W,la S. 74 U. 85 ff. 9 M. Wellrner. Zur Entstehungsgeschichte der Markgenoesemdmften, miburg 10SB. 3 M. Weiimer. ebd.. 8.171. Wellmers Methode, die frühen Besitz- und Eerrsalafts- verhäit&#ein den an einer Markgenoesearrchait beteiligten Orten im einzelnen zu untersuchen, um daraua RUckschlUsse auf Alter und Wesen der Mmkgenossen- zu ziehen, kann in unseren Fällen wegen der mangelnden Überlieferung nicht nachvollzogen werden. V~~ deutlich, daß ein freies Verfümwmxht der betellisten Ge- meinden nicht gegeben war, so haben wir keine Hinweise dafür, da8 as in der frühen Zeit vorhanden gewesen wäre. Wie die jüngere Forschung die Entstehung der Markgenossemckften in eine Zeit verlegt, in der das Land infolge fortscheitender Kolonisierung rar geworden war und bisherige Nutzuqgsrwhte gefiihdet wurden - was eine -Ab grenmng und Sicherung der Nutzungesphflren notwendig machte') so konnten wir auch in unseren Beispielen wahrscheinlich machen, daB Fernewald und Altenstruth in relativ spater Zeit entstanden sind Beim ersten Auttreten in der sämWichen hrl iderung finden wir in beiden Adarkgemss~aftend ie jeweiligen Landesherren in der Rolle der ObermWcer, die sie wohl von Anfang an innehatten. Sie machen aber im wesentlldien nur oberhoheitliche Rechte geltends), treten als ScbMmichter in Streitigkeiten der Mä~kera uf und sdiiitzen die Mark- gemeinden gegen ~~e Ehgriffe von außen. Sie sich- natür- lich auQ den Bestand der Mark, indem sie jede hderung (Kauf, Ver- kauf, Tausah W.) verhindern oder von ihrer Gen- abhängig machen. Sie sorgen WeBlich durch Waldordnung, iiegung und Regelung der Nutmngen für den rechten &brau& der Mark und erhalten damit ihren Wert. Weder im Fernewald no& in der Altenstruth kann daher in früherer oder spaterer Zeit von einer vollen Autonomie der Mark gesgm- chen werden. Das Märkerding bzw. Markgericht regelte lediglich die innere Verwaltung der Mark und beschränkte sich darauf, Frevel in der Mark zu bestrafen. In diesen internen Angelegenheiten blieben gleichwohl die beiden Gemeinschaften verhältnhnäl3ig frei und unabhängig. Mär- keräing und Markrügentage wurden im Wemeinen in eigener Verant- wortung der Markgemeinden einberufen und durchgeführt. Abgesehen von der A-hase im beginnenden 18. Jh.9 sind keine wiiikürlichen Obegrlfte oder RefAtsanmaßungen der Obennärker fe&m&Uen. Ver- suche, sich irgendwelche Nutzummxhte in der Mark anzueignen, die Uber das hinausgingen, was ihnen als Landesherr bzw. Oberdhker 7adand, 9 ~ u . a . n u n T a a m i r d a r ~ : &uidwbrtubudid er Staa- 1. Bd., Plaiburg UQI, 8.858 f. ( M a l CoMtUltin V. Dictea). Fr. Liltge, Die AgrMcriunuie der frühen Mittelaltem 1x11 mltteldeutrcnen Raum, Jena m, s. al4 f. n. mtge, Deutiche s0d.l- und w w m h a t w ~ c t i t em,r n W , s. n i. E ct-W D e u m Bd . I, IL1Mnrter ml. S. 184 ff. A. Dopich, Die freien Marken in Deuisaand. Läpixlg 1m. 8. ft ~i&~ e l ~ m ear ,a. o., 8. MI ff. und pasinm. 9 siehe nim vermtnfi LPnderrhen-Anmend@: L. Zimmermann, Der OkonomfiKne Staat, S. ¶W ft X. Weimann, Landesherr und Allmend, in: Fcrt#hriit E. Brandenburg, Leipzig 109,s. 48 ft 3 Siehe o. Kap. iV, h 8. 108 L: Versuch dem Landgrafen von Ecriui-Dumrtadt im Jahre 1718. sein Eigentumue&ta n der Markgen- FerneWaid durch- Z W U e n . wurden nicht unternommen 3. Sie sind vieimehr bestrebt, die rrltherge- brachten Rechte und Nu-en der iüärkergemeinden zu sichern und zu bestätigen. Dies mag in unseren Fäiien d a d m geiördert woräem sein, daß wir im FerneWald bis 1703 zwei Obermärker voriinden, wQhrend in der Altenstruth bis zum Ende des 16. Jh. die hemme 0berhohdt nicht unbestritten war. Die Markgemeinden nutzten diese Ver1iH1tnisse von Fall zu Faii für ihre Zweäse aus, doch unternahmen sie darflber hinaus von sich aus auch keine Versuche, die Oberherren aus ihrer Steihmg zu ver- drhgen. Sie beteiiigten die Obermärker sogar an manden gemefnsamen Schritten oder baten sie um Rat in Angelegenheiten, mit denen sie aiiein nicht zurechtkamen; wie umgekehrt die Herren ihre Verfügmgen meist niQt ohne Zustimmung der Märker trafen, was besonders in HinsiQt auf die Teiihaberwhaft der iandesherrlichen Stadt Gießen verstllndiich wird. Diese Rüdcsichtnahme des Landesherrn auf seine Stadt wird ksonders deutiich, als zu Beginn des 18. Jh. MhlleOiich die Aufithng der bdden -Ma rkgen- heransteht. Der Lan- von Hessen-Darmstadt nunmehr sowohl aiieiniger und unbestrittener Oberherr d-er Marken als auch Territoriaiherr aller an ihr betei- Ortschaikn 3 kam den Wünschen und Erfordemhen Gießens hinsichtiich der Aufhebung der Markverhäitnisse entgegen3, indem er irn Faiie der Altenstruth den Gießener Verkauf nachträglich sanktioniertet9 und im FIllle des Ferne- Waldes die Aufteilung auf Bitten Gießens betrieb. 8. Die Aiimende an Ackerianä, Wimm und Wddsn a) D ~ SQc3 iäferei-GeseUsdicrftena ls Bebpiel fahrhunäerteiangct Allmendnutrung Die für uns aberschaubaren Gegebenheiten in der Gießener Gemarkung seit dem Ende des Mitteiaiters iassen vermuten, daß der beäeutendste Zweig der in der Stadt betriebenen umfangreichen Viehzucht echon seit der Giriindungszeit die Schaftmitung gewesen ist. Darauf deuten die in Gießen im späten Miikhiter stark tmhtenen Gewerbe der Leinen- und Tuchmacher, der Woilenweber und in deren Gefoige auch der Färber und Walker hin l), wie es die leider nur spiklich erhaltenen Gewerbebücher und Zunftakten Qberliefern3. Die Wollen- 3 Auch die Abgaben an die Oberherren hielten ddr in den ilbiiQui Gnn#n. Vom Nniewald wurde der Foirth.iu nach Gießen und Glalberg BJanau) geliefert; von Wnldwicy1) und Xdrern wurde ein R o & b erhoban, 1m Ubrlgea war der Bdl'k k~l i tr lb~th~&~x?hin.l lm dic Varhiltntrc in yuLlmorcn- . d u i t A l ~ t h . D i e ~ e n r n V 8 t r u t a ~ ~ M u k . P M n . I l a r d f n l r der Hcmmdmft rkuapnichtig. 3 Dka gut iQr Nniewald und Altwlmllth ab 11#. 3 Die Auihcbunp der M . r L p m w e nbpnah natüriich au& weitgehend denWUiudrcaiundA~tenderLandgrafendEat. ") Riet dch der L8Ildg?.i rohan in dic Voivarh.ndlUDgC!~I atn und unter- .t(ttzte dabei neben GießeP auch die Stadt s-t8 ufenherg. '1 H. Wilheimi, Namen, M. WO (Woikengssse Q.IK der W*). 3 s t A G, zunit.lrtcn. weber und Tudmacher besuchten regeImaßig die Fr- Messe; im Jahre 14S4 wurde für sie ein Geieitsbrief bei dtr Stadt Frankfurt erbeten 9. Sie mQssen es auch zu einem guten Ruf weit Uber die Grenzen der Stadt hinaus g e b d t haben, denn Landgraf m p p sämieb 1563 an einen Gießener Prediger: ,Ihr wiaset, das zu Gießen ein arbeitsam Volk ist, ab woinweber, fuhrleut, ackerleuth und andere 3'. Es ist daß die genannten Handwerkszweige in Gießen des- halb so intensiv W e b e n worden sind, weil ihnen der ELohstoff Schfwoiie an Ort und Steiie in ausreichendem Maße nir VeFmeune stand. Diese Annahme wird durch einige F1umamen bestiltigt, die sich in der Feldmark Oicßens erhaiten haben: ,SchafinW an der Wieseäcer Grenze auf der Ursuium, ,SdmfshUu unter der Hardt, ,S&Uerbrunnea' am Rodtberg in der ehemaligen A&tätter ElurL), ,bei dem Schafdoktor" zwhhen Bachweg und Lindeser Hege im ehemaligen Seibmer Feid 9 und ,vor der Waidpiorte bei dem hemch&Uchen ScnaistallY3 . Leider fehien für die Zeit vor 1500 konkrete Belege für die Srhafzucht in Gießen; aber eine Notiz von 1537 weist auf ihre Bedeutung in jener Zeit hin: Der Bürger Jürgen Swaienberg zu Brakel (Kr. H6xter) verkaufte an den Bürger Jakob V. Nuheem zu Gießen aW) HHmmcl und tibernahm die Bümämft -9. Die früheste Nachricht aus den stildüdmn Akten M aus dem Jahre 1572 Uberliefert9. Dem das von ,alter Oewohnheita und ,herge- brachtem Gebrau&* spricht, M zu entnehmen, daß die Sdmfweide im städmen Waid eine Aiimendnutzung war, für die die Stadt von jedem Bürger (,Schäferherrnu), der Sdiaie hielt, eine Gegengabe veriangte. Der Waid stand den Srhafen nur im Winter wHhread des Sommers war man dein auf die Weideberethtigung in der Feidmark und hier besondere auf die Koppeihuten angewiesen, wozu im Winter nattirii& noch die abge- ernteten Felder kamen. Der Abgchhiß des SpHtmitteiaiteriichen Wtishmwmrgangs, der Beginn der iinearen GrenzCestieguns gegeniiber Nachbamemarkungen und die Ver- mehrung der Stadtbevölkerung führten im Laufe des 16. Jh. zu Verhäit- nissen, die eine Ordnung der S&afhaitung notwendig machten. So wurde im Grenzvertrag mit W i d 1 519 auch das , P f d e n und S&aflager" auf den -den Fiurstüdcen geregelt 9. Im Jahre 1581 kam es zu einer SthMerei-Ordnung, die vom Stadthaupt- mann Caspar Mutzbar gen. MüchUg eriassen und von Btkmrmeister und Rat verküudigt und vorgelesen wurdea1). Die maßgebiiche Mitwlr- 9 Wspaimr .. . , 8. U. 9 K G=, Ut.bai, 8. iö% 3 B. Wiiheimi, Nunan, Nr. W, 8SO und W. 9 StAG. Kutcarldwn d u mit mein-Llnden unuh'itienrn .CenUwinbedrkr* (deheuKqp.VI)8urdsmAnfu1gdcriB.Jh. 3QUB MI. 9 8 t A M , ~ ~ t . 98tAG. 7 3QVBI&lBOlit *)8tA G, kung des landgräflichen Beamten macht wahrscheiniich, daß auch die Herrschaft in Gießen Schafbltung betrieb '3; das Oberf&dmtum besaß um 1610 145 Morgen Wiesen in Gießen '9, und Zimmermann M t e t , d af3 die landgräfllche Finanzverwaltung schon im 15. Jh. zahireiche Schäfereien unterhielt I ) . Im e h d n e n bestimmte die SWerei-Ordnung, die von sämtiichen ScMI- ferherren ,verglichen, abgeredt und M o s s e n u worden war, daB für den Eintritt in eine der 4 -den Schäfereien verschiedene Bedin- m e n z u erfüllen waren. Neben dem üblichen Eintrittsgeld - 1 Taler B 31 alb., '1s Viertel Wein oder dessen Geldwert, 2 neue SchamOrten und dem Anteil am Weinkauf bei der Schäferverpflichtung - mußte ein be- stimmter Besitz an Grund und Boden na-ewiesen werden. Wer weniger als 5 Morgen Land besaß, durfte tiberhaupt keine Schafe halten. Darüber hinaus war die Schafhaltung auf folgende Besitzgröße besauiinkt: Wer 5 Morgen hatte, durite 6 Schafe halten n 8 n n ,, '1s Viertel Schafe und nicht mehr aalten n 15 n n ,, W Wmfe (= ein Viertel) und nicht mehr halten n m n n ,, M) Sdmfe und nicht mehr halten Bei 15 Morgen durften nicht mehr als 2-3 Morgen gepachtetes Land sein; bei den an- Größen galt Entspreämndes. Der Besftz konnte Adrer, Wiesen, C3ärten und Wingerte? umtarisen. Auf ein Viertel sbfiaie 0 mußten 2 Morgen A&erbngl brach l i e m bleiben. Die vorge&wiebene Morgenzahi durfte sich nicht auf die gesamte Gemarkung verbiien, son- dem mußte in dem Gebiet (Quarüer) liegen, in dem die Sddüerei Hute- rechte hatte. Kein Schäferherr sollte Tiere zur Herde bringen, die einem anderen geh6rSen; Sdiafe von Ausmärkern waren überhaupt acht mge- bimsen. Dar Tausch von Schafen von einer zur anderen Herde war ebenso untersagt wie das Hüten auf fremdem Gebiet. Besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge widmete man den Schäfern, ihren Knechten und Jungen. So durfte ein Pachtsdiäfer llls Viertel, ein SUerhauptknecht 1 Viertel und ein Schäferjunge 'Ir Viertel eigene Schafe halten, auch wenn sie selbst kein Land besaßen. Jedem Schäfer mußb der Lohn rechtzeitig gezahlt werden, sonst konnte er ein Pfandrecht an den Schafen in Höhe des Lohnes geltend ma-. Aus dieser Schäfemrdnung können wir Verhältnisse und Formen heraus- lesen, wie sie seit langer Zeit bestanden haben müssen bzw. sich im Zu- sammenhang mit der Stadtentwidciungh erausgebildet hatten. '3 GUB m. 9 st A M. s n. - iein genauc. veraionir a e m r wiam bringt du samuca von OberhcMn von lS87 (St A D, S.lbu& Oberhenen von lS87, doL %). U) L. Zimmamcrnn. Der 8 L o n o m S taat, 8. %U. U) Weinbau ist in Gi- vor aiiem auf den Turppcp dieö#~eits und~ jdaoeits d a Lahn (selturberg. Rod- und Hudt) bl. wdt inr 16. Jh. Plan des Stadtkerns aus dem Atlas V. Chr. M. Pronner (Mitte 18. Jh.) mit den Umrissen der Festung, den ,Stadtquartierenn und der Lage des alten Burgbezirks Karte Nr. 12 Die als HMgrenze für die Bemessung der W a f e festgesetzte Zahl von 90 Morgen deutet auf das alte Allmendrecht der einzelnen Hufe hin; durch die späteren Teilungen wurden auch geringere Morgenzahlen zugelassen. Dah mußte ein Mindestbesitz na-ewiesen werden. Der Landbesitz mußte im Gebiet der Schäferei liegen, durfte sich also nicht auf die e r e Stadtmark verteilen. Diese Bestimmung Iäßt sich auf die Zeit zurück- führen, wo jede Schäterei nur einer Gemarkung zugeh6rt.e. Sehen wir einmal von den Meineren, hofähnlichen Siedlungen Läufertsrod und Didolshausen und dem wahrscheinlich lang vor der Stadtgrthdung verschwundenen Ursenheim ab, so ist die Stadtgemarkung im wesent- lichen aus folgenden Teilen entstanden 13: Gemarkung von Selters, Gemarkung von Kroppaa Gemarkung von AdU3tat.t und dem ehemalig (gnuid-)herrschaftlichen Feld- und Wald- besitz. Jede dieser Gemarkungen hatte ursprünglich eine eigene =&erde, die von den Gemeindebürgern bzw. der Hemscbaft besaiickt wurde. Die 4 genannten Bezirke aber entsprechen demiich genau den 4 späteren Quar- tieren der Stadt, wie sie sich in mancherlei rechtlicher und -&er Funktion bis ins 19. Jh. erhalten haben: Selterser Gemarkung entspricht dem Seltersporter Feld Kmppacher Gemarkung entspricht dem Neustätter Feld 17) Achstätter Gemarkung entspricht dem Wallporter Feld HerrschaftUche Besitzungen entsprechen in großen Teilen dem späteren Neuweger Feld. Auf einer Karte aus der Mitte des 18. Jh. werden diese Bezirke n a h ,olim Astheim, oiim Selters und olim Grobachu genannt?. Da si& die Be- wohner dieser Dörfer im allgemeinen in den Gebieten der Stadt nieder- ließen, die ihrem verlassenen Siedelplatz und ihren Feldern am nächsten lagen, bildeten sich auf diese Weise nuiachst 3 verschiedene Stadtviertel heraus?, die auch in der Feldmark eine gewisse Trennung aufrecht- erhielten. Wenn diese 'iYennung auch im Laufe der Zeit weniger h a r t wurde, so war sie d a h so lange notwendig, ais das Bewußtsein der ehema- ligen Herkunft und überkommenen Rechte aus der alten Dorfmark inner- halb der Stadtgemeinde lebendig blieb. Eines der wichtigsten dieser alten Rechte war das, auf der ehemaligen Dorfalimende bzw. den Koppeihutbezirken zu hüten und zu weiden. Dieser AUmendgenuß sollte neben den eingewanderten Bauern auch den Biirgern der Stadt zugänglich gemacht werden. In diesem Zusammenhang kommt es eur Ausbildung besonderer Personenkreise innerhalb der $roßeren Ein- wohnergemeinde. Später entwickelten sich daraus die einzelnen Stadt- 3Siehedazuimeinzeiaeno. Kap. X I & b. 9D er iueh der und Stadt zu gelegeme Teii d a Nemtädter Feida wer ehe- malm huma.itlcher Grund und Boden, vor .2lun, =weit er von den Ho&- wanßern der Lahn ständig betroifen wurde (Idehe 0. Kap. III, a S. U U. 22). 3sieirsKprtCNr.U 3 Die bauIiche Awdehnung innerhalb der alten Stadt bsrrtlltigt du. bezirke - in Gießen innerhalb der Mauern Quartiere, außerhalb Felder genannt -, deren Bewohner auf der gleichen Allmende we!iden durften, die einst dem ausgegangenen Dorf gehörte. Hier WeDt sich der Kreis unaerer Betrachtungen, der aber das Wtlst werden der Siedelpirrtze, der Koppelhutverhältnisse mit Nadkbargemein- den, der s t ädmen Allmende in Wald und Feld ein -enk und voneinander a b w e s B ild der Ausbildung und Eatwlcklung der Gexnarüuag zu geben vereudite und dabei zeigen wollte, weiche Rechte und Nu- dft Stadt und ihre Einwohner am gemeinsamen Grund und Boden hatten. Die S&Uereigesells&aften bieten uns9 obwohl sie erst im späten 16. Jh. ha Licht da Uberlieferung treten, die Möglichgeit, Reditsverhältnisse der Ailmende und ihre Nutzung in der Frühzeit der Stadt zu erkennen. Selters9 Kroppach und A-tt harten aUmählich auf zu bestehen. ihre Bewohner zogen zum iiberwiegenden Teile nach Gießen; vom dort aus wurden die Adrcr weiter bebaut, die Wieaen geadht, die Weideh behütet. Von hier wurden auch die Sduafe weiter auf die seit altem aüen gemein- samen Hutungen getrieben. Die epäter zu ,SdWerhemen a ~ n ~ " früheren Dorfbew~hnertQ hlten ridi nadI geraumer Zeit gpnz der Stadt Gießen oder besser dem Stadtviertel in der Nähe ihres ehanalUm =edel- platzes zugehörig. Nach und nach verlor dch dann audi das Bewu6tsein der besonderen Gema~kungd, ie ohnehin in jener W~~ noch nicht als starre Grenze ausgebildet war. An den alten nutzbaran Recnten, vor allem, wenn sie wie der Sädkieb 1ei-t waren, warde natür- lich z4h festgehalten; ebenso an dem genoaemhfUchen Vmb8nd, der durrh Landbesitz zusammenqewadyen war und die Sdmfzm%t gemehwem betrieb. Im Zuge dieser Entwicklung sind die alten Dorfmarken bald zu Gießen gerechnet worden; aber es ist erstaunlich, da8 die AUmxhArice d a ausgegangenen W e r n icht in sUIdtbchen Besitz mmc91 sind. Wo wir Grundbesitz der Stadt vor 1800 außerhalb d a großen Stadtwaldee und seiner Rodungen in der tibrlgem Feldmark, d h. im Scltawoder, Wailporter und Neustätter Feld f e s m u nd nachweinen kbnen, han- delt es si& nur um relativ kieinen, -enden Streubesitz, der si& niht auf ehemaiige Doriallmnnde einer C h b w b W ~zw ü&- mai.en ioßt. Diese DorhUmeden idnd vieimehr als g O ~ t b e d r l c ein der nun vergrößerten Stadtgemarkrmq weitergenutzt worUen. Es muß &bei die Frage offenbleibea, ob sie ab solche iIciion vorher bestanden oder erst aua der Allmend nach dem Aufgehen der Dörfer in der $tadt si& g e b W haben, weil einige mitbexxdttigte Einwohner auch in die NadibardWer abgewandert dnd 9. Die Koppeihuten blieben bis ha 19. Jh. die wi&tiesten und eräßhn Wdde- gebisG der m e d i d a f t e n . So hütete die Seltem~~rtGer d - schaft im Gebiet zwischen der Lindeser Hege und den Bachwegen, die Neusatter Gesebchaft auf den Koppelhuten der Hardt und an der Krop- pach und die Wailporter Geselischaft vornehmlich auf der Gänsweide an der Lahn m). Die 4. Schaferei, die sich später Neuweger Gesellschaft nannte, war ursprünglich - wie bereits cTwahnt - in hermhamcher Hand und somit auch auf den iadehmiichen Besitz um die Stadt angewiesen"). Mit der Vergabe des größten Teils seines Grund und Bodens an die Bürger seiner Stadt und dem Rüdqang der landgrtlfiichen Eigenwirt- schaft ist denn auch diese Schäferei in den Besitz einer Personengemein- schaft übergegangen, deren Glieder sich im sogenannten Neuweger Quartier (früher ,in der Ringmauer") angesiedelt hatten. Das Gebiet des Neuweger Feldes im Osten der Stadt, auf dem diese SdWerei ihr Weide- rerbt hatte, war der Bezirk mit dem größten zusammenhängenden land- gräfiichen Besitz in Gießen bis in die newste Zeit =). Hier lag auch der große Stadtwald, einst landesherrlicher Besitz, der dieser SdWerei sicher schon seit ihrer Entstehung zur Veriüeung stand. Na& dem Aufgehen der WüstungSnuren um Gießen in der vergrößerten Feldmark hat ihn die Stadt auch den anderen 3 Sdiäfereien geöffnet, worauf uns die oben erw!Umte Notiz von 1572 hinweist 9. Die Schäferei-Ordnw von 1581 muß für eineinhalb Jahrhunderte von der Stadt und den GeAk-haften beachtet worden sein. in diesem Zeitraum hören wir nichts von irgendwelchen Auseinandersetzungen. Lediglich im Jahre 1695 kommt es ni einem Streit der Metzgerzunft mit den ScUüe- reien, der uns *tue R ü ~ u s S aeuf die frUheren VerhUtnisse ennög- licht. Die Metzger beru!en sich darin auf einen Brief von 1578, nach dem jeder Metzger B0 Schafe auf die gemeinsame Weide treiben dürfe. Es ging ihnen dabei in erster Linie um gentigenden Vorrat an HammeHleisch. Die W e r e i e n entgegneten, damals habe es 5 oder 6 Metzger gegeben, jetzt aber seien es bis zu 50 Metzger. Dies könne das Feld unmöglich ertragen. Um beiden Teilen zu helfen, kam man schließiiü~ü berein, für die Metzger einen Nebenpferch einzurichten, in den dann unter der Auisicht der Ge- sellisdiaiten soviel Hämmel zu treiben wären, als das Feld ertragen könneP). Diese HIlmmel sollten nicht an Fremde verkauft, sondern den einhehkhen Metzgern durai die Gesellschaften billig überlassen wer- den m). Wir sehen an diesem Fall, daß die Gesellschatten im 16. und 17. Jh. als Verhandlugsparber in SdWereifragen selbständig aufgetreten sind und V-ewalt über gemeinsame Sümfweidebezirke hatten. Dieses freie und zweifdas althergebrachte Recht der Gmeb&dh wurde audi durch dae umtessende und whbdmMch einschneidende Reglement dee Landgrafen von 1721 nicht einer-; ja die Sdigiereig- und die Schafhaitung werden darb nicht einmal erwähnt. g s t A H , 7n:1 118) erhielt der Landprafia Oießenefl , 1 Tornuri, 6 Ee11u Garten- zlnr. Meaer Zinm bezieht d& wahr~&dnll& auf du sog. .-du, wo imi noal Zlawn für 6en idndgrrkn erhoben wuräen (GUB X, MWI). Siehe dazu auch Anm. U und Kark Nr. U. P) Solche Bezirke wurden auf der ,,Eardr<, fn der J&&iuauweY und an anderen orten eirIgeri&tet. P)StAG, Den Anstoß gab im Jahre 1770 ein lmdgrä5iches Gutachten, in dem U. a. vorgeabiagen wurde, die Schafweide seitens der Stadt zu verpachten und die ,4 starken Schaiherdenu mit ihren Pferchen zu versteigern, um die Schuldenlast von W000 5 senken zu kamen "). Abep erst 1779 wurde die Stadt aktiver und verlangte von den Scbäfereigeseliwhailm, ihren He& im Spätjahr ,auf die mageren WUs&en Wiesenu zu stellen. A-an soiiten für jedes zur Herde getriebene Stüdc Schafvieh jährlich (1 Xreuzer an die Stadt geeahlt werden n). Als die Geseiisdmfbmliesem& muhen der Stadt in den nächsten Jahren nur zögernd und unvoiikommen entspradien, war es kiar, daß die Stadt nun bestrebt sein würde, die SchUereien aelbst zu übernehmen. Ein echter Erfolg, die Rechte der S&äfereig- m beschneiden, gelirng der Stadt jedoch vor der n a p o l e o ~ e nZ eit nicht mehr. Die Ragfenmg ver- fügte ledigiidi 1808, dai3 in Zukunft für jedes nir Weide gehende Schaf eine jähriiche Abgabe von 12 b.9 gezahit werden muMe; Das erhtihte die Einnahme der Stadt nicht unbeträchtiich, denn 1806 hatten die einzeinen Schäkeien immer noch folgende Bestande: WaUporter Sdiäferei 31 M t i g t e 562 Schafe Neuweger M 34 W 575 , Se r- rn 34 U 575 , Neustätter ,, 32 s# W Die rd. 2300 W e 9 b rachten der Stadt jähriich etwa 460 5 ein. Mit -diesem fha&eUen Fortschritt gab sich die Stadt bald nirht mehr zu- frieden. Die geänderten staatiidien Verhältnfsse und die neue Gemeindeordnung von 1821 ver- sie, die gruncEsatellche Frage aufmwerien, wem'das Shfweidere&t iiberhaupt zustehe: den ScMüereQeseikhaften oder der Stadt? Es istiaieselbeF 'rage, die jeden Streit um Aiirnendrechte im 19. jh. durddeht: Steht die Nutzniehing an der AlImende der engeren &mssen- xhft (Real#emeinde) oder der gesamten Einwohnerschaft, d. h. der poii: tisdien Gemeinde zu? inzwis&en var die Zahl der Sdiafe infolge der unsicheren Kriegdten, der erhtihten Unkosten für die Sdiafhaiter und durdi das strikte Verbot, Schafe in den Wald zu treiben, erhebiich zurückgegangen. 1828 waren es noch rri. 1800, aber 1833 nur noch rd. 1300 Schafe, die in Gießen gehalten wurden"). Gegen Ende der 20er Jahre drängte die Stadt auf ehe Ent- scheidung der Regierung. Sie wies darauf hin, daß das Nutnuigsrecht an I) St A D, Xiii, 1, Xonv. 5. M) St A G, -kn. I)lU(Guiden) - (10RrcPau. 9K . GItWner, Oie&&, B. SI: 1781 eihlk man in Gießen nur l575 Schafe. *)In den --enden 5 Jahnn war e8 zu den m d e r t e n größeren StCeitigkaitea der Stadt uPd den gekommen.-4ußerQem hatte üie Stadt cdnfsa g&ke Wd4''UW.e. m U. a. bfe alte KoppaiBut ,Däns- weide" (siehe U Kr@. iV, Sb 8.1U H.) und den Bezirk de8 damais niedergerhWnen OPlgonr an der Kuncla LmdrtraEa an Bürger d a St8dt zu pri- ßigtn- turn verkauft. .." . L-'; .., ,_ , a- .-, .. ,... .. . - ' ?: . der Weide allein ihr zustehe und dai3 sie im Interesse &er E w e r auf eine aligemeinere und bessere Nutzung achten rntbe. Die bisherige Ord- nung habe einen Teil der Einwohner privilegiert, die andcmm aber leer ausgehen -1 Daa Paä~teelä werde nicht für bemümnte Weidwlätzc, sondern für da st - in der gsiemtcpi ~~ e n ~ W . e s d a ~ v i c l m g ~ , ~ d i C s t . d t ~ a u ~ ~ ~ Verpachtung großercb hawkile Vorteile ziehen. Der Lan-err erkannte den Reditsanspnich der Stadt an und forderte sie auf, eine 1Lnderung im Sinne der Gemeindeordnung amustreben. ZUnadwt veruuchte man von seitan der Stadt, mit den Geselkhaften zu eher OrrtMxm EbUuw zu kommen, indem man eine neue, den verän- derten verhlil- auepa6ts schfifcni-Ordnung eachtan wollte. Als dieierr vorheben Sm Wfdemtaud der er^ 8dledtert8, erlcuirte die Stadt 1890 die ~ e r ezu ifhr~em Eigentum, Mlndigte dell schue- reien für das kommende Jahr und beabsichtigte, eigene SMifereien zu begi4Pden U). Sie hatte je-doch die beharrliche Kraft der 4 acsellsdiaften untersch&tzt, die jetzt nicht nur mit einem Rmeß, sondern sogar mit atkrm Gewalt drohten, um ihre R d ~ t zeu verteidigen. Im Falle die Stadt ihren Grund- besitz den vcroperren würde, wollte man apii den eigenen Giiterstüdren der Schäferherren die Schafzucht weiterbetreiben. Trotz iffentiicher Aufforderung meldete sidi -Ueb nie- mand zur gesjlanten städtbä~enS dkäkei an. in dieman ~ e i d ~ Stadium versagte auch die Regierung der Stadt die notwenäige Unter- stitkunp: S b kbne wohl das landesherrliche Privileg für die bisherigen Sch -fit zurW&&en und damit gleiches Recht für alle Bürger herstellSn, sie habe aber xm& ehgehender Prlltuirg Akten feststellen müssen, daß eine Weidebem&ügung der Stadf,&dit W e - wiesen iei Wenn sich die Stadt also jetzt ein Recht ge-g611über ilen Gesell- schaften anmaße, das sie nicht beweisen konae, so d c* Ausgang eines Prozeaseil sehr ungewiß sein. Die Regierung empfahl daher der Stadt, mit der von ScMlfereigdtachaften ainllehst rn war- ten, einen Prozeß tunlicht zu vermeiden und im Einvcra- mit den OewllsaiaiknzueinerbgfWgenLooungzugeiangen. Die hemeits blieben nicht untitig und bemühten - ebensowied ic s tadt -d ieJur i s t en ,umüw~te~egenundzu beweisen. Sie fußten vor allem auf der nur &wer widerlagbaren Be- hauptung, daß .die Schiüereicorporationen seit undenkkhen Zeiten be- d ü g t wären, X&, Wiesen und Trffkn der Gemarhw Gießen mit ihren Schafen zu behiitenu. In diesen Auueinan-en wfsd deu- daß allen B & d i i g b die hi8torieche Entwidclung nicht mehr bmmBt war und iniolge Fehiena säuütlirher üeweieMiäce3 nbmnd &her win ~te,einmPmaaßcrdolgrairhzubeendeaSoeinigtemruirSfh~aut e f n e n e u e ~ ~ d i e ~ ~ ~ M o d i t l l i E . t i o n s n e n t am3.12 1844 wfrksam.irnirde. InihrredudertemandicZahlderSdllllk i n d e n 4 ~ a u f U ) 8 0 3 . F e r n e r ~ u a . b e e t i m m t , d a ß ~ Zuhinft jeder Bürger zum Eintritt in eine oder naehrere öereü~tigate i, äer Weenden Gnmdbedtz mchwehn khne: WLrlTeii 3MorgenimFad,woereintrltt,oder 8 , inderGesamtgemarkung m 2 T e i i e 6 , imFdd,woereintritt,oder 10 , indert3emntgetrIarkung Für3Teiie12 , imFdd,arr>ereintritt,oder 30 n indar-kwz Für4Tsile24 imFeid,woeredntritt,oder 40 , in der Gemmtgemarlnrag Für 5 Teiie 48 , im F d ,w o er eintritt, oder 60 n inder--- Für6Teiie96 imfeid,woereintrStt,oder 180 , inderGesamtgemarkune Etn Tdl (Schafe) bedeutete im Neuweger und Seltmwrter Feld 4 im W;PUparfaruod~Fe ld8S&afe .Esdurf tenjedodi ine inFe ld nidit mchr alr a0 Sehede von einem Teiinehmer getrieben werden. Das EintriWeld für einen Teil betrug 2 fi. Sllmtüche SäkUxeien zehitm jährw 8@0 fi an die Stadt, seibst wenn sie weniger ab 1088 Schab in8g-t hpalten. Jeder Bere&U#e hatte jghrli& 1 f l und */t Mal~ter ~rriehta~ n sehe sdas fed zu zahlen. Daa Pk&redlt tRIPds- n adl der AnaPhl der AnknQ vergeben (1 Teil = 8 NIIchte, 3 B 6 6 t e u m.). Die Sdigier durften keine eigenen SdiafemehrhrlkiaLIbrmiLnbntnagendieMitoÜederderOeaellsdrattzu glrsirSKamileadlleAnordnung(111innerhalbdeoOtseLlschottenrallten d i e 4 ~ ~ , i h n e n s t a n d a i n M r e L t o r v o r . ~ e n d i e c i e r Ordnung mußtaa Mn der Stadt genehnw werden. Ei iWb-rSar arkmxm, daß mit die8eu neuen Ordnung nicht viel gewonnen war. Die SchohReide biieb ein Voxmcbt der großeFen Grundbesitzer, denn MögUMwdten der Tdlnirbme waren ntdit we8emüich emdtert war- den. AuQ die Wümhe der Stadt wuFdsn kaum genUend befridW; vor ~ ~ ~ d i e ~ 9 P e Q t e d a l s v i e l x u g e d n R d m a n s i & lei&t&&mn ) ~ o a ~ tdea,6 manbei Sdrlidesei in eigener Regie mehr ab d a E ~ d i a I K t 6 ~ i f i r d i e S t a d t e r ~ ~ Es W daher varr60rmdUch, da6 die Stadt weiter sehr bemciht war, sich den Bsidtz der &Wm$en zu dch- Ein Guta&ten von 1848 riet noch einmai dazu, bei der -m d i e ~ u f h e b Y n q ~ P r i ~ M r d i e ~ ~ ~ ~ ~ ~ ) . r ) I a ~ ~ t r r i r d l . z . äber l(l ehidab.rdi8marküchg~unken. Die ~ W ~ v e r ~ d i . I L . < h i r b r u n l d r r S c h . i . . r q ~ h . ä l & ' M . - f c E ) ~ l w ~ ~ M ' " ~ ~ d i e S t r d t .ornjawnamnMimmnuIiL Das ~ 4 a r m s t ä d t i s c h eG esetz vom 7.5.184S betr. die Aufhebung der Sämfweideberec4t4gun8 auf IandwWdmMtchen Böden schien den Wün- schen der Stadt entgegenzukommen. Auf Grund diesen Ckwkea entzog der Staat 1851 den Gese ikh f tm das Huteredit auf den ilrkaibhen Wiesen; 1853 verbot die Stadt riech der Waldweide auch das Behüten der Mebviertei durch die Sdaäfereien. Aber aiie diese Maßnahmen erreichten nicht ihr ZieL in zwei umfang- wd&en rechts gutachten^) wurden 18S2/53 die entgegengeaekten Stand- punkte der beiden Parteien an hodiskr Stelle vome&agen. Vergeb- Versuche im Jahre 1857, den OeseUxSxaiten ihr Redit durch einseitige Kündigung zu entziehen, führten s&iießiich 1860 m einer unbeirietcttn Verlängerung des Pachtverhäilt;nissas der Gesekchaften mit der Stadt auf der Basis der Ordnung von 1 M . Es waren dann zu Beginn der 80er Jahre wohl eher zwingende 6ui3ere e-n als redrtiiche oder finanzielle Emägmeen, weldia die end- güitige AUnüeung der SdWerefeeseiiachaften und den WepEell ihrer Weiderechte brachten. Hierzu zählten die Aufhebung aiier Miherigen Koppelhuten, die Nutzbannachung anderer wüster Piätze, das stikdahe Wa- der Stadt, der Rüdrgane der LandwM&m?t innerhalb der Gexnarkung, die Zunahme der Staiidtlngune, das SSfnken der Woiipreise und die damit im Zusammenhang stehende Neigung M r h am - herren, ihre Schafe abnischaffen. Noch bevor die Stadt den Clesdkhaiten auf den 1. 3. 1883 gekündigt hatte, iöste Si& die S e i m r t e r &hMerei freiwillie auf. Die 3 restiichen GaeU%&a baten aus Gründen um einen 5fährieen Aufschub, ohne dabei mit einem Wort auf ihre früher vorgebrachten Weide-te hinzuweisen. Der AyissSrub wurde ihnen gewahrt. 1887 traten die Gesehchaften noch einmal an die Stadt heran und ersudr- ten, ihre Schäfereien fortsetzen zu dürfen. Zahlreiche Kiefn-Grund- besitzer, denen ca. */id er Gemarkung gehörten, wandten sich -er- gegen das Verlangen der Schäferherren. ihr Prote~tu nd ein neues Gut- achten ver-ten die Stadt, das Gesuch der StM&m&- abzuiehnen. Die endgüitige Kündigung seitens der Stadt zum 1. 4. 1888 und die An- weisung an die Polizei, jede weitere Hütetätigkeit von diesem Zeitpunkt an notfaiis mit Gewait zu unterbinden, brachte dann d a ao di dan lange drohenden, aber bis dahin vermiedenen Rnneß. In einer großen Protestversammiung beaufhgten die SdWerherren am 1. 2. 1888 ihren Direktor Louis FTett und die Sahmeister K. Rinn (Neu- weger ScWferei)),C hr. Haubach I. (Neustätter Schäferei) und Fr. S M (Waiiporter Schäferei), den Pro& gegen die Stadt zu Mhren. ihr Antrag, die Stadt W Zurüdmahme der Kündipung und aUer anderen Maßnahmen gegen die C3eaellsdiaiten m v w e n u nd sie zu veran- *)PM von ~ e r i c h t m a tR 0Mnth.l nlr die Btidt verfa6ta Olltimtan umm6t 110 (I) handgcKMebepe <m (St A G). 186 lassen, den Besitz und die Rechte der ScWfereien anzuerkennen, wurde am 1. 5. 1888 vom Landgericht Gießen abgelehnt. Am 28. 5. 1888 wurde auch die Berufung vam Qbaplandesgericht verworien. Es sollte eine erneute V-ung vor dem ZaDdgeFJnht in Gießen stattfinden, die aber nicht mehr aistande kam, weil mnn ioawisdien in Vergieichsverhandlungen eingetreten war, die am 1. 11. 1888 zu folgenden Vereinbarungen mwten: 1. Die Sdiäfereigemlkhaften erkennen an, dai3 das von ihnen ange- sprochene und in einem Beaftzpmzesse bei großhermgl. Lan&gerlcht hierselbst geltend gemachte Weiderecht mit dcm 1. 12. 1889 sein defi- nitives E W eM e n s oll. 2. Mit diesem Tage werden sich die Oesellsdtafhn au!lösen und, bei Meidung der gesetzlichen Strafe und einer Konventionalshfe von 100 Mark für jeden übertretmgdall, sich fernerer Ausiibung ihrer er1- Befugnbe für sich und ihre Mitglieder enthalten. 3. Die es^ zahlen für die Zeit bis nun 1. 12. 1889 noch ein e i n t w e s Weidgeld im seitherigen Betrag. Es steht j e d d den -frei, auch bereits am 31.12.1888 aufmhOren, in weichem i?aii sie &W eidgeld tiberhaugt nicht zu zahlen brauchen. 4. Die MWemigesellwhaften iibernehmen die Kosten des schwebenden Pnneeses einsWiei3lich der Kosten des Vergleiches. 5. Dieser VezgZeich wird am 1. 11. 1888 zu gerichtlichem Protokoll gege- ben. Der Vertreter der Stadt behält sich die Genehmigung des Ver- gleichs durch den Stadtvorstand vor. 6. Die Stadt Gießen ist damit einverstanden, daß alle Strafen und Rügen, die seit dem 1. C 1888 wegen unbefugter Fortsetzung des Weidereaita für die Geselkhafh bzw. deren Mitglieder entstanden sind, d e r - geschlagen und laufende Anzeigen nicht mehr verfolgt werden. Dieser Vergleich, der nicht nur dem Reehtssbndpunkt der Stadt, sondern auch ihren fümmhiien Wüns&en weitgehend entspraai, beendete eine Allmendnuhng Ber Bürger, die, wie wir gesehen haben, siCner in die Frühzeit der Stadt zurüüwekhte und ihre Daseinsbereüa- zäh bis in die jüngste Vergaagenheit verteidigte. Von nun an verpacbkta die Stadt die Schafweide in der Gießtner Gemar- kung an Privab&iSfer. Wenn auch die Zeit einen merklichen Rtiücgang der mit sich brachte, so weiden doch noch in uneeren Tagen 2 grö8ere Schafherder~in der weitläufigen Gießener Gemarkung,d ie mit ihren vielen Feldweg- Triften auf steinigen Lahnterrassen und manchen ödlandereien den Schafen noch genügend Nahrung läßt 9. t b) KoppelhutuwW1tnisse mit Naäbbavgemefnden und ihr Zusammenhang mit ausgegangenen S W n g e r , Neben der Teiihabe an den zwei größeren Markgenossens&aften Ferne- waldl) und Altenstruth') hatte Giießen auch Partnerschaft mit einigen hat die Mögiichkeiiten der Sdmfwdde in der Gicßener OemuiCung VerbeSsGrt. ) siehe 0. Kap. Iv, 2.. 9 siehe a xap. m, tb. 137 Nachbard(lriaa in K o ~ u ~ a Dniese. t 2 - m weiden waren j a h r h u n m von besonderer -BddCU- tung für die ,Ack:trbürgtra von Giaßen. A m wioi de r mflwdde, d i t j a n t d i t ~ u a d Q b c r a l l ~ ~ ~ , d C i r i k n ~ ~ ~ u c a t t e n w e i d e g e ~ ~ b i d s r f r e i a n ~ p g w c w g ~ ' - ~ - G=au& -nur o d h w hWlwilBel #las Grundung kann GiaBen ditm ~ w a 4 d l w h t aB 4l nicht OilbQbC habSn; n i e l i q p n a l l a r a m t w d t a u ß e r h @ b j e n e 8 I l w m d . , ~ r l r , ~ ~ ~ A-w der Stad- htlWS8-m -3, -ut- bezirke waren unzwedfelhait zur W t der StadtgrünWw Mm$b von den in der ~ c u h ~mi c ß m am e n Do xmxbutn h A w r u a genommaQ Wann hat also Gießar d i w m te an den K~ppei- imd weiche Entwicklung haben sie bir zu ihrer AUnaamp d u t d ~ ~ d i t ? wir hatten bereits bei der Betmhtunp dsr in Oleßsii +en S i e d h u i g e a i e r t r t e l l c n ~ d a ß a r M Q a b s i i r n ~ ~ n u r u m OrbdWmgen handelte, während die Fluren dieser dwnWm¶ DMex von den neuen Wohndizen in der Stadt aur weiter bebaut wurden. Bei einem Biidc ~aui dic L~age der lb melhutsn UIDt dcb aaahan, dai3 de jewrilr an der GMtas zu einer Wma&hrtm Ort- ~ l a g e n u n d i n r o f m ~ i n i r ~ ~ u a g n i d e n F ~ derWtleftmgenumGitßtngerhnddnhaknmtb#an. ~ u wiq mbglich gen- -Z der Rechte an Koppelweiden haben frühere Forschungen hineewiaren 9. SOlQe gemsinrramen WddtbUArke i m ~ d d e nM von dar Mark- g en- im aiigemeinen d a d m d a6 de keim rcQtdiEh deen- dhdigen Gebilde dnd, 8ondern 1 - alr Huhagm naabniFar Sied- lungen aut CWnnd, Trie8dlern iairb W- M. nd abmemtetem Adcerland dienten. DarOber hina- at- waren in solchen Bezirken in der Regel nicht gageben, vor oUan wedi der Wald fehlte. ABmüng8 können solche Koppeihuten auch alr Reste Plkr MnrWnmh- s c i h e f t e a ~ o m m e n w o r d e n r d n . D i e s m # t i n ~ ~ F a i i n a c h g t w i c # a w e ! r d e n u n d d a r r ~ t ~ 1 d e r ~ e n A n n a h m c fuhren, dai3 ursplmglm alles nutzbare Land kiumadd der Marw& noseenefner~BennMarkgaweaanrdundda6imLouiaderWtdia weiter entfmt liegenden Gexmhdan auf Ihn Wet- rrri diesen Plätzen e c h t & hätten. Dagegen ßpricht in wmren F ä l h vor aUtm dieLagederKoppelhutenaufoderunmitGlbarondrr~kQb markungepl, wie sie sich im 8pättn M i W t e r herau~gebildeht sbea Do& ~smeo.~ip.m,~atit 3 G. L. V. 8. It Fr. Th- Gau- und Y l u ~8.11,). R.V~~P.GOBLdlWMUk0&8.~.Aoia.Bundll.#R Karte Nr. 13 kann die GnnzlaOe allein üie Entstehung von ~u~ nidrt ~ k l h n w, eil OeMn ,t- Boden- BwitmerlrHlt nisseuiid-wie.sehonangedeutet-~teausgegamgener~und d e r e a E i n ~ v o s l ~ Q O a D B s s l l E i n n u ß ~ Irn Eolgeadan soll dm am Beispid der mit aia&ng aineinrrarrrcn Kow>el- h u t e n ~ 1 1 t e r s u c h t i m d ~ w e r d e n : H e u c h e l h e i m : ,> J In elnsr Qa&ntm 4ltlsd*-o .iet es mit -H x.cQPwbt,und d d d e ~ * i h i e m ~ - -. ' ae i .kuaO~bre idu#i3 . \ Die Lage der Koppdhut MB? verputen, da8 hier einrt mtbämn Hcwlh%l- - ~ ~ p o c a - - W biartapbanbb&.*hGe- ~ t e z u d e n ~ m i t i b ~ ~ ~ ~ E b v l n o h a e r n a r h G i e ß e n i s t e i n ~ Y Q n K r o p p a a i ~ ~ e h a D nicht bekannt ll). Da wir oben wahrscheinlich machten, daß die gesamte P Feldmark von Kroppach in der Gießener Gemarkung aufgegangen ist, ). liegt die Annahme nahe, daß die Stadt auf dieser Koppelhut alte Krop- pacher Weideredite ausübte 13. Die Streitigkeiten zwischen Gießen und Heuchelheim um das Gewann ,Wolfsfurtu lassen nicht auf das Bestehen einer Koppelhut schließen, doch dürften auch dort ehemalige Selterser Rechte von Gießen geltend gemacht worden sein '3. H e u c h e l h e i m und K r o f d o r f - G l e i b e r g : Doch hatte Gießen noch an einer anderen Stelle mit Heuchelheim eine Koppelhut, an der auch die Einwohner von Krofdorf-Gleiberg mitberedi- tigt waren '9. Darüber findet sich im erwähnten Heuchelheimer Geschoßbuch folgende Bemerkung: ,Hat diese Gemeind eine Koppelweide mit der Stadt Gießen und Glei- berg in allem gleich ohne Unterschied m genießen und ist gedachte Weide auf der sogenannten ,Harthg gelegen, auch mit Steinen abge- steh t.-)' l Dieser Bezirk erstreckte sich zwischen dem Bächlein Kroppach und dem oberen Hardthof in den Fluren 34 und 35 der Gießener Gemarkung, wo sich noch heute der Flurname ,über der Kroppach auf der Koppelhut" erhalten hat l*). Auch dieser Weidebezirk gehörte einst zur Kroppacher Gemarkung, was aus einer alten Grenzbeschreibung von 1591 deutlich wird, wo es heißt '3: ,Gleiberg und Krofdorf haben mit denen von Gießen und Heuchelheim außerhalb ihres Feldlandes und Gemarkung jenseits der Grenzstein auf der Hardt nach Gießen m eine sämtliche gemeine Koppelhute, in maßen solche in anno 1586 durch die Stadt, Bürgerschaft zu Gleiberg und die von Heuchelheim ausgesteint worden ist." Müller verlegte diese Koppelhut imtümlicherweise auf die linke Lahn- seite und wußte sie daher nicht abnigrenzen 18). In der äitesten uns erhal- tenen Bürgermeisterei-Rechnung der Stadt Gießen von 1543 werden Aus- ")Die vieifältigen Beziehungen Kroppadii zu Eeucheiheim in Verbindung mit seinem Vogteigerlcht im 11. und 14. Jh. lanaen eil megiich erscheinen, daß einige Kroppacher auch nach Eeuchelheim gezogen sind und von dort ihre Allmend- nchte weiter ausgeübt haben. 9 St A G. Aiimendakten: Im Jahre 1611) a8gt.e der Gießener BUrger Conrad Vox ala Zeuge: JCroppacher Koppeihut gehe vom Oeier8berg bin an Grairweg und von dannen aber den Weg hinauf uf die ,Sch~enn'.~ U)Sieheo.K.p.III.bundm.dS.1u.WI. 14) Grenz-bung äieaer Koppeihut: St A W. Abt. löüilö7 Nr. 1M. U) GemeindearcMv Eeudrelheim, Geschoßbuch V. 1Tä8. U) StA W, Abt. lss/im Nr. 1079 (Amtsbuch Gleiberga Grenz- und Bannb-ei- bungen von 1591). 13 siehe Anm. 16. U) W. MWer, Xmkr. 8. 164. gaben iiberli&ert, die du& das Roden wrn Bäumen und den Wegebau in der sogenannten ,Croppacher WeideU entstanden warenl9. Im Zins- iegister der Stadt von 14@Sh eißt es ,Zmis&en der Lecnen, der Crop- w e r W eyde bisz an den Gliberger path und den -1-9. Wir gehen sicher nicht fehi in der Annahme, da13 es sich h~ier um~ dnen alten Weidebezirk handelte, der von den Bewohnern von M- da-Gleiberg und Kropgach gemeinsam betrfeben wurde. Da er schon dameln zur Gemarkung Kroppaais zahlte, wuräen die Weiätrechte nach dem Aufgehen dieser Siedlung in der Stadt von Gießhn abeniornmen; das Land konnte aber iedigiid~i n die Gemarkung, nicht in den Besitz der Stadt aufgenommen werden, da Heuchelheim und Krofdorf ihre alten Rerhte an der Weide nicht aufgaben. In der Gießener Flurgrenzbeschreibung von 1778 wird die Koppelhut ebenfalls noch erwähnt; es heißt dort: ,welche Koppelhut in der Stadt Gießer Gemarkung lieget" fl). Der Hutebezirk muß auch im 19. Jh. nodi bestanden haben, denn in den 4öer Jahren des vorigen Jahrhunderts fanden Grenzumgehwen statt '3. Später hat man anscheinend die Koppehut auf den Gmmmg ~~ der entlang der Fluren 34 und 55 die Gießener Gemarkung von Krofdorf- Gleiberg und Heuchellieim trennt. Noch 1010 verhandelte man über die Ablösung einer alten Ekeä~tigungd er Krofdorfer auf diesen Weg, und erst 1918 verzichtete Krofdorf enägUltig darauf 9. Die Au!l&mg der beiden Koppelhutbezirke mit Heuchelheim bzw. mit HBUchelheirn und Krofdorf-Gleiberg hatte keine Grmzbderungen zur Folge, da ihre Zugehörigkeit nu Gießener Stadtgemarkung zu keiner Zeit in Zweifel stand 9. K r o f d o r f - G l e i b e r g : Mit Krofdorf-Gleiberg hatte die Stadt noch eine weitere Koppeihut, deren Vorhandensein auf einem alten Grenzriß des 16. Jh. folgendermaßen be- schrieben wird 4: ,Hier zwischen haben von altem Gießen und Gleiberg ihre gemeine Gebräuche und gehören diese Plätze ins gemeine Land, nunmehr aber unterstehen sich die Gleiberger diese Orte bis auf die unterste Linie 3 St A G, B ~ r g e r m e M e r - ~ uvo4n W. I() X Ebel, Glaßaner Flurnamen vom Ende den U. Jahrhunderts, in: Hcu. Butter i. Vollukunde I. Bd., Heft S, GieBen 1901,s. Ut f. ") St A G. Flurgr-buag wni 1m. P) St A G, Allmandaktal. *>StAG. AMtn da Abt. XV (rolO-uu). W) St A G, Allmendakten: 1111 J- 1- kam ea in der Kopgelnut mit Iieuaieiheim in der NW der Kr0pp.m pm ,gilbabertr zu Gxxmimmgm. ~ a m mwu rden 6 MO- d a G ( M L UHC~U dieIßCim mtt dcr B ü l U d W ~ , .dnS die HuWgereohtigkeit von beiden Teilen IiPcb dem Herkommm aaart werden roll". U) St A D. Karte Nr. 662 (um m). ihnen aiiein anzunehmen und als Ende aus dem gemeinen Land uad denen von Gie&?nz u entziehen." Die Lage diese8 Bezirks da19 nach dem erwähnten Grenzriß mischen Gleiüach im Osten und äun alten Weg von der Hardt nach Rodheim im Weska werden. Im Soden biidete die IWWBche der Hardt die Grenze, dit nidit linear d v c r i o l g e n i st. Die B&awkungan des Gimzrbes deuten an, daß eil hier nicht nur um die Wdckfedtte, sondern auch um die Grenze zu Streitigkeiten kam. Aus den Jahren X558-1562 ist uns überliefert, daB es im wesentlichen ,um A n- Hute und 'infftu im ,i.diem Rode" und bei den ,eif Mor- g e n Y g i n g g ' B e i 4 i a F l w n u & t ~ G ~ v o n l W O f n d e r G ~ Gemarkung. Auf Bitten des Nassauer Grafen stimmte Landgraf Phiiipp 1559 einem Verglai zu "). Ms Lage der Koppelhut %wischen Krofdorf-Gleiberg und Gießen MBt die Vermutm# %U, daß die W e i d d t e und auch die Gmrmtreiügiceiten mit der ausgeguipenen Siedlung Läufeabrd nisammenhanqen L3. 15o8/63 oder s p ä m n ach dem nassauisch-hedsfhen Teilungsvertrag von 1586 dürfte sich hier die Grenze fn dem heutigen Verlauf herausge- bildet haben. Von einer a u s g m e n e n Koppelhut M danach keine Rede mehr; es blieb bis in die Gegenwart nvhhen der Landstraße nach Krofdorf und dem ,Alten Kmiaorier Wegu an den ,elf Morgenu ein G r e m p b n zwi- s&en UieSen und KroMort-Gleiberg gern-& ,zu bauen und zu unterhaUenU"). Ebenso wurden die Kosten Mr die G r ~ am ~ e ,Alten Krofdorfer Wegu geteilt 9.1 814-1- wurden über den gemein- &aftlichen Neubau dieser Brücke Verhandlungen geführt, die schiießlich erfoigreich waren. L a u n s b a c h : Von einer Koppeihut zvd&en Gießen und Launsbach hören wlr er&mi& im lS27, a b in einer Streitsache um Vi&trift im ,wllsten Heiiigen I, dudie b eiksaitigen W e n U bereinetimmead bestlitigen, daß sowohl die Launsbader ala auch die GieBener mit ihrem Vieh zu beiden Seiten i: der Lahn gehütet und gefahren hptten a). 1 Iai Jahre 1578 gab es Auaeinander&xungen ,wegen Hute mit dem Vieh, Gkmht&Ireit, Schutz und Altherlrommens irn ,R6mers1oaiLU'3. (3StAQ. Mmedakml mB-#S. W) OUB n, um i. 3 €U& o. Kap. IR, b 8. t - Weitere a i a da uf dieic Koppclhut fehlen. ")StAG, Alhacad.Ltcm 18. Jh. r) St A G, Fiwgmnz-bung von 1171: .Oie8en mu8 die Unterhaitung tun, KroidorZ rtellt du Holz." ") st A D. xm, t, Korn. 84. r)OUB XI, um. Im Gleiberger Arntsbuch der Grenz- und Bannbeschreibmgen von 1501 heißt es '3 : ,. . . wird der Anfang genommen in der Lohne zwischen Keiier Hen- &ens Erben und dem Lahn Placken; von dannen hinuf uf den ncheidt- &in welcher den Lahn Placken oder Koppeihude von danan von Gie- ßen a-eidet; von bemeldtem heidtstein zwischen den Kdier Hen- &ens Erben undt dem Lahn Pladcen hinaus uf die Her- Lachen von dannen bis in die Lohne, in der Lohne hinab biß uf den Anfang bey KeUer Hendiens Erben guth. in diesem Ort haben die von Laum- pach mit der statt Gießen eine gemeine Koppeih~de.~ 1508 hatten Launsbach und Gießen eine ,gemeine Koppeihut und Graserei uf dem Piadsen auf der Gießener Lahnseite undenn GHnsfurtuU ). Die vier Flurnamen .Heiiigen Ackeru, ,Römerniochu, ,Lahn Plackenu und ,Heben bzw. Heyiigen La&enu lassen sich nach den vorband- Grenz- besdmibungen auf demdben Bezirk beziehen, der in den heutfeen Fluren W und 26 mischen dem sogenannten Felsen, der Wißmarer Landstraße, der Lahnbrücke nach Wißmar und dem Lahniauf seibst lag. In dieem Gebiet wurde die Lahn durch den Teilungmertrag von 1585 zur Territorialgrenze zwischen Hessen und Nassau. Aiie zu den Dorfgemar- w e n v on Wißmar und Launsbach gehörigen Landereien auf d a l inken Lahnseite aber biieben diesen Orten erhalten. in einem Teil dieser Lllndereien - 1501 ,uf dem Lahn Piadrenu, 1596 ,uf dem Pladcenu, im 17. und 18. Jh. ,Gämmeideu genannt - bestanä die ge- meinsame Hute- und Weideberec5tigun.g zwischen Gießen unb Launs- badi.3. Ebenso wie die Gemarkungsstreitigkeiten dürften auch die Ausehander- setzungen um die Koppeiweidmbte ihre Hauptursadie in den Mndigen Anderungen des Lahniaufes gehabt haben; sie sind bis in die jüngste Zeit so zahireid3 gewesen, daß nicht mehr zu verfoigen ist, wann die Lahn diesen oder jenen Lauf genommen hat. Wir hatten oben nachgewiesen, daß die Feldfluren des ausgegangenen Dorfes Achstatt im Gebiet der ,GHnsweideu und des ,Lahnpladce!nsu Uber den Fluß auf das re&te Ufer abergegriffen haben 9.D ie 1875 9,1 495 m) und 1663 '3 genannten Lagebezeichnmgen machen deutiirb, äaiä das Ge- biet der Koppeihut ,Gänsweideu ursprhgikh die Gemeinweide des Dorfes A h t a t t gewesen ist. Es war ein Weidebezkk, der einst, vor aiiem auf Grund der ständigen Lahniaufänderungen, von A-tt und Launsbach 3 8t A W, Abt. l(IbR67 Nr, 1019. ") St A W, Abt. 1m67 Nr. H(S. I)S iehe Xal'tai Nr. 6, 6 1111d U. 3 Siehe o. Kap. iII, b S. I) und Kuta Nr. 8. '9 GUB W. 3 K. Ebel. F1urnamm. S. ll1. 3 F. K r a , vön Gi~ßcnS, . U. W P f i rpnqaq- Japaw Fe? aaJql wm a1P maprpm %W -8miIPwrI-W& anan =P- 8181 anlef W AW ' '61 -7- slq 7nmaddox rp?.Y *P. -* an Dritte oder Fremde durch die Nutznießer wurde nicht erlaubt. Der einzelne war auch stets gehalten, sich die Wahrung m d Beseenuyl des gemeinsamen Gutes angelegen sein zu lassen. Sein auf Nutzung durfte nicht so weit gehen, daß er von sich aus hderungen der Ordnung in der Allmende hätte vornehmen k6nnen. Dies konnte nur Bk Gesamt- heit aiier Berechtigten bescUeßen und -d D8rtlber hinaus unterstand die Allmende vom späteren Mittelalter an - vor ailem bei Verkäufen - einer Oberaufsicht des Terrltorialherren. Der materielie Um- fang der Nutzungen wurde von Ort m Ort vemddeden gehandhebt Pro- blematisch bleibt das Alter der Allmende; dteae Frage bt jedoch für un- sere Untersuchung unerheblich, weil Allmende als Red~tsformz ur Zeit der Stadtentstehungs chon allgemein bestand 3. UrsprüngUch grbdeten sich das Allmen-t und die Teilnahme an den Nutzungen auf den personalen CharaMer ab Einwohner bzw. Ortsbürger der betreffenden Gemeinde; später wird in vielen Fällen daneben ein ge- wisser Vermögensstand, Haus- oder Grundbesitz, wenigstenur aber eigener Haushalt (Herd)v orausgesetzt. Die Forschung hat naaewiesen, daß im großen und ganzen mit 3 Ek- saieinungsformen der Ailmende in einer Dorf- oder Stadtgemarkung ge- redmet werden kann 3: ungeteilter Wald, ungeteiltes Weideland und auf- geteilter Gemeindebesitz an Grund und Boden. übertragen wir nun diese Einteilung auf das Bild, das wir uns aus den bisherigen Darlegungen von den Verhältnissen in der Gießener Oemar- kung machen konnten, so ergibt sich: Allmendrechte der Ortsbürger am ungeteilten Wald wurden am Beispiel des großen Stadtwaldes, solche an ungeteilter Weide vor allem auf den Koppeihuten und bei der Behandlung der SchäfereigeseDämften nach- gewiesen. Wie aber stand es in Gießen mit Gemeindeland, das als aufgeteilte All- mende zur Nutzung für die einzelnen berechtigten Gemeindegiieder bzw. Ortsbürger ausgetan war? In Gießen haben wir zwiden aufgeteilter Wiesen- und aufgeteilter Adrerallmende m unterscheidea in den vorangegangenen Kapiteln wurde bereits ausgefllhrt, daß die Viehzucht bei den vorhandenen Bodenver- hältnissen und dem bis zum Ausgang des Mittelaitem zur landwlrtschaft- lichen Nutzung freistehenden Raum in der Gieße- Stadtrnark eine be- herrschende Rolle spielte. Wiesen und Weiden waren für die Bürger un- gleich wertvoller als Adcerland. So ist es nicht erstaunlich, daß wir in den erhaltenen Stadtrechnungen des 16. Jh. bereits Hinweise auf Wierwiall- mende finden, die Bürgern der Stadt zur Nutzung tiberlansen war, wäh- rend aufgeteilte Adce-ende erst gegen Ende des 17. Jh. -eint. 3 Die BeZddUlunp Allmende tritt fn d ~ drW ifWChen U'#t Im U. Jh. auf, doch ist die A l l I n ~ d eal s Reaitriorm M& A d & t der Foridiunp wacnt- Ilch alter. 3 Handw6rterbuch der StaabwMe-, a. a. O., S. Söb U. K. BooL. a. a. 0.. 8. 10. Die beiden äitesten erhaltenen Bürgermeisterei-Rechnungen - 1- und 1546') - verzeiümen einen Wiesenefns ,unte~nEichen~d,e r in 127 elnoielne Stü& aufgeteiit war und der Stadt rd. W fl jähriich einbrachte. Schon 1666 erhöhte sich dieser Zins- es waren imwhchen ükr a00Stikke- auf rd. 1% fi, und 1- ist es noch derselbe Betrag. In den Rechnungen sind die ehzeinen Besitzer namentiich genannt 9, und wir eriahren auikxdem, weidien Zins jeder zu entrichten hatte. Die aufgefuhrh Beträge haben im wwentiichen die gleiche mhe, was daniuf hindeutet, daß die Stücke gieWgW3 waren7). Kieinere Abweichungen von den tiblmen Zinsen - 10alb. 1 Pt, 2Oalb. 2Pf, 1 fl 14alb. IPi9-dtirtteaaufdieunters&ied- iiche Güte des Bodens oder auf Rands#fdre zurUdszWWen sein. Scäiießiich Mbrt ein Namemvergieidi der Besitzer in den 8 erhaltenen ikdm-un gen des 16. Jh. 9 ni der ,- daß sidi die SttWe iängere Zeit wahra&einüch lebensiang - in ein und derseiben Hand befanden. Dies aUes aber konnte nocä kein hhihgiicher Beweis für die Annahme aein, daß es sich hier um süidtische Aiimendwieaen, d. h. zur Nutzung einzeiner BWer ausgegebenen Gemeindegnmdbesitz, handelte, wenn diese Wiesendnsen in den genannten Rechnungen nicht gesondert aufge- führt, ja ab 1575 sogar ausäriiddich als ,Inname onatenäige Zins aus den Stattwiesenu verzeidmet wären19. Bei allen anderen von der Stadt ein- genommenen Zinsen1) sind nicht nur die Beträge von sehr unters&ied- iidier Hohe, sondern sie werden ab ,inname stendige Wasu bezekhnet. Pyla den Chamktm dieser Wiesen ab stäätische Aiimende sprkht auch, deß eine große Zahl städtischer Bediensteter im standigen Gen& eines dieser WiemmtWm war. Zu ihnen zähiten U a.: der WasenmeMm (2), der Kuhhirt, der Totmgrtiber, der Stadtkndf der Müller in der Untennühie, der ,- der oämen-, der Schweinehirt und die 4 Pi6rtner an den Toren der Stadt 4. Ven#aiedezieG ründe m a d w es wahrscheidich, daß die Wiesenallmende in Gießea vcrhgltnisndlßig spät entstand. Abgesehen davon, d&i3 sie vor 1- weder in den städtischen Zinsbtichern 13 noch in der sdwmlichen Auf- mUIUgmbtidI8r rtnd eine noch UMlWgOwU'tetß Fundgrube iUr die --W=. 3 ~ ~ ~ ~ ~ i O ~ t- i h l t e ~ q m . 9-H Jh--gcrediaat: lfi (Gulden) 26 alb (Albus), 1 alb (Albus) - 8 Pi (wmnig. 9 A w dem U Jh. ahä heute noeh Mgenda m u n g e n das ~ t t r g e r m ~ a m t c r i m S U d t u r h i v Q ) C B a i e r m t a n : 1 # 1 - ~ - 1 1 1 O 1 - ~ - ~ - ~ - m--JIM 9Z u dkmn ,cunWmmm zbmen- dhltan a M m i n ur nodi ~uhlenu- nd %mn- r;LnW-a mWrm i, Vcrt.ufmtaw, von denen a aurMLQtUch M t , dan .io in Erb- vwgomn rlwt; dwkn gehorten Ziwn von webemtukn und *n- donen-tnwtRiILl)rancmaeMUII*dl~ai~TltU n ) B o ~ B . ~ , P l r i t r - ~ Q n-b a n - , ~ d ~ . a t c n b a h u t d c l t e c r d d i um erbM vdi-eh ew GUter, die a w rtldü8chem oder landwherrliehem Be- ßltz im ir(ibaren ZeItan in du Eigentum d a B ürger Ubergegangen waren. ' 9 ~ A Q i ~ ~ l 5 7 a u n d ~ . 9 (za) von lQR, Wha im StadtuQiv vorhanden, im letzten Meg leider verloren. zeiümunp OieI3ener Urkunden und Aktens4] erwähnt wird, deuten ihre frilhest Qberliefierte Große - 1543 rd. 50 Morgen - und das -en 1546 und 1566 fe&mkUende +machen auf rd. IM orgen an U), d1i8 die Eln- rirhtmg erst im Entstehen war. Die Lagebezeiämw iäßt venaufslq d8ß diese Wiemm aus deznI(roßen städüsü~enW aiä ~ w u r d c n u ) Ei.r ~ b e r e i b d a r a u f h i n g ~ d a 6 8 e r S t a d ~ w a b r r c a s l P l k h d l b einzige umprEtnsllchc Mimende GWens war, wenn man rdnm*l von dem besonderen Charelrtsr der KoppsUiutbezirke absieht. Außerdem dQrfte daa Bedürfnis für eine aufgeteiite Wimmaibmde unkr der BtirgemcimZt erst atstanden sein, ab im Laufe des 11. Jh. und vor allem im 16. Jh. die früher un - Nutzung der Waiäweide ein- ge&&bH, regiementiertoderguizverbotenwurde. Zwb&em 1598 und 1608 '3 muß nochmale eine erhebllae Vermhrmg der Wie8enviertei stattgefunden haben, denn ab 1608 finden wir nts80Stücke, die der Stadt eine jahriiche ZinrelMahme von etwa 170 Zi brachten?. Jetzt emd~eintd ie Wiemnaiimende in 4 P1u~bedckungen- ,undern Ei&enU, .under der PioäsbrlMreS, ,und- Waldbmen' und ,hinter d e r B u r ( t u 1 3 - d i e u a i l e e i e e 3 1 , w o w i r d i e F e S t a d t p i m&en haben: in den heutigen Fiuren 8, 18 und auf der ärt- iidien Seite der Wiciledr vom aiten Stadtwaii bis zum PMmqhenwald an der Gemarinnummm (biii 1W) gegen Wieaeäc, dnem <'.eMat, da& wie oben dargelegt, umprüngii& vom grob Stadtwaid eingenommen wurde. Im Verlauf des 11. und zu Beginn Etee 18. Jh. erfoigten keine %tmentii&em Veränderungen der W e.-i im JJahrt 1690 OlnO+a idlc Z h e h - nahmen dtr Stadt ein wenig nirtfdr, weii ceiige Wic~eavWtdZ U Trlcb- vie- umgewandelt marden. Andemreib erb- ni B&im den 18. Jh. wieder Neurodmgen, die zu Wiesenviertein verwendet w i b b und zu einer Steigerung der Einnahmen führten Ehe m e i d e n d e UmsteUunp der bis d-ah in gehandMbten Pr- bra&te für die gesamte aufgeteilte Aiimenäe also au& tUr die Wiesen- viertel - das Regiement des Landgrafen M-Ludwig von Hessen- Darmstadt von 1721 9. ") -StAQ, Die t h.ndrumileöaaah ,- dia in den Jahren d u vorigen Jh. glidufabai wmämb iurcn dte weamtlielma UrkuMsa nu d a QioBaleZ Qudlmta rwiimmcn; de dita in da Arbeit 8b Qie&ller Urkunden- I; n, 1; H, r rind ~ r a i . l I i l o r l a i ~ l * I ~ ' I . l * h ~ . 1 4 . I r o ~ r d 1 ) . I b L 9s t A G, m r ~ - R e d m vo~n :U1I bls WI' eIrwleint "untern ~rhm"d ia~~JnEr lm" iQrd iewi9an i l lmsnb . .~1 .L*drmncnmca , d a B n u n ~ h u b d e S g a e h a n ~ i n i b b d h r r t d ~ A ~ t u a i v 0 ~ a c l t l m m ~ ~ ~ i 1 1 Q i t n i ~ ~ ~ ~ mntu ~ > ) V o n d e n ~ e a l t e g a n d3m. h r c n i . h l m l e i d ~ d l . ~ ~ ~ B ~ e m e x U n t e a 3 St A G, B t l r g ~ ~ u u g 1- e ai m u nd mo. D8 die abliehe QrMe d a aufgeWikn St(ldrr Y1 Morgen war, numte nun die Stiiee iprter WkwnvierW. 9D ie -On- mta dcr Brirg" bsnllht rLQ hla auf bu ,,Ai& S@M" Ruine) .m EramipIriiz. *) Obcr die Bemthmuagm d U R eglWllmtr dcec U. S. U8 ff. AüapaPe autmtdltea Werland gab es in em#.nbt cfaan- O a a e a ; a e n 1 7 . J h . W a * l l s l C t ~-~ a e t , d a 8 v l o r B c r r i r d a a - r r i a ~ & SWt noCa Ou*r B- dia NotwcndQkdt M d , -.-- l i @ k e i t a i i l d m f h n k n j 8 r ~ Z u r Z s # d e r S ~ & r t b e d w 8 k d t h e ! r r & n e m t u m ~ n i s &em @ Wald Laisb ttb.-Mnu'W aarkn, zur V ~ g e r t s l UAld Aummuo*!ur d e r S t a ä t ~ g r o i 3 e n W a l d b a i r k a i r N u t n i n e f ü r U i e ~ r m d zur 6kLrledigltng 8-.4 i f h ~ e An W a k D ie VegrMmmg,daa, O a n o r i a u > g d U K h d a s A u f g e h ~ 1 e f n & e r ~ ~ ) d d 1 6 ~ g m a us dan Stadtwaid brachten auf Jahrhtmdwk mWmad Feld- asld W i ~ u a i d e n ~ d e r r E t n w o h n e r n r g s n ~ I m l U # 1 1 s n ~ 8 * P S t a d t w a l d c u l s n B i l t g s i n w M a 8 t u n ä W d d e d a s a $ . ~ uud dfe LPndaiawlidam WiwmflW~enw WMw.&r W k w d r d t c h t e a d e r a ~ ~ V i e h r u l e h t e b e n P a l l r ~ a N d a 6 a t l wIewirobenaahen, einsaenqt, alr Wslb- und -dW Rann aber traten iIr Pbls-~nqm -,Um.. s t g n d c e i n , d i e d s a i t u b r t e a , d a ß d h M t a u i i h r s a a ~ t E ~ ~ ~ A i i m e d w t z u n g f ü r ~ B ~ s u t V ~ ~ t Q auf dem sich die ärmeren Familien für ihre eigenen Bedürhiiese ein wenig besser versorgen bzw. eine M e i d e n e Viehzucht halten konnten. Den Anstoß, diesen Weg zu m&en und spiiter zu verwirkiic4en, gab m8g- licheruwde die kostenlose Oberlassung von 10 Morgen Land an die ordent- lichen Professoren der Landdversität . Dieses zur Nutzung iiöerlassene Land lag westlich der Grünberger Straße etwa zwis&en M o l und ~ Wollstraße 9,d enn es heißt ,I0 Morgen Waldland unter den neuen Eichen gegenüber dem KMihoPn). Die Obergabe der - später so genannten - , P r o i ~ ~ e grcrc"ha h anMBlich der Wfedere!r8Pmw der seit 1625 8cimerzlich entbehrfm Universität am 6.5.1650. In einer Notiz des gleichen J a h w ird dazu des Näheren ausgeführt, da8 die Stadt ,der Universität aus Weinschank und Braugeld, falls diese (die Univemität) ihr überla8sen wird, jährlich 200 fi gebe, dazu 10 Morgen Landes unter den n a e n Eichen, das erstemal aucb beaürert, 10 Wagen Holz zum Bau des Pädagogiums, für die Professores und Praeceptores classid gewisse Pri- viiegien W. Sdiweinzucht und Holz" 9. Die großztigige Lebtmgsbereitschaft der Stadt wurde dumh die Tatsache ausgel&t, daü eine Reihe anderer Städte, vor aliem Afifeld und Darm- stadt, als Konkurrenten fUr die Obeniahme der Universität aufgetreten waren. Nach dem Reglement von 1721 wurden diese ,Universitäts-Triebviertel" den .Professoribus Academids o ~ zu je 2 SYtUdrea au f jede .Pro- fession" frei zur Benutzung überlassen; sie waren von den übrigen Trieb- vierkln durrh einen Graben getrennt 9. Die belden Nadirichten aus dem Jahre 1650 weisen uns darauf hin, da13 die ,Prof«w0renstUckeru aus dem Stadtwald angerodet MQwaIre n. Nachdem der Stadt die Universität endgüitig zugesprochen worden war, ließ die Gebefreudiglceit der Stadtverwaltung merklich M&. Zunääwt wurden die fhadellen Zuwendungen geringer, äas Reglexmt von 1721 engte die Ma8tung und Holznutzun8 der Professoren im Stadtwald wesent- lich ein, und ale die Stadt im Jahre 1809 den Weinsdieeb: uud die Brau- gelder verlor, wurde auch die zinslose Abgabe der , P r o i e s s o ~ c k e i als Last empfunden. Versuche der Stadt, die Acker mwüäm&aufen., iUhr- ten aber erst im ausgehenden 19. Jh. zum Erfolg W). Erste -en aus dem Stadtwald zur Bereitsteilung von Adcerland für die Bürger erfoigten im Jahre 10B3 a). Wir lesen dazu: ,Von 28l/r Mor- gen Land, welches gemeine Stadt Gießen denen BUrgern ufm T r i e b uf 3 Jahr lang jedes Viertel pro 3 fi fUr 3 Jahre im Voraus, unter die Hand '3 Die ,,Profc~lormviUtchl~g en in Flur 1, etwu aüdwutiich der heutigen StrW Proienoren~. n) lhddl t .. . . 8. 16. 9 I ) t A O . 14.1. 1W. ' 3 8 t ~ ~ , m m e .n..t v onim,p. PSIO. r) StA G, Mhwmäakten: Nadxian dieae X&er nicht mehr von den Rofessonn r lkt inAnrpniQ~aworäenwwn,wurdendejahrzehntelaag~nbtr Uhiverdüit Mr ciMn reeeImlßflen Ziaa verpachtet. m) St A G, Alfmadakten. getan . . . dergestalt, daß nach obgedachten 3 Jahren entweder solche Stücke Land gemeiner Stadt nach Befinden wiedem liegen gelassen oder aber denen Bürgern wieder verlehnt werden sollen, worüber Bürgerplei- ster und Rat disponieren sollen 3." Diese Triebviertel - so genannt, weil ein großer Teil dieser Aiimend- stiiclre auf dem weiten Viehtrieb der Stadt lagen 9- brachten lgsclgss und 107-1699 je 345 fl an zhmhmhmen für die Stadt M). Für den gepodeten Wald hatte die Stadt an den Landgrafen den Rodzins zu zahlen, der 1894-1699 14 fi, @ alb, 3 Pi betrug, aber 1702 &on auf 70 fi, 12 alb, I'/¶ Pi angewadlsen war 9. f Für jeden gerodeten Morgen Wald mußten 111 R e i m e r an Roddns erlegt werden - gleichgüitig, was auf dem Land angebaut wurde oder ob es brach liegenblieb -b is es wieder zu Wald wurde U). Die Triebviertel hatten sich in den Jahren 1700-1706 durch weitere Anro- dungen so vennehrtg, äaß die Stadt von 1706 bis 1700 jährm 346 fl einnehmen konnte. Der Roddns von rd. 70 fl wurde aber seit 1702 unver- ändert gezahlt, so daß der Landgraf durch sein Oberamt in Gießui bei der Stadt vorstell& wurde und die entsprechende Erhöhung verlangte. I Ais sich bis 1713 das Triebland auf insgesamt 173 Morgen wmnehrt hatte, war ein Rodzins-RUdrstand von insgesamt rd. 411 fl vom Landgrafen geltend gemarht woräen, der durch die fiUge Strafe sogar auf rd. 822 f l angewadlsen war. Der Landesherr erklärte sich einverstanden, diese Summe auf SOO-fl zu enniißigen, wenn die Stadt in Zukunft bereit w&e, von allen Triebvierteln, gleichgüitig, ob sie an freie oder unfreie? Per- i m e n ausgegeben seien, den geforderten Rodzins zu zahlen 3. I Es ist für das Verhältnis der Stadt nun Landesherrn und für den Status des städWen Grundbesitzes, der hier aus dem Markwald angerodet worden war, sehr aufddußreiai, was die Stadt auf die Forderung des Landgrafen zu erwidern hatte '3. Sie verweist mnilchst darauf, daß außer den Professorenatüdcen eine große Zahl von Triebviertein an fümüiche Ramdeiräte, Sekretäre und andere herrschaftliche Beamte ohne Zins ausgegeben seien, so äaß der BürgeiW~afnt ur 82 Morgen zur Nutzung verblieben. Darunter wären viele arme Bürger mit ihrem Wna stark im Rüdrstand. Daneben pocht die Stadt auf ihr Eigentunsmht am Wald, zumal das jetzt g d e t e Land wieder '9 St A G, B--i&dUlunOm der J.hre 18W, 1 - uad 1701. I ) ) ZUT L.ge da fn der S t r d W ~ h u i qda ha U. 8. la U. K u k Nr. 14. U) W A G, B--m- lwt-lme. (3 0- dca LokalmorgQu vor 18lS - SSe qm; der heutige Morgen hat zsw am. 1 R.icart.er - I=/#9 1 (QuIdma). Wenn Blume auf dem rtwtischen Beritt #tauden, war der Boden abgabenfrei. ~ m d i a e r d E e i r a w 8 r e l l r d . m Y o r g e n ~ ~ . M) Al# frele Pemmen galten Bewohrm, die aiu irgendwechm Gründen frei von Konmbutlon wM1. I)) St A G, A b l m 1 7u. mit BBianail bepilanot werden ob.A us diesem Qnurd sei allen PtlCntern ä e r T P i s b v i e r t o l a u t S ~ f h r a V i e r t e l m i t j i m e e a ~ s p ~ - z s z i . i m i i b r i g e n e a i i h r W a M d \ i r r h d i e ~ e ~ d ~ ,ruiniert*, daB sie ihn nur unter Aufwenäung groJ3er Ro&m wider auf- iorstea banne. Aus ail den genannta Gründen bat die %t#it .* Land- grafen, ihr den Rodzfns von den Triebviertctln zu eriaasem 9. Eine in An12-e er- v o r m ni&k Der Landgraf setzte aber von 1714 bfr 1721 eine Kommission dn, die das iPinanzweKn der Stadt ßie&n ynksswhen sollte 9. Diese Maßnahme den Landgrafen wurde aotwuxüg, wdi aidl im La* der Zeit in der Stadt- p d ~ ~ t u einen übieg - , b r e d t g d t hatte, die in erster Linie den Ratsmitgpedem .dA xntir- träg- mit ihren Pamiiien VaWie versdiaftte. Me -V dw Staat und die Handhabung ihrer finanziden Angelegeaheitenq -waren für diem negative Entwiäüung von großeni BhiiuB gewasen49; 3Es wOsdc n i c h t I m ~ ~ A F b e i t l i t o e n , w o ~ t e m a n f m ~ d f s a d i l f m - men Zustände a c M k n , die die Stadt fn ihn große finiunlallc Bedrlhg- nir gabcadlt hatten. in unserem Zueammenhans M es wkhtig f e s m e n , äai3 auch bei der Vergabe der Triab- und Wiescnviertei nieht 80 verfakm aufdia. wie as der Abnidt entsprach: dne Nille für üie iimmrm tmü gllmdbdtzl- Einwohner zu sdiafiep. in dem ,Reglement und Verordnung äaa Oekono@- der Statt und Vedmg Gießen betreffendY,d as der Landjgraf Ernst i,uäwig V, Hessen- Damstadt am 19. 12. 1721 erW, wurde daher auch die Verteilung der Trieb- und wiesendertel neu geregelt 3. Die laadgrmkhe Kommhi& hatte bigendes f ~ ~Im Ntovem:ber in1 gab es in Gießen 176 Morgen ,gut und Mkes Land an Triein4&ehu 9, die aber nicht - wie unrprüngiich kabdchtigt - pur unk die armen ~ ~ e r v e x W l t w o r d e n w a r a i , ~ e r n a u c h ~ ~ ~ k e h e Strdt-Mimende zu hatten. Die M- junger Eichen, die d a , vorInaln an diesem Ort gewegtm und vwig ver- ödeten WaidU wieder auiltommen laiuar muten, war worden. Der Landesherr ordnete nunmehr eine genaue Aumemmg uad A M - nung der Triebviertei an, verbot weitere Anroäungen aus dem Stadtwald und gab der Stadt auf', new VorscaMge für die gerechte Verteilung ZU ")8ieheAnm.a8. "I=. w.aa, W S . 1 (oh w -1 . ~ ~ ~ A ~ ~ ( I ~ . ~ ~ ' ( R L U ~ . I I ~ ~ ~ O ~ I O E X ~ O I ~ P ~ - - n.ek -5 ,t- BNmt und W-t. J e Ar atffhrb lclne 9NIhera darüber: E W.glar. laninrwwai. L W, und X. Q1~~, ' tXenon, S. m ff. 3 S t A f f , ~ m t . . . v o n l 7 n . p . I U > ) # U . ' 9 S d t 1 1 1 1 ~ ~ l l ~ L s i p a W e 8 8 l l ~ X a d a u n p n a d o U r unterbreiten. Außer den ordentlichen Professoren der Universität, die ihre 10 Morgen frei qentaSen durften, sollt8 in Zukunft keim koatribu- tionsireic Pailaan ein TriebvbrM erhalten U). LedigWI der O b c m t n m durfte zwd, der Ren-* Obers&uitheiB9S yndikw, die SCMIffen, siebener und sedmhmr sowie der Stndbdvefber konnten e i a ~ b e k o m m c n , m U ß t e n a b e ~ m d e r V e r l ~ ~ u n d d e n tib~zinsrshlnnd.e r inZukunft llalb für einViert8i betraOcn sollteMb Die Vor&Hge der Stadt wurden am 12.8.1728 der landgräfiiw Regie!- rung untanoreikt. Um sic zu begründen, hatte man eine Aufstel- lung der bisherigen Verteil~mg emacht, die foigende8 Bild zeigt4?: insgesamt 178 Morgen Mabvieikl-Alimende in 736 Sttidcen (,Viertelnu) gehOrtan in den 4 Stadtuuartieren: Waiiporter Quartier 93 Bürgern je 1 Viertel 22 99 99 99 6 99 99 9 99 1 99 99 4 99 1 ,7 99 Neuweger Quartier 115 M 1 PS 99 9, 2 ., 7 99 9s Q 99 1 9s " 4 n 1 ss 9s 6 9s reitQr*Uma- 109 39 99 1 9s 21 99 99 2 99 5 9 , 99 3 99 1 9s n 5 9 , Neustätter Quartier 115 99 9s 1 SV 23 99 99 2 99 4 99 99 3 9s 1 s9 99 4 99 Die Stadhmwaltung schiug vor, jedem Bürger rain Triebvierbl, das er zu belruisen. Wer mehr als ein Sm& innehatte, mlite die iiber- zphlloep unentgelM an die Stadt mrWrgebe!n. Kauf, Ta& oder W&- tergabe von Stadt-Aümende sollten nik[Mäg untersagt seia Stücke, die nlcht mehr tg- wurden, Wen an die Stadt zurück, die sie nach dam BUrperslter und ',wie sie in dun auf dem Rathavas bdinWen Huidi- der Reihe M& stehenu, verlwte Verheirakk Btkmmöhne dh &bei den unverheirateten glei&gest8lit werden. Besitzer, die ihre Triebvierkl8cWcmht verwaltete!n, sie verkauften oder si& ihrer ander- weitig begaben", d t e n ihr Stück verileran und in Zukunft von der Ver- teilung ,excludiert" werden 9. (3 Dar W a f m gumamtierte: Dar freie QebrauQ der rtidtiiQen viehweide (im Strdtriid) L(lmnr ntdit den Aiupr~da~uf tmia Nutzung alnea R f e b v i ~ bem=-= (31s (Gulden)~ ieitetwalOIDinGic4anniSOalb(A lm geredmet. ") st A D, Xm, 8, Korn. W. (3 st A 4 Allm- I;.. '. Diesen Vorschiägen stimmte der Landgraf scbon am 24.9.1723 im wesent- lichen zu, nicht ohne dabei auf die Entrichtung des ihm gebührenden Rod- zinses aufmerksam zu machen. Mit den städ-en WiesenvierteIn sollte gleichermaßen verfahren wer- den. Hier waren alleräings gewisse Schwierigkeiten zu überwinden, weil seit 1637 40 Morgen dieser Wiesen gegen Aufnahme von insgesamt 4485 fl an ,singulis creditoribusUv ersetzt worden waren. Den Gläubigern wurde zudem das Pfandnutzungsrredit zugestanden, wofür sie die Ubiichen 1'1s fi, 1'1s alb pro Morgen (= 1 fl, 14 alb, 4 Pf) zahlten. Der Landgraf befahl nunmehr seinem Rentmeister, diese Wiesen so bald wie mögiich wieder einzulösen und sie für die Verteflung unter die Btir- gerwhait bereitzustelien. Ein bezeichnendes Licht auf die von dem Eigennutz und der Protektion weniger Famiiien beherrschte Stadtregiening (Bürgermeister und SaiClf- fenrat) wirft die Tatsache, daß der SdWfenrat 1896 aus dem Verkauf von Ratsbediern 7 Morgen der versetzten Wiesen wohl eingelöst, dieselben aber dann unter sich aufgeteilt hatte in der irrigen Annahme, die Becher seien ihr Privateigentum, und sie dürften mit Hilie der WiesenviH ihre Besoldung verbessern49. Der Landgrat ordnete die sofortige RIidqabe der 7 Morgen Wiesen an die Stadt an und war dabei noch so gnHäig, den !%höffen die seit 1896 unreä~tmaßigb ezogenen Frürhte (der %) zu belassen. 2 weitere Stücke der AUmende - rd. 1 Morgen .am Qänsackeru und rd. 5 Morgen ,hinter denen Eichenu -, die ebenfalb versetzt waren, soliten auch bald wieder eingelöst werden"). Die durch das Regiement vorgenommenen Ehgriffe in die Stadtverwaltung besdwbken sich kei- neswegs auf die Allmende. So darf der erste Anschein, daß die Stadt in der Verfügung aber ihre Aiimend-Viertel völiig unfrei war, nicht äarüber hinwegtäuschen, daß es die geschiiderten Mißstände in der Stadtverwal- tung und die voiisulndig darniederiiegenden städtisdien PYnanzen waren, die den Landgrafen veraniaßten, in seiner Stadt eine bessere Ordnung zu schaffen. Der Landgraf handelte iiberdies im Sinne und Interesse der meisten Bürger, wenn er die Allmende ihrem ursprüngli&en Zweda wie- der niführte 5'). Das Raglement in seiner Gesamtheit diente dem Ziel, die Finanzk~afdt er Stadt zu stärken, um damit auch die landesherriidien Einküntte sowie die Steilung GieJ3ens als Festung auf die Dauer zu ldfügen und zu sichern. Daraus ist auch der Versuch des Landgrafen zu erklären, die Vitaipacfit der Wiesenviertel durch die Temporalpacht, wie sie sich seit lesS bei den 9 St A G, Reglement.. . von 1711, P. 96 5 U. ~ ) s t ~ ~ , ~ y t l e m..e.b i m. t. p . m j t l u . p . t ) s w . M) Ea war der Bürger Mauß. Trank8teuererheber in OieBen, der hinter die aaaeh- der S d i O ~ a t aun d der ätadtregiuung kam und die Sache dem Landgrafen vortrug (nach E Wagner. FiMmwCKII, 8.2). Trkbvierteln zunächst entwickelt hatte, zu ersetzeaq. DIe Verpachtung auf Zeit fand jedoch bei den Bürgern vemthdlicherweiae wenig Anklang; sie widersprach ja auch der eigentlichen Abnkht, die mit den Web- und Wieeenvierteln erreicht werden soilte: der Masse der ärmeren Bwöike- rung die le-che Nutzung alnd-en Bdlenir ni tnnag- Men. CS:. Für aile Triebviertel und den größten Teil der Wiesenviarkl sich daher nach 1750 die Vitalpacht ein, nach der jeder offiziell aufgencmmene junge Bürger 9 im 2. oder 3. Jahr nach ßeiner Aufnahme ein Mcbviertel erhielt, glei&gültig, ob er einen eigenen Haushalt hatte oder bei den Eltern wohnte. Niemand genoß dabei einem Vorteil, weil die jedes Jahr freiwerdendem Webviertel unter die nach der Reihenfolge im Bürger- reghter Berechtigten verlost wurden. In den C3enuß von Wiesenvierteln konnte der Bürger ailedhga erst etwa 18-2ü Jahre na& Aufnahme kommen, W& diese begehrten Sttlelreiängat nidrt für alle ausreichten und Neumdungen na& dem Reglememt gnind- SptElUEb verboten waren. Witwen beidelten zeitlebens den Genuß der Trieb- und Wieeenviertei, die ihr vemtmbener Man. ab Bürger empfan- gen hatte. Andere Personen, auch leIbU&e Kinder, durften die Bere&ti- gung allerdIng8 nicht Ubernehmen. Diese Ordnung bestand im großen und ganzen bis zum Jahre 1822. Me Mebviertei blieben in Größe und Umfang bb 1821 im wesentlichen gleidi. Ladigllch um 1780 erfolgte eine Neurodung von rd. 6 Morgen ,bei den TorMWernY,d ie auch eine Neudnteilung in 4 veraehicden große Bezirke nach sidi zogm): Rd. 80 Morgen zwfschen den Emg&ten und der GrQnberger Straße ,,hinten am Ph@mhhhen Wäldchen angefangen'. Rd. 53 Morgen Zwis&en der G- Straße und dem Anneröder wes. Rd. 56 Morgen ZwIs&en dem Ann&er und dem Stainbacher Weg. Rd. 6 Morgen Bei den Torfioaiern zwischen Phii0~)phenwald und Oberlach. r)Aueh äie v o i i ~ t i g t e nB Qrga dar 8Wdt bitten im allgemeinen für jede A l l m e n d a u ~ e i n e n Z t i u r 9 r r i h l i s i . m r b a i i . l l i i d Q u ~ c R . r d h n 1 l ß + d.d U bd 6811- b- und -- in Oiaßgi rrlitl~rp Qt mt- ~ ~ t e h a l d e l t d r) Et A G. B ü r g ~ - ~ u n g a Znar: A ufMime .Ir Bürger in G* mu8te d ~ V ~ t n H W c - ~ i l ~ ~ 8 B . A ~ Q I I n U c i n S h - t r l ~ i n 6 8 I I m g e m d e n ~ u e n r r i ~ I n m nFmm&rmitnlna= r n ~ ~ , d e r d n c ~ ~ b d n k t a . Xsn ]PnriramdaJ'rau.aeelMaBarmr- der Stadt. r) StA G, B - - m w - UW ht.r dnd auch dic I=- und la- muen GrllBm der ebmhen TeiWü&a atdgdUui. Sich, auch Karte Nr. 14. t Insjge~amth andelte es sich um rd. 75ü Triebviertel Aus dem 18. Jh. sden hier f o lahri~id~v on ~der Sta dt erlöerten ~ f z i t g aeui peflihrt'c): Die ZinserIöse aus den Wiemnvierteln für den entsprechenden Zeihum ergeben: Dle Erhöh- nach 1722 erkltkm skch aus den Bestimmungen des Re- bemenb von 3721, das für ein Wiesenviertei nicht mehr wie bisher 10 alb, 1 Pf bzw. 30 W), 2 Pf, mckn meist Beträge von 1 fl d e r fl/r fl vonsah. Der Bestand an Wieeenvierteh war ebenso wie bei äem Triebvierteln mch 1722 nicht mehr wesentlich v-dert wonlen. Die rrntemdWiUchen Be- MLge erklären && aus dem teilweise PKhleppawkn Eingang der Jahre& zinsen von den einzelnen Besitzern; zum Teil hgnpen sie auch mit den versetzten Wkeenvierteln nurammen, deren Einlösung sicä bis in die zweite IiWb des 18. Jh. verschleppte. [i Nach einer AuWeUuag vom 12. 4. 1760 v~rteiitens ich die Wiesenvierfel wie folgt W): Lweb-ichnune preis je Viertel am 4Zämadc~ lfl - d b -B hinferkBurp 1 n 15 - *V hidem~W aldbrunnen 1 n 15 hinter der Plodibrüdreb ei den TorFLöchem - ,, 22 ,, 4 , h i n k den ExduWen 1 9 , 15 ,s - ,, oder-, 2 2 , 4 , hinterdermOckbrll~vordenTorfl&ne~1 ~ ,, - „ - s o d e r - " 2 2 , 4 , am Steinbacher Weg zwischen den Triebvierteln - 20 8, - -Ein kl&r eil der Trieb- und Wie88nviertei war - wie bereits erwähnt als sttlnd&e Beeo1dmgssHicke einer Reihe von städ-en Bediensteten voli3ehaltan. Das Reglement von 1721 hatte nicht den Erf& den der L a d g m f und. die MehraM der Bürger von seilnen -CP eFwarteten. Die zerc rüttetm Verki t i im in der Stadtverwaitung Imd iin Eiechn- wurden nur mnddiä~ge beswg weil es einfadi nicht gelang, EinLhid und Merht ehiger weniger FaEailiea cdnzu- qStAC?, ~ X h d u t ~ d ~ b rJ t ar . * ) S t A G , A U m m U C Z P I ) . Erst der im Jahre 1765 vom Landgraien eingesetzte ,Kriegskommissar" Adam konnte eine bessere Beachtung der im Reglement vorgesehenen Be- stimmungen dudmtzens7). Ihm war insbegondere aufgetragen, bei der Verlosung der ,gemeinen AlimentenU zugegen zu sein, sowie darauf zu sehen, daß die Zinsen für die Stücke regelmäßig vor der Ernte eingekie- ben wurden und niemand mehr als ein Viertel besaß *). Dagegen scheiterten Versuche der Stadt, im Verein mit der Landeshem- schaft eine höhere Ausbeute der Acker- und Wiesen-Allmende durch evtl. Versteigerung zu erreichen, am Widerstand der Bürgerschaft, die an ihren Allmendrechten zähe festhielt. Lediglich die zwangsweise eingezogenen Viertel bildeten eine Ausnahme. Auch ein neues Stadtregiement vom 17. 12. 1778 - von dem bedeutenden Minister Moser vertaßt - und eine erg-de Anordnung der M & - hessischen Landkommission vom 22.6.1779 vermochten die Allmendred~te nirht ehuchrWcen. Erst am 7. 5. 1805 erging ein landgräfiicher Befehl an die Stadt, die Zinsen von den Trieb- und Wiesenvierteln zu verdoppeln. Infolgedessen betrugen die Triebviertelzinsen im Jahre 1810 918 fl und die Wiesenvhtdhsen 814 il. Seit der Mitte des 18. Jh. war die Stadt dazu übergegangen, Uberzählige Aumendstücke oder solche, die wegen Verstoße8 gegen die Verordnungen bzw. wegen Nichtentrichtung des üblichen Pachtzinses eingemgen worden waren, an den Meistbietenden zu versteigernm). Diese Viertel, zu denen narh verstreut liegender städtischer Grundbesitz - meist ab ,Wüstung$- stU&er" bezeidmet - hinzukam, waren aus der Masse der Web- und Wiesenviertel nicht herausgenommen; sie wurden IedigUch niEht mehr an die in der Reihenfolge des Bürgerregisters anstehenden Ortebtirger verlost Der übliche Zins von diesen Vierteln wurde nach wie vor in gleicher Höhe entrichtet. Die Verpachtung eriolgte meist auf drei Jahre. Diese Temporalpacht konnte nattirlich nur von Ortsbürgern in Anspruch genommen werden, die nicht schon ein Web- oder Wiesenviertel bei der üblichen Verlosung erhalten hatten; im tibrigen bot sich diese Mögli&keit in erster Linie den Einwohnern ohne Ortsbürgerrecht, den Beisassen, an. Die Erlöse aus den Versteigerungen brachten der Stadt eine m c h e Mehreinnahme W). Neben die Vitalpacht der Allmende war demnach, wenn auch in weit ge- ringerem Ausmaß, die Temporalpacht getreten, und es ist im folgenden zu klären, wie sich die Allmendverhältnissei n Gießen im 19. Jh. entwickelten. q S t A 4 A Umentlakten Si. C IW. 9D er LuidgrWüChe Kommianr mußtd feßWkUen, dal3 ea nodi wie vor Bürger gai die mehrere Viea-tal besa8en. 3 Dk8a V~erung8erlöseUK neInen ni&t in den auf S.1Q aufgeführten jibi mlen ~ t r l l g ~ ~ ~ 3 WF Beiwren und Einwohnrr ohne GRindbedtz war hier die Mögiichkeit ge- boGn. ein SM& xru luaö-Chan Nu- zu arhait8n. Au8 iiolchen Versteigerungen 1- - die 8tadt bärpiel#wei~im Jahre lm0: 1M fl Von ainpau>eenem Trieb- und Wie8envierteh. m n von vamteigerten ,W-ema. d) Die Aufhebung der Allnrendverhältnisse Sm 19. Jahrhundert Da die Auflösung der Markgenossenschaften (Stadtwald-Feniewald- Altenstruth), der verschiedenen Koppeihutbezirke und der SaiäIereige- sellschaften bereits in den entsprechenden Kapiteln dargestellt wurde, genügt es, sich hier zu bedwhken auf die Beendigung des Bürgernutzens an der Feldallmende, den Meb- und Wiesenvierteln. Die initiative zur Auflösung und Beendigung der bisherigen Nutzungs- rechte ging wie fiberall im Lande Hessen-Darmstadt auch in Gießen in erster Linie vom Staat aus. Die vom Staat eingeleiteten Maßnahmen waren die unmittelbare Folge der du& die napoleonische Zeit und die Befreiungskriege hervorgerufenen Anderungen der politischen und so- zialen Verhältnisse in Deutschiand. Während ein Gesetz vom 7.9.1814 bereits die Aufhebung von Koppelhut- verhältnissen und Waldgemeinschaften ermöglichte, proklamierte die Ge- meindeordnung (GO) vom 30. 6. 1821 die Gleichberechtigung aller Ein- wohner, d. h. Ortsbfirger mit Nutzungsrecht an der Allmende, und nicht- bereditigte Beisassen sollten in Zukunft gleiche Rechte haben. Den Bestimmungen der GO konnte durch eine Aufteilung der Allmende unter die bisherigen Nutznießer entsprochen werden; dies ist auch in zahlreichen hessischen Gemeinden geschehen, wenn es die Mehrheit der bis dahin Nutzungsberechtigten verlangte. Die Gemeinden konnten aber auch selbst Nutznießer der Allmende werden, in dem sie die Verteilung der Allmenden einer Neuordnmg unterwarfen, die sowohl dem bisherigen Ortsbürgerrecht als auch der neuen Auffassung von dem gleichen Recht aller Einwohner entgegenkam. Die GO von 1821 erleichterte die letztere Handhabung insofern, als sie die Gemeinheitsteilung zwar befürwortete, aber nicht verlangte, daß die Rechte der bisher bevorrechtigten Bürger sofort aufhören sollten I). Die in der Stadt Gießen nach 1821 getroffenen Maßnahmen durften also einerseits dem Geist und Buchstaben des Gesetzes nicht widersprechen, andererseits mußten sie der historisäwn Entwicklung ik&nung tragen und im interesse der Gesamteinwohnerschaft weder den bisher bevor- rechtigten Bihgern noch den bisher nicht am Allmendgenuß Beteiligten zu nahe treten. Die Praxis der Verteilung der Meb- und Wiesenviertel hatte in Gießen seit ihrer Entstehung - wie oben erwähnt - zu mancher- lei Mtßheliigkeiten geführt. Die ursprüngliche Absicht, den Bürgern ohne Grundbesitz und den Annen zu helfen, war kaum je erreicht worden. Eingriffe der Landeshemchaft, wie der durch das Reglement von 1722, und einschneidende Bestimmungen der sadtischen Verwaltungsorgane zeigten, daß es hier3 zur Ausbildung einer echten engeren Gemeinde genossenschaftlichen Charakters mit weitgehender eigener Verfügungs- *)Die GO bestimmte aiierdinga, daB Gemcindddungen. die bisher Aiimende waren, auf keinen Faii unter die Berechtigten aufgeteiit warden durften. 9 Im Gegensatz zu den S d i ä f e r e i g e r e (~si ehe 0. Kap. W.j s). 11 Mitteilungen OHG gewalt Uber die Nutzung der Trieb- und Wiesenviertel nie gekammen ist. Der Grund dürfte vor allem darin zu suchen sein, daß die Entstehung dieser Art der Allmende im Gegensatz etwa zu den KoppeUiut- und Schäfereirechten in Gießen in eine relativ sgäte Zeit fällt und weitgehend durdi die Maßnahmen der Stadtvemdtung selbst eingeleitet wurde. Außerdem hat die genossenschaftliche Struktur oder auch nur der einheit- liche Wille schon deshalb nicht zustande kommen können, weil es sich in Gießen bei der aufgeteilten Wiesen- und Ackeraiimend um zahlreiche, relativ Meine Stüclte mit vielen Einzeibesitzem handeite und nicht um einen größeren geschiossenen AUmendbezirk, in dem aiie Berechtigten iiberall Bleichen Anteil und gleiche Nutzungsrechte hatten. Die in der GO vorgesehene Möglichkeit - für die Mehrheit der Nutzungs- berechtigten - die Teilung der Allmende zu Privateigentum zu verlan- gen, ist daher auch in Gießen nie versucht worden. Die Stadt nahm viel- mehr 1822 die Neuordnung der Verteilung der Trieb- und Wieaenviertel aus eigener Initiative vor und kam dabei zu einer Löguns, die sich teil- weise schon während des 18. Jh. angebahnt hatte. Die bisherigen Nutzungsberechtigten, d. h. die Einwohner, die vor dem Erlaß der GO das Ortsbürgerrecht erlangt hatten, blieben lebendang im Besitz ihrer Allmen&tü&e. Mit dem Tode eines bisherigem Inhabers wurde sein Stüdc aber nicht an den niirhsten Bereditigten weitervergeben, sondern fiel an die Stadt zurück. So war sdron im 18. Jh. mit Trieb- und Wiesenvierteln verfahren worden, die von der Stadt aw bestimmten Gründen zwangsweise eingezogen worden waren 3. W e Viertel, die jetzt auf diese oder jene Weise fkei wurden, soUten in Zukunft durdi die Stadt auf gewisse Zeit verpachtet werden. Mit der Verpachtung auf Zeit hatte man schon im 18. Jh. die Einlsiinite der Stadt nicht unerheblich steigern können. Daneben kam es jetzt auch häufiger vor, daß an die Stadt mrWdaUende Aihenägüter, meist Wie- senstüdre, in Eigenbenutzung der städüs&en Verwaltung übernommen wurden. Wagner4) hat in seiner Untersuchung Uber das Mnanawesm der Stadt im 19. Jh. an Hand der städüsü~enm u n g e n nachweisen können, daß sich auf Grund der nach 1822 geiibten Praxis in der Behanäiu~gd er auf- geteilten Allmende die Einnahmen der Stadt aus den an Ortsbürgern veriosten AUmendviertein ständig verringerten, währenä äie Einnahmen aus Verpachtung von Trieb- und Wiesenvferteh bis 1857 eine steigende Tendenz aufwiesenq. Ebenso stiegen die Eimdmen aus den Feldgütern der Stadt in eigener BewlrtrPdrafaing, wobei allerdings g r ö h Schwan- kungen durch den Ausfall der Ernte oder die untemchiediiäien Preise zu beobaäiten sind. 3 siehe 0. Kap. W.a c 9. 164. 3 H. Wagner. B. 0 ff. SDanad~b eglirn du r h e W adutum der Bt.dt vor olkm M& Oiikn zu (im Neuwegar Fclä). info&edemsen wurde Mihems Allmendluid der 1Pndwirbdiift W e n Nu- entzogen. Die Verpachtung vakant gewordener Trieb- und Wiesenviertel9 wurde nach 1821 du& die Stadt unter folgenden BedWmgen vorgenommen3: Die Pachtzeft dauerte gewöhnlich 3 Jahre9 Sollte die Stadt während dieser Zeit den Verkauf M e ß e n o der das Stück andaweit&! brauchen, mußte der PäQter sein Viertel sofort zurückgeben. Die StIidre wurden meistbietend versteigert. AAußeF dem Pachtpreis, der sich nach der Boden- güte richtete, war noch ein Anteil am Fddschützenlohn zu zahlen. After- verpachtungen wurden grundsätziich nicht .-g Das gepachtete Stüdc mußte einschlieRlich der Bäume in ,gutem Stand und BesserungU gehalten werden. Zu den durch Tod von bisher nutzungsberechtigten Bürgern frei werden- den Triebvierteln kamen auch -er häufiger Stüäce, die frei- zu- rüdcgegeben wurden. Zahlreiche Bürger empfanden den Besitz eine8 Triebvierbis jetzt als Ballast, ja sogar als , A r m ~ t s z eun~d ~w ollten si& üwr entledigen 3. Andere Stncke wurden zwan@weise eingezogen, weil die Ptlchter - wie schon in flrüheren Jahren - mit dem üblichen Jahreszine im Rüdcstand blieben. Im iibrigen vennied es die Stadt, die Rechte der Altbtkger an der Ail- mende zu beschneiden. Wer daa B ü r g d t v or 1821 erworben hatte und noch kein Trieb- bzw. Wiesenviertel erhalten konnte, wurde auch naQ diesem Zeitpunkt in der bisherigen Re-olge bedacht. Ailerdfhgs war ein zeitweüiger Vsnicht wie vor 1821 jetzt nicht mehr dglW; in diesern Fall verlor ein Altbtirger sein Allmendrecht end@Utig. Dagegen erleich- terte man den Witwen verstorbener Altbiirger die Weiter- ihrer Viertel zu den gleichen Bedhgungen; ledigUd die Kinder durften die Allmendredxte nicht übernehmen. Bürger, die ihre AilmendstüdKe für bauiiche BBaßnahm-en der Stadt abgeben mußten, wurden - fm Gegen- satz zu PtIchteni stets entschiidigtlg. Bei f r e i w e r Riickgabe von Wiesenvierteln du& bisher nutmngsberechtigk Bürger wurde es regel- mäßig so gehandhabt, da8 die Stadt die Stficke nicht nur in eigene Be- wirtachaftung übernahm, sondern auch die Allmendteiihaber mit durch- scbittJ.ich 2 fl im Jahr en.te&ädigte 3. Den Bitten von Wmendbe8ibem um Herabsetzung der ohnehin schon mäßigen jährlichen Zinsen wurde weitgehend entsprochen, wenn die Anträee nur e i n i g e b egründet waren. Der wegen des wadwenden Bedarfs der Bevökerung immer stärker ein- setzende Verkauf städtb&en Grund und Bodens konnte nun auch ehe- maliges Allmendland nicht mehr ausnehmen *).D ie Gießener Judengb 3- -werden der und wienenviarkl entrtuid im aiigemeiuen d u ~ t i Tod oder Wegzug von Bfirgan- ')StAG, u. Jh. ? N a U LI kam em mQ zu Uhgemx P.Otwitan. die aber fmmn von der Stadt roiort ldladbu warea '>Mea lklsg-a ba von Aiimendstüdcen brate aim in jener Zeit U V. noch einen Gewinn. 3 So wu- a a die T r i a ü v i ~ t z crin aKhiaist, die bei Anl- d a K rei8- rts.Ba nach 8tehbmh unä Li& -1 ihn Stücke verbren. U) Sieäe U. K8p. W,4 8.1'11. meinde erhielt 1835 320 Klafter rechts des Steinbacher Wegs oberhalb des alten Friedhofs aus ehemaiigem Triebviertelland zur Anlage eines eige- nen Friedhofs '3. Neben vielen anderen Einzelverkäufen sei hier der Ver- kauf eines Triebviertels an Prof. V. Liebig im Jahre 1848 vermerkt. Der Bestand an Trieb- und Wiesenvierteln, die den Allmendberechtigten noch zur Veriiigung standen, hatte sich bis zum Jahre 1846 wesentlich vermindert. In den Händen der Nutznießer befanden sich damals nur noch 361 Trieb- und 293 Wiesenvierte113. Die städtischen Einnahmen aus diesen Stücken waren auf rd. 1 110 fi abgesunken, während sie 1810 - nach der Erhöhung - noch rd. 1 630 fi betragen hatten. Das Bestreben der Stadt, einerseits den Allmendberechtigten nichts von ihren alten Rechten zu nehmen, andererseits aber jeden Versuch Nicht- berechtigter, an diesen Rechten teilzunehmen, abzuwehren, führte im Laufe der 30er und 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts zu erheblichen Spannungen zwischen Alt- und Neubürgern, die sich in den unruhigen Jahren 1848149 zu nachdrüdüichen Forderungen an die Stadtverwaltung verdichteten. über 100 nicht an dem Allmendnutzen beteiligte Einwohner richteten an die Stadt eine Resolution, ebenfalls Allmendviertel zu er- halten oder die Erträge der von 1821 bis 1848 frei gewordenen Allmend- stücke nebst Zinsen d e n Bürgern zukommen zu lassen. Die Gemeindeordnung von 1821 privilegierte nämlich einseitig die All- mendnutznießer hinsichtlich ihrer finanziellen Verpflichtungen durch Einriditung von drei Kiassen in den Gemeindehaushalten. Nach dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung wurden die Einnahmen aus der Allmende in der 1. Klasse allein auch wieder für die Allmende ausgegeben. überschüsse wurden unter die Berechtigten verteilt und nicht der Gesamteinwohnergemeinde gutgeschrieben. Deren Ausgaben irn aiigernein öffentlichen Interesse (Kirche, Schule, Straßen, Brüdcen U. ä.) wurden in der 2. und 3. Klasse begiichen; für diese Gemeindelasten wurden die Gemeindebiirger nach ihrem Steuer- kapital herangezogen. Diese ungerechte Verteilung der Lasten wurde durch Gesetz vom 22.11. 1872, das die Aufhebung dieser 3 Klassen in den Gemeindehaushalten brachte, beseitigt 13. Der Forderung nach Zuteilung von Allmendvierteln an Neubürger h ~ t e nicht entsprochen werden, da sie der Gemeindeordnung von 1821 wider- sprach; der anderen Forderung wollte man von Seiten der Stadt ent- gegenkommen, doch wurde eine endgültige Entscheidung noch zurück- gestellt, weil man eine ,,reichsgesetziiche Regelung erwarte". Auf Grund der nach 1850 zurückgependelten politischen Verhältnisse biieb diese reichsgesetzliche Regelung natüriich aus. Statt dessen erließ die hessen-darmstädtkhe Regierung arn 21. 6. 1852 ein neues Gesetz über die Gemeindenutzungen der Ortsbürger, das die 9 Jtidische Grabßkine am Nordost-Eingang den Alten Friedhofe deuten darauf hin. 9 Um 1T24 waren es rd. 1108 Trieb- und Wießenvlertel gewesen. '3 K. Hook, Allmenden, 5. W). GO von 1821 in manchen Punkten moäifizierte. Es handelte sich im wesentlichen um eine Angleichung der Gesetzesnonn an die tatsäch- lichen Verhältnisse. inzwischen hatte sich nämlich der Widerstand, vor d e m der Miuer- lichen Bevtilkerung, gegen die Aufl6sung der Allmende und die Be- endigung des Ortsbürgernutzens derart versteift, daß vielerorts die GO von 1821 nicht beachtet wurde und in Allmendfiagen wie frtiher ver- fahren worden war. Das neue Oeeetz trug dieser EntwiWung Rech- nung und ließ die Allmendnutzung in gewissem Rahmen wieder zu, wobei auch die neuen Bürger unter teilweise erschwerten Bedingungen Anteil nehmen konnten. Die Einzelbestimmungen dieses für Allmend- rechte im früher darmstädtischen Hessen bis 1962 16) geltenden Gesetzes brauchen hier nicht erörtert zu werden '9, da in Gießen hinsichtlich der Behandlung der Ailmende nur unwesentliche Andeuigen eintraten. Es kam hier zu keinen neuen Berechügungen an der Allmende; viel- mehr wurden die freiwerdenden Stücke - wie schon seit !B22 - von der Stadt übernommen und meist an interessierte Bürger auf Zeit weiter verpachtet. Da die Zahl der Bürger ohne Grundbesitz im Laufe des 19. Jh. erheblich angewadisen war, bedeuteten die Trieb- und Wiesenviertel auch als Pachtstücke für viele Einwohner eine große Hilfe und waren sehr begehrt. Ein großer Teil der ehemaligen auf- geteilten Ailmende wurde auf diese Weise noch bis in die jüngste Zeit als Adcer- und Gartenland an Bürger verpachtet, und erst die Bebau- ung der letzten Jahre hat die Reste im Gebiet zwischen Schwanenteich und Grünberger Straße verschwinden lassen. Die alten Allmendviertel, deren Zahl um 1870 noai rd. 50 betragen hatte, waren bis 1896 auf eines esd dun oben. Es war das Triebviertel der Witwe Chri- stian Löber I., das bei ihrem Tode 1901 an die Stadt RirüdsfieL Mit der Wieäerverpachtung dieses Viertels für einen jährWen Betrag von 10 Mark - Frau Löber hatte zuletzt 6 Mark im Jahr bezahlt - hatte der Ortsbürgemutzen in Giei3en, die Ailmendberechtigung seiner alten Bürger, sein Ende gefunden. C Der Ubrbe Bcsits &r Skdt an Grand und Boden Neben den Waldungen und der als Adserland, Wiesen oder Weiden be- nutzten Allmende hatte die Stadt Gießen vor dem 19. Jh. keinen be- deutenden Grundbesitz als Gemeindegut. Zwar fehlen uns für die frühere Zeit schriftliche Zeugnisse, die den Grundbesitz in Gießen im einzelnen darlegen I), aber die seit dem 16. Jh. *)Erst im Oktober 1WZ hat der Hw&che Landtag die letzten Allmendberechtl- gungen in 11eaßen aufgehoben. ubcr d i w Q eaetz und eine Novelle Wm 1. T. UM &ehe K. Eook. Allmenden. S. a1 ff. Wr eine AII;.IYK der Mlhen G r u n d b e d t z v e r ~in~ne rhalb des Burieher der Stadt fehlen die Quellen; Khon eine Utere Untersuchung konnte far Gie0en keiac Erpbnine erbringen (A. Nagel, Zur Genchichte dea Grundbuitzea und ICrecIiti in den oberheaskhen Stldten, in: Jahmaberfrht deil Oberhe&a&en Verein8 far LokalgeKaichte Bd. m, Moa). erhaltenen stüdtischen Itedmungen und die Zinsreei#ter weben aus, dai3 das wal-e Land in der Gießener Gemarkung zumeist in Privathand war. Ais der Landgraf 1698 dagegen ehdwitt, daB in der Stadt Gießen die Giiter in zu viele S e e g eteilt wurden, wies die Stadt sein Ersuchen mit dem Bemerken nir4dr, daß in GieDen keine ErbbesW~ds-,L andSiedel- oder Hofgüter vorhanden wären 3. Wir dürfen daraus entnehmen, daß die Mehrzahl der Bürger seit der P'rühzeit der Stadt das volle Nutnrngs- und Verfügungsrecht über den Grund und Boden hatte und lediglich den Grundzins an die Stadt als ursprünglichen Grundbesitzer bezahlen mußte. Bürgermeister und Rat hatten ihrerseits für den einst von der Landes- herr&& zur Verfügung gestellten Grund und Boden die sogenannte Erbgülte zu leisten. Daneben gab es eine Reihe von steuerfreien Giiter- stücken, die vom Stadt- bzw. Landesherrn aus besonderer Gunut ohne den Umweg über die Stadt an Burgmamen oder Bürge vergeben worden waren 3. Die Stadt selbst machte vor dem 19. Jh. nie den Versuch, eine eigene aktive Bodenpolitik zu treiben. Sie strebte weder nach einer Erweiterung ihres Landbesitzes, noch dachte sie daran, sich durdi den Erwerb von Grund und Boden in und außerhalb der Gemarkung eine Art grundherr- licher Machtstellung zu schaffen. Aus diesem Grund kam es auch zu keinen folgenschweren Auseinander- setzungen mit dem SWdt- bzw. Landeaherrn. Man suchte im Gegenteil meist die Unterstützung des Landgrafen, wenn die B- des städ- tischen Besitzes Schwierigkeiten bereitete. Die Landeshemdmit behielt sich ihreneits immer ein gewisses Oberaufsichtsrec4t iiber den Suidti- schen Besitz vor. Sie war es auch, die im 18. Jh. - wie wir oben sahen '1 - intensiv in die wirtschaftlichen Belange der Stadt eingriff, um den zer- rütteten Haushalt zu verbemern. WHhFnrd sich das Reglement von 1721 in bezug auf Grund und Boden hauptdldillch auf eine beswre Nutz- bannachung der Allmende ,- gingen die landerherrlidien Ver- fügungen und Vorschläge der 7Oer Jahre des 18. Jh. darauf aus, den iibrigen Grundbesitz der Stadt sinnvoller zu verwerten, um die städti- d e n E knahmen zu erhöhen. Bis zum 19. Jh. kamen An- oder Verkäufe von stadtischem Grund und Boden so gut wie nicht vor; die Stadt unternahm auch von sich aus nichb, um aus ihrem Grundbesitz den seit dem Ende des 16. Jh. festzuddlenden Fehlbetrag im Stadthaushalt auszugleichen. Zwei Beispiele w e n das beleuchten: Im Jahre 1683 war der Stadt als GMubigerin die Wiese eines Bitrger~i n Größe eines halben Morgens am Steltzenmorgen-Wald zugefallen; sie ver- 3OUB ii.Ui2OifL 3 D a G i c ß c n . 1 . e ~ g c & r l i n d c t c B t . d t u i g ~ w c e d m d u i , n f r d m d r h h i a r teflweime um eine Qründerldhc gehandelt haben (Sieh0 duu 8. Ricbmal. Die Enmehung der W e n E rbleihe, in: ZR0 Bd. P,W 1.S. 10. 4) vergl. o. ~ a pW. ,tc und St A G, Reglement.. .v on 1711, p. M. Nur 6 rPpearnd bslolgte die Stadt VomUge dcr iande8hemiiIen Korn- mirrkplciD4frqn1' *U) und 11799, ihFesi G-tc ntlWcbr isrtd e + r m & d w - a l ' ~ W h ~ t e O w k n h a u t e - 3 dem kurios an, wenn sie davon ausgehen, daß die meisten Land- und Dorfstraßen in der Gemarkung Gießen ,allzu breit und einige gar ent- behriichu wären. Man wollte also auf Kosten von Wegen und Straßen neues Geiände für die Stadt gewinnenis). Ferner versuchte man, durdi Pflanzung von Obstbäumen und Wiederaufshhng ehemaiiger Wald- flächen den städtischen Besitz zu verbessern. Aber nur wenige Maßnahmen wurden wirklich erhigreich zu Ende gefüh r.t)' 1 Es kam auch auf Anregung des Landesherrn eum Verkauf bzw. zur Versteigerung einiger wüster Plätze und kleinerer städtischer Grund- stücke; dies vermochte j e d d keine wesentliche Andenuig der Verhält- nisse herbe- 13. Auch im 19. Jh. wandelten sich die Maßnahmen, die die städtisdie Ver- waltung in bezug auf Nutzung und Erweiterung des Eigentums an Grund und Boden ergriff, machst ni&t wesentlich, wenn man von der durch Gesetz erzwungenen neuen Handhabung bei der Vergabe der Trieb- und Wiesenviertel nach 1821 absieht18). Natürlich hatte auch 4ie Wald- und F o r s ~ a fint d en sudtischen Waldungen unter der staatlichen Ober- aufsicht andere Formen angenommen '3. Nach dem Weifen der Festungswälle mehrten si& wohi albWich die TmnsaMonen von Grundstücken, d. h. die Stadt mußte n o t g h g e n für ShBenerweiterungen und Nmanlagen, für die Vergrößerung des Friedhofs, Regulierung der Wiese&, Bau von Schulh&usern,A nlegung %n Flutgräben, Viehtränken und ä. m. W d e e rwerben; aber alie diese Käufe hielten si& bis in die 7Oer Jahre des vorigen Jh. in engen Grenzen. Man unternahm nur das, was unbedingt notwendig em%ien, weil die Verantwortlichen in der Stadt glaubten, das städtische Budget nicht iiber- mäßig für den Sektor Grund und Boden belasten zu dürfen 3. In den Jahren 18-1860 wandte die Stadt daher nur relativ wenig für Grundstüdrserwerbungen auf. Kam es einmal zu größeren Aakgufen, wie beispielsweise 1836 und 1845 zur Reguiierung und E r w e i t e m des Wie- sedcbettes oder 1839 und 1845 bei der Vergrößerung dea FrEedhotes, so mußte das Gelände wegen dieser zwingenden öffentlichen Bedürfnisse meist m iiberhöhten Preisen erworben werden. Weiterverka* Verpa&- tune oder landwhkämftliche Nutzung biieben der Stadt hier vers&lossen. Um den langsam sich erweiternden öffentlichen Anforderungen gerecht zu werden, mußte die Stadt iiberdies aus ihrem bisherigen Besitz, vor allem aus angefallenen Trieb- und Wiesenviertein, Geiände in die Masse geben oder m Tauschzwedren anbieten. 9E # wurde U. a. damP1i eine O b n t b a ~ u l ei ngerichtet. 91x1 jener Zeit entstand auf einem wüßten Stück des ,ViehtriebP ala Wieder- auf altem StadSwaldboden drill bekannteUnlienwP1dchen in Flur 17. wo heute die ärei Eochüäuier stehen. 1- wird dtsra WaMsMck von 4 Morgen &er&enwUid&enu genannt. Y) Me V-en erzielten nur g-gige Er-. 3 Siehe o. Kap. N,ld . 3 Siehe o. Kap. W,ia 8. ES ff. '9 J. A. Meyer, Wma&amiche Verh(Utniese, 8.62 f. Der städtische Grundbesitz um da5 Jahr 1760 Fläche Benennung bzw. Flur Funktion Lagebezeklmung Wald: BisMitte 18. 2 570 Morgen Gießener Stadtwald Jh. Mark- W* - Eigentum 150 , Vorderster Steltzenmorgen Teil 56 wen- 65 , Hinterster Steltzenmorgen Teil 57 Eigen- 270 , Hangelstein wiese&. Eigentum Gemark. 490 , Fernewaldanteil der Stadt N-60 Bfs 1776 368 , Wüstungen im Fernewald 58-80 Markge- 30 , Wiesen im Fernewald 58-60 nossen- Ackerland: wentum d. Stadt e -li 90 Morgen Z-en den Eickgarten Trieb- und der Grünberger Straße viertel- Allmende 55 , Zwisrhen der Grünberger Straße U. dem Anneröder Weg 80 , ZwkhendemAnneröder Weg n und dem Steinbacher Weg Professe- 10 , Gegeniiber dem Friedhof renviertel Ackerland: Besoldung: (Gemeindaut) Stadt- */r Morgen Auf dem Trieb schreiber 1 Auf demTrieb Besoldung: Nachrichter 11s , Auf dem Trieb BesoIdung: 2. Stadt- pfarrer 1% , Auf dem Trieb H e . ~e~i==m3&- räte 1 , Grabland auf der großen Mühlenbe- Weide U. bei der großen stand: StadtmiU.de Stadtmühle Leimenkaute im Neustädter Gemeinde- Feld But Leimenkaute auf der Hardt Gemeinde- gut 111s , Vor dem Neustädter Tor MWenbe- stand: Wiesen außerh. NeumWe d. Waldes: (Allmende) Wiesen- B 34 Morgen Wiesen hinter der Burg viertel- f* Allmende 80 , Stadtwiesen zwischen Wiese& n g und den Eichgärten % 8 , Wie~enh inter dem Wald- brunnen Fiäihe Benennung bzw. Flut Funktion Laeelxzdd-a 5 ,, Whsen auf der Speclr bei %I Wiesen- den TorfiWern hinter der viertel- Piockbriidce Aiimende lllr , Wiesen am Gbsadcer 19 4 ,, Wiesen am Steinbaiher Weg 16 wiesen außerh. d. Waides: (-eindegut) 41s Morgen Wiesen im Heegstrauch, die 19 Mahlen- .MUiierwießU genannt h l t m d 5 ,, Stadtbieiihe 28 AuiW 2 ,, Wiesen am Wißmarer Weg 28 Stmlbeßite I ,, Scäiitzenwiese unt. der Hardt 95 DsmPeld- 1 Sihübxq&td~eninder rQQtz plr - 0 p p a d Beaolduns abrrren ,, Wiesen iiber und unter dem 88 Mithlen- Wehr bei der NeumUhien bestand: Neumühie I ,, Wiese bei der ,mein-MUhie" wiesen am und im Stadtwaid: Fhter- (-e8ut) - 7 Morgen Wiesen am Scheidges-Tri& 15 aieaen 5 U Wiesen auf der M e i d e 15 SI 4 U Wiesen im Faulen Boden 47 Obariarster- 9 U Wiesen am Anneröder Weg 49 -urig Mrabaidcai W.lrwhatar 7 . ~ W l e s e 54 Zur Unter- h.ltunsdar Stadtodlmn 18 U Stadtwiesen iinicer Hand der 55 Besoldung~- GrUnberger Straße w e 10 H Wiesen auf der Au am Waid 57 -Une ifb.IFOmter 6 H Wiesen am Steltzenmorgen 57 fmsteltzen- mors- Von den Stadtwiesen an der GrUnbea-ger Eitraße, die teil- dcm H- tfPrbea Z-Meh dienten, waren foieeade F11d1en nir Berokkmg aus- Morgen Stadtpfarrer 1 U Stadtschreiber 3 W Scäuipraeceptor 1 W Den 2 Ratsdienern U. Stadtwiegemeißk lllr ,, Den 4 Kuh- und 2 Mwein* 1 U Narhriihter Der städtische Grundbesitz um die Mitte des 19. Jh. r Heutige Fläche Flur Benennung bzw. Lagebezeichnung Quadratkiafk Funltäon 3 Z M e n d em großen und Meinen Steinweg 3 850 Wiese 3 Zwis&en dem graßen und kleinen Stehweg 550 Aclrer 3 Ober dem Steinweg auf die S&oor MI0 Wiese 4 Kirchhof am Nahmgsberg 558ü Friedhof 4 Am Nahmgsberg 630 Adcer 7 Auf der Wart links der Chaussee 340 Acker 12 U n k d em Leihgesterner Weg 140 WUstunS 14 Bei der alten Sandkaute 800 Wiese 14 Bei der alten Sandkaute 2900 Adrer 15 Auf dem Scheidges Triesch 3650 Wiese 15 AmHeegstraiich 5500 Wiese 15 Aui der Laiaeheide 4700 Wiese 15 Am Steinbacher Weg r d t s 550 Mebviert. 16 Z-en Licher Straße und Steinbaeher Weg 80 780 Triebviert. und Acirer 17 Zwisohen Licher Skaße und Grünberger Straße 11 260 Triebvkrt. uad Adrer 18 Zwischen der Grünberger Straße und den Mebviett. EiduHrten 42700 und Adrer 18 Auf die Eicbgärten und die Wieseck 17250 WiesWert. 18 Am Gänsacker 9450 Wies'viert. 19 Eeelswlese 1450 Wiese 19 Bei der Taubenbhke am Waldbrunnen 2 400 Wiese 20 Auf den Wald bei den Torfiodiern 7 450 -Wert. 20 ZvIiKhenWie6edcundEichgärtea 14688 Wies'viert. 20 Auf der Specg und die Torilöcher 3260 Wiese 20 Hinterm WalIbrunnen an der Wiese& 4 350 Wiese Gdgenberg 1180 Wilstune Auf dem Sandfeld unweit des Schäferbrunnens 140 Acker und I Wtistune 33 Unter der Hardt lsOO Adter 34 Auf der Hardt am Gleiberger Pfad 5450 Wüstung 35 Aui der Hardt über der Kroppach 250 Adter 38 Am Hemm auf die Lahn 3 95ü Wiese 38 Marktplatz auf die Lahn 500 Witstung 49,51 U. 52 Wiesen unterm Stadtwaid und A l m 10 600 Wieae 53 U. 54 ZvIiKhen Grünberger Straße, Rödgener Weg und ckhsenwiese 13 7 s Wiese M An der Obenwiese am Steltzenmorgen 4 000 Wiese 54 Och~enwiese 10 750 Wiese 56 Wiese vorderster Steltzenmorgen 40000 Wiese 57 Wiese hinte- Steitzenmorgen 14 700 Wiese Der Städtische B r i b a n Grund und Boden um 1900 koäbnr ich innrrholb drs Anlogrnringrs (kein blödlirhw Orsilz) Karte Nr. 16 Obwohl aleo die Stadt gegeniiber hlfheren Zeiten am Gk- t e h m ~v ermeMen Anteil nehmen mußte, zeigen die AuPPtelungen den städWen Vermögens zwitxben 1840 und 1860, dai3 eich der Besitz der Stadt an Grund und Boden im Vemkkh zu dem Stand in der Mitte des 18. Jh. noch Pieht weaenüic4 verlindert hatten). In der Aubkkmg des 19. Jh. sdad äie FiWma in Quadraüchfkr ab* rundet angegeben'q. Die AuiMihiung rhhtet Si& muh den heu- Ffurem und ist nicht muh Bemitmawmhm gescbiedea Der Waid biieb unkrüdd&ügt, da er inzwtclchea der staatuchsn Forstaufskht unkmbiit war.8dneFiä&ehatteskhkaumverWdert'3. Verglddie ZWbdlen dani rtabti6c&en Besitz um 1- um die Mitte und gegen Ende des 19. ,Th. in dem Bereich aderhaib da &aiagenringa (aiter )-P ergeben eine weitgehende -ang yad M- scn, drd) ridi vor 18äü die Gnmdsubstaaz dsi S t a d ~ e Gn ~d ~ unä Boden Pieht spsllndert hatte. Kieinere Abwe&Bumgen edWen ddi d u r c h d i e i n d m W a l d ~ t e n i r t B d t L s d e n W P e a a r u m i d i r r d r d i e oben g- kudrfdgen E n m W x ~ nde r Stadt iür 8ffenüidm Maßnahmen. E t n e ~ c h e ~ u n e e r g l W d i e G e 8 a t n ~ v o a r d . 3 8 0 0 0 0 QuadratkMter. Da8 sind nacti heuttgem SlWmmwß rd. ho 8tädüseher BedtzanGdund~außethalbderFhirlCAnlagcarinObisAltcan- Straße und Lud-) und ohne die wrudungen. Er& ab 1880 begann die eigentiiche Stadbmeiterune '3. M+ M t m ußtg jetzt stärker als bishar dazu Obergehen, den f4r Wege* stre&air, BaupMtze und Offentü&e Gebäude notwendigen Boden aubarhnib. b alten aufzukaufen und eine in die Zukisnit gerid~WaB oden~ poiitik zu treibai. Es dauerte aber noch bis zum J a h w 1888, ehe die StadMter dazu e n t s c h l m Grund und Boden nfcbt mehr nur fItr akut vorliegen& ijffentbh BdtWdm? und notwendige Arbeiten zu erwer- ben, sondan ,auf VorratU zu kaufen"). Es kam W&- *) St A G. G - w iPr aiUB.ltiv0- LtlCI#Q. 31-Mtb-*.-- 1 ) ~ . ~ u b i . ~ m ~ & ~ 7 ~ w l l t ~ c d a r r t . & o a l l a i a n w ~ ~ ~ i ~ r 6 ~ Jihr UYmitrd. lST2h.m 8Udl0. E.p. W. l&AlU& “ ) N u h ~ d t . a 8 m d ~ W U p m ~ u i d Q h l l b d r i ) - daaGebletumdls ,im-t'--QUI*m.l*dl. Wllh.lm-uid--IpiCUI*,-eiuwr--w.IItor ~ d e r ~ g e r S t r U l a , t m d ~ ~ u d b ~ d e b ~ N a r n r a p r T o r 8 n ~ u n d Q ~ ~ b f i r u e r A l t a m ~ L m ~ i . 1 k t w u n w ~ ( H l i o h a ~ t e ~ ( I Q d i n l r u . u n d d a R . t r r m i n i ~ ~ r ~ ~ D h ~ r U a ~ n u a a o b ~ ~ n B a b . u u n l , n r u i m i n v o a (ohne W h ycuI1.n, librtlsa und A m * lokalen -t. r ) ~ h ~ b e f m W m V ~ & a i ~ d ' = ( 9Gibeßedn t velmitelt uiu die zahl da did- GnmdrwoLulid. in -1 in einem Gebiet, dessen natürliche Gegebenheiten als siedlungsieindlich anzusehen sind, wurde die Stadt Gießen in Anlehnung an eine bereits vorhanden e -h Burg wahr&- in der ersten HHllte des 13. Jh. von den PEalzgrafen V. Tübingen gegr&&k S&on im 2 oder 3. Jahnehnt ihres Be@tehensg ing sie in den Beeitz'der Landgd&mft Hessen Uber, in deren Territorium sie jahrhundertdang als landesherr- ii&e Stadt und Festung und vom 17. Jh. an als Regierungssitz des ober- hessischen Teiia von Hessen-Darmntadt mit der 1807 gegründeten Landes- univendtlit eine bedeutende Rolle spielte. Den Grund und Boden für die ersten Siedebtätten, für Hof-, Garten- und Adserland, steiite der Stadtgrhkr aus seinem freien Eigentum in der weithin vemumpften Talaue von Wies& und Lehn zur V e.- Das Gelände für den ältestem Anbau war zunächst sehr besrentt, weil das um Burg und Stadt liegende Land größtenteiis bereits von den damais be- stehenden Siedlungen in Anspruch genommen worden war. Möglichkeiten zur Scnatfune land- Nutznäche boten der Wald und die Lahn- bzw. Wiesedccbene. Rodung und Entwässerung waren daher die ersten innenkolonisato~enW nahmen, welc4e die Bürger der Stadt mit Xilfe des Lanägrafen dw&Wxtm. Er wies ihnen Gebiete in der Talaue an unä Ofhiete einen Teil des alten W M e r W aldes, indem er die Erlaubnis zu Rodungen erteilte. Darüber hinaus gab er den Bürgern seiner jungen Stadt und sainen adiigen Diendeuten, den Burgmannea, einen gm&n Beeirlr des Wiesfeer Waldes, dem er lmbr eine wirker- venvaltung stelita, um ailen Beteiligim, Burgmannen, Stadtgemeinde und Bürgern, die notwendige Nutzung gleichermaßen zu sichern. Abgesehen von diesem Maikwald, war die Gemarkung, die der Stadt in ihrer Frühzeit zur Verfügmg stand, verhältnismWig klein. Sie vergrö- B e r t e d c h a b e r i n d e r W t ~ m E n & e d e s 1 3 . b i s n i m ~ d e s 1 5 . J h . erlrebii& durch das aihäU&e Aufgehen v M e d e u e r nahegelegener Siedlungen in der Stadt. Wenn dabei auch eine unmittelbare Einwirkung des Stadt- bzw. Landes- herrn. d h. eine erzwungene Siedlungsverlegung auf Grund der Ober- lieferung, nicht angenommen werden kann, so darf dah nicht außer ac4t gelaesen werden, äai3 das Vorhandenaejn der bei- Stadt mit ihren -&en BfWWbiten und der vorteilliaiteren rechtlichen Stel- lung für eudehenäe Bewohner eine nicht zu unbmhätzende Anziehungs- krait ausübte. Sie muü so stark gewesen sein, dai3 wahr&einU& alle Bewohner da c h i i m Verhältnis gröBeren Siediungen um Giei3en, Kmg pa&, Aäutatt und Selters, die in der Stadt aufgegangen sind, in den befWigbn MarLtort umsiedelten. Darauf lä0t WeBen, daD die Gemar- kungen dieser Dörfer nahem vallrUIadig in dem Bereicti der Giehmr Gemarkung einbezogen wurden. Von weiteren kleineren Siedlungen sind zumindest Teile in der Stadtrnark aufgegangen. Sieht man von den im 20. Jh. dmehgeführta Eingemeindungen von Wieseck, Klein-Linden und W e n b e r g mit Herrnwaid ab, so hatte die Stadtgemarkung im 15. Jh. nach Abschluß der apätmitteAaiteriichen Wüstungsperiode ihre großte Auedehnung erreicht. Ais man zu Beginn der Neuzeit damq&?, die Gemarkungen linear gegeneinander abnienazen, erwiesen sich die in die Stadt einbezogenen Fluren der aufgegebenen Siedlungen als so weimufig, da0 iie von der Stadtbevöiicerung auf die Dauer nicht mehr voll genutzt werden konnten. Ee kam daher vom 16. bis 18. Jh. nicht nur zu mhhichen Verkäufen privater Gtiter an der Peripherie der s1dtischen Gemarkung, sondern Gießen eriitt auch seit 1M)O gewiue Einbußen seines Gebietes. Da die angedeutete Entwidciq bereits eingesetzt hatte, ehe die genaueren Ab- markungen und die Grmmmgänge mit den Nachbargemeinden begannen, hmem rrchon ctie erstan uns überiieferten Auseinan&mahingen und eG- aus dem 10. Jh. erkennen, da0 Gießen in gewissen Außai- W k e n seiner aemarhuig Gebidskile aufgegeben hatte oder dort mit benachbarten Dörfern um seine R a t e ringen m u h . Ms Gießener Grenze Web in jenen -en, besondere in den weiter unten erwähnten Koppeihutbezirken, noch bis ins 18. und 19. Jh. umstritten. Die Gemar- kmmmtwicJclung kam erst um die Mitte des 1% Jh. zu einem gewissen Abachiuß, als die Aui!ii%mg der noch bestehenden Koppeihuten, die genaue Fcebzhmg der staatiichen HQheitsgrenzen (gegen da8 Herzog. tum Nassau, ab 1815 KO - Preußen) und die Beendigung jahrhun. dertelanger G r e m s h i W t e n mit Nachbarsemhda (inrbhu>ndeM dea Staates durQ GeWzgebung und Vemdtung wer dabei von nicht geringem Einnuß. Zuvor hatte die Stadtgemarhng durch den Zukauf des Steltmnmorgen- Waides im Jahre löO2 und dun% die Aufhebung der MarkgemmmAaft Fernewaid im Jahre 1776 noch eine betsächtiiche VergrWenmg erfahren. Die heutige, weaenW vcrsroßerte Gbbner - mit rd. 5710 ha - ist errt in uiwrer Zeit Im Jahre 1005 kam es zu einem Taevertrag mit Heudteiheim, der äie Stadtgranmn wasüich der Lahn veränderte. Am 1. C 1039 wurden die Gemarkungen von Wiesedr und Kiein-Linden und die Waidgeinarinang Wiiffenberg mit Humnwaid (insgesamt aber 2250 ha) der Stadtgemarkung dun% Venügunp der dama- wen Regierung verwaitungsmäßig untersteiit. Dur& VerMLpe mit Nach- bargemeinden änderte sidi auch nach 1050 die fidüs&e Grenze noch in geririgein Maße. Mate Gießen wie g& in der Zeit vom 16. bis zum 19. gewiese Verluste reinee Gkbietea hinnehmen, so hielt die Stadt awhemwib an den auf sie tiüerkonmwnen Wddemn* in vemchi- bezirhen bis ins 19. Jh. fest, nicht zuktzt dmmgen, weil ihre Ackerburger seit frühester Zeit eine auwpdehnte Viehzwht betrieben. Seit der erheb- iichcn der Waldweide waren die Wedäemd~te auf den Koppeihuten unentbehriich geworden. Die Betrachtmg dteirer Koppei- huten bildete für unsere Untersu&ung ein weaenükh~llG iid der Ver- C ning medlf aaS .Ua -utr&tb der Sfqdt au! Wti- . i m i q . i = ~ ~ d r ~ d e r o c m i . s b r m ~ f m I 8 . I h . I l s B d c h ~ ~ p u r d s a A k t a i ~ ~ ~ ~ ~ ~ m d r t m P P n t a r ~ a n r d s a , d a 6 d i e ~ k d s r X ~ a n d e o i ~ a o ~ t e n ~ t r b lIta&+ e b a e rpQ* in der Stadt aqrqaluenen EzkdhrUen wllrt ge- .rirol.äairniae Dadiexo@dh&mnifihtwicdieIautpan#firreprduikn~tllQ~ ~ ~ ~ r i d l ~ ~ s l ~ ~ i ~ ~ i n e n i n n v o n ~ o d e s m e h r D 0 r f e P n ~ ~ ~ i a ~ n O Q n i c h t ~ v o a n i t M a & a ~ ~ ~ t s b l l s b i h n Z u g c - ~ * g a r d f i o d e r ~ M ~ v o m B s ( r i n n d a : N ~ t b b ~ 2 9 . J h . m d u t ~ ~ ~ ~ w # h d i e ~ i ß ~ n i t u i e ~ n L i h t O b a r b l : ~ ~ u d , x , ~ Q C h diedanifiamqiqMiraanandenElbppen~~banmefrteratchnch~ A-kJwQ-U<-ntlirltimm.JhJh.-dmtle- B b d r h k i ~ ~ q ~ e o c l b r t d a n a n f c h t x u m ~ d ~ ~ e n k n n g ~ e x l ~ ~ d e i n d c r g . a # n Z d t i h r a a B e - rtaltair unbmWtgn au Gkkxm Gamrhm8 zählten, wie e B. die im - 8 . n n ~ o k a r O g a o t d a t i b i y p a b b h i t b g o i p p c a h u t ~ - H u d t l n i t ~ U n d ~ ~ ~ b a f t e # i n e n Q n m d n i a r t r a o & a * e b i ; ~ a o ~ l l t F ~ t g e l ~ ~ t s a , r o s r d e p i . i p y r i n a a d a d ~ ~ d a ß ~ b d a r e ( t c r Q t o a a r i p a e BWmgal wlß die ihm An- ~ ~ D i e ~ t f a n ~ ~ d M r c a K w ~ ~ ~ v ~ w i a r ~ u P d d i r , b i c i i n d i e newm%aSt-=der--la#an d r n r n d ~ d a ~ d & L ~ i n ~ k t b . m a d b n l r h s r r a t m h a n d e r e ~ B d h n l C a i ~ d t r n i M - & l e I l b c r W i l r t u a g e n I n G ) ~ a * ~ ~ mindestens bis zum Beginn der Neuzeit in der Lage war, sowohl die kommunaien Bediirhriese zu befriedigen, als auch die Hoiz benötigenden Gewerbe in der Stadt und die bürgerlichen Einzelhaushalte wirlsungsvoll zu unterstutzen. Die bis ins 16. Jh. sicher nur nach dem Bedürfnis vorgenommede Nutzung des Waides brachte in Verbindung mit der Vermehrung der Stadtbevölise- rung eine maßlose Verwüstung des Märkerwaldea mit eiQ Sie führte unter maßgeblicher Einnußnahme der landgrimmen Regierung zu Wald- ordnungen, wie sie in ähnlicher Form auch für das ganze Land erlassen wurden, um der drohenden Vernichtung der Bestände Einhalt zu gebieten. Die erste solcher Ordnungen ist für Gießen aus dem Jahre 1574 Uber- liefert, doch Nt als sicher, daß die Maßnahmen zum Schutz des Waides schon früher einsetzten. Da sich die Stadt allein der zahllosen übergriffe und des Waidfrevela vor allem seitens der Burgmannen und der vielen Soldaten mit ihrem Anhang nicht erwehren konnte, wandte sie sich oft rat- und hiihuchard an den Landgrafen. D o ä ~st and die Landeshe-aft hier vor einer schwierigen Situation, da weder die Stadt noch die Burgmannen und die Soldaten der l enr lmäf l ih Gamdsom vergrämt bzw. vertrieben werden durflen. Rotz aller Schwierigkeiten versuchte jedoch die Stadt zu keiner Zelt, Politik auf eigene Faust zu treiben, d. h. mit ihrem Landesherrn zu brechen oder aus seinem Machtbereich auszuscheiden. Sie hatte vieimehr eln stets ausgeglichenes, zeitweise sogar ein ausgesprochen gutes Ver- haltnis zum Landesherrn. Der städtische Markwald war von Anbeginn sowohl für öffentliche wie für private Interessen genutzt worden. Mit dem Beginn der Neuzeit traten in der Nutzung bedeutsame Veränderungen ein. Während der Waid bis dahin in erster Linie das benötigte Bau- und Brennholz lieferte, trug die durch den regellosen Icimaag und den un - Zugang ver- ursachte Waldvemüstung dazu bei, daü in der Foigeedt die Waldweide für die außergewöhnlich mI3e ViehzuQt der Stadt und ihrer Adcerbürger im Vordergrund stand. Aber auch sie muI3te - ebenso wie äie tibrigen Nebeanutzungen - seit dem 16. Jh. unter strengere Kontn>Ue gestelit werden, um wenigstens die notwendigsten Bedui.rilfsse zu sichern. Immer lieue Waldordnungen sollten den Ubebtünden abheifen; sie hatten aber meist keinen nachhaitigen Erfoig. Ehmhmqueiien für die Stadt aus ihrem Markwaid waren in jener Zeit fast nur Waldfreveistrafen oder Mastgeider, wenn der Anfaii von Bucheckern und Eichein ausreichend war, um den Eintrieb der Sdiweine zu ennögiichen. Eine d-ende Bessenuig trat erst ein, ab mit der Vberaahme des ehemaligen Markwaides - wie auch der tibrigen städtischen Waldungen - durch die eteatllche Forstverwaltung gegen Ende des 18. Jh. andere waldbauiiüw MaBnahmm unter streng f o m t w b ~ c h e Gn c sichb- punkten ergriffen wurden, die dann wlllirend dea 19. Jh. zu so guten Erfoigen führkq dai3 die Stadt noch heute aus dieser Waldwirbchatt ihren Nutzen zieht. Der Holzertrag, der seit dem 16. Jh. besonders im städtischen Markwaid fast vöiiig zum Erliegen geiunnmen war, setzte erst in der zweitem IMlWe des 19. Jh. wieder in großez.em Maße ein. Da der Stadtwald nicht nur das Mteste, sondern aueh zugietdi das einzige -end- baw. Gemeindegut Gießens war, suehten Stadtmemmltung und B U r g m n a& peuctl M&&Wceitand er Wald- baw. Bodennutzung, vor allem naQdam dem -ten und wMkWWmn Gebrauch des WPldeswnaalt~woadeDwerunbditwachsendeZahlderBiirger ohneoRinBbcsitrEandfürihreeiqaasnBcd~knaäqte.Weilder 8SdtWbi d- aber bls zum Beginn der Neuzeit für die Marder- nisse der Gemehde und ihrer -er voll aumiehte, setzten diese Ver- suche er sgti- - 8pät ein. So ließen Bürgermeister und Rat mit Erlau- der Märker wahtePd des 16. und 17. Jh. gewisse WaldfMchen in S t ad tdb roden und echuien daraus memt tih Wiese-n-, später die MabvEdel ab Alben& Yür ihre Bürger. Meee , V i ~ " rd. 860 qm groß - wurden den vo11 - Bar- gern unter bestimmten Bdimmgen auf Lebenswit zur Veifngune ge- Wt. Es entstand daraue eine Realgemehde als zur -tenIfiad,&h.derefnzelneBCitwhattemm-,msoeidern nur 4 x 1 Bi-t . Wie für alle Nukungea im Markwald verlangte die Stadt auch- M t diese Allmendgaben ab Gegenl- einen - wenn auch mäßigen j-lichen Ziaa Dies fst gegeniik äen V~~ in anderen Orttra bemerimmmt und weist darauf hin, äaß die gesamte Alimexbder Stoetmit Ausnahmeder K-uh aufaltemhemebfb Uehem Unurd und Boden, dem großen Stadtwalä, lag, der einst dem jungen Gidkn nir Verwaltung und NutznLeßuneü bertmgen worden war. Der LancWbm behielt efdi stets ein gewisses Obereigentum vor, was U. a auch darin Z ~ O DA wäruck kam, daß die Stadt Yür jeäe Neumdung den Radzine zu zahlen hatte. Die besondere Nutzung, äie Giehn von 16~0a n dcn Ptoka#rren der UniversiiULt in dem Gebiet der Stadtallmende unent- @tU& %u -rV stelik, zeigte andererseits, daJ3 die Stedt reiativ Zrei Qber ihrem Wald verillgan konnte. Die soge!nannten ,,Professoren- ~warenJnarzvorherausdemStadtwoldangerodetworden.Der Landgraf ~~ hatte kein In- daran, d a Stadt diese Land- abgabe xu remmbcq da er eine geMbBche Entwicklung seiner Univer- gitgt und eiue awreidisade -dlage für ihre Professoren Wiindlte. Mit dem Bepam des 19. Jh. verlor die Allmende der Stadt in Wald, Wiese und FeId ihzie wMdmfWhe und poiiüsdm Bedeutung. Der &idthhe Haushait grthüete sich je&t auf die C3emeindcstmern und bas Aufkom- men der B- nach ihrem Vermögen. Die Anderung der poiIlb&en VerMltniase veriangte die Gldcnhdt aller M d e n und wandte eich gcgea die Vmmhfe der AWmdnutplief3er. Neben die Realgemeinde der alkn Bürger trat die Pemmaigemeinde, die alle E i n e e r der Stadt umfaßte. Der Stirgwnutzen an der Wniende wurde in GSießen in der W& aibnWW aufgehoben, &ß Aiimendviertel verstorbener oder ver- zogener Bürger rui die Stadt zmücMMen und ni&t mchr &,A llmende ausSegeben wurdeh. Da aber die Binwohner, die vor 1821 in die Blirger- ~aftaufgemmmenwoldeawaren,imaewßihi%rTsieb-~Wiesenf viertei verbiieben, ja aogu nodi nach l82l ein Stikk erbUm konnten, wennsiebir idahinno&nichtberWtaichügtw~ren,mg~di6~ d t e r c r ~ ~ a o a t t i b e r ä a 8 g a i l ~ eJ1h.9bi.n ,wuMgPmnungan zwiscaca der R d -u uü&a nidit ausbWmi salaften,derenU~iadsnrWOiibuiiqenumOicBcnarwdiealrtnQ -ten ferner deutlich zu mrrkrir. d.8 V n r M l d u i w und Allmenclredlte fri bestimmtm PhaMPder~-tW1en *twldwmg GieBenr in einem Zuirammenhang dmdsn. Mit der Au2iösung der 1888 und QcbD Erlödm d a letzten B ~ e r an~ einuem m~ d- Triebviertei im Jsaire aml hatten die Aümendberecht&gungen in QIasan ihr Ende 1cieikmdaa. E S e b e n d e r s r h a f l e a n g v o n ~ f ü r ä i e B e d ~ d e r ~ ~-d i c S t r t d t ~ b t , i h n ? ~ ~ W d d b d t Z n i ~ ~ S & t * t d b c h i - mal, wedi der Wald wkk&&Uchm ingeard n - war; mB äie Ge- meinde und ihre Bfirger aumichcnd rn wmwgeq gim dhbmi w o b sie über Waldnutzungen freier verfügen bkaLen, ab fb du hd ifadäseiar MarhReld bei dem oft eigemhmigen M i ~ r a c ä a w Wd er l%&mamm war. Das gute Einvernehmen mit der Hemcimit und deren politI&m IiItemme an Gb&m brachten der Stadt 1498 den Hangeistein $48 lindnnmigia S&mkm& ihren einzigen Beaitz außnhalb der Gep@pg., pn Jahre 1&02 foigte der Ankauf des Steltzemmorgen-Waides, dtk CBsap wie dor HangeWeh nicht iümhdd war, sondern in das m- tum der mdt überging. Xm Cseoensab: zur T ~ ~ . +Markn- , ~ g-an AlienstnIth Welt die Stadt am reiaap W ~ b dMer Hangeltkins auch in eher Zeit atr de weit entfernt Ia(t0CQd. aePIltV- kmgstdb und Bedtmrnte untss dem Zwange dex VerhUtui# aufgab oder aufgeben mußk. Wdbre W&4g&i&e mmrb d iecB~t . .up17s0 0 in der M a r l s g a l W P 'ernewPld, dfe allenlbgs eqt.ais8i deren Auf- lösung 1778 in den un- diidtischen Besitz - U b e r d i ~ W J d e r w e r b u n g e n ~ i r t Q S A O s n n i a a t r ~ f n o ä e r au8eihaibderGemarkunginEmhatnunQ~SehiBc*iftraaGrUnd und Boden war bis weit ins 19. Jh. fostawmahmh wi &w.Ite WoMr gebiet Im Osten der Stadt basdirllnlrt. Dar Grundbqqift dar Wt außar- halb der m d e , d a6 sogenannte &u&&egut, w a t . b b ia gegem Ende dea 18. Jh. aubrordentW1 kiein imd iag mrsüwut fn ehdnm Fluren ~ u m l m , ~ d i e s t a d t 8 i c h & P I l t e r a u 8 d 8 h n ~ ~ i ( l i r ~ ~ StraBembau Land bQeoügta, begann eine kmmwe~ta Baban- poiitik, die a i k d h p das cku=Wmhmi n u r ww&~led% ~dr ~ dieameh&em~emeistbaidwiedervcriuRertnnu'daa&uBeisiea- kenswerten Besitep-en der Stadt kam es 8cUkdWch im 20. Jh., vor d e ma pdi dem 1. und 2 WeitLrieg. Eine besondere Form städ-er Aiimende war die TeilhabemdacirC Gie- ß e n ~a n den Markg- FensewrrM und A.-i Beide w a r e n u n t e r ~ ~ ~ k m g ~ ~ r d a a I h r e ~ ~ h U n g , V e r i a s n i o g u n d ~ ~ ~ L m g ~ i n d e n e n ~ - den Abschnitten dce l'exhii Und in einer besonderen Zuilarnmanaurwms des näheren bedandelt W=;d arauf darf hier werden. Sowohl der Femewaid ah au& die Aiten$truth sind ab verhiütnismäßig Spate Bildungen anzusehen. Wtlhrend die dea FerneWaldes wahr$cheitüi& RU Zeit der Gleb&er Teiiungen im 12 Jh. entstand und die Hemsehatt Gießen mit ihren Siediungen von Anbeginn an ihr bete@@ war, ist die EhtPtehung der Aitenstruth auf das WUstwerden dreier mder um lSOO wibdraiführen. Die BeteillgunO der Stadt ist hier duroh das Oberddein von Bewohnern dieser WiWuuen nach Gießen zu eriüären. Der wirtsdzaitllehe Wert der Teiihabemhft an diesen Marlsgenocwn- schatten war für die Stadt verhaltnismäi3ig gering, doch wurden sie ab Erg&mmg von Weidegebieten (Aitenstruth vom iäangeistein, ikmewaid vom Stadtwaid) gern in Anspruch genommen. Im Zuge des oben geschil- derten ZurILdsareichens der Stadt aus dm zu errei&baren Außen- bezirken verkaufte Gießen seinen Anteii an der Aitenstruth zu Beginn des 18. Jh. Das Gebiet iag zu weit außerhalb seiner Gemarkung und tw audi nur wenip Waid, so dai3 der B1oS aus HoizverItHufen außuordentiich gering war. Die Mitmärker, i~beaondcreA lten-Bu8eds und Wieseck, machten Uberdice der Stadt wachsende Schwierigkeiten, die Weidegebiete in dem ihr mskhenden Maße zu nutzen. Anders iagen die Verhäibhe im Fernewaid, der unmittelbar an den sULdtb&en Markwald angmmb. Dort venm&te die Stadt duroh den Kauf von Anteiien mehrerer MIrfer gegen Ende des 17. Jh. stärkeren Einfiui3 auf die Markgenommdmft zu gewinnen, sie unter Umständen sogar ganz für sich zu erhalten. Ab das nicht geiang, drängte Gießen auf eine Teilung der alkn M a r k g e n e w as aber er8t 1176 mit Hiife des Land- grafen errnögiicht wurde. Mit */a der vorwiegend mit wertvoiiem FSochwaid bededct%nm che erhielt die Stadt einen bedeutenden Zuwadm ihree Ge- bietes und ihres Eigentums an Grund und Boden. Aud~a m Eekpiel des Femewaidea wird der zueammezlhane von Gemarkungs- und Aiimend- entwicklungdeu~ Mit der voriiegenden TJntemdpng aber die Gemarkungs- und Aümend- entwidüung in Gie&n iollte nicht der Vernrdi unkmmmmm werden, eine neue Theorie über die rechts- und verwaitungsgdchtlkhe Ent- wicklung der Stadtgemarkungen und damit der Marken in Gemeinbesitz auhsteiien. Es war vielmehr die Absicht des Veriasserq an einem U m u b a r e n Beispiel die Herausbildung einer Gemarkung und die Funktion des Grundbesitze@e iner Stedt, vor allem ihrer Alimende, aufzwdmn und k$ verbind-en mvhhen beiden Erscheinungen zu ziehen. Da mitteiaiteriiche Rechtsverhäitnisse und Einrichtungen meist bis ins 18. oder 18. Jh; Bestand hatten, empfahl es sich, die Entwiddunp von der Stadtgründung bis ins ausgehende 19. Jh. zu verfoigen. Das konkrete Beispiel Gi& mit seiner ~ h n i i dWi e ttibfigen und verzweiptan Gemarkung, Beinern ausg-km 8tä&s&m Markwedd, seinen Anthilen an weit aukhalb seine& BaFd&ee gebganen Markge- ~ u n ä ~ B e d e u ~ s e d n ~ ~ ~ f ü r d i e ~ ~ ~ d e r S t n d t l a u u r ~ ~ d e p ~ S t ö d ~ ~ ~ wissan Zweigen äer e t s - und verwaittnwgeschih~enB etra&tunk vor allem der Stadttopographie di& sdn, wenn man die geuddderte Entwiäciuag in Gießan aus den natürlichen Gegebenheiten unü äer beson- deren hbbrhhen Situation einer lande$herrii&en Stadt zu verstehen mmht VI. Exkm Der SOOjährige Grenzstreit mit Klein-Linden (1531-1845) a b Beispiel fii+ die Aweinandersetzungen um Gemarkung, Koppelhutrechte und Ge- mdndebesttz seit dem Beginn der linearen Grenzfestsetzung Ais Beispiel jahrhmderkbuer Auseinandersetzungen um Gemarkungs- grenwn, WeiätWzWce und Gemeindebesitz darf der Grenzstreit Gießen8 mit dem am 1. 4. 1838 eingemeindeten Vorort Kiein-Linden geiten. zum dieses langwi- Prazesses ist folgendes mitzuteilen: Gießen und Kiein-Linden gehörten stete zu d d b e n H errschaftsbmddi. Bei& dürften im 12. Jh. entstanden sein; ihre Ortskerne sind in der Luft- iinie rd. 3,8 km voneinander entfernt. Zwischen ihnen lag bis ins späte Mitteiaiter das ate Piafidori Selters mit seiner relativ g r o h Gemar- kung'). Obwohl Klein-Linden sümn früh zum Stadtgericht Gießen ge- hörte, hatte es eh edeenes Orts- oder Vogteigericht 3, das aber die Güter- sitkke im sogenannten ,Centbannu zu befinden hatte 3. Ein Teil dieses ,Centbannesu ist jener Bezirk, der in dem nun zu er6rtern- den Prozeß zwischen Gießen und Kiein-Linden drei Jahrhunderte lang umstritten war. I' Wir haben dabei zu untersrheiden 4) : t " a) Das Gebiet mischen den ,Bachwegenu (Gemarkungsgrenze Gießen- Kiein-Linden bis 1. C 1939) und der Centbannsgrenze nach Gießen zu mit etwa 400 Morgen. b) Das Gebiet zwischen den ,BachwegenY und der sogenannten ,Lindeser HegeUb zw. ,,Landwehr" mit rd. 250 Morgen 6). Die sdwifüiche Oberiideruug berichtet zuerst 1531 von Streitigkeiten zwi- s&en Gießen und Klein-Linden um Hutegereditigkeit in dem Gebiet ,jenseits und d i d t a d er Landwehr oder HegeU9 . in diesem Jahr emMenen die Verhter der Gemeinde Kiein-Linden vor den landgrgillchen Beamten des Oberamta und behaupteten, ,die uber- fart oder viehärip der vom Lyndee 3 mit ihren !Mmfen, Kuhen und Pfer- den eins vermeintiichen erbiichen geprauches in der tron Gießen Land- wehre und Burgkhieden zu htiten und zu haben. .. ". 1) Siehe o. Kap. IXI, b 8. Y I. 9 Siehe o. X.p. III, bDA nm. 2% 9 W. Mtlller. Xmtsr, 8.48 L, Mhrt den Nmen aui Zehntuiteiie zurück und spricht von einem Dirtergerldlt. 9 Siehe Korb Nr. l8. 3 St A 4 Pt-t mit laCin-Lhde4,1#. Jh. 9etrcs,-wi. ' ) D ~ D o r z ~ ~ n u r d a b U i I U J1h8.-f.m VOUUlIIund bfrnUoclhn- wart-malit~odafgndeBgeMnnt.ImfolgeneenTextwirdd.haotkr Mr ~ieb-Lb18Lai~P dw und Mr gabraucht. 189 Karh zum Gmnzstnit mh mein-ündon +*H.+O berer und U- B o c i s y öomeindogronxo 1846 - l9J# Die Gießener würden sie in diesem ,hergebrachtenY Rechte ein-- und zu verdrbgen vermäm. Sie baten den landmäfUCnen ELentmebbr,'die . G i e 6 e n e r ~ v o n n i l p m V o r h a b e n a ~ u a d ~ b e b , i h r e m Gebraruh und Erbgdtigkeit zu handhabenU. Daneben woilfta äie lUein-Lh&ner errddwn, da0 die GießePer in Zukunft nicht mchr über die Landwehr M& Klein-ihden zu ihren Viehtrieb hielten, wie ria da8 bis d* aImc4oh-d getan hatten. Die Stadt wies äae Emuchen der Klein-Lindener e n w e d e n zurüdc und bemerkte zu der angebiichen Erbgdt igkdt eines Viehtrlebs in d a L . n ~ ~ ~ a i d e r p o n G i ~ , d e t u n e s d a r i n m l t d e r w r n GisSen Wfasen, Woilen und V '.- Wegen des Viehtrieba der GiePmer über die Landwehr hinaus auf die Seite Klein-Lindern hören wir: ,es sd wahr und offenbars deß die von Gießen jeh und allearege in und um der Lyndei~g ehiltet und gefahren haben . . ., . . . das haben die von Lyndes nit zu weigern noch zu wehren 9." Die V- Khh-Lhde~Um chka gelten& der Renbmbhr Baltha8ar V. W - gea SdmutenbaCa, damal8 Amt- mann in Gießen, habe sie aufs S&bß Gießen be6tellt und ninCai n a c h V ~ e u p c r t e a d h n , a i e k ö n n ~ , u n d e r u n d ~ ~ o Q P ß e n m i t ihrem Vfch den Mitsapnrch allenthalben haben und sich des tu geprau- chen bis uf die Linder pa&e (- heutige Bachwege) zu fahren habenU. Gießen lehnte daraufhin noämab eine Erbgditiqkeit der Lindeser auf aU Haten und Fahpn d i d t s d er Landwehr ab und räumte in bezug auf da8 Verhalten d u ELen&xbtem V. Schrautenbach ledigiich ein, ea könne zwar den Tarnen entsprschen, daf3 der Rentmebter aus ,frhUMen GrUndQn und wegen guter nach^“ dar Lindeaan erlaubt habe# ,aber der Land&ra&n gegen den Wald zu bis an die ,Linderpachel und das ,Stehern Kreuz' mit denen von Gießen - wenn da8 Feld auf W - ZU hüten und tu fahrenU.D a8 Htiten und Fahren der Linäeser ,unter der Landstraße in der auwe 9" dagegen wurde von den G W e m a b Unrecht ZUl'tmIewi- Weiter bra&tan die Stadt Gfeßen und ihre Vertmter vors die Lindeser hätten im fnigli&en Uebiet auch mehrere B-ergüter an ai& g-t, die Msher die Bede neQ GießCa hätten versteuern müssen; diese Kon- trlbutian aber Wprde seitdem den Gie6enern vorenthalten. im Ubrfgen drlhgb äie Klein-Idndener nur deawegen nach der Gießener Feidmark, weil in ihrer eigenen Gemarkung die Ailepdorfa und LützelUndeaar Mithute hätten. Gutgem&te VomWige der lan-en Beamten zu einem güüichen Verglddi schdterten am Widerstand der KleineinLindenedr#ie ihre Erb- gerech-t an den geforderten Nutzungen noch beweisen woliten. An dieser Welle halten wir einem Augenblidt inne und untersuchen, was den gegn-en Standpunkten aiigexnein zu entnehmen irt: Me Stadt Gießen hatte vor der Klein-Lindener Gemarkung eine Land- wehr oder Hege?: Diesseits der Landwehr (nach Gießen zu) beanspruch- ten die Lindeser .althergebrachte Hukre&teU; jenseits der Landwehr hüteten bis dahin sogar die Gießener mit. Die Bezirke unter und aber der Landstraße - gemeint ist hier die alte Handelsstraße nach Fraokfurt - scheinen von untem%iedlicher Bodenbesdmffenheit gewesen ai sein; jedenfalls sind die Gebiete ,in der auwe" die Talwiesen nach ber Labn ni, wWend der Bezirk oberhalb der Landstraße, der auf der Mitteltemasse liegt, wahrscheinlich dem Ackerbau diente. Die Lindeser katten nur eine sehr kleine Gemarkung;d anun vemuä~tens ie mit Hiife ihrer Herrschaft die Hutebezirke zu vergr6Bem. An dieser Stelle gilt es nun die Verbindungslinie zu den uns bereits be- kannten Tatsachen zu ziehen l0). Die Landwehr, deren Verlauf wir noch aus älteren Karten kennen 11), hat wohl einst die Gemarkung des alten Dorfe8 Selters gegen Süäen begrenzt. Dieses Dorf aber war erst seit kurzer Zeit endgültig wüst g d e n '3 ; seine Bewohner waren zum iiberwiegenden Teil nach Gießen gezogen, seine Feldfiur wurde von Gießen iibernomrnen und von dort aus weiter bebaut. An seiner bisherigen Grenze gegen Klein-Linäen mtisaan alther- gebrachte gegenseitige Weid-te zu beiden Seiten der Landwehr be- standen haben, die nun die Stadt weiter nutzte und beanspniehte. Da um 15SO auch die letzten Wohmtätten des ehemaligen Dorfes auf dem Seiter& berg veriassen worden waren, sahen die Lindeser Bauern eine Ausdeh- nungsmö-t in dem Raum mis&en der Landwehr und dan Bach- wegen, weil die Entiernuug für die Nutzungsberechtigten aus dem ehema- iigen Selters von den neuen Wohngebieten in Gießen doch rccht weit und besdlwerlich geworden waren. Dieses Ausdehnungs- der Lindeser sollte sich in der Folgezeit aus mancherlei Gründen n& verstärken. Die Streitigkeiten des Jahres 1631 wurden auf Vermittlung des Landgrafen durch einen Vergleich dahingehend entschieden, dsß die Klein-Lindener . ,furters mit den Ochsen und sonst keinem Vieh mehr m i t den von Gie- ßen uff dem ,SchyInberg' und über der Landsttaßcn bis uff der ,Linder- ~ h e ' u n d b i s a n ~ ~ e n i C l p u z g u n d n i t w e i t e r s p l ~ U n d a i fahren haben und ihnen das nur aus Nachbarschaft und mnst aus keiner anderen Gerechtigkeit soii vergönnet werden." Auf ,,cUgU&e FurbrengenU und .bytU wurde der Rat der Stadt Gießen ferner bemwen zzwwthmen, da13 a e v on ,LyndesU mit Pferden und sonst keinem enderen Vieh ,under der Landstraßen in der auwe von der von Gießen Hege und Landweh- runge bis uff den großen wegku auf ihren eigenen Adcern und Wieeen hiiten dIlrften, aber ohne, daß denen von Gießen ein Sdiadai ge- oder ihr Recht und Obrigkeit in diesem Bezirk aneetaakt würde. 9 Landwehr ist d u Utere, Lind- Hege der jüngere Name für dießen Grenz- mzlrk. 9S iehe 0. Kap. Ri, b 48 t U) Siehe KU-te Nr. 0. 9 Siehe o. Kap. m, b 8. 48. Die Pfarr- von Seite- und wenige Geblude standen noch bfr zum Beginn des Fcrtung~b8urW . ih Iit4tcn libeir der Landwehr nach Xi&-Linden rollte dem CCLsßcncan m t t o l l i h w*n ~ g t t b s n u n d S Q P i e n i v e r b ~ , d e w J r l c h l h b e n aum nit von Smtben U)". noch einmal aEipauert und beo#tigt 1 ) . im Jahn 1- aber G W h wiedaa Wen, weii äie Machöarn aua Kkh-Ltnden nunmehr s#Lnd& aUa mit 8ch-a und S&aden die G ~ ~ w a h r h W d c n u n d O r a s S c o . A u O i c r z d 6 m ~ ~ * ~ non von ihren in der Ofeaener Gemarkung gdegmwm Gütern ~ ~ a m i a h r ~ e q w e i i s i e b d m p W m , d e r , G a i ~ U l b g e n i c h t i n ~ ~ ~ k u n g u ) . D e r Q N n d , t 9 a n m t d i e K l e i a - ~ ~ a u f d e n ~ t e n i h n i r V o g t & ~ ~ i ~ n e u e ~ e b l d t l l O e n , l l c r O t i n d e r ~ a t ~ r w h t b s g r l l n - ~ B a ß i n ~ Z e i t v o n l d s O b i s 1 7 0 0 c i n g r o B ( ? r T d d e r ~ a u i ~ daa CartkruPsrr bis W Landwehr von Gießeaer Bürgern an KWn-Lin- ~ n a~ro uernv er~cauitw orden war. Allein von IWS bis 1da0 wairen es 155 aaorllen '3. Dieee VerJcäufe e d o i g b ~na ch den Akten ,aw Notia8eU, doch. Qri man d f a i e g w o b l 8 o i n ~ ~ d f e ~ e n ~ ~ ihm CPQtar niQt mehr muten, weil die Admr zu aPalt ent- ~ t h g e n o d s r e h ~ e B a u e n i s i & i n d e r S t a d t ~ ~ mWi- zugewa& hatten Me Stadt aber hatte weiter die ,Wu tu atrldttem und verlangte auch von den neuen Edqatümem die Zehlw. W Q l r , a b e r ~ a i & ä e r V ~ ~ a i e n W ~ G I ~ s t F e n q b e & i . r b b n P r o e e ß w > r ; 8 e a r ~ t t r ~ t I n M a r b u r g e i r r n r t a n u n d afiaberita fEeinsQi UfWiäea -von 1678, dal3~& W i d e r ? iind Lhkdam, die bürgeriiche, bißher ttsuabare 6c nwrbeil hat- i b r a B ä ( c h a n d i e ; p t r t d t z e b l ~ a h P e i n ~ & e s i ~ t ~ ~ a i n i r a d e a ? 9 * W r d E e s e n ~ e i d b a t t e O i e S e m167~1 denBeweis erbringen können, daß die verkauften ,CentbannsgüterU zur Gießener Gemarkung geh6rten. Wen Bemühungen der Lindeser seit 1634, den sogenannten Centbann als landgr!4fhhes Eigentum zu deklarieren und Gießener m e n ais Ehgriffe in die landesherrliche Gemhtigkeit zu bezeidmen, war damit du-& den Landgrafen seib~dt er Boden entzogen. Kiein-Linden aber gab nicht nach, sondern veriangte, daß dieser Streit nicht von der fürstlichen Kanziei, sondern vor dem Samthofgericht entschieden werde. Dieses Ver- halten und manche Außenangen in den SchrWsätzen deuten darauf hin, daß Klein-Linden erwartete, jeder neue Entdwid in dieser Streitsache müsse die immischen eingetretenen Veränderungen berücbhhtigen "9. Diese überlegungen gingen nicht fehl. Der im Jahre 1701 geschiossene Vergieich brachte erneut ein gewisses Zurückweichen der Gießener mit sich. Seine wfrntigsten Bestimmungen sind 3: 1. Zwischen der Hege und den Bachwegen besteht nun eine gleichberech- tigte Koppeihut von Gießen und Kiein-Linden. 2 Die Lindeser dürfen in Zukunft auf ihren eigenen Gütern auch zwi- schen den Badrwegen und der Centbmugrenze ,ans Weyheru (na& Gießen zu in Höhe der heutigen Veterin&künik)k rauten und grasen, wenn sie vorher beim Bürgermeister von Gießen anfragen. 3. Kontribution zwkben Hege und Bachwegen versteuern Gießener Eigentümer nach Gießen und Lindeser nach Kiein-Linden. 4. Kiein-Linden überiäßt Gießen seinen Anteil am Fernewald an Grund, Märkerrecht und allen Nutzungen U). 5. Hege bzw. Landwehr bleibt Gießener Gemarkungsgrenze und soll erqeut ausgesteint werden. Aber gerade der schon 1705 angebahnte und 1710 erfolgte Verkauf dieser Hege an den Obristen V. Wrede zeugt davon, daß der Bezirk den Bachwegen und der alten Landwehr nach der Vereinbarung der Koppei- hut mit Klein-Linden für Gießen usintemwant und kocrtspielig zu werden begann?. Aüerdinga wurde bei diesem Verkauf die ,Bamgere&tigkeitU Gießen8 awirückUch fesQmteilt S. Der Prozeß schien somit abgeschiossen, aber 1746 wurde er von Kiein- Linden unter recht fadenscheinigen Argumenten wieder autgemiit~). Kiein-Linden brachte nämiidi vor, man habe den Vergieich nicht aner- kennen können, weil er bis 1723 von Gießen verheimbht wordaa sei. Der 3EW. I) GUB II, Ywachtr. U. *) siehe 0. Kap. IV, an s. 106. I) siehe 0. Kap. IV, 10 S. 1. ")ClUBI&t/NachtryA U) St A 1% Sam-t, hagment8 actorum G Sii82: 12apcnLlage von M -06. meinaleuttnu aua gldn-Linden untemdariebm Wie dch iu dm m t t c n zeigt, waren gerade S8 Jahre ruQ dem letzten aaiehtimtichedd vergangen. Nach r o J i h n n w P r a d i e ~ n a d l a i m i u n a m ~ t ~ i h r t - . R e n m r H ofmann habe beim Vertragsabschluß ab Gießener Eh- k woäner pptteiisar gehandeit. Aiie Bestimmungen des Vertragei, bezögen dch auf den Ceatbarm, und der sei Teii der Klein-Lind- Gemarkung. ScWeBiicä behaupteten dle Lindeser, sie hätten nie dncn VlehMeb zum Femewaid gehabt und keine Bui3en oäer anderen EfnkUniOe äaraus erbruten. Die wahren Hintergründe dieses Vorgeh- aber U e n a uch hier wieder in den mitthweUe geänderten tatsächiichen Verhäitnkm~ Es wurde Mts erwähnt, daß die Lindeser Hege huwh&en von der Stadt an den Mixer des Burgpiatzes von =&-Linden, den Obristen V. Wrede, vekhui't worden war. Dieser behieit aber nur 11s dce Geiändeo und verkaufte dcn Bert an die Gemeinde Kiein-Linden weiter, die narh M h o l n r n g d e r I t i i ~ d o r t ~ A d c e r u n d ~ W i ~ a n l e o t e u n d s i e dann ibmdts an die e i n h m e nB auern weitergab. Daneben war der Ausverkauf Giei3ener Eisenkune in vemUir]rkm Maße weitergegangen: ,,Die Giei3ener Bürgemhft habe jetzt im umstrittenen Centbam 4um nodi M) Morgen, wo sie früher über 1OOO Morgen eigen- #imllch innehatte 9.'' 1864 sauleö der Rat der Stadt Gie&n an den Landgrafen in einem anderen ZusPmmenhang, dai3 d e ß e Bürger ihre Quter an Bauern der Nach- aus Armut verkauft hätten und aicht mehr eelbst das ernten kbnten, was tüz ihre HnWte natwadiO wäre. Sie müßten viel- mehr Lchmmittel von benachbarten Bauern ]raufen. Während es die Giei3ener verhäiWmäBie leicht hatten, die offensichükh irüschen DarsteEungen der Lindeser in bemg auf den Vu-ß q, dieaegeundbeirmmewdäzuwideriheen,wardiesocboni#hwkriger mit d a K i d n d n L i n dBe~h auphme, da6 der der lssunkccntbann zu ihrer D o r & ~ g e h ~ u n t a r ~ ~ ü g k e i t r k h a u n d a i i e Fnvd vor dem Kiein-Lindener Ckkht geWt weadsn müMen. Gie&n muete ein dtes Wairtum, die Kiein-Lfadmer Centeeridits- ordnung vom aa l. 1577, vorlegen, Um zu be!weh& da8 aem Ordnung an Iaswr SkUR von Huterdkten oder C 3 e m m r ws m& Saiui- t h a f ß u n d ~ m ~ C c n t e ~ S h a t t a n n u t d a r a u f n i e a i c n , d a ß d i c GUta inrcrhtenHgndenwr inn ,d ieE4g8n~.Uib ie l€d@üWie Gewait beeidiptunddie harrrd>aftllebesi~tegewahrtwurkn"). Im Jahre 17Sü spitzte sich der Streit m zu, da6 ea rnicSi ai haWWfü&en A-Lam.InM-deP-KLain- Llaaaahaistcsduu:,... a i tßa,~duinmit10Hanndnimalindar umrtimcnelQebietundentiernteSteina,~wir&rtretztenrmd qst,trrt.ao.:pig.~.~anrru---~-dadmmm I l b a t r f n b . n , b i ~ ~ ~ s a l r l r L b d P a w 8 T . I ) M A W a ~ O . : l m W d . i = - m V - M ( d u n i t U J- alt), der 1701 den Vcrlb.lni mit Gieüea U. a. untrrrrldinet hatte, .Ir ~~mmCPuadwolI tewinwichvondvanI i lh. l tnMtrgarsu8tb.bant q B t A y & a 0 . : 0 b a a ~ i . L & O a n ~ C h ~ r i l M l i f a ~ 1 1 t h . l t . n ; &utrtua.bgadrurctm J. C M U U I I , I I ~ ~ K ~ . W ~ , V8. .m. fuhren sie nach Gießen. Diese Leute waren .. . w ohlbewaffnet. Sie gingen brutai gegen Klein-Lindener Einwohner vor und saugen ehige zusam- men, auch drohten sie, ins Dorf einzufallen, falls wir uns unterstehen sollten, nochmals Steine zu setzen 9." Nach iangwierigen Verhandlungen, die von umhngnichen und Rechtsgutachten beider Seiten W t e t w aren, entschied am 16.2 1752 das Samthofgericht in Marburg, dai3 der VergieiCn von 1701 nditegüitig sei und Klein-Linden nun unverzügiich den namate festges&fm Bestim- mungen nadndcommen habe. Die bereite 1706 als Versäumdmhfe ver- hängten 90 Goldguiden mUaee Klein-Linden binnen 4 Wochen zahlen. Der Gießener Rechtsvertreter gab seine Zustimmung zu dieeem Urtdi, wHhFend der Advokat Klein-Lindens Berufung einlegte. Obwohl diese vom Samt- hofgericht abgelehnt wurde, deutet der letzte ScWftsatz der Gerichts- akten vom 19. 5. bzw. 90. 6. 1759 darauf hin, daß für Klein-Linden der Fkd~tsstreitd amit noch nicht beendet war"). Neue Gründe für ihr ver- meintliches Recht wußten die Lindeser allerdings nicht vumbringen. Es zeigte sidi lediglich, da8 jetzt immer stärker die öffentU&en Abgaben unä die Verhängung von Feidstrafen in den Mittelpunkt des Streites traten. Die Finanzkraft der Kontrahenten wurde ja maßgebiich davon üdnfiußt, wohin die Kontribution und an welche Oemeinde die Feidstden zu be- zahlenwaren. Da iUein-Linden gegen das Urteil des Samthofgerichts Marburg von 1752 auf dem ordentlichen Rechtswege nichts mehr unternehmen konnte, hören wir aus den Akten des 18. Jh. nichb Weßentiiches mehr über den Streit, und es schien fast so, als hatten eirfi bei& Parteien mit den Gegebenheiten abgefunden. waren dle VerfiH1tnisse ni&t bereinigt; im stillen - man könnte fast sagen aut kaltem Wege - versuchten die Klein-Lindener nach wie vor, ihre Rechte und Nutzungen in dem umstrittenen Gebiet in Richtung nach Gießen zu erweitern. Die älteste, uns erhaltene Flurgrenzbeschreibung der Stadt Gießen von 1778 berichtet, daß die Lindeser zu dem vereinbarten Grenzgang nicht erdiienen, sondern - ,so viele man in der Ferne wahrnehmen könne, den ,Cent-drculsbann' begangenU- ihren eigenen Gang gingen. Es wird ferner awWMdch darauf hingewiesen, daß die C3emeinde Klein-Linden im Jahre 1766 entlang der Hege eigenmächtig Grenzsteine gesetzt habe, um den wirkiichen Grenzzug zu vers&ieim; an anderem Stellen aber habe Klein-Linden die rechtuWig gesetzten Steine awmworf~aIn ehew besonderen Bemerkung heißt es weiter: ,Am alten Lahnfirin um den Heßier (Wesu Anfang der alten Landwehr bzw. Hege) hatten die Ge- meinde KleinUmes und Heuchelheim ohagefehr in enao 1744 ohne Vor- wissen der Stadt Gießen in dem alten Lahnfirin, m sich audüi let neue Steine eigenmächtig gesetzt, weiche die Stadt Gießen nicht anerkenn& und anno 1747 haben dieselbe wiederum niscae Steine dazwk&en gesetzt, I ) St A M, a e 0.: Bericät der Gemeinde Klein-Linden vom 17.8.1750. I)) st A M, a a. O. weiche abec im Beisdn derer Herren Beamten ausgeworfen worden, worüber der Pmzeß en-den, weicher von der Gemeinde Kieiniinnes am R e v i s i o w e t anhhgig gemacht und noch ohnentxäieden ist Y).* Neben dem bereits ged&ierten unmchtmaßigen Verhalten der Gemeinde Kiein-Linden wird in dieser No* deutiich, daß noch immer ein Prozeß schwebte, dessen Entscneidung erwartet wurde. über den eigentlichen Ablauf dieses V&- war nichts in Edahrmg zu bringen, Esst die napoleonische Zeit, die mit ihren Kriegs- und Notjahren die Städte und Dörfer in erhebiiche finanzielle -B brachte, iieß den Streit erneut aufiebem Es ging jetzt nicht mehr in erster Linie um Hute- und Weiderechte; auch die ae!marlsmmmm stand nicht im Brennpunkt der Auseinanderset- nrneen. Es handelte sich vieimehr um die P'rage, ob die Eigentümer der Xdru und Wiesen im sogenannten Centbann zu den Zinsen der von der Stadt Ci- seit 1807 aufgenommenen Kriegekosten-Kapitaiien beizutragen hatten Ode nirht. Der Prozeß, der zunächst um diese Frage im Jahre 1819 wieder aufge- nommen worden war, wurde natürlich sehr bald auf die alten Streitpunkte ausgedehnt. Während sich Klein-Linden erneut auf den .Centbannu beriei, der ganz zu seiner Gemarkung zähle und darum nicht nad~G ießen steuern könne, verwies Gi- auf die alten Verträge von 1681, 1701 und 1752, nach denen die Gießener Gemarhmgn- und Steuerrechte bis W alten Land- wehr deutiich und uneingesddhkt featgesteiit worden seien. Im tibrigen sei kiar erWiem&,d a6 Klein-Linden VOA 1- bis 18#) die Bede von den Gütern der Klein-Lindener Bauern im Centbann unwidempmhen nach OieQcn bezahit habe, und erst seit 18#) würden die Zahlungen verweigert, nachdem sich di- Betwe d- die von Gießen aufgenommenen Kriegs- Icaictea-Kapitalien erhöht hatten "). Nach erneuten iast 2 Jahxzehnte d a d e n A useinandersetzungen wurde KiebLinden im Jahre 1837 vemrteiit, mit den GUtersWdren im Centbann zu äen Zinsen der seit 1801 von der Stadt Gießen aufgenommenen Kriegs- kosten-kapitalien beizutragen, und zwar nach dem durch Gesetz be- stimmten Maßstab. Ferner sollte Klein-Linden d e b isher entstandenen Kosten den Rethtsstreits tragen. Mit dhem Urteii waren zwar die vordergründigen und wirtsrhaftiich afrilicaneidenden Fragen der öffentlichen Abgaben entschieden; offen aber blieben äie jahrhundertdten Streitigkeiten um die Gemarkungsgrenze und die Weidemhte im Bezirk des sogenannten Centbanna Beide Seiten boten ihre besten Vertreter und auswäräge Rechtmachver- stbäige auf, um ihrem Standpunkt zum Erfoig zu verheifen. q st A 4n urlp.antkidirdbung u ~ ~d ~ u n o p m t o v~ono imu. '9 st A 4n umaaaciiltea (Streit mit Kl4in-Linden) U, Jh. Als sich im Jahre W abmmkhm aehien, da0 Gießen ~WId ie!smai den R e C b M t g ewinnen mußte, d die ~~# ahtig zu seinen Gimsbn rprridr, erkiärb eich Kiein-Linden 'd&& seiihn außar- ordentii& geschickt Werenden -en BWermeWer bweit, einem ,von Gießen voa=$e&iagenen VergWb zunistimmen q. etandalrotQi.Gießen@qstig. > J ' E s f s t a u s d e n A # a r ~ t r a r t l o r z u ~ w a r u i a d c h ~ B t a d t k i i t a i u a u f a r ~ ~ ~ ~ d e n ~ ~ ~ E D n d u n d r b e a a o b e i P a f t der an den bei& einv-WkWh oder minder starkem Maee auf diene Bereitschaft Gideq.a ewix lc t haben. i ' i Man wollte ~~ den Jahrhunderte währenden Streit andlUh bei- legen. Irn Gebiet zwisaien der Lindeser Hege und den Bach- -, b-d sidi kaum n d G ießener Privatbesitz Die Bedeutung der goPpeÜigten war durch daa Auhxrxne!~O u Sm- fllttening und den RiMcgane der SdraeuEtune geringer gemmbn. Das Steu-pld sollte wenigOtens von einem T p des umstrläsoiqn Qentbann6s f u r d i e S t a d t G i e ß e n & ~ ~ , ~ ~ e ß l i & s t s n d t i a t ; l ~ g u t e s r aechtwünde zu m t e n , d as eineneues ~~ d@ den ge- samten Cantbann der Gemarkung Kiein-Wen m&U&en PtogQe. unter .0bswanzQ des werkhta imd -L& - ~ d e =ntea ZU GM&D vergiirhsa sicä die V in~,- 18110 unter foigenden Bdbmnge~'3~: ,, - . 1' 1. Die ~~~b ilden die beiden M w e g e vom im N a n i w ~ a n c l e r ~ b i s siWu mr ~Hd tU&en Iiege** 4mU -dem &fader ~~Y im~Stiäo&m 2. M e K ~ w e r d e n i n ~ v o n d e n d b ~ d i e Gemeiade entrid~teti,n äeren ikn&&xmg dfe GitttmtWm *en. ~nt - spnrhendea gilt iUr die m e r o der l?p&& -he Iwe&o&n. 3. B- -a &?bu8banz d'h&d t ~kßhnzu-*bt,***/4'lr-&hi=L~ der Gemeinde Kbh-Liade& weiche fQ1 We ,,Debmt#" oSfp -- s&uidnerb zu haiten hat, in 4 Jahneaielen vW'Ma$ini lk@a'~ar-: , , äai 184S an die Stadtkasse a w . I C Kosten des R e c h M t s werden g c e e t i e ; V- gqq.J der -0 und der sewa Aumkdnung trägt jede Gehhd" z y Hallte. 5. Aue Hute, Weide., Pfer& adeF andare Berechtiawen in dsi) nqmbr abgeteiiten Bezirken gelten ab sofort alr erbxhen, so dai3 niemanä in der fremam Gemarkung ein soi&es Recht geltend machen 'lama. . . B. K a zu d eaen OieSen bzw, ,IQdmLinden in -früheren En tscneidun- gen venirteilt wurden, weiden niedergeschlagen; Kiein-Linden ver- ?Achtet ainwSam.lhrada,dsnW h r I m gcuuntar allw getr8- genen F e l h d i Q ~ t l l . iüit diesem Vergkkb hatte eine jahrhundea'bhnge Grenz- und Wb- streitigkeit ihren endgüitigen m u ß g efunden. F[ir die Stadt Gi* bedeuteteerelahgroße!undMBlba~nEinsdrr~llnlningihrer~en m t e u nd e h Z ~ l e g u n ighr er w le sie in dienern A d an k einer anderen steile der Gießener a t d i n g f est- XUSWiCst.I ~vo m ~ucsrpunkte heutigeh ~enschenm utet diese W- jgMge A~~ zweier benarhhrter und unter denselben Ewmcawt lltebbnder ~ w e s e wnie ein Kuri- an, aimal am 1. C los0 die Gemarkung Klein-Linden d u ~V4er wal- in Wenige von Gießen tM&ährt wurde. Wir verge6sen aber aibM@&t,ä aB es ni&t i n e p t e r ~ l n i c + ~ t r d t u m ~ m u e t e i m w a r , s o n d e n x ~ e s f ~ r d i e damaligan Menschen um l e ~ t i g Inetu wsen - Hute- und Weide- rechte- und tCir die Gemeinden als Ganzea um den Bestand und die smerung ihrer umwhafmrhen Substanz ging. - L m e ~ d . r l r L o n n b I d e r ~ O k b a (Stand: 1.1. nrim -8- dai Stadtwmemmqpmta) a. Q i e B e n F l u r R&ha F l u r EU& F l u r ilkt# in- inhi inhi n m.47 U #)N P m.a U W,Q a n N# U W,M Y w.m U %,U i II n.n U W I n a U . n,QI n CI m 2) 7@,QI U 0.08 ao W U uhw 10 ao W Olpr ai r m m r r m aa n,r, 1pt m.71 11 W W n,r U m,CI 84 m.81 as wn W am aa rr$r 66 @OE 11 5136 M 11- t ) -,M W m.a U ao mm W ain 40 w.a 60 =.n umße der Teiigemackung QleRen: 8 Ur,- h. b. Q i e l l e n - W i e a a a k ~ l u r n# ia F 1 ur Ndle F l u r Ilictra inlu inlu inlu 1 -6 10 M- U U@ 11 r , ~ r 8.a la m# n wc la na P ~m 14 W d l P W 6 10 ma W U36 U -.U X6 17 w.u Y w,a U W n mß Große d a T uilgemachuip GIe6en-Wieseck: 1 SU# h. C. Q l e B e n - l f l e i n - L i n d e n F 1 ur Ilictra F l u r Tllme F l u r FUdte inlu inlu h h i a 8 -8o.U 4 %U 6 - arme der ~~~ ~ - K l e i a - W n d mal7: , a hi wa :rDnm141,a =axnar -nlry oop 1 - rogPmm8 .?P Bmi9- .rmr pmi waJ1- -9 V-: mnr rn 'r0.L ~ O n m o Na DO s= ircPp Pr. R Q 'W mowms Qn- nwwFE lrcn -Ws -a 'Cr m =aWUI% w-IP=aaog =P '-- lo<( oErorv 'snoa.rRIoWwm oKI 'U -9mA 3 - a e 1Sm2 W aCloJr ~ 1 ) ~ aa m-Cr 2 :.V ~maIBists nr olD oiplor 'OmD-Fd 's- -o KI 'OI =San-& =P V- om omarmipa *W *6I ~ I = As m a 9 - nw.tamfi :W mwx ap m, ~ mwon9 FE ~om aimro~e ra '01 tqrxoyproql l wsoa t u o ~ e m w a ! f . tmwoWaa 'LI mfi 9- nw-a W mwx ap W orm3wwx ola 'SI 8p.js r e p r o r opatclom 'cg: L. 1 ,, :Ir*, ,'*.W G. ' *,,,U 4;i& , &,L .. P -3wdm ",J* *.R&*&~>GJ- m 9 4 : k . - , .*yabW P m s a r ~ ~orog tq rommtp~& *M n W argaiaq* ammwo m p i n m w i ~W.' *W~Sn n mnzt iw)$di: '*l.roOrq0+)8 aia 91 w w - m ~ ~ P q a i p n U I ) r p u p ~ -nq FntlOA um2 alp WQdh '~8IbrrorprBIr icsp '-rprnFRwaZP RQ X I Poprw EnIiMewnm wwq-w oi9 gmi ro)lolm W 9 r r l i a -rpm?wwto? C sK[ TI uww OOqFi-nqp Im wop ol '-maDqPas C ofa f I rrrli#mWCa.Ipp9n-reh)aera'OI w m aa wvwa%unw e%mnads CI^ m m - W mmx mauum OIO aCioA 'WPulPq W-ao On, Ca* ap Pu -' W P S ora 'cl oltYmoll topo *P% =la 3 m.mmx -a .L Imiuqofi u-.ls 'L =a Y Bmims lrcn ImiuqOA uol-a,9uas 1 =a '9 ~ . m-a 1n ~ ~ -modu)-oxwa- ola 'C Fern)- aea 'C o ~ - m u m 4 r a d - S s= W aa 1 A b i c h t , F. K.: A r n o l d , W.: A r n o l d , W.: Andeeelungen Une -wmdaiiycn eeut&wr stimmt. v o m nr h QbnuML a. Auaine. W . =-burl U13. B a d e r , K. 8.: D88 mittel8lterliC4e Dorf .Ir Frleeen8- Une RaQt8- bereidl, vmmu 1a7. B a d e r . K.8.: Die O u n u v i n .Gmxzrdtt Une Grenz- zewaea", metburg W. B a r t e l . G.: Dar lhdlma der Steat CWI-, mlea8- ham m. wm-fWdmkkutidilurdr,PdL-Wl. D88 amte iuma ~duhulleerte er ~ ~ t i - #&an L i n d w u a l ~ t lmt ema, G i t k n m. B e r g d o l t , W.: B.dircha Alhmxwn, Edealberg U#. 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Abt.: Urkundenbudi der 8 ' D e u ~ B m n Raen en, Bd. l 4 , LdpaiC ltls bis a! 1- (PubL aus a PmuBwhen Stutrardriven Bde. 8, b; ' Q F, 1. S t a a t m a r c h i v D a r m r t a d t (StAD): E : urkundm obarmmen (a* und Gemeinden um aießcn) - mbueh far stadt L und ~ mait- wn sm - ~ b t I. (~ Pmrßm) - Abt. XII )- - e rmtnmem it N ~ Uve,rt u- mit k; Abt. XIII (-ae meindeangelegenhdten)- Abt. %lV u-nd WUdakten) Pläne und Karten Nr. 478, F m, an, ur, W, 647, WS, a,n s - GrundbQeher ab -1. iF;- 2. S t a a t a a r c h i v M a r b u r g (&AM): C Extmdend8 Dmnst8dt (Urkunden -un d Akten) - S 7 (Rechn-un gen) - S tl (Wad- [ b m d ar 0-tumr - W) S -WB 1 (DoribQchq S 57 @&u*nd * - iret) s n ~wbudi) ziegaihiiacr mpmtorium ~m U. M $- ~artuld1 od - ~artuldh inter iu - aemeind-e mpt~hui 7e (ai-) - I-III Abten SunthoaOcri&t (I@.-U. Jh.) N m Lui diU. 5 : 1. S t a a t s a r c h i v W i e r b a d e n (St A W): P$. * Abt. -87 (ah«nilr nuciuiwhe Xmtur Qleiberg und Etlttenberg, Grenzangele- k genhalten, Mzltumaio, Weidegerechtigkelten) - Kutai und P U a Nr. 177.178, ? > n4,ils,m,wr,nr,~tsr,~,U7,~.~. s >',,, G S t a d t a r c h i v OiaBen (StA G): Drd buidrduWfQe Otalkna Urhindenbidmr I; 11, 1; Ii, a (Tmmutlengestellt um lw, von E0mrWl-t r. Knit). - mglement und Verordnung d u uko- I1:.- ~ d o r ( I t . d t u n d M m u U O * b c t r r i d a i d . ~ r b n e t v o n L u i d - r.. gnt hnrtL-u dwie, Dmnst8dt 1m, gedruaw a* llit - R8tspmbkom 16.-ln. Ja ~ u a g i b a c i w rde r aMtbaan Amte, baemmwm dar Barger- ~ t i ~ d ~ E a e a B m t S a b ~ ~ ~ L P c t a i , a b l m b i s U t l 7. B e m e i n d e a r a h i v i ä e u a h e l h e l m aaebtold, Lud*, 81 J., LNiub.0, L.ndnlrt ammrdt, ~ i ~Mu J., ,B-, numaubc m VXL, ,-J M J., 8wnma, ~uichirirt BtllB?nibsrq. mhrltrdh, 6a J., Lollu, m. 0 ~ ~i. R a t JWU XVL., -, n J., o i ~ - aorwiaww~irt i. ~B. Pnß, EZ%W% U J., - i i s -m J*- U(n Briu, 74 J., BiQbm-XbbLbdWk, L R l - % - n u l , n J . , ~ ~ bW 19; P'rankfwter Btraße (aite und neue) D Hohldch lM, 47,6lf, W; ll. 4% 64, W. uu,m ; Ho- 37A; t Fronebach BA, #BA; XOlzern Born 114.1211; 6 Fritzlar 19; xio- su , la; 8 Fulda (Kloster) 89; a x o ~ ~ ~ ~Ih~eAiW,m , i w, iwf ; Hiittenberg U, 3, 6¶, (01 91, 90-106, GPniPcker P. l6l, 1W. 174; 108.lloA; Giiiuiurt 144; D Hiihnerfeld 1PA; Giniwdde 40, P. 61. M, M, lSA. 144-146,l51; 6 Kupei BOA; maaieUI=; Kasseler Land.trpßs LBA, 1Ui; 6 GarbalMdl 3. m.m,106f, 109, lllA; 6 Xatzenclnbogm 3,( d; GPrknstrriDe 11M; Kculchenrgrund m; Gartfeld rr, i s u ; a =-6l U; Gelembeqg a8.14lA; platz m1; aanCtae Peiddlen 1W; a,n, 6 Kleen, Kr. wetzlar, 102; Gemeine Land (an d a L ahn) WA. ios, lrti, 146; 6 Klein-Linden, Lindes 11, n, t). 47. = 6 l . m , W , s o , 6 4 , 7 0 , m , n . l w A , GWbaUl ll, laf, W, SH, 142,145A; l O U , 106, US, ItlA, 147, lMA, 100, 6 Gldkrg (audl Gr-aft) U, 1619 , 17U, 182,18#-lW, U-28, 8a, 28, ö8, 4lf. UA, M, SU, Kleinmühie 174,901; aOA, 87A. 91, 001, 102, 109, lll, W, 14lf, 144,146A. 187; 6 Klein-Rechtenbadl, Kr. watz3u. n, -; D Gramweg 14lA; t Klettenberg 61, m; t Gronauer Altes 8moB 1); .J KlingdbaO 11, l4f, 80, W, P; 6 Oroßcn-Buradr U, 45; 6 KOblenZ m; 6 Gm--Linden, Lind- 16, 19, Zl, 29, 47,7,,101,W,lw.106,18); 6 Kmfdorf (auch Kmfdorf-GMberp). m. Kr. Wetzlar, U, #ö, 0, Itf, 64A. 14l- GiIlnberger stra5e 101,111, 162, 148,148, 18s; 169, l'm, 11M; Krofdorfer Po& U, U; Kroppafa, Ktopba0 ll. 14, UA, WAS xaanviese (im FerneWald) 1w.109; 37A. 38, M, Ml, lrOr, 1rU. 174; = Hain- 114; xablberg 116f; Hamm(e) P, 61, W, 301; Sela tein- Wald U, M, 18, 11, SMOi, , 87, 91-94, lu, los, lm, u4, 116, lslf, 147A, 149, 18öf; Huat Uf, a8, aBA, I», 56, 125, IWA, lal, 14l, lU,l 'm. 188; xaule 46A; L&&t?id~ 49,174; 6 xaU8en m,m, #BA, 10b111; IJ Lahn 11-14, 17-19, 2 l 4 m , U, D Hege OmmhafUche) 47.64. W, 3 8 s 8 8 4 0 s rZ, 46% 4 7 4 M r D XeegatraudMwee) n, 46. U, 174; (0.88. EH, lZBA, Ur, lU, 14+147,1Ps rso A, isi, in, roi; Seide (in d a A ltumtnlta) 119; Lalldaheil- uad megeanawt m, XeiUgenacker, ZWlgcIIlcker l i ; U; 6 Eerborn. Mllimir, 1% D -mal=@ U, =. 5.k =. Herr(e)nwald dn, 6ä. BOA, W, 18% M, W, 1.140.1(bw; Ecoia la, W, Wf, W; D L.npencsch Si; 6 Launrbua, Kr. Wettlu, ls, ao, 40. = Obertuh l5.44.16ä; Si. su,M A, 5lf , 64,14a-146.10, m1; Obermüiüe 74; -ue, Leidünauwe lU, 8lK, 48, Ochsenwiew 147,174; UlA, 146f; 6 odenhauscn 0 ll.19; 6 Letnoatcrn so, Os, 91, 100, 102-1% D ohletwg 90. Se; 1- D Ldmniuute 6 oP-Q.88; 67,173: 6 08theim. Kr. Riedberg, 101); 6 --; Li- 8tr.Ba Y). 88,167A; LiemgBtrrOc U; Pankratluakirche 201; D Lhd- XOgO tlA, 46, 47A. Wf, US, Phil-*Wald 44. IIU. m, W, lsl. UCm; 16% a Linder Mirk 17, U* n, W, 80, 0, D Placken (an der Lphn) 144f; W, 1oo.108; D PlocCbr(t- (Wiaicar) 11, W, l6a. LObe!ratr.Ba46A; 174: 6 u ~ W U A , I t L . F I s W ) . ~ v O , W , ll4, llw, lU*1 w; 6 Lore& mbter) t), 44; ~ u m i g s t mien ; sw Lumda ll, 19,114; - 7 ) ; D Lutwfeld 46, W; Rathau8 mi; 6 Ltltzeliiuden, Kr. wetzlar, 17A, 61, Rchhedren (in der Linder Mut) Y; n, 100, iosi. M; = Rhein 14; Rheinischem Schiefergebirge ll; 6 ~arburg(a Um aeaen-Mirburg) ut. Ringmauer 181; TD. U, n, ile, uo, ire. ur; Rod. Rodemml), Rod% Rodteirkn Marburger Strafje (alte und neue) =. 40. W ; 40, rs. se. 1- in; RodQUtrauch28; = Wn 14, 46; D Rödern, in den Rodern SO; 6 M.inx (auch Erz- UA, 11, 46, e.; 6 W e n is , Si, W, 88. W, 110, 146; =' * 6 R a g e n e r Straße W; 16.19.1pT 114; 6 Rodheim, Kr. wettlu. # 26.14a; Marktplatz I,2 01; Rodheimer str* I; Rodthoat, Ilothhohl m, W; D Romerslodr 1Ui; 6 Merenberg (auch Grafen V.) a, $8, U4 % Mctrsaioca W; Sadwenbu8en (Stadtteii W. der Lahn) 3lA; MOltLes&.Bcl 56; Saiinenrtrsße 18; 6 Miüuenberg, Kr. Frledberg, U ; = Saizböde l8A; D Sauhatte (im Stadtwaid) 6% N-berps Nmüerg, Narnhau SdmfAoLtor US; li, 14, W rr, Y), 76.7U: sdlmerbruanen 10, US; NU- tau& ~u.u-wdlburg-saar- D e&afmatz us; L Z n " U ,? ~."~2i2 2D -so,=; 6 -berg, sameaberger Wald -; (Kionter und Kommende) 11, ls-18, Neuer Medhoi 11 ,~ ; ~ . ~ . ~ * 6 ä . ~ . 8 0 . t l . m . U . l ~ , NeUm~01% ml; 183, a01; NaunaeU Osaia) n. a. m, m, Scntedga Tri& 6ä, 174; -9 uf.= : D SEhützeng&t&ap1 74; Newbdt. Neu8Udte. NewtUter Tor Schützen* 174; ~ i Z = ~ n 2 ~ . ' = . o u * u c m 6 Schwcilbad~K, r. Watzlu (auch Burg- iar. 148, ur, ll>,lnA, =; muipan V. SEhwaIbadl), 10. M, t Niedermilbadh ll4; 0, =& W; 8cnw8uellteidl 1m; msmwarz i . cam,o ,~ .u ; n sdl-, S ~ W ; k ~ 8 0 w (im~ Btaät wald) m ; mlwanac. Sohwßlm, Bwaade W. 140, 1UA; S d l Y ~ ~ ; Fs6eeLudl~6'f; t Mseltc.r r U, Pi, n, t01. W* -7. n W&, *.ldk,r H*.* Ui -* ss. W IS, un, iu. UM. m--lam.Iris; m U.- ; k.npcntaTortFemfl),11U; ' m ( W ~ w * U A . ~ , ~ ; wuagmm& Kr. W ,- 37; <ewm, seltmmorte(r Feld) n, u*u#.ur*mrw,l~; wudaute W; n wuamd a,r r; .-siedl-*u; m s l b e r ~ m Wal tmg* 1-; sohlwleße (im FerneWald) n1; war te* ; 8 - 174; wutwal U; spim 74; 0 W - - m a a r l 1 U * Q A stadtmahle In; n& 1Q; w.hr(mderL.hn)14171,=; stadtpdortc 201 ; m; wdb.(mlUrL.hn)lR; StadbrdiulhPU. ~ u , u . a a , r s t , u , s r r . ~ t W ~ ~ l u u t w ; ; ~ , 1 a . l a o - m . u c , ~ w t . ~ .= w.lnbdi)(A; lsw, la, 171, 1% m* W d l u t r a O U ; 0 8t.- M* U*W AS U*1 14, wottmm,a,i u, B, IM; llo-la, W; 8 w ~ a a , ~ 4 6 , ~ ; Sr t- waphmmmk M. 4% m w.aaa* wya, W* a; 6 stalnbuau*tt.(r.m,B..n*~* 6 a8, 80: -i,. . . IU, ueuo, nu, WA; o-u ,ab= , -*na . 8 - w e g 49, lmf* I@. llli; mc,rr.wn,cor.nYbFwm s t e i aun~ l ) l i ; lu, Ubm, U. rtU, #Ui, W, n stebbuta 3M; ln&ut.rrr , i#u; Stdnwalu; ~ w ~ U l l S , U Z ~ ~ n * = s W-gell - Wald, stolzmmor- rr,M*u,»-a.a*ucJnw,=srrrZ paa aa, Oebi, 61As m; (U, M;1471 , 170. lnf, las* lm ~ W . M l ~ ~ r Z * U C strmgwlem rem-mW U, W W, In,m,,F W. (im 109.111; mfs uu, m, m; S m e 17 M; UA, 1~- In, 17% in. W; ~ a i e a (iem F emewW) 109; n wmwm&wM46sYIIA; TombQcr 16% 174; WbldmtJ; 8 Rd.111, I=; 6 w m e r g o r i , u ; M&,R icbVhW U. 11, 70s 91, ur, m-~w,~lrin, , 6 WlmnU* Kr. W ,- # =4 UC IW, W; ~ I U * c n , W 1 4 & ~ = ; 6 W=; wmMmr weg 1% &7G 6 Roha 7lA, 94% 101, no, 6 lvwngen (Phlzgr-) =. iWoitnirt,WotaiaPt#.ei*ccrt. W* zu; OB* m; wolwr.BCl86;