Niemann, BerndJunge, MariekeMariekeJunge2024-05-212024-05-212023https://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/19195https://doi.org/10.22029/jlupub-18559Viszerale Adipositas bedeutet ein manifestes Risiko bei kardiovaskulären Interventionen. Gängige anthropometrische Parameter können nicht zwischen schädlichem viszeralem Fettgewebe und protektiver Muskelmasse differenzieren. Adipokine werden größtenteils vom viszeralen Fettgewebe produziert. Sie haben in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung in kardiologischen Forschungen gewonnen. Potentiell können sie Auskunft geben über Mortalität und Überleben. In der durchgeführten Korrelationsanalyse korreliert der BMI sowohl mit subkutaner, viszeraler Fettmasse, als auch mit der Psoasfläche. Epikardiales Fettgewebe korreliert positiv mit IL 6. Subkutanes und viszerales Fettgewebe korreliert positiv mit Leptin. Subkutanes Fett wirkt sich protektiv auf das Überleben aus. GDF 15 ist deutlich mit einer erhöhten Mortalität verbunden. Die Ergebnisse dieser Arbeit deuten auf einen ähnlichen Zusammenhang bezüglich des Follistatins hin. Die gängigen Mittel zur individuellen Risikoermittlung vor kardialen Interventionen unterscheiden nicht zwischen den einzelnen Gewebsmassen, die das Körpergewicht ausmachen. Ein erhöhtes Mortalitätsrisiko kann durch BMI und Euroscore II nicht ausreichend evaluiert werden. GDF 15 Spiegel erlauben eine präzisere Bewertung des Mortalitätsrisikos vor kardiovaskulären Eingriffen. Auch das Follistatin hängt höchstwahrscheinlich stark mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko zusammen. Der Inflammationsmarker IL 6 hängt wahrscheinlich eng mit der Menge an epikardialem Fett zusammen und mag perspektivisch auch dadurch für ein schlechteres Outcome stehen. Insbesondere die Untersuchungen zu Follistatin und IL 6 sind noch nicht abgeschlossen. Hier sind weitere Studien notwendig, um ihre Stellung in der periinterventionellen Risikoevaluation zu manifestieren.deIn Copyrightddc:610Auswirkungen von Adipositas, Fettverteilung und Sarkopenie auf Adipokinspiegel und Überleben