Untersuchungen zu Störungen von Wachstum und Differenzierung der Plazentome beim Large Offspring Syndrome des Rindes

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2010

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Beim Rind wird nach der Anwendung verschiedener biotechnischer Verfahren wiebeispielsweise der in vitro-Produktion von Embryonen (IVP) und des somatischenKlonens vermehrt ein Syndrom fetaler Anomalien beobachtet, das häufig mit einemfetalen Überwuchs einhergeht. Daher wurde es als Large Offspring Syndrome (LOS)bezeichnet. Die genaue Pathogenese dieses Syndroms ist noch weitestgehend unklar.Offensichtlich spielen in dessen Ätiologie Störungen der epigenetischen Reprogrammierungdes Genoms während der frühembryonalen Phase eine erheblicheRolle. Bisherige Untersuchungen zum LOS konzentrierten sich hauptsächlich auf denFetus sowie auf die Genexpression in der frühembryonalen Phase, die in demSyndrom ebenfalls auftretenden plazentaren Veränderungen sind vergleichsweisenoch wenig erforscht. Auch eine mögliche Bedeutung der Plazenta in der Stimulationdes LOS-assoziierten Überwuchses hat bisher noch relativ wenig Interesse gefunden.Daher wurden in dieser Arbeit vergleichende Untersuchungen anRinderplazentomen aus Graviditäten mit bzw. ohne LOS-assoziierten Überwuchsdurchgeführt, wobei die erfassten Parameter einen offensichtlichen oder vermutetenBezug zu Wachstum und Differenzierung der Plazenta hatten. Hierdurch solltenLOS-assoziierte Plazentaveränderungen näher charakterisiert und Hinweise aufderen Pathogenese erhalten werden. Weiteres Ziel war es, eventuelle Beziehungenzwischen Plazentaveränderungen und fetalem Überwuchs zu identifizieren.


In cattle in a considerable proportion of cases, the use of assisted reproductive techniquessuch as in vitro production (IVP) or somatic cell nuclear transfer is associatedwith a variable syndrome of fetal abnormalities, of which fetal overgrowth is a strikingfeature. Thus, this syndrome was named large offspring syndrome (LOS). The pathogenesisof LOS is still widely unclear. However, the disturbance of epigenetic reprogrammingof the genome during the preimplantation period has been identified asan important underlying factor. So far, the vast majority of studies on the etiology ofLOS focused on the fetus or on gene expression during the early embryonic phase,whereas only limited information is available on the origin of LOS-associated placentalaberrations and their potential role in the emergence of fetal overgrowth. Thus, inthis comparative study including placentomes from LOS pregnancies and from normalcontrol pregnancies, parameters with obvious or suggested relevance for placentalgrowth and differentiation were assessed to characterize LOS-associated placentallesions and to provide information on the underlying pathogenetic mechanisms.An additional aim of this study was to test for a possible relationship between placentalabnormalities and fetal overgrowth.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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