In unserer retrospektiven Studie wurden chirurgische und radiologische Implantationsverfahren über den Zugang der rechten V. cepahlica mittels Cutdown (chirurgische Implantation) und Punktion der linken V. subclavia (radiologische Implantation) verglichen. Dies stellt eine gute Vergleichsmöglichkeit bei venösen Zugängen im gleichen Zugangsgebiet dar. Trotz der verfahrensbedingten radiologischen Komplikationsmöglichkeiten des Pneumothoracis und des Pinch-off-Syndroms schneidet die radiologische Implantation in den Früh- und Spätkomplikationen signifikant besser ab (Frühkomplikation p = 0,022, Spätkomplikation p = 0,021). Die Gesamtpneumothoraxrate lag bei insgesamt 554 Portimplantationen bei 0,9 % (n = 5). Die Komplikation des Pinch-off-Syndroms wurde in unserem radiologischem Patientenkollektiv bei lateraler Punktion der V. subclavia nicht beobachtet. Der Vergleich des Durchmessers der Punktionsnadel (21 G = 0,8 mm vs. 18 G = 1,3 mm) erbrachte keinen signifikanten Unterschied. Jedoch kam es bei insgesamt 84 Portimplantationen durchgeführt von einem Interventionsanfänger zu keinem Pneumothorax. Eine prospektiv-randomisierte Studie wäre notwendig um ggf. einen Unterschied des Pneumothoraxrisikos in Abhängigkeit vom Durchmesser der Punktionsnadel zu zeigen.Die Präferenz zur Portimplantation über die V. jugularis interna wird in Studien u. a. mit dem geringeren Pneumothoraxrisiko begründet. In einer großen Metaanalyse konnte jedoch kein Unterschied in der Inzidenz von Hämato- oder Pneumothorax und Gefäßverschlüssen gezeigt werden. Es kam über den Zugang der V. jugularis interna zu vermehrt arteriellen Fehlpunktionen, jedoch weniger Fehlplatzierungen verglichen mit dem Zugang via V. subclavia [22].Insgesamt ist die bildgesteuerte, radiologische Portimplantation mittels Punktion der V. subclavia ein sicheres Verfahren.
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