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JLUpub ist das institutionelle Repositorium der Justus-Liebig-Universität.
JLUpub bietet Mitgliedern und Angehörigen der Universität die Möglichkeit neben wissenschaftlichen Dokumenten auch Forschungsdaten elektronisch zu veröffentlichen und dauerhaft zugänglich zu machen. Alle Veröffentlichungen erhalten einen Digital Object Identifier (DOI) und werden über nationale und internationale Bibliothekskataloge sowie Suchmaschinen nachgewiesen und auffindbar.

Neue Veröffentlichungen:
Item type: Item , Von Renaissance bis Jugendstil. Die Silbersammlung der Universität Gießen(2025) Trautmann, LutzItem type: Item , Anhang für "Beleuchtung der Blackbox raumbezogener Entscheidungsfindung und darauf aufbauende methodische Weiterentwicklung"(2026-01-07) Müller, Christin JulianaIm Rahmen der Dissertation mit dem Titel „Beleuchtung der Blackbox raumbezogener Entscheidungsfindung und darauf aufbauende methodische Weiterentwicklung: Alternativenbewertung und Alternativenabwägung beispielhaft am kommunalen Planungsprozess“ werden die der Arbeit zugrunde liegenden Forschungsdaten in Anhängen zugänglich gemacht. Die Forschungsdaten liegen in den Formaten PDF, Excel und PowerPoint vor. Anhang A umfasst einen allgemeinen Anhang mit zusammengefassten übergreifenden Materialien. Enthalten sind ein Überblick über relevante Planungsmethoden (A1), ein reflektorisches Expertengespräch zur methodischen Einordnung (A2) sowie ergänzende Abbildungen (A3). Der Arbeit liegt ein Mixed-Methods-Ansatz zugrunde, der qualitative und quantitative Erhebungs- und Auswertungsverfahren kombiniert. Die im Rahmen dieses Ansatzes erhobenen Forschungsdaten sind in den Anhängen dokumentiert. Anhang B enthält die Forschungsdaten zu den durchgeführten Experimenten mit Studierenden. Dokumentiert sind sowohl organisatorische Materialien (Einladungsmails und Vor-Ort-Kommunikation, B1) als auch die im Experiment eingesetzten Arbeitsmaterialien und Präsentationen (B2), detaillierte Beschreibungen der experimentellen Settings (B3) sowie die Ergebnisse der Erhebungen in Form von Fragebögen und Datensätzen (B4). Zur vertiefenden qualitativen Analyse wurden Fallstudien mit Expert/inneninterviews durchgeführt, die in Anhang C dokumentiert sind. Befragt wurden ausgewählte Expert/innen aus Planung, Verwaltung und Praxis, um deren Erfahrungen, Einschätzungen und Handlungslogiken im Umgang mit den untersuchten Methoden zu erfassen. Anhang C umfasst die vorbereitenden Unterlagen (Anschreiben, Interviewleitfäden und Einwilligungserklärungen, C1), die vollständigen Interviewtranskripte (C2) sowie die systematische Auswertung mittels Codierung und Codebuch (C3). Ergänzend dazu wurde ein Fokusgruppengespräch durchgeführt, dessen Materialien, Transkripte und Auswertungen in Anhang D zusammengefasst sind (D1–D3). Zur quantitativen Ergänzung und Validierung der Ergebnisse wurde schließlich eine bundesweite Umfrage durchgeführt. Diese ist in Anhang E dokumentiert und umfasst sowohl das Anschreiben (E1) als auch den verwendeten Fragebogen und die erhobenen Datensätze (E2). Eine .txt-Datei dient als Gesamtübersicht über die Anhänge. Insgesamt bilden die Anhänge A bis E die Grundlage des Forschungsprojekts und ermöglichen eine transparente Nachvollziehbarkeit der Dissertation. Die vorliegenden Forschungsdaten wurden anonymisiert. Weiterführende Informationen zum Forschungskontext, zur Methodik und zur Einordnung der Daten sind der Dissertation zu entnehmen.Item type: Item , Eine retrospektive monozentrische Analyse der postoperativen Ergebnisse bei Patienten mit akuten und chronischen Pathologien des Aortenbogens im Hinblick auf die Mortalität im Krankenhaus und schwerwiegende postoperative Ereignisse(2025) Tsobanoudi, VictoriaZiel: Untersuchung der postoperativen Krankenhausmortalität und schwerwiegenden postoperativen Komplikationen (Sepsis, Multiorganversagen, postoperatives akutes Nierenversagen, neurologische Komplikationen und Herzrhythmusstörungen) durch eine retrospektive Datenanalyse von Patienten mit einer Aortendissektion oder einem Aortenaneurysma, die mittels Frozen-Elephant-Trunks (FET) behandelt wurden. Des Weiteren wurde die technische Entwicklung sowie Steigerung der chirurgischen Fertigkeiten der selektierten Operateure im Verlauf von 15 Jahren untersucht. Methode: Eine monozentrische retrospektive Datenanalyse des Patientenkollektivs bei einem akuten Aortensyndrom mit der operativen Versorgung mittels FET zwischen den Jahren 2008 und 2022 in der Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim zur Untersuchung der o. g. primären, sekundären und tertiären Ziele. Das Patientenkollektiv besteht aus 145 Patienten, geteilt in zwei Gruppen (Ära 1: 2008 – 2017 mit 75 Patienten vs. Ära 2: 2018 – 2022 mit 70 Patienten). Ergebnisse: Die Untersuchung der primären Fragestellung dieser Arbeit zeigte eine Gesamtkrankenhausmortalität von 15% zwischen den Jahren 2008 bis 2022 und bestätige die Ergebnisse der bisherigen Studien in diesem Zusammenhang, die durchschnittlich eine Mortalität von ca. 17% aufwiesen. Im Rahmen der Analyse der sekundären Fragestellungen dieser Arbeit wurde als erstes das Auftreten einer Sepsis mit 5% und einer Mortalität von 71% aus dieser Gruppe der Patienten mit Sepsis verzeichnet. Des Weiteren lag die Entwicklung eines Multiorganversagens bei den Patienten mit einer Sepsis ebenfalls bei 71% und die Notwendigkeit einer Nierenersatztherapie bei 86%. Das Auftreten eines akuten Nierenversagens lag bei 25%. Die Untersuchung der neurologischen Komplikationen ergab eine Apoplex-Rate von 21%. Durch die operative Therapie konnte eine präoperative Organ-Malperfusionsrate von 24% des Gesamtkollektivs (n = 145) auf eine postoperative Malperfusionsrate von 6% reduziert werden. Bei 37% der Patienten des Gesamtkollektivs konnte ein postoperatives Vorhofflimmern diagnostiziert werden. Bei der Beantwortung der primären und sekundären Fragestellungen dieser Arbeit konnte festgestellt werden, dass die Etablierung der FET-Operationsmethode durch die selektierten Operateure keinen Einfluss auf die Operationsergebnisse im Verlauf der Zeit hatte. Fazit: Die Ergebnisse der retrospektiven Datenanalyse der Patienten der Kerckhoff Klinik korrelieren weitestgehend mit den Daten der bisherigen Studien, die sich ebenfalls mit den Krankheitsbildern des akuten Aortensyndroms und dem Aortenbogenersatz befasst haben.Item type: Item , Beleuchtung der Blackbox raumbezogener Entscheidungsfindung und darauf aufbauende methodische Weiterentwicklung: Alternativenbewertung und Alternativenabwägung beispielhaft am kommunalen Planungsprozess(2025) Müller, Christin JulianaDie kommunale Entscheidungsfindung mit der Bewertung und Abwägung von Alternativen ist kein geradliniger Prozess, sondern ein Balanceakt zwischen Vision, Verhandlung und Realität. Dabei ist die Entscheidungsfindung im informellen kommunalen Vorentwurf von Planungsprozessen innerhalb der Raumplanung ein multidimensionaler und dynamischer Prozess, der durch verschiedene Rahmenbedingungen sowie divergierende Interessen und eine hohe Komplexität geprägt ist. Die Kunst dieser Entscheidungsfindung zeigt sich nicht nur in der Wahl der Methode, sondern auch im Umgang mit ihren Grenzen. Die inhärenten Determinanten wie abweichende Zielvorstellungen, politische Interessen, unterschiedliche Vorgehensweisen und abweichende Planungsverständnisse begründen zentrale Herausforderungen und verlegen den Prozess in eine Blackbox. Die vorliegende Forschung untersucht anhand einer Mixed-Methods-Analyse, bestehend aus Fallstudien, Experimenten mit Studierenden, einer Fokusgruppe und einer bundesweiten Umfrage, wie raumbezogene Entscheidungsprozesse mit dem besonderen Fokus auf der Bewertung und der Abwägung von Alternativen in der kommunalen Raumplanung ablaufen und methodisch weiterentwickelt werden können. Dabei lautet die zentrale Forschungsfrage: „Wie erfolgt die Entscheidungsfindung in kommunalen Planungsverfahren, und welche Ansätze ermöglichen eine methodische Weiterentwicklung dieses Teilprozesses?“. Die theoretische Grundlage findet sich in der Entscheidungstheorie und der Darstellung von Planungsprozessen im Kontext der Raumplanung mit planungstheoretischen Ausführungen. Die Ergebnisse der im Rahmen dieser Arbeit beleuchteten Blackbox verdeutlichen, dass Entscheidungsprozesse im räumlichen Kontext essenziell durch die bestehenden inneren, äußeren und prozessualen Rahmenbedingungen beeinflusst werden und oft einen iterativen Charakter aufweisen sowie kommunikative Aushandlungsprozesse umfassen. Allen Prozessen ist eine mangelnde einheitliche Verständigung auf Begrifflichkeiten und Abläufe sowie ein Mangel an Transparenz inhärent. In der Analyse konnten drei Typen der Entscheidungsfindung identifiziert werden: die freie, die strukturierte und die diplomatische Entscheidungsfindung. Innerhalb dieser zeigen sich verschiedene Ausprägungen und teils auch Überschneidungen. Diese Typologie ermöglicht eine präzisere Systematisierung kommunaler Entscheidungsprozesse und bietet eine fundierte Basis für methodische Optimierungen. Die drei Typen werden in einem neu entwickelten raumbezogenen Entscheidungsfindungsmodell verortet und anhand dessen weiterentwickelt. Unabhängig ihres Potenzials für eine fundierte Entscheidungsfindung finden Planungsmethoden in der Praxis nur begrenzte Anwendung. Entscheidungsfindung wird nicht nur von einzelnen methodischen Ansätzen determiniert, sondern ist abhängig von der adäquaten Einbettung in die jeweiligen Rahmenbedingungen. Die vorliegende Arbeit schlägt dabei Weiterentwicklungsansätze mit strukturierendem Charakter hervor. Um den Anforderungen unterschiedlicher Planungskontexte gerecht zu werden und fundierte konsensfähige Entscheidungen zu ermöglichen, werden Handlungsempfehlungen für die Praxis aufgezeigt. Sie zeigen, dass eine methodische Schärfung und strukturelle Anpassung erforderlich sind, um Planungsentscheidungen zielgerichteter und transparenter zu gestalten. Außerdem beinhalten sie einen neu entwickelten raumbezogenen Entscheidungsfindungsfaktor zur Klassifizierung der Planungsprozesse; den Einsatz von Prozessoptimierungen und Projektmanagement, Datenverarbeitung sowie KI; die Betrachtung von Alternativen durch Wettbewerbsverfahren im kleinen Maßstab sowie eine Aushandlungsarena mit Verfahrensweisen zur Aushandlung.Item type: Item , Untersuchung der suppressiven Wirkung des Fibroblast Growth Factor Receptor Inhibitors Fexagratinib (AZD4547) auf den Verlauf einer experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis im Mausmodell(2025) Gurski, FynnEinleitung: Multiple Sklerose (MS) ist eine autoimmune entzündlich-demyelinisierende Krankheit, die weltweite Inzidenz liegt bei rund 3 Millionen Menschen im mittleren Alter und weist eine meist progressiv verlaufende Symptomatik auf, die neben schweren motorischen Einschränkungen auch psychische Komplikationen beinhaltet. Im Rahmen vorausgegangener Untersuchungen zeigte sich eine mögliche Beteiligung der FGFR, VEGFR2 und CSF1R Signalwege an der Pathogenese der autoimmunen experimentellen Enzephalopathie (EAE), einem Modell für MS. Vorarbeiten mit dem selektiven FGFR-Inhibitor Infigratinib erzielten bereits gute Resultate und stellten die Frage nach einer wirkungsvolleren Substanz und einem Therapieregieme samt einer möglichen Dosierung für den Einsatz im Menschen. Versuchsansatz: Fexagratinib (AZD4547) ist ein Multikinase-Inhibitor für den FGFR1 und 2, VEGFR2 und CSF1R. In diesem Versuch wurde ab dem Zeitpunkt des Auftretens erster Symptome Fexagratinib in einer Dosierung von 6,25 bzw. 12,5 mg/kg über zehn Tage oral an EAE-induzierte Mäuse verabreicht. Die Wirksamkeit wurde jeweils in einer akuten Phase am Höhepunkt der Symptome (20 Tage p.i.) und in einer chronischen Phase der EAE (42 Tage p.i.) untersucht. Ziel war es, die Symptomlast und den Krankheitsprogress abzumildern und darüber hinaus neuroregenerative Prozesse wie die Remyelinisierung zu unterstützen. Ergebnisse: In der akuten Phase zeigte sich eine Reduktion schwerer Symptome von 89% bzw. 100% in der 6,25 und 12,5 mg Gruppe. In der chronischen Phase konnte niedrig dosiertes AZD4547 die Symptomatik um 68% reduzieren, in der Hochdosis-Gruppe wurden schwere Symptome erneut komplett verhindert. Immunhistochemisch zeigte sich eine signifikant reduzierte Entzündungsaktivität von T- und B-Lymphozyten sowie von Macrophagen/Microglia in Läsionen der weißen Substanz des Rückenmarks in beiden Phasen des Experiments. Gleichzeitig steigerte AZD4547 die Anzahl Myelin-produzierender Oligodendrozyten und ihrer Vorläuferzellen und erhöhte die Dichte myelinisierter Axone im Rückenmark. Fazit: Der Einsatz des Multikinase-Inhibitors Fexagratinib stellt eine potentiell gut wirksame neue Therapieoption zur Abmilderung krankheitsbezogener Symptome und der Verlangsamung des Krankheitsprogresses bei MS dar. Darüber hinaus unterstützt er die Remyelinisierung von Axonen und wirkt neuroregenerativ. Der Einsatz von Fexagratinib in einer klinischen Studie mit einer Äquivalenzdosis von 1 mg/kg im Menschen würde weitere wichtige Erkenntnisse zur Verträglichkeit und Wirksamkeit einer möglichen künftigen Anwendung bei MS-Patienten liefern.