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Recent Submissions

  • Item type:Item,
    Perioperative blutbasierte Biomarkeranalytik und klinische Implikationen im Kontext elektiver kardialer on-pump Bypasschirurgie
    (2025) Zajonz, Thomas Simon
    In der ersten Untersuchung dieser kumulativen Habilitationsschrift wurde evaluiert, ob die Anwendung eines CPB bei CABG zentrale immunmodulatorische Elemente auf unterschiedlichen Ebenen inhibiert und neben der direkten proinflammatorischen Komponente simultan suppressiv auf antiinflammatorische endogene Signalkaskaden einwirkt. Elektive on-pump CABG wies einen gering supprimierenden Effekt auf die Aktivität der AAT-inhibierenden ATP-vermittelten IL-1β-Liberation und Antiprotease-Aktivität, als zentrale Modulatoren der Akute-Phase-Reaktion, auf. Auf Basis der Assoziation dieser untersuchten Biomarker mit cholinergen Signalkaskaden, stellte sich die Frage, ob on-pump CABG die photometrisch analysierte Aktivität von Cholinesterasesubtypen beeinflusst, als blutbasierter Surrogatparameter der cholinergen Homöostase. Zusätzlich wurde exploriert, ob etwaige Alterationen dieser Biomarker mit inflammatorischen Markern und postoperativen Organdysfunktionen assoziiert sind. Die Identifikation signifikanter Alterationen der Butyrylcholinesteraseaktivität im Vergleich zu präoperativen Ausgangswerten war mit dem Auftreten eines POD assoziiert, wobei das POD-Risiko mit zunehmendem Aktivitätsabfall anstieg. Während die Identifikation singulärer Parameter und Biomarker prädiktives Potenzial zur Identifikation von Risikopatienten aufweist, konnte die Kombination von singulären prädiktiven Parametern in Multiparameter-Indices mit einer Steigerung der prädiktiven Kapazität assoziiert werden²⁶². Die Integration der BChE-Aktivität in einen klinisch validierten Prognoseindex zur Prädiktion eines POD und dessen Parameteroptimierung mit Faktoren, welche innerhalb von 24 Stunden postoperativ verfügbar sind, resultierte in einer signifikant gesteigerten Prognosefähigkeit gegenüber dem originären Index und erscheint klinisch implementierbar. Die Integration dieser Ergebnisse in die klinische Praxis könnte eine frühzeitige Risikostratifizierung und gezielte Intervention bei Patienten mit hohem postoperativen Delir-Risiko verbessern. Da die Anwendung eines cCPB während kardiochirurgischer Operationen mit der Initiierung einer Akute-Phase-Reaktion und Organdysfunktionen assoziiert ist, erfolgten Modifikationen der extrakorporalen Zirkulation um diese zu reduzieren. Ein zentraler Ansatz besteht in der Minimierung der Systeme und damit einhergehender Reduktion von Blut-Fremdoberflächenkontakt, geringeren Primingvolumen und limitierten Blut-Luft-Kontakt. In diesem Zusammenhang wurden Alterationen von Biomarkern aus dem Bereich der mitochondrialen Nukleinsäuren und Proteinen untersucht. Die Anwendung der MiECC im Vergleich zum cCPB resultierte in einer signifikant geringeren Liberation zirkulierender mtDNA als Biomarker zellulärer Destruktion bzw. als DAMP. Diese Reduktion war mit einer geringeren inflammatorischen Patientenantwort assoziiert. Von klinischer Relevanz war die Beobachtung, dass erhöhte mtDNA-Konzentrationen mit einem erhöhten Risiko für POAF assoziiert waren. Dieses prädiktive Potenzial kann möglicherweise genutzt werden, um im Zusammenhang mit Risikostratifikationskonzepten Patienten frühzeitig und prolongiert rhythmologisch zu überwachen und gegebenenfalls zu therapieren. Die Evaluation suPAR, eines Glykoproteins, das in inflammatorische und koagulative Kaskaden integriert ist und potenziell die Genese von Organdysfunktionen nach on-pump CABG beeinflusst, demonstrierte, dass der Einsatz eines MiECC-Systems mit reduzierten suPAR-Konzentrationen assoziiert war. Dies kann als attenuierte inflammatorische Patientenreaktion interpretiert werden. Sekundär identifizierte die Untersuchung eine signifikante Assoziation mit AKI, wobei eine positive Korrelation zwischen suPAR-Konzentration und AKI-Risiko nachgewiesen wurde. Die limitierte prädiktive Validität könnte möglicherweise im Kontext von AKI-Multi-Biomarker-Panels optimiert werden. Abschließend wurde auf Proteinebene sDLL1 analysiert, das im Kontext septischer Erkrankungen als vielversprechender Biomarker beschrieben wurde. In der untersuchten on-pump CABG-Kohorte wies sDLL1 Alterationen unabhängig vom angewendeten CPB-System, der Bypassdauer, medikamentöser Dauertherapie oder Komorbiditäten (mit Ausnahme von Diabetes mellitus Typ II) auf. Neben dieser Robustheit gegenüber diversen Einflussvariablen zeigten die beobachteten sDLL1-Alterationen prädiktives Potenzial für das Auftreten einer AKI und eines POD. Die beobachtete limitierte prädiktive Validität bezüglich einer AKI des Biomarkers sDLL1 und die Assoziation mit der Inzidenz eines POD bedürfen weiterer Evaluation in Folgestudien und könnten für den klinischen Einsatz in Multi-Biomarker-Panels von Relevanz sein.
  • Item type:Item,
    Analysis of Hormones and Coccidiostats in Dust from Animal Husbandry
    (2026) Pauelsen, Frances
    The growth of the global population is accompanied by an increasing consumption of animal-derived food products. To meet this steadily growing demand, hormones, coccidiostats and other veterinary pharmaceuticals are employed to enhance the efficiency and profitability of breeding and fattening facilities while ensuring a certain level of animal welfare. The use of various veterinary pharmaceuticals leads to environmental contamination via multiple exposure pathways. Whilst the primary routes of entry via manure and slurry are well established, stable dust has hitherto received little consideration as a potential exposure pathway. This dissertation systematically investigates the occurrence of steroid hormones (oestrogens, androgens, and progestogens) and coccidiostats (ionophores and synthetic compounds) in stable dust from various animal husbandry facilities using liquid chromatography–tandem mass spectrometry (LC-MS/MS). A novel LC-MS/MS method was developed for the analysis of stable dust samples and fully validated according to Commission Implementing Regulation (EU) 2021/808, enabling the detection of 22 steroids and coccidiostats at trace analytical concentrations in complex matrices. Extraction parameters were optimised and validated through systematic optimisation experiments (Design of Experiments). For 17 of the 22 analytes, specificity, selectivity, and uncertainty related performance characteristics of the method comply with international requirements for residues in foodstuffs. Analysis of 50 stable dust samples from laying hen facilities, broiler chicken operations and breeding sow facilities revealed coccidiostat concentrations in the mg/kg range (e.g. narasin up to 15.72 mg/kg, nicarbazin up to 11.50 mg/kg) and steroid hormone levels ranging from 0.30–2.62 mg/kg in some instances. Archive samples from the 1980s demonstrate the persistence of these substances over decades. A risk assessment using PEC/PNEC ratios for aquatic organisms indicates an elevated environmental risk. The results provide further indications that stable dust represents a previously underestimated environmental and exposure compartment. Sub-therapeutic doses of coccidiostats in dust particles may promote the development of resistant parasite strains. The inhalation of dust contaminated with various pharmaceutical residues moreover may presents a previously underestimated occupational health risk. This work contributes substantially to the understanding of a novel entry route of veterinary pharmaceuticals and feed additives into the environment and provides a scientific foundation for future hygiene and occupational safety measures in intensive animal husbandry within the context of the One Health Approach.
  • Item type:Item,
    Endocytotic Pathways in Human Adipose Stem Cells and Their Regulation by Intracellular Calcium Oscillations and the Neonatal Fc Receptor
    (2025) Morshed, Md Tanvir
    Intracellular calcium (Ca2+) oscillations in human adipose stem cells (hASCs) act as a regulatory switch for absorbing albumin and recycling IgG. By using various chemical blockers, genetic knockdown (siRNA), and the anti neonatal Fc receptor (FcRn) antibody nipocalimab, this study demonstrated that the presence of albumin or IgG triggers these Ca2+ signals via the FcRn. In turn, these Ca2+ oscillations drive the cells to internalize albumin through three distinct cellular entry pathways—macropinocytosis, caveolae-dependent, and clathrin-mediated endocytosis—establishing a tight feedback loop where FcRn and Ca2+ signaling mutually control nutrient and antibody processing in hASCs.
  • Item type:Item,
    Co-opetition als Open Strategy – theoretische und empirische Analyse von Strategieprozessen in der Ernährungswirtschaft
    (2026) Scondo, Laura Maria
    Unternehmen schützen ihre Wettbewerbsvorteile durch Verschwiegenheit, wodurch der empirischen Strategieforschung begrenzte oder verzerrte Daten zur Verfügung stehen. Die Auswirkungen neuerer Strategiekonzepte wie Open Strategy oder Co-opetition auf die Datenverfügbarkeit wurden bislang nicht thematisiert. Während sich Open Strategy durch die Einbeziehung von verschiedenen Akteuren an der Strategiefindung sowie durch eine erhöhte Transparenz und eine dadurch möglicherweise vermehrte Beobachtbarkeit von strategischen Handlungen auszeichnet, bezeichnet Co-opetition Kooperationen zwischen Wettbewerbern, die häufig öffentlich dokumentiert sind. Die Dissertation untersucht daher, inwieweit Co-opetition als transparente und empirisch zugängliche Open Strategy Praktik gelten kann und wie Co-opetition Strategien in der Ernährungsindustrie ausgestaltet sind. Auf Basis des Relational Views und der Competitive Dynamics wird Co-opetition als schwer imitierbares Strategiemuster zur Unsicherheitsminimierung im Wettbewerbsverhalten konzeptualisiert und als Open Strategy Praktik verortet. Zur Untersuchung wird ein medienresonanzanalytischer Ansatz entwickelt, der den Schwächen der bisherigen Messansätze, wie etwa verzerrungsanfällige Befragungen oder eine fehlende Prüfung des Wettbewerbsverhältnisses der Partner, begegnet. Co-opetition wurde im Brauwesen, in der Milchverarbeitung und für die alternativen Proteine anhand der Branchenberichterstattung über einen 30-jährigen Zeitraum analysiert. Die Untersuchung identifizierte 841 co-opetitive Aktivitäten und 23 Unternehmen mit einer Co-opetition Strategie. Die erhobenen Eigenschaften und Merkmale erwiesen sich als weitgehend transparent. Co-opetitive Aktivitäten sind in den Teilbranchen fast ausschließlich dyadisch organisiert und Unternehmen mit einer Co-opetition Strategie unterhalten zumeist mehrere co-opetitive Beziehungen. Die Aktivitäten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer organisatorischen, funktionellen und geografischen Ausgestaltung und werden maßgeblich von den Entwicklungen in den Teilbranchen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass Co-opetition in der Ernährungsindustrie eine weit verbreitete strategische Option zum Schutz vor den Wettbewerbskräften darstellt, die von Unternehmen jeder Größenordnung genutzt wird. Wettbewerbsvorteile entstehen vor allem durch komplexe Netzwerke aus Beziehungen zu verschiedenen Partnern. Die Arbeit trägt zur Weiterentwicklung der Strategieforschung bei, indem sie einen neuen Ansatzpunkt für die Datenerhebung aufzeigt und die theoretische Integration von Open Strategy und Co-opetition stärkt. Gleichzeitig macht sie die vielfältigen Formen von co-opetitiven Aktivitäten sichtbar und leitet daraus praxisnahe Implikationen für das strategische Management in der Ernährungsindustrie ab. Zukünftige Arbeiten sollten die Generalisierbarkeit der Ergebnisse durch eine Replikation in verschiedenen Ländern und Branchen prüfen und weitere empirisch zugängliche Open Strategy Praktiken identifizieren.
  • Item type:Item,
    Kriterien und Prädiktoren prognoserelevanter Inflammationsreaktion nach aortokoronarer Bypass-Operation bei Patienten mit oder ohne akuten Myokardinfarkt
    (2025) Gonsior, Julia
    Ziel: Nach herzchirurgischen CABG Eingriffen ist vermehrt mit einer überschießenden inflammatorisch-vasoplegischen Reaktion zu rechnen. Bisher werden in der Literatur die beiden Krankheitsbilder des SIRS und des vasoplegischen Syndroms getrennt betrachtet. Aus klinischer Erfahrung scheint der postoperative Krankheitsverlauf jedoch eher eine Überschneidung aufzuweisen. Zahlreiche Studien versuchen mithilfe von Prädiktoren und Risikofaktoren, peri- sowie postoperative Maßnahmen und Therapieoptionen zu detektieren und somit zu verbessern, um folglich die erhöhte Mortalitätsrate zu senken. Mithilfe einer neuen Kriterienkombination sollen die beiden Krankheitsbilder zu einem neuen definiert werden, Inflammatorisch-vasoplegische Reaktion (IVR). Material und Methodik: Diese Arbeit untersucht im Rahmen einer retrospektiven Analyse Daten von 200 Patient*innen, die sich im Zeitraum von 2008-2016 einer CABG-OP unterziehen mussten. Rund die Hälfte dieser Patient*innen erlitten kurz vor dem operativen Eingriff einen Myokardinfarkt, die andere Hälfte nicht. Mithilfe eines kombinierten Endpunkts war es das Ziel, beide Krankheitsbilder, vasoplegisches Syndrom und SIRS, in einem prognoserelevantem schlechten Outcome kombinieren. Mit diesem Outcome wurden in einer univariaten Analyse signifikante Prädiktoren ermittelt. Anschließend wurden die Prädiktoren anhand klinischer Relevanz und vorbestehender Evidenz kombiniert, um deren unabhängigen Einfluss auf die Zielvariable in einer multivariaten logistischen Regressionsanalyse zu bestimmen. Basierend auf den signifikant assoziierten Risikofaktoren wurde eine ROC-Analyse durchgeführt, um Cut-off-Werte hinsichtlich ihrer diagnostischen Trennschärfe zu identifizieren. Die drei aussagekräftigsten Variablen wurden zu einer neuen Arbeitsdefinition zusammengefügt, deren diskriminative Leistungsfähigkeit in einer weiteren ROC-Analyse überprüft wurde. Ergebnisse: Die aus der multivariaten Analyse hervorgehenden unabhängigen Risikofaktoren zeigten eine signifikante Assoziation zwischen dem schlechten Outcome und dem Serumlaktat 12h post-OP (OR 1,15 [1,02;1,31] p=0,024), dem CRP-Wert 1d post-OP (0,99 [0.98;1.00] p=0,010) und der Reintubation/ fehlenden Extubation (OR 12,81[4,05;40,52] p<0,001). Prädiktoren aus der univariaten Analyse, wie die HLM-Zeit, GFR 3d post-OP oder präoperatives VHF, konnten ihren signifikanten Zusammenhang in der multivariaten Analyse nicht beibehalten. Die in der ROC-Analyse ermittelten Cut-off-Werte ergaben für das Serumlaktat einen Wert von >1,5 mmol/L und das CRP >67,4 mg/dl. Der AUC-Wert für das Serumlaktat zeigte eine etwas stärkere Prädiktivität von 0,686 im Vergleich zum CRP; AUC=0,643. Für die ROC-Analyse der kombinierten Variablen der neuen Arbeitsdefinition lag der Schwellenwert nach Youden bei 0,125, die Sensitivität lag bei 93,3% und die Spezifität bei 21,3%. Die Bedingungen der neuen IVR-Definition wurden von 171 Patient*innen erfüllt, darunter erlitten 112 (65%) Patient*innen präoperativ einen Myokardinfarkt. Schlussfolgerung: Um die beiden Krankheitsbilder, vasoplegisches Syndrom und SIRS zu vereinen, sind erste Fortschritte erzielt worden. Die neue IVR-Arbeitsdefinition zeigt in der ROC-Analyse eine gute Diskriminierungsfähigkeit. Detektierte Risikofaktoren stimmten in weiten Teilen mit vorbestehender Evidenz überein. Diese Übereinstimmung bezieht sich auf das vasoplegische Syndrom oder das SIRS, da bisher keine Veröffentlichung mit Kombination beider Entitäten vorliegt. Auffällig war der hohe Anteil an Patient*innen, die präoperativ einen Myokardinfarkt erlitten und eine IVR aufwiesen. Die neue IVR-Definition bietet eine gute Basis, um weitere Studien und Untersuchungen anzuschließen, auch wenn IVR und die Bestimmung des schlechten Outcomes weiterentwickelt werden dürfen.