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Recent Submissions

  • Item type:Item,
    Between the political and politics: Infrastructure as hegemony in Israel and Palestine
    (2026) Nolte, Amina
    This cumulative dissertation examines infrastructure as a hegemonic socio-material formation through the case of Israel and Palestine, with a particular focus on Jerusalem and its urban transportation systems. Bringing together perspectives from infrastructure studies, post-foundational political theory, and critical security studies, the dissertation develops the concept of “infrastructure as hegemony” in order to analyze how infrastructures materialize political orders spatially and temporally while simultaneously remaining sites of contestation and negotiation. The dissertation argues that infrastructures are not merely technical systems enabling circulation, mobility, and everyday life, but political projects that embody and stabilize specific relations of power. Drawing on the work of Antonio Gramsci, Ernesto Laclau, Chantal Mouffe, and Henri Lefebvre, the study conceptualizes infrastructures as sedimented political formations that shape social realities while appearing naturalized and apolitical in everyday life. At the same time, infrastructures remain open-ended assemblages through which political struggles, resistance, and alternative futures emerge. Empirically, the dissertation analyzes infrastructures of transportation, security, and urban governance in Jerusalem and beyond. Central case studies include the Jerusalem Light Rail, critical infrastructure and securitization practices, and “Safe” and “Smart City” projects. Through ethnographic fieldwork, discourse analysis, and critical spatial analysis, the dissertation demonstrates how infrastructures participate in processes of territorialization, selective inclusion and exclusion, securitization, and the production of political subjectivities. Particular attention is given to how infrastructures in contested urban environments mediate between state power, everyday life, and competing claims to space, mobility, and belonging. The dissertation further contributes to infrastructure studies by bridging debates between approaches that understand infrastructures as inherently political projects and approaches inspired by Science and Technology Studies (STS) and Actor-Network Theory (ANT), which emphasize relationality and socio-technical assemblages. By combining post-foundational theories of hegemony with methodological attentiveness to infrastructural practices and materialities, the study proposes an integrative framework for analyzing infrastructures as both politically grounded and continuously assembled through everyday practices. Overall, the dissertation highlights the ambivalent character of infrastructures: while they stabilize hegemonic orders and organize circulation, mobility, and security, they also create possibilities for disruption, resistance, and political transformation. In doing so, the study contributes to contemporary debates in sociology, political geography, urban studies, and critical security studies by demonstrating how infrastructures function as central sites through which political power, social order, and conflict are materially produced and contested.
  • Item type:Item,
    Koordinationspolymere mit linearen, aromatischen N-Donor-Liganden für optische Eigenschaften und magneto-optische Komposite
    (2025) Seuffert, Marcel Thomas
    Im Rahmen dieser Arbeit wurden magneto-optische Kompositmaterialien auf Basis von Koordinationspolymeren (CPs) mit optischen Eigenschaften und magnetischen Eisen- bzw. Eisenoxidpartikeln entwickelt. In diesem Zusammenhang konnte der sogenannte *All White Magnet* generiert werden, welcher unter ultraviolettem Licht weiß luminesziert und zudem unter Tageslicht ein weißes Erscheinungsbild aufweist. Essenziell hierfür ist eine partikuläre TiO2-Beschichtung der magnetischen Partikel, welche eine diffuse Reflexion bzw. Refraktion einfallenden Lichtes zur Folge hat. Als weiß lumineszierender Partner diente IFP-1 (*imidazolate framework Potsdam* 1), welches mit Terbium- und Europiumionen imprägniert war (EuTb@IFP-1). Unter UV-Bestrahlung ist simultan rote, grüne und blaue Lumineszenz beobachtbar, wodurch das emittierte Licht weiß erscheint. Mit der bei Tageslicht „weißen“ Farbe und der Emission weißen Lichtes widerspricht der All White Magnet der lange Zeit bestehenden Annahme, magnetische Materialien hätten ein dunkles Erscheinungsbild.<br> In gegensätzlicher Weise zu oben beschriebenem Aufbau, bei welchem die lumineszierende Komponente des Komposits als Teil der äußeren Schicht um einen magnetischen Kern vorliegt, wurde weiterhin ein Komposit generiert, bei welchem diese Rollen vertauscht sind. Superparamagnetische Eisenoxid-Nanopartikel (SPIONs) bilden gemeinsam mit den Gerüstverbindungen 3_∞[Eu2(BDC)3(H2O)4] und/oder 3∞[Tb2(BDC)3(H2O)4] (BDC = Benzol-1,4-dicarboxylat) Komposite, in welchen die Lanthanoid-Verbindungen als Kernmaterialien fungieren, welche mit SPIONs als Satellitenpartikel beschichtet sind. Über die Verhältnisse der Bestandteile ist sowohl die Magnetisierbarkeit als auch die Lumineszenzintensität exakt einstellbar. Zudem weisen die Kern-Satellit-Komposite eine außerordentliche Stabilität auf. Diese besonderen Eigenschaften machen einen Einsatz dieser magneto-optischen Komposite beispielsweise zur Fälschungssicherung oder als lumineszierendes Sensormaterial denkbar.<br> Auch die Synthese neuartiger Substanzen mit optischen Eigenschaften ist ein wesentlicher Teil der Erforschung magneto-optischer Komposite. So wurde als potenzieller alternativer Weißlichtemitter für All White Magnets in der vorliegenden Arbeit ein Zink-basiertes Koordinationspolymer entwickelt, welches sich in eine Vielfalt an ebenso neuen Verbindungen auf Basis von 2-(1,2,4-1*H*-Triazol-3-yl)pyridin (Hpt) einreiht. In Abhängigkeit der enthaltenen Übergangsmetallionen ergeben sich optische Eigenschaften, wie intensive Farbe, thermochrome Effekte oder Photolumineszenz. Letztere kann, in Analogie zu EuTb@IFP-1, genutzt werden, um für den All White Magnet den potenziell alternativen Weißlichtemitter EuTb@1_∞[Zn(pt)2] auf einfache Weise zu synthetisieren.
  • Item type:Item,
    Prädiktoren, Inzidenz und Relevanz perioperativer Myokardschädigungen bei gefäßchirurgischen Eingriffen
    (2025) Stang, Desirée
    Hintergrund: Durch die Änderung der Universal Definition of Myocardial Infarction der europäischen und amerikanischen Gesellschaften für Kardiologie und der damit einhergehenden Neudefinitionen ist eine genauere Unterscheidung zwischen Myokardinfarkten und Myokardschäden möglich. Ziel: Das Ziel dieser Arbeit war es weitere wissenschaftliche Erkenntnisse über die Inzidenz, Prädiktoren und Relevanz der perioperativen Myokardschädigungen zu gewinnen, sowie deren Vorhersagbarkeit mit dem Vascular Study Group of New England Cardiac Risk Index zu bestimmen und postoperative Auffälligkeiten zu benennen. Methoden: Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine retrospektive Datenanalyse, in welcher zwischen 01.01.2016 und 30.06.2017 378 gefäßchirurgisch operierte Patienten am Universitätsklinikum Gießen untersucht wurden. Ergebnisse: Bei unserer explorativen Datenanalyse fanden wir heraus, dass unsere Kollektive zwischen ca. 23-35% von perioperativen Myokardschädigungen (n=103) betroffen waren. Perioperative Myokardschädigungen treten in unserem Kollektiv etwa zu einem Drittel beim weiblichen Geschlecht (n=38) auf. Das mittlere Alter lag bei ca. 72 Jahren (SD=11,47; Range=20-93 Jahre). Der jüngste Patient mit perioperativer Myokardschädigung war 20 Jahre alt. Betroffen waren vor allem Patienten der Aortenchirurgie (n=34). Des Weiteren untersuchten wir den Vascular Study Group of New England Cardiac Risk Index und dessen Vorhersage-Genauigkeit. Der Vascular Study Group of New England Cardiac Risk Index lässt sich nach unserer Betrachtung nicht für das gesamte gefäßchirurgische Patientenkollektiv anwenden. Er könnte allerdings bei Patienten mit peripherer Chirurgie oder Amputationen Hinweise für ein erhöhtes Risiko für perioperative Myokardschäden geben. Als mögliche Risikofaktoren für eine perioperative Myokardschädigung ergaben sich in unserer univariaten Analyse ein erhöhtes Alter, eine Notoperation, ein intraoperativ niedriger Hb, eine vorherige kardiale Revaskularisation, eine erhöhte Schnitt-Naht-Zeit, eine Transfusion, das weibliche Geschlecht sowie ein vorheriger Myokardinfarkt. Peripher Operierte hatten eine Odds von 0,5 im Vergleich zur Aortenchirurgie. Des Weiteren hatte das perioperative Myokardschaden-Gesamtkollektiv eine deutlich höhere Mortalität als die Referenzgruppe. Das höchste Versterben insgesamt trat in der Gruppe der Amputationen auf und das niedrigste in der Gruppe der supraaortalen Chirurgie. Im Cox-Regressions Modell 1 zeigten perioperative Myokardschäden jeweils in Verbindung mit einem New York Heart Association Stadium III/IV, einem insulinabhängigen Diabetes mellitus, einem vorherigen Myokardinfarkt, der OP-TypZugehörigkeit, einer vorherigen kardialen Revaskularisation sowie einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit ein vergrößertes Risiko für eine erhöhte Mortalität. Zudem zeigten Notoperation, Schnitt-Naht-Zeit sowie Transfusion ein leicht vergrößertes Risiko. Im Modell 2 konnte der perioperative Myokardschaden dagegen nicht mehr als einziger unabhängiger Prädiktor angesehen werden. Die Ergebnisse unseres Follow-ups machten deutlich, dass perioperative Myokardschaden-Patienten eher von schwerwiegenderen Problemen in den Bereichen Mobilität, Selbstpflege und Schmerz betroffen sind. Schlussfolgerung: Da es bislang keine gesicherte Prävention oder Therapie für perioperative Myokardschäden gibt, sollte abhängig vom individuellen Patienten, dem Krankheitsbild und der Dringlichkeit des Eingriffs eine präoperative kardiologische Abklärung in Erwägung gezogen oder ggf. ein Aufschub der Operation geprüft werden. Diese Arbeit liefert erste Einblicke in perioperative Myokardschäden im Bereich der Gefäßchirurgie. Dennoch bleibt eine weiterführende Untersuchung dieser Erkrankung sowie möglicher Präventions- und Therapieansätze essenziell. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen bereits in laufende, an diese Arbeit anschließende Projekte ein. Dabei wird unter anderem untersucht, ob das kürzlich an unserer Klinik eingeführte präoperative kardiologische Konsil einen positiven Beitrag leisten kann.