Willkommen bei JLUpub
JLUpub ist das institutionelle Repositorium der Justus-Liebig-Universität.
JLUpub bietet Mitgliedern und Angehörigen der Universität die Möglichkeit neben wissenschaftlichen Dokumenten auch Forschungsdaten elektronisch zu veröffentlichen und dauerhaft zugänglich zu machen. Alle Veröffentlichungen erhalten einen Digital Object Identifier (DOI) und werden über nationale und internationale Bibliothekskataloge sowie Suchmaschinen nachgewiesen und auffindbar.

Neue Veröffentlichungen:
Item type: Item , Birds in Limbo(2026) Kessler, Adriana; Arden, Anna; Klüger, Jessica; Goller, Laura; Ibrahim, Mina; Branković, Slađana; Jabaly, Tasnim; Okacha, Amro(MeDiMi Comic; 1/2026)"Birds in Limbo" is a collaborative artwork by MeDiMi Research Associates in conversation with Egyptian comic artist Amro Okacha. Over five months, we met through a series of workshops to share experiences and shape the narrative of the project. The output brings together fieldwork and archival work, but it starts from lived experiences. Drawing on encounters across different German cities, in streets, markets, institutions, and homes, the work reflects the many "limbos" that shape migrant lives. It is built as a collage of stories, some lived by MeDiMi researchers, others shared by the people we work with. What comes through are everyday realities shaped by violence, displacement, bureaucracy, and time, and by the constant work of navigating all of this.Item type: Item , Analyse der Expression von GPR55 mRNA Spleißvarianten im Kontext der Replikation des Hepatitis-C-Virus(2026) Jost, ElenaDas Hepatitis-C-Virus ist ein hepatotropes, einzelsträngiges RNA-Virus aus der Gruppe der Flaviviridae. Weltweit leiden über 50 Millionen Menschen an einer HCV Infektion. Diese führt besonders durch eine Chronifizierung und Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose und Hepatozelluläres Karzinom trotz mittlerweile etablierter, aber noch immer kostspieliger Therapie zu einer hohen Morbidität und Mortalität. HCV ist während seines Replikationszyklus auf Strukturen und Signalwege der Wirtszelle angewiesen. Die zugrundeliegenden Interaktionen sind noch immer nicht vollends erforscht. Um die von Hu et al. 2019 identifizierte proviral wirkende lnc-ITM2C-1 - GPR55 - ISG Regulationsachse weiter zu untersuchen, wurde sich in dieser Arbeit mit der Expressionsanalyse von GPR55 mRNA Spleißvarianten im Kontext der HCV Replikation befasst. Zur Identifikation der in nativen Huh-7 Zellen exprimierten GPR55 mRNA Spleißvarianten mittels RT-qPCR wurde zunächst das Protokoll zur Gesamt-RNA-Extraktion überarbeitet mit dem Ziel einer Verhinderung der RNA-Degradation und Reduktion kontaminierender gDNA. Das entwickelte Protokoll umfasste eine verlängerte Behandlung mit TRIzol, eine saure (pH 4,5) Phenol-Chloroform-Extraktion und die Aufreinigung mittels Kieselgel-Zentrifugationssäule. Die Entfernung von gDNA wurde mittels einer noRT-Kontrolle in der RT-qPCR und Gelelektrophorese bestätigt. Das neue Protokoll wurde erfolgreich in der Arbeitsgruppe etabliert. Die Untersuchung der 9 verschiedenen in den Datenbanken NCBI und Ensembl EBI gelisteten GPR55 mRNA Spleißvarianten erfolgte zunächst mittels bioinformatischer Alignments der einzelnen cDNA-Sequenzen an der GPR55 Gensequenz. Letztere wurde manuell aus den leicht abweichenden Annotationen aus NCBI und Ensembl als Hybridsequenz zusammengesetzt. Anhand der Alignments und der Exongrenzen wurden möglichst Varianten-spezifische qPCR-Primer erstellt und validiert. Mittels RT-qPCR und Gelelektrophorese wurde anschließend die Expression der Spleißvarianten 1 (NM_005683.4; ENST00000650999.1) und 3 (XM_011512175.4) in Huh-7 Zellen identifiziert. Die Expression der Spleißvariante 1 und 3 sowie die Expression aller GPR55 mRNA Spleißvarianten insgesamt wurden anschließend in HCV-transfizierten Huh-7 Zellen mit der Expression in Kontrollzellen verglichen. Es zeigte sich keine signifikante Änderung der GPR55 mRNA Expression 48 h nach HCV Transfektion, weder für die einzelnen Varianten 1 und 3 noch für die Gesamtheit aller GPR55 Spleißvarianten. Die erstellten und validierten GPR55 Primer für die damit identifizierten Spleißvarianten in Huh-7 Zellen sind der Grundstein für weitere Analysen der lnc-ITM2C-1 - GPR55 - ISG -Regulationsachse in der Arbeitsgruppe. Sie werden im Verlauf für Untersuchungen mit GPR55 mRNA Überexpression durch Plasmide verwendet werden. Durch den Nachweis der Spleißvariante 3 wurde die GPR55 Genannotation aus NCBI bestätigt. Die abweichende Annotation aus Ensembl EBI wurde bis dato (Januar 2025) nicht angepasst. Nach den Erkenntnissen aus dieser Arbeit sollten die gelisteten GPR55 Transkripte in den Datenbanken NCBI und Ensembl EBI kritisch überarbeitet und ggf. zusammengefasst werden. Auch die Sequenzgrenzen der Genannotation in Ensembl EBI sollte entsprechend der Annotation in NCBI angepasst werden.Item type: Item , Konsequenzen einer Telomerase-Defizienz in Alveolarepithelzellen in vitro und in Mausmodellen in vivo – Korrelation zu Pathogenitätsmechanismen der Idiopathischen Pulmonalen Fibrose(2025) Schlenker, SaskiaDie idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine interstitielle Lungenerkrankung des mittleren bis höheren Lebensalters mit sehr schlechter Prognose. Die Pathogenese ist noch unbekannt, aktuell geht man jedoch davon aus, dass die IPF durch eine aberrante Wundheilung bei repetitiver Schädigung des Alveolarepithels entsteht. Es ist bekannt, dass sowohl familiäre als auch sporadische IPF-Fälle mit verkürzten Telomeren und mit einem alveolärepithelialen endoplasmatischem Retikulum (ER)-Stress einhergehen. In der vorliegenden Arbeit wurde der Frage nachgegangen, ob Telomerverkürzung in den Lungen von F3 Terc(-/-)-Mäusen und im mit dem Telomeraseinhibitor BIBR1532 behandelten Typ-II-Zellmodell A549 ER-Stress auslösen kann. Zudem wurde untersucht, mit welchen weiteren Veränderungen der Gen- und Proteinexpression die Telomerverkürzung einhergeht und ob allein durch verkürzte Telomere eine Lungenfibrose induziert werden kann. In den F3 Terc(-/-)-Mäusen konnte keine spontane Fibroseentwicklung und nur eine minimale UPR beobachtet werden. Es konnte jedoch eine Kolokalisation der UPR-Marker mit dem Typ-II-Zellmarker Surfactantprotein C nachgewiesen werden. Im A549-Zellmodell der Telomerase-Inhibition zeigte sich dagegen eine deutlich stärkere ER-Stressantwort mit signifikant verstärkter Expression der für Proteine der UPR codierenden Gene. Oxidativer Stress ließ sich in den Lungen der Terc(-/-)-Mäuse vermehrt nachwiesen. Als denkbarer Verursacher zeigte sich eine verringerte Expression von für Peroxiredoxine kodierenden Genen. Weiterhin führte die Telomerverkürzung im Mausmodell zu gestörter Surfactantproteinsynthese und -prozessierung sowie zur Entwicklung eines diskreten Lungenemphysems mit Verlust von Typ-II-Zellen und Aktivierung von Signalwegen der Seneszenz und Apoptose. Deren Aktivierung ließ sich auch in vitro im Typ-II-Zellmodell A549 nachweisen und kann den Typ-II-Zellverlust erklären. Zudem fand sich in den Lungen der Terc(-/-)-Mäuse eine verstärkte Expression proinflammatorischer und profibrotischer Marker. Dies ließ sich in den Telomerase-inhibierten A549-Zellen reproduzieren. Möglicherweise sind seneszente Typ-II-Zellen eine Hauptquelle profibrotischer Mediatoren. Die ausbleibende Fibroseentwicklung im Mausmodell könnte durch die im Vergleich zum Menschen selbst im F3-Modell noch immer deutlich längeren murinen Telomere erklärt werden. Einen weiteren Einflussfaktor dürfte die kompensatorische Aktivierung antifibrotischer Signalwege darstellen. Es fanden sich in beiden Modellen erhöhte Level an Sirtuin 1– mRNA bzw. Sirtuin 1-Protein. Sirtuin-1 ist ein Deacetylase, die antifibrotische und antiapoptotische Wirkung ausübt. Insgesamt ähnelten die durch Telomerverkürzung differenziell regulierten Gene und Proteine den in IPF-Lungen beobachteten Veränderungen, ohne jedoch zu Fibrose zu führen.Item type: Item , Supplemental Material for "Genetic background of cow-human, cow-cow and cow-technical system behavior responses"(2026) Behren, Larissa E.; Vanvanhossou, Sèyi Fridaïus U.; Breitmeier, Laura; Stuhlträger, Julia; Gieseke, Daniel; Rosner, Frank; Swalve, Hermann H.; König, SvenThe data tables are supplemental material for the research article "Genetic background of cow-human, cow-cow and cow-technical system behavior responses". The supplementary data include 8 tables: - Supplemental Table S1. Least square means for categorical effects (AMS-herd and season) with corresponding SE for cow-human interaction traits - Supplemental Table S2. Regression coefficients (ß) of continuous effects for parity and DIM with corresponding SE on cow-human interaction traits - Supplemental Table S3. Least square means for categorical effects (AMS-herd and season) with corresponding SE for cow-cow interaction traits - Supplemental Table S4. Regression coefficients (ß) of continuous effects (parity and DIM) with corresponding SE on cow-cow interaction traits - Supplemental Table S5. Least square means for categorical effects (AMS-herd and season) with corresponding SE for cow-AMS interaction traits - Supplemental Table S6. Regression coefficients (ß) of continuous effects (parity and DIM) with corresponding SE on cow-AMS interaction traits - Supplemental Table S7. Least square means for categorical effects (AMS-herd and season) with corresponding SE for daily milking robot production traits - Supplemental Table S8. Regression coefficients (ß) for continuous effects (parity and DIM) with corresponding SE on daily milking robot production traitsItem type: Item , Optimierung der Diagnostik bei Bradykardien und ungeklärten Synkopen: Das Potenzial des 30-tägigen telemedizinischen EKG-Monitorings(2024) Schneider, NikitaSynkopen und bradykardieassoziierte Beschwerden stellen aufgrund ihrer episodischen und oft unvorhersehbaren Natur eine diagnostische Herausforderung dar. Die vorliegende Studie untersucht die Effektivität eines 30-tägigen telemedizinischen EKG-Monitorings mit dem PocketECG III als nicht-invasive Methode zur Identifikation von bradykarden Rhythmusstörungen und deren Korrelation mit klinischen Symptomen. In einer prospektiven monozentrischen Beobachtungsstudie wurden 50 Patienten untersucht, die in zwei Gruppen unterteilt wurden: Patientinnen und Patienten mit ungeklärter Synkope (Gruppe A) und solche mit dokumentierten oder vermuteten bradykardieassoziierten Beschwerden ohne Synkope (Gruppe B). Die durchschnittliche Tragedauer des PocketECG III betrug 24,5 Tage. Zielparameter waren die Diagnoserate behandlungsbedürftiger Rhythmusstörungen und die Zeit bis zur definitiven Diagnose. Die Ergebnisse zeigen, dass bei 30 % der Patienten (n = 15) relevante Rhythmusstörungen diagnostiziert wurden, die eine antibradykarde Therapie, im Sinne einer Schrittmacherimplantation, erforderlich machten. Die mittlere Zeit bis zur Diagnosestellung betrug circa 8 Tage. Damit wurde deutlich, dass herkömmliche Kurzzeit-EKGs, wie 24- bis 48-Stunden-Langzeit-EKGs, in vielen Fällen nicht ausgereicht hätten, um die Diagnose zu stellen. Das PocketECG III ermöglichte durch die Echtzeit-Datenanalyse eine zeitnahe Symptom-Rhythmus-Korrelation und steigerte somit die diagnostische Präzision. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der Literatur, die die Vorteile eines verlängerten Monitorings hervorhebt, während sie gleichzeitig die Invasivität und höheren Kosten von Loop-Recordern betont. Das 30-tägige telemedizinische EKG-Monitoring mit dem PocketECG III bietet eine effektive und patientenfreundliche Alternative zur Diagnostik von Rhythmusstörungen bei Synkopen und bradykardieassoziierten Beschwerden. Es reduziert den Bedarf an invasiven Eingriffen, ermöglicht eine personalisierte und ressourcenschonende Betreuung und sollte zukünftig stärker in Leitlinien berücksichtigt werden. Multizentrische Studien mit größeren Kohorten sind jedoch erforderlich, um die Generalisierbarkeit der Ergebnisse zu bestätigen.