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Recent Submissions

  • Item type:Item,
    Chromatic and achromatic contrast sensitivity in the far periphery
    (2025) Bowers, Norick R.; Gegenfurtner, Karl R.; Goettker, Alexander
    The contrast sensitivity function (CSF) has been studied extensively; however, most studies have focused on the central region of the visual field. The current study aims to address two gaps in previous measurements: first, it provides a detailed measurement of the CSF for both achromatic and, importantly, chromatic stimuli in the far periphery, up to 90 dva of visual angle. Second, we describe visual sensitivity around the monocular/binocular boundary that is naturally present in the periphery. In the first experiment, the CSF was measured in three different conditions: Stimuli were either Achromatic (L + M), Red-Green (L − M) or Yellow-Violet (S − (L + M)) Gabor patches. Overall, results followed the expected patterns established in the near periphery. However, achromatic sensitivity in the far periphery was mostly underestimated by current models of visual perception, and the decay in sensitivity observed for red-green stimuli slows down in the periphery. The decay of sensitivity for yellow-violet stimuli roughly matches that of achromatic stimuli. For the second experiment, we compared binocular and monocular visual sensitivity at different locations in the visual field. We observed a consistent increase in visual sensitivity for binocular viewing in the central part of the visual field compared to monocular viewing, but this benefit already decreased within the binocular visual field in the periphery. Together, these data provide a detailed description of visual sensitivity in the far periphery. These measurements can help to improve current models of visual sensitivity and can be vital for applications in full-field visual displays in virtual and augmented reality
  • Item type:Item,
    Optimierung der chirurgischen Behandlung und Betreuung von Patienten mit retroperitonealen Weichteilsarkomen durch multidimensionale Therapieansätze
    (2025) Willis, Franziska Maria
    Die vorliegende Arbeit widmet sich der systematischen Untersuchung zentraler Fragestellungen zur Behandlung und Nachsorge von Patienten mit retroperitonealen Weichteilsarkomen (RPS). Die hohe Rezidivrate sowie die Seltenheit und Heterogenität dieser Tumore stellen große Herausforderungen in der Therapie dar und erschweren die Erforschung dieser Erkrankung. Die vorliegende kumulative Habilitationsschrift hat zum Ziel, die Wirksamkeit unterschiedlicher Therapieansätze zu evaluieren, die Bedeutung von Rezidivresektionen zu beleuchten sowie die langfristigen Auswirkungen auf den Ernährungszustand und die Lebensqualität der Betroffenen zu analysieren. Die in dieser Arbeit präsentierten Forschungsergebnisse tragen zur Schließung bestehender Wissenslücken bei. So wurde in der Analyse zur intraoperativen Strahlentherapie (IORT) festgestellt, dass diese keinen signifikanten Einfluss auf das lokoregionäre rezidivfreie Überleben oder das Gesamtüberleben hat. Ebenso konnte der Vorteil einer kumulativen Strahlendosis von ≥ 60 Gy auf das Lokalrezidiv-freie Überleben nicht nachgewiesen werden. Stattdessen erwiesen sich eine makroskopisch vollständige Tumorresektion, ein niedrigeres Tumorgrading und ein jüngeres Patientenalter als entscheidende positive prognostische Faktoren. Diese Ergebnisse unterstreichen die bestehende Kontroverse um eine IORT und weisen darauf hin, dass diese kein integraler Bestandteil in der Behandlung von RPS darstellen sollte. Die Untersuchung zur Kompartmentresektion (CR) ergab demgegenüber klare Vorteile hinsichtlich der Behandlung primärer Liposarkome. In diesem Kontext führte die CR zu einer signifikanten Verlängerung des Zeitintervalls bis zum Auftreten eines Lokalrezidivs sowie zu einer Verbesserung des krankheitsspezifischen Überlebens. Für Leiomyosarkome konnten hingegen keine Vorteile einer CR nachgewiesen werden. Allerdings ist anzumerken, dass die CR mit einer gesteigerten postoperativen Morbidität verbunden ist. Diese Ergebnisse betonen die Relevanz einer differenzierten Indikationsstellung zur CR und unterstreichen die Bedeutung von chirurgischen Therapiestrategien, die sich an der Tumorhistologie orientieren. Die vorliegende Studie zu Rezidivresektionen unterstreicht die prognostische Relevanz chirurgischer Interventionen bei erneuten Tumorrezidiven. Die Resektion eines ersten und auch zweiten Lokalrezidivs war mit einer verbesserten Überlebensrate assoziiert. Ein frühes Auftreten eines Rezidivs innerhalb von 12 Monaten nach der vorherigen Operation verschlechterte die Prognose signifikant. Gleiches galt für die Entwicklung von Fernmetastasen, deren Auftreten innerhalb von 12 Monaten nach der Primäroperation mit einem schlechteren Outcome assoziiert war verglichen zu einem späteren Auftreten. Diese Erkenntnisse unterstreichen die zentrale Rolle einer konsequenten chirurgischen Therapie bei der Behandlung von Rezidiven und liefern wichtige Hinweise für die Langzeitüberwachung. Die Analyse des Ernährungszustands bei RPS-Patienten ergab, dass nur eine geringe Anzahl der Patienten an einer Mangelernährung litt und der Ernährungszustand auch nach mehrfachen RPS-Resektionen als stabil einzustufen war. Hingegen wurde eine überdurchschnittlich hohe Prävalenz an präoperativen Anämien festgestellt, welche mit der Anzahl durchgeführter Operationen signifikant korrelierte. Das Vorliegen einer präoperativen Anämie war mit einer erhöhten 30-Tage-Mortalität assoziiert und wurde ebenfalls als unabhängiger prognostischer Faktor für das Gesamtüberleben identifiziert. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Relevanz einer engmaschigen Überwachung und frühzeitigen Behandlung von präoperativen Anämien, um eine zielgerichtete Therapie zeitnah einleiten zu können und somit die Prognose von RPS-Patienten potenziell zu verbessern. Die vorliegende Untersuchung zur Lebensqualität ergab, dass die Mehrzahl der Patienten trotz wiederholter Operationen eine gute allgemeine Lebensqualität aufwies. Jedoch traten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung vermehrt Symptome wie Müdigkeit und Schlafstörungen auf und RPS-Patienten zeigten Defizite im Bereich der emotionalen und sozialen Funktionalität. Das Vorliegen einer Progressionsangst sowie abdomineller Beschwerden war sehr selten und weder mit der Anzahl an Operationen noch mit dem Auftreten von Rezidiven assoziiert. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Relevanz einer Beurteilung des psychosozialen Wohlbefindens im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Nachsorge. Die Erfassung dieser Faktoren ermöglicht eine frühzeitige Identifikation von Bedarfslagen und die Implementierung angemessener Unterstützungsmaßnahmen, mit dem Ziel, die postoperative Versorgung zu optimieren. Zusammenfassend liefert diese Arbeit wichtige Erkenntnisse für die Optimierung der Therapie und Nachsorge retroperitonealer Weichteilsarkome. Die Ergebnisse betonen die Bedeutung einer differenzierten Indikationsstellung bei der Kompartmentresektion und einer konsequenten chirurgischen Behandlung von Rezidiven. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit verdeutlicht, langfristige Folgen wie Anämien und postoperative Einschränkungen auch im psychosozialen Bereich im Rahmen eines multidisziplinären Ansatzes zu adressieren. Diese Ergebnisse unterstreichen die Relevanz einer patientenzentrierten Nachsorge, die über rein onkologische Aspekte hinausgeht.
  • Item type:Item,
    Tailoring Silicon-Based LGPS-Type Solid Electrolytes for All-Solid-State Lithium Batteries
    (2026-07) Yang, Jingui
    All-solid-state batteries (ASSBs) are regarded as a promising next-generation energy-storage technology, but their practical implementation critically depends on suitable solid electrolytes (SEs). Among the various candidates, tetragonal Li10GeP2S12 (LGPS) and its derivatives exhibit some of the highest ionic conductivities reported so far. In particular, Si-based LGPS-type SEs have attracted considerable attention because of the low cost and high abundance of Si, together with their intrinsically fast Li-ion transport properties. However, the synthesis of this class of materials is complicated by complex structural polymorphism, the presence of side phases, and the sensitivity of ionic conductivity to synthesis conditions, microstructure and phase composition. This dissertation therefore focuses on investigating phase-transition mechanisms, structural relationships, and electrochemical properties of Si-based LGPS-type SEs. Operando high-temperature synchrotron X-ray diffraction and total scattering were employed to directly monitor the crystallization and phase-transition processes of Li10.5−xSi1.5P1.5S12−xIx (x = 0, 0.2, 0.4) across different length scales. These experiments clarified the thermodynamic stability relationship and kinetic competition between the highly conductive tetragonal phase and the poorly conductive orthorhombic phase, while also revealing the pronounced influence of microstructure on the phase-transition kinetics. On this basis, the role of LiI additives in promoting tetragonal-phase formation was systematically investigated. The results showed that, by tuning the iodine content and solid-state synthesis conditions, glass-ceramic SEs containing a nanocrystalline tetragonal phase can be obtained, combining high ionic conductivity with soft mechanical properties thus enabling improved chemo-mechanical stability during ASSB cycling. In ASSBs employing Ni-rich layered oxide cathode active materials, the glass-ceramic SEs outperformed both the amorphous and highly crystalline counterparts, demonstrating a more favorable balance among ionic conductivity, mechanical compliance, and interfacial stability. In all-solid-state lithium–sulfur batteries (ASSLSBs), iodine-containing Si-based LGPS-type SEs enabled exceptionally fast sulfur-conversion kinetics and excellent rate capability. This behavior originates from the synergistic interplay between the nanosized Si-based LGPS phase and an iodine-rich amorphous side phase. Such a dual phase composition not only provides efficient ion-transport pathways but also enables iodine as a fast redox mediator during cell charging, thereby markedly enhancing Li2S/S conversion kinetics. Overall, this dissertation advances the understanding of structural polymorphism in LGPS-type SEs and demonstrates that engineering synthesis pathways via LiI-assisted control is an effective strategy for optimizing this class of SEs. The experimental results further show that exploiting the synergistic interplay of multiple phase SEs represents a promising route for further optimization and thus advancing the practical realization of ASSBs.
  • Item type:Item,
    Der Einfluss eines Rezepte-Tools auf den regionalen Bio-Lebensmittelkonsum im Online-Handel – Eine experimentelle Untersuchung im Rahmen des Projektes Bio-Regional Development (BiRD)
    (2026-07) Spieker, Svea; Herrmann, Lisa; Herzig, ChristianIBAE Bericht; 2026, Juli
    Das Projekt „Bio-Regional Development: Neue Absatzpotenziale für regionale Bio-Lebensmittel im Online-Handel“ untersucht den Einfluss innovativer Online-Tools auf die Förderung (wenig gefragter) regionaler Lebensmittel am Beispiel des Online-Lebensmittelhändlers Ökokiste Boßhammersch Hof. Im Zentrum der ersten Projektphase stand ein in den Online-Shop integriertes Rezepte-Tool, das auch weniger beliebte und erklärungsbedürftige regionale Gemüsesorten einbindet. Zur Untersuchung wurde ein experimenteller Mixed-Methods-Ansatz gewählt. Usability-Tests mittels der Think Aloud-Methode identifizierten die kognitiven Prozesse von Kund*innen bei Nutzung des neuartigen Tools im Einkaufsprozess. Über Online-Experimente in Form von A-/B-Tests wurde ermittelt, inwiefern das Tool zur Absatzsteigerung beitragen kann. Die Ergebnisse liefern umfassende Einblicke in das Potenzial des Rezepte-Tools und zeigen konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf, um die Nachfrage nach (wenig gefragten) regionalen Lebensmitteln gezielt zu fördern.
  • Item type:Item,
    Museumskoffer: Die Macht des Goldes – eine Skythin erzählt
    (2026-07) Spittler, Anna Maria
    Dieser Museumskoffer widmet sich den Skythen und verbindet antike Geschichte mit hochaktuellen Fragen nach kulturellem Erbe, Macht und Gerechtigkeit. Im Zentrum stehen Lebensweise, Kunst und Bestattungskultur dieses eurasischen Reitervolkes, insbesondere die Grabhügel (Kurgane) und die berühmten Goldfunde. Gleichzeitig wird der Bogen bewusst in die Gegenwart geschlagen – zur Rolle von Museen, zur Provenienzforschung und zum sogenannten „Krim-Gold“ im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. So wird deutlich, dass archäologische Funde nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten sind, sondern auch in der Gegenwart politisch wirksam werden. Die Einheit verbindet archäologische Grundlagen mit ethischen und politischen Fragestellungen: Was geht durch Raubgrabungen verloren? Wem gehören Kulturgüter? Wer darf Geschichte erzählen? Und welche Verantwortung tragen Museen im Umgang mit ihrer Sammlungsgeschichte? Eine erzählerische Rahmung durch die fiktiven Tagebucheinträge einer Skythin eröffnet dabei einen Perspektivwechsel, der die historische Distanz überbrückt und zur kritischen Reflexion anregt. Der Koffer richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II (Klasse 9–11) und ist curricular anschlussfähig in den Fächern Geschichte, Politik/Sozialkunde sowie Ethik/Religion. Er lässt sich unter anderem in Themenfeldern wie Antike Kulturen, Erinnerungskultur, Krieg und Identität, Macht und Herrschaft sowie Menschenwürde verorten. Zentrales Vermittlungsziel ist es, historisches Wissen mit gegenwartsbezogener Urteilsbildung zu verbinden. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass kulturelles Erbe nicht neutral, sondern stets in gesellschaftliche und politische Machtverhältnisse eingebettet ist. Gleichzeitig fördert die Einheit ein Bewusstsein für Verantwortung, Provenienz und die Frage nach Gerechtigkeit im Umgang mit Geschichte.