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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    Multi-scale modelling of location- and frequency-dependent synaptic plasticity induced by repetitive magnetic stimulation in the dendrites of pyramidal neurons
    (2025) Hananeia, Nicholas; Ebner, Christian; Galanis, Christos; Cuntz, Hermann; Opitz, Alexander; Vlachos, Andreas; Jedlicka, Peter
    Background: Repetitive transcranial magnetic stimulation (rTMS) induces long-term changes in synapses, but the mechanisms behind these modifications are not fully understood. Although there has been progress in the development of multi-scale modeling tools, no comprehensive module for simulating rTMS-induced synaptic plasticity in biophysically realistic neurons exists. Objective: We developed a modelling framework that allows the replication and detailed prediction of long-term changes of excitatory synapses in neurons stimulated by rTMS. Methods: We implemented a voltage-dependent plasticity model that has been pre-viously established for simulating frequency-, time-, and compartment-dependent spatio-temporal changes of excitatory synapses in neuronal dendrites. The plasticity model can be incorporated into biophysical neuronal models and coupled to electrical field simulations. Results: We show that the plasticity modelling framework replicates long-term poten-tiation (LTP)-like plasticity in hippocampal CA1 pyramidal cells evoked by 10-Hz repetitive magnetic stimulation (rMS). In line with previous experimental studies, this plasticity was strongly distance dependent and localised to the proximal synapses of the neuron. We predicted a decrease in the plasticity amplitude for 5 Hz and 1 Hz protocols with decreasing frequency. Finally, we successfully modelled plasticity in distal synapses upon local electrical theta-burst stimulation (TBS) and predicted proximal and distal plasticity for rMS TBS. Notably, the rMS TBS-evoked synaptic plasticity exhibited robust facilitation by dendritic spikes and low sensitivity to inhibitory suppression. Conclusion: The plasticity modelling framework enables precise simulations of LTP-like cellular effects with high spatio-temporal resolution, enhancing the efficiency of parameter screening and the development of plasticity-inducing rTMS protocols.
  • Item type: Item ,
    Medizinische Forschung an der Universität Gießen 1928-1958: Eine Untersuchung am Beispiel medizinischer Dissertationen unter spezieller Berücksichtigung der Forschung am Menschen und an Minderjährigen
    (2025) Schwarz, Mitja David
    Es erfolgte eine Analyse der medizinischen Dissertationen und Promotionsakten an der Universität Gießen im Zeitraum 1928-1958 nach unterschiedlichen Merkmalen, um die Praktiken der medizinischen Forschung am Menschen und die Einhaltung ethischer Standards zu bewerten. Einen besonderen Untersuchungsschwerpunkt bildete die Forschung an vulnerablen Gruppen und die Berücksichtigung der „Reichsrichtlinien zur Vornahme von wissenschaftlichen Versuchen am Menschen“ von 1931 in den Dissertationen. In 28,7% der 1042 untersuchten Dissertationen wurde direkt am Menschen geforscht, wobei in 52,6% der Fälle vulnerable Gruppen involviert waren, insbesondere Minderjährige. Bei „gefährlichen“ Versuchen waren in 76,4% der Dissertationen vulnerable Versuchspersonen beteiligt, allerdings war die Gesamtzahl „gefährlicher“ Versuche klein (5,6% der Dissertationen mit Forschung am Menschen). Weiter zeigte die vorgenommene Analyse, dass ethische Richtlinien, einschließlich der Reichsrichtlinien, selten nachvollziehbar beachtet wurden. Die „Reichsrichtlinien“ selber wurden nie explizit erwähnt. Ein besonderer Fund in den Promotionsakten ergab zwar, dass die Wahrung des ärztlichen Geheimnisses in den 1920er Jahren formal von der medizinischen Fakultät in Gießen gefordert, jedoch nicht durchgehend beibehalten wurde. Die Freiwilligkeit der Teilnahme von Versuchspersonen wurde nur in 2,6% der Dissertationen mit Forschung am Menschen dokumentiert. Politische Einflüsse waren vor allem in der Erb- und Rassenforschung erkennbar und meist, wenngleich nicht in jedem Fall, positiv mit dem Nationalsozialismus verknüpft. Der Zweite Weltkrieg beeinflusste die Forschungsthemen und -bedingungen vor allem 1944 und 1945 erheblich, wobei kriegsrelevante Forschung an Bedeutung gewann. Die methodische Qualität der Dissertationen verbesserte sich in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, blieb jedoch insgesamt heterogen und oft mängelbehaftet. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer strengen und kritischen Begutachtung medizinischer Forschung und stärken die These, dass ethische Mängel der Forschung am Menschen im Nationalsozialismus nicht zeitraumspezifisch waren, sondern, im Sinne Volker Roelckes, als „radikale Manifestation latenter Potenziale“ verstanden werden dürfen. Weitere Forschung auf internationaler Ebene ist notwendig um, abseits des Standortes Gießen und der untersuchten Zeiträume, weitere Erkenntnisse zur medizinischen Forschung am Menschen und der Einhaltung ethischer Standards im Wandel der Zeiten zu gewinnen.
  • Item type: Item ,
    “Who cares for the weakest?” Eine internationale Querschnittserhebung der pädiatrischen Trauma- und Notfallversorgung
    (2025) Braun, Jacqueline
    Zusammenfassend zeigt unsere Studie, dass Notfallchirurgen sowohl aus erfahrenen High-Level- als auch Low-Level-Traumazentren einen alarmierenden Mangel an Wissen über pädiatrische Traumaversorgung beklagen. Das multiprofessionelle Management pädiatrischer Traumapatienten und die individuelle Erfahrung mit traumatisch schwer verletzten Kindern ist stark abhängig vom Volumen, dem Niveau des Traumazentrums und der Infrastruktur des jeweiligen Krankenhauses. Aber auch kleinere Krankenhäuser mit weniger erfahrenen Traumazentren werden mit pädiatrischen Traumapatienten konfrontiert. Dies unterstreicht die Bedeutung theoretischer Ausbildung und praktischer Trainingsprogramme für ein angemessenes Kindertraumamanagement und die initiale Reanimation sowie die frühzeitige Einleitung einer adäquaten Therapie bei schwerverletzten Kindern. Empfehlungen, Anleitung zu angemessener Therapie, Lehre und Ausbildung könnten die künftige Aufgabe nationaler und internationaler medizinischer Fachgesellschaften sowie überregionaler hochrangiger, erfahrener pädiatrischer Traumazentren im Hinblick auf eine globale Verbesserung der pädiatrischen Traumaversorgung sein. Auch fehlt es an Evidenz, was bestimmte Behandlungsmethoden betrifft, sodass mehr Studien aufgelegt werden sollten. Eine Möglichkeit eine Verbesserung zu bewirken, wäre ein Angebot an Kursen sowohl für das ärztliche als auch für das Pflegepersonal, welche sowohl Behandlungsmethoden, anatomische Aspekte aufgreifen, als auch standardisierte Abläufe dem Personal nahebringen können. Ideal wäre auch eine permanente psychologische Unterstützung. Sowohl betroffenen Kindern und Angehörigen sollte eine solche Hilfe angeboten werden als auch dem betreuenden Personal. Insgesamt konnte unsere Studie wesentliche Probleme bei der Betreuung schwer verletzter Kinder aufgreifen, sodass wir innerhalb der WSES hierauf basierend Verbesserungen vornehmen können.
  • Item type: Item ,
    Law & critique
    (2025)
    Der zweite Band der Reihe „kontrovers“ widmet sich dem ambivalenten Verhältnis von Recht und Kritik. 29 Autor:innen verwenden Recht und Rechtskritik. Beitragende analysieren die Verbindung zu kritischer Reflexion, sozialen Praktiken und politischen Bewegungen, und Recht und Autonomität. Während manche einen dekolonialen, critical race theoretischen, posthumanistischen und anti-cis-patriarchalen Ansatz wählen, diskutieren andere die Notwendigkeit, Rechtsstaatlichkeit in Zeiten demokratischer Krisen zu verteidigen. Widersprüche in existierenden rechtlichen Systemen und Rechtsstaaten sowie Prozesse rechtlicher Subjugation werden unter die Lupe genommen. Alternativ wird Recht pluralistisch verstanden und mit alternativen Mitteln rekonstruiert.
  • Item type: Item ,
    Sexuelle Bildung in der Grundschule und der universitären Lehrer*innenausbildung: Perspektiven aus Forschung, Praxis und Lehre
    (2025)
    Sexuelle Bildung ist ein hochrelevantes Thema für den Grundschulbereich. Junge Schüler*innen partizipieren zunehmend an gesellschaftlichen Diskursen (Umgang mit Vielfalt, Rassismus, Kinderrechte) und bringen damit verbunden vielfältige Fragen und Themen im Bereich der Sexuellen Bildung in den Unterricht. Der Sammelband gewährt mit aktuellen Forschungsarbeiten und Perspektiven aus der Praxis einen Einblick in die Chancen und Herausforderungen sexueller Bildung. Die Beiträge richten sich maßgeblich an Wissenschaftler*innen aus der universitären Lehrer*innenausbildung und (angehende) Lehrende.