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Recent Submissions

  • Item type:Item,
    Exotic buildings, lattices and non-residual finiteness
    (2026) Titz Mite, Thomas
    We provide the first examples of lattices on irreducible buildings that are not residually finite. Assuming that the normal subgroup property holds for them, which is expected, they are virtually simple. Our examples fall into five quasi-isometry classes, corresponding to their actions on five distinct exotic ~C2-buildings. Each class contains a smallest lattice, which has no proper finite index subgroups. Consequently, if the normal subgroup property holds, these are in fact simple. As exotic lattices, our examples are CAT(0)-groups, enjoy Kazhdan’s property (T), and are quasi-isometrically rigid. If the smallest lattices turn out to be simple, then, to the author’s knowledge, they constitute the first infinite examples of quasi-isometrically rigid simple groups, as well as the first infinite examples of simple CAT(0)-groups with Kazhdan’s property (T). The lattices were found through a computer search, and the methods developed proved to be fruitful; as a direct application, we classify type-preserving, vertex-regular ~A2-lattices acting on buildings of thickness three.
  • Item type:Item,
    Circular feeding strategies for Hermetia illucens larvae (Diptera: Stratiomyidae): Effects on performance, bioconversion efficiency, and body composition
    (2026) Schneider, Laura
    Die standardisierte Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege (BSFL, Hermetia illucens) wird im Rahmen einer nachhaltigen Tierproduktion immer wichtiger. Diese Insekten können organische Nebenprodukte effizient in nährstoffreiche Biomasse umwandeln, die als Futtermittel für Nutz- und Heimtiere genutzt wird. Eine gezielte Optimierung der Insektenernährung ist entscheidend, um die Nährstoffverwertung zu verbessern und den Futterwert der Larvenbiomasse zu steigern. Dabei spielt insbesondere der Proteingehalt der Nahrung eine zentrale Rolle. Trotz der zunehmenden Bedeutung der BSFL-Produktion gibt es jedoch weiterhin erhebliche Wissenslücken hinsichtlich der optimalen Proteingehalte in der Nahrung, insbesondere in Abhängigkeit vom jeweiligen Entwicklungsstadium der Insekten. Die Ergebnisse über drei zusammenhängende Studien zeigen ein konsistentes Muster: Der Proteingehalt der Nahrung moduliert nicht nur die Wachstumsrate, sondern beeinflusst auch die Nährstoffverwertung, die Körperzusammensetzung, die Stickstoffretention sowie das Verhältnis zwischen Protein- und Fettansatz während der Entwicklung der Insekten. Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege können eine breite Palette organischer Nebenströme in wertvolle Biomasse umwandeln, wobei ihre Leistungsfähigkeit stark vom Substrattyp und deren Nährstoffzusammensetzung abhängt. In Veröffentlichung I wurde gezeigt, dass unterschiedliche Substrate signifikante Effekte auf Wachstum, Überlebensrate, Futterverwertung und Stickstoffretention haben. So führte Weizenkleie konsistent zu den höchsten Leistungen, während Karotten- oder Traubenreste geringere Wachstumsraten und eine niedrigere Effizienz verursachten. Das Nährstoffprofil des Frasses spiegelte da-bei die Stickstoff- und Energieeigenschaften der Substrate wider, was die enge Verbin-dung zwischen Substratzusammensetzung, Larvenmetabolismus und Reststoffdynamik verdeutlicht. Ein zentraler Bestandteil der Forschung war die Bewertung abgestufter Proteingehalte in isoenergetischen Diäten. In Veröffentlichung II wurden Rohproteingehalte von 10, 14, 16 und 20 % bei 18,5 MJ kg Trockensubstanz an BSFL gefüttert. Ein Rohproteingehalt von etwa 14 % erwies sich als physiologisch optimal. Sowohl niedrigere als auch höhere Pro-teingehalte führten zu Effizienzeinbußen. Während ein Proteinmangel (10 %) die Proteinbiosynthese der BSFL limitierte und sich negativ auf Wachstum sowie Stickstoff- und Aminosäureansatz auswirkte, resultierte ein Überschuss (20 %) nicht in zusätzlichen Leistungssteigerungen. Stattdessen wurde eine erhöhte Mineraleinlagerung (Calcium) beobachtet. Veröffentlichung III erweiterte diese Analyse auf den gesamten Insektenlebenszyklus (10, 15 und 20 % Rohprotein bei 18,5 MJ kg). Ab etwa Tag 10 wiesen Larven mit proteinarmen Diäten geringere Körpermassen auf als solche, die mit moderaten oder höheren Proteingehalten gefüttert wurden. Larven mit moderaten Proteingehalten erreichten schneller das Präpuppenstadium und zeigten in dieser Phase höhere Trockenmasse-, Protein- und Aminosäurekonzentrationen. Larven der proteinarmen Diäten kompensierten durch erhöhten Fettansatz im Präpuppenstadium. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass ein höherer Proteingehalt in der Nahrung nicht automatisch zu gesteigerter Leistungsfähigkeit führt. Optimal erscheint ein Bereich von 14–15 % Rohprotein bei 18,5 MJ kg Trockensubstanz, der die Stickstoff- und Aminosäurenverwertung maximiert. Überschreitet der diätetische Proteingehalt diesen Bereich, kommt es zu einer erhöhten Stickstoffausscheidung ohne zusätzlichen Biomassezuwachs. Die Studien zeigen zudem entwicklungsstadiumspezifische Muster: Juvenile Larven priorisieren Protein- und essentielle Aminosäureansatz zur Unterstützung schnellen Gewebewachstums, während mit zunehmendem Alter der Fettansatz steigt und strukturelle Komponenten wie Chitin aufgebaut werden. Die diätetische Proteinzufuhr moduliert diese physiologischen Prozesse und beeinflusst die relativen Anteile von Protein- und Fettansatz im Larvenkörper. Eine unzureichende Proteinzufuhr führt zu einer kompensatorischen Verschiebung des Nährstoffansatzes zugunsten eines erhöhten Fettansatzes. Demgegenüber resultiert eine übermäßige Proteinzufuhr nicht in einer weiteren Steigerung des Proteinansatzes, sondern in erhöhten Stickstoffverlusten infolge gesteigerter Exkretion. Die positive Korrelation zwischen Larven- und Adultkörpergröße deutet darauf hin, dass die Ernährung während der Larvenentwicklung auch spätere Lebensstadien, einschließlich reproduktiver Leistung, beeinflusst. Somit beeinflussen sowohl die larvale Ernährung als auch das Entwicklungsstadium der BSF maßgeblich die Nährstoffzusammensetzung der Larven. Dies wirkt sich wiederum auf ihre Eignung als Futtermittelkomponente sowie auf die Ressourceneffizienz der Nährstoffverwertung aus. Zukünftige Forschung sollte standardisierte Fütterungsprotokolle und definierte Erntezeitpunkte etablieren, um eine konsistente Nährstoffzusammensetzung in insektenbasierten Produkten sicherzustellen und die Produktionseffizienz in BSF-Systemen zu optimieren.
  • Item type:Item,
    La femme comme oeuvre d’art: Frauenkonzeptionen im Werk Théophile Gautiers – intermediale und performative Aspekte
    (2026) Leister, Corinna
    Die vorliegende Dissertation betrachtet die performative Konstruktion der Frau als Kunstwerk in Théophile Gautiers Prosawerk aus einer intermedialen und performativen Perspektive. Ein umfangreiches und gattungsübergreifendes Korpus wird dafür auf intermediale Schreibweisen, ihre Verbindung mit weiblichen Figuren und ihr performatives Potenzial untersucht. Ziel der Arbeit ist es, die performative Konstruktion der Frauenfiguren als œuvres d’art durch intermediale Bezüge aufzuzeigen und die damit einhergehende Meta- und Medienreflexionen zu erfassen. <br> Die durchgängige Verwendung intermedialer Bezüge in Verbindung mit Frauenfiguren weist eine immer wiederkehrende Medien- und Metareflexion auf, die als verbindendes Element über Gautiers Prosawerk steht. Die Reflexionen zu Kunst, Kunstbetrieb und kreativer Schöpfung bestätigen und ergänzen sich teilweise textübergreifend. Damit ist nicht nur die intermediale Ästhetik, sondern auch ihre Verbindung zu Weiblichkeit ein strukturgebendes Element in Gautiers Novellen und Romanen. Die performative Konstruktion der Frauenfiguren als Kunstwerk sowie die damit einhergehende Repräsentation lassen eine Projektionsfläche entstehen, die zentral ist für die metareflexive Funktion der intermedialen Bezüge. Die Frauenfiguren verkörpern die Grenzen der Kunst und gleichzeitig deren Überschreitung, die am Ende alle auf das Verhältnis von Kunst und Natur zurückzuführen sind. Gleichzeitig wird die künstlerische Produktion auf die Frauenfiguren übertragen: Mit dem Protagonisten als Schöpfer und der Frauenfigur als Kunstwerk wird der Schöpfungsprozess über die zwischenmenschliche Beziehung verhandelt. Die über die Frauenfigur als Kunstwerk vermittelten Meta- und Medienreflexionen lassen sich drei übergeordneten Themen zuordnen: dem kreativen Schöpfungsprozess, dem Verhältnis von Künstler und Kunstprodukt zur Gesellschaft und der Unmöglichkeit, ein künstlerisches ästhetisches Ideal zu erreichen und zu erhalten. Über die Brüche der intermedialen Bezüge werden die Möglichkeiten der verschiedenen Künste, die Schönheit der Natur abzubilden, medienreflexiv verhandelt. Die Suche nach einem ästhetischen Ideal wird immer wieder über die Suche nach Frauenfiguren thematisiert.<br> Damit wird die performative Konstruktion der Frauenfiguren als Kunstwerke deutlich, ebenso wie die mit ihr einhergehenden Metareflexionen zur Kunst in ihrem Verhältnis zur Realität (Schöpfungsprozess, Rezeption und Gesellschaft). Sie verdeutlichen eine intermediale Ästhetik als strukturgebendes Element in Gautiers Prosawerk, das essenziell für Handlung, Motive und Reflexionen ist.
  • Item type:Item,
    uniforum 39 (2026) Nr. 1
    (2026)
    Wie blicken Klimaforschende in die Zukunft und was passiert im Liebig Centre for Agroecology and Climate Impact Research? Wie bauen die Universitäten Gießen und Marburg auf dem Erfolg beider Universitäten in der Exzellenzstrategie auf und was verbirgt sich hinter der Allianz H_CORE? Wie wird in der europäischen Hochschulallianz EUPeace die Internationalisierung der Lehrkräfte vorangebracht? Wie sieht "die andere Seite der Welt aus" und was haben Studierende und Polizeikräfte auf einer Studienfahrt nach Auschwitz und Krakau erlebt? Wie kooperieren das Institut für Kunstpädagogik und die Kunsthalle Gießen und wo wird Kunst in der Innenstadt neuerdings für alle erfahrbar? Diese und viele weitere Informationen rund um Ereignisse und Entwicklungen an der JLU lesen Sie in der dieser Ausgabe des uniforum.
  • Item type:Item,
    forum forschung 13 (2026) Nr. 1
    (2026)
    Das forum forschung widmet sich dieses Mal den komplexen Prozessen im menschlichen Körper, die bei chronischen Schmerzen eine Rolle spielen. In einem interdisziplinären Ansatz arbeiten JLU-Forschende eng zusammen, um diese Prozesse besser zu verstehen und bei Betroffenen Leiden zu lindern. Im Interview spricht Prof. Mirjam Stockburger über manchmal überraschende Erkenntnisse aus Datenanalyen. An ihrer Professur untersucht sie große Datenmengen im Hinblick auf gesellschaftliche Entwicklungen.