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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    Der Vergleich des Zahnputzvorgangs bei höchster und niedrigster Zahnputzeffektivität
    (2025) Sitter, Erika
    Obwohl sich das Zähneputzen als Gesundheitsverhalten fest in der Bevölkerung etabliert hat, bleibt die Prävalenz plaque-bedingter Parodontalerkrankungen hoch. Zahnärztliche Empfehlungen zum Zähneputzen stützen sich auf eine schwache Evidenzbasis und es ist bislang unklar, welche Aspekte mit einer effektiven Zahnreinigung assoziiert sind. Das Ziel dieser Arbeit war es daher zu untersuchen, ob und inwiefern sich der Zahnputzvorgang von Personen mit einer hohen im Vergleich zu einer niedrigen Zahnputzeffektivität unterscheidet. Im Zuge der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS · 6) wurden die Studienteilnehmenden gebeten, sich ihre Zähne nach bestem Vermögen zu reinigen und dabei videoaufgezeichnet. Nach dem Zähneputzen folgte eine zahnmedizinische Untersuchung, bei der die verbleibende Plaque angefärbt und erfasst wurde. Für einen Extremgruppenvergleich wurden die Teilnehmenden mit den niedrigsten sowie den höchsten Plaquewerten identifiziert. Die Stichproben der Erwachsenen (n = 35 vs. n = 33) und der Kinder (n = 14 vs. n = 18) wurden dabei separat betrachtet. Der Zahnputzvorgang aller ausgewählten Personen wurde systematisch hinsichtlich der Zahnputzdauer, der erreichten Flächen und Sextanten, der ausgeführten Bürstbewegungen sowie der Interdentalhygiene ausgewertet und anschließend einander gegenübergestellt. In der Stichprobe der Erwachsenen putzten die Personen mit den niedrigsten Plaquewerten ihre Zähne länger, worunter ein größerer Anteil auf die Oralflächen entfiel. Sie putzten mehr Sextanten mit einer längeren Putzdauer, der Anteil elaborierter Bewegungen an den Lateralflächen war höher und es führten mehr Personen Interdentalhygiene durch. In der Stichprobe der Kinder fiel der Gruppenvergleich weniger deutlich aus, jedoch konnte für alle untersuchten Parameter ein Unterschied in erwarteter Richtung beobachtet werden. Der Migrationshintergrund erwies sich in dieser Stichprobe als Moderatorvariable der Gruppenunterschiede im Zahnputzvorgang. In beiden Stichproben unterschied sich der Zahnputzvorgang der Untersuchungsgruppen hinsichtlich mehrerer Verhaltensaspekte. Dies weist darauf hin, dass es nicht einzelne Aspekte sind, die ein effektiveres Zähneputzen auszeichnen, sondern dass eher das Zusammenspiel verschiedener Aspekte hierfür bedeutsam ist.
  • Item type: Item ,
    Untersuchung der funktionellen Rolle von mesenchymalen Stroma-/Stammzellen in der Entwicklung der humanen Plazenta mit weiterer Exploration ihrer Funktion in der Pathogenese der Präeklampsie
    (2025) Romberg, Sophia Indira
    Die Plazenta leistet die lebenswichtige Unterstützung für den Fötus während des intrauterinen Lebens und spielt auch für die Gesundheit der Mutter eine wegweisende Rolle. Durch die Entwicklung von Pathologien der Plazenta wird die Gesundheit von Mutter und/oder Ungeborenem gefährdet. Präeklampsie ist eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung mit Endorganschäden, deren Entstehung von der Plazenta aus geht. Genaue Pathomechanismen sind nicht bekannt und eine kausale Therapie nicht etabliert. <br> Als neu entstehendes Organ mit schnellem Wachstum und Differenzierung besitzt die Plazenta eine große Population an Stammzellen, einschließlich villöser mesenchymaler Stroma-/Stammzellen. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass humane villöse MSCs mehrere Schlüsselrollen bei der Schaffung eines funktionalen Mikroumfelds spielen, das für eine erfolgreiche Schwangerschaft entscheidend ist. Wie diese Zellen reguliert werden, ist jedoch nicht gut erforscht. Diese Arbeit zeigt, dass humane Chorion Villi-MSCs (hCVMSCs) primäre Zilien tragen und dass das primäre Zilium während der Gestation dynamisch reguliert wird. Die hier präsentierten Daten deuten darauf hin, dass das primäre Zilium für die Funktionalität wie Motilität, Homing und Differenzierung der hCV-MSCs durch ordnungsgemäße Signaltransduktion erforderlich ist. Ebenfalls wurde ein positiver Einfluss von hCV-MSCs auf die Eigenschaften von extravillösen Trophoblasten (EVTs) sowie Endothelzellen aus der V. umbilicalis beobachtet. Hierbei wurde bei den EVTs eine Änderung der Länge des primären Ziliums analysiert. <br> Die Zilien von hCV-MSCs aus präeklamtischen Plazenten sind beeinträchtigt, diese hCV MSCs sind in ihren eigenen Funktionen sowie in ihrer Interaktion mit trophoblastischen Zellen und Endothelzellen dysfunktional. Daher ist von einer Einschränkung ihrer Funktion in der Plazentaentwicklung und dem Organerhalt auszugehen. Somit könnten defekte Zilien mit der Pathogenese der Präeklampsie in Zusammenhang stehen und mit dem Fortschreiten der Präeklampsie verbunden sein.
  • Item type: Item ,
    Dreidimensionale Funktionsanalyse des rechtsventrikulären Ausflusstrakts bei pulmonaler Hypertonie: Prognostischer Wert und klinische Implikationen
    (2025) Thal, Bruno Raphael
    **Hintergrund:** Die zweidimensionale echokardiographische Darstellung des rechtsventrikulären Ausflusstrakts (RVOT) ist weit verbreitet, jedoch wird dessen Funktion im Rahmen einer 3D-Analyse nicht systematisch quantifiziert. In der vorliegenden Untersuchung zur klinischen Relevanz des RVOT bei pulmonaler Hypertonie (PH) mittels dreidimensionaler (3D) Segmentierung vermuten wir, dass ein Funktionsverlust des RVOT unabhängig von anderen echokardiographischen Parametern mit dem Schweregrad der Erkrankung und der Risikoeinschätzung zusammenhängt.<br> **Methoden:** In der prospektiven Beobachtungsstudie EXERTION wurden Patient*innen mit pulmonal-arterieller Hypertonie (PAH), PH bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF), chronisch thromboembolischer PH (CTEPH) oder invasiv ausgeschlossener PH (Patientenkontrollgruppe) mittels 3D-Echokardiographie untersucht. Die Analyse des rechtsventrikulären Ausflusstrakts (RVOT) erfolgte mithilfe der ReVISION-Software (Argus Cognitive Inc., USA). Zusätzlich diente eine gesunde Kontrollgruppe der Semmelweis-Universität (Budapest) als externer Vergleich. Die 3D-RVOT-Ejektionsfraktion (EF), ein Marker für die RVOT-Funktion, wurde zusätzlich zu traditionellen rechtsventrikulären Parametern evaluiert. Dabei wurden auch kürzlich veröffentlichte Risikoschwellenwerte in die Bewertung einbezogen. Zusammenhänge zwischen den RV-Parametern wurden mittels Spearman-Korrelation untersucht, während das Risiko mithilfe des REVEAL-Lite-2-Risikoscores eingeschätzt wurde. Die klinische Relevanz wurde anhand von Cox-Regressionsmodellen sowie Kaplan-Meier-Analysen geprüft. Daten werden als Mittelwert ± Standardabweichung oder Median [Interquartilsabstand] angegeben.<br> **Ergebnisse:** 43 Teilnehmende (PAH n=16, CTEPH n=16, PH-HFpEF n=6, Patientenkontrollgruppe n=5) im Alter von 70 [60–77] Jahren sowie eine gesunde Kontrollgruppe mit 43 Personen (Durchschnittsalter 63,2 ± 6,1 Jahre) wurden untersucht. Der mittlere pulmonalarterielle Druck (mPAP) lag bei 35,7±12,3 mmHg, der pulmonalvaskuläre Widerstand (PVR) bei 5,29 [2,87–7,45] WU, die globale 3D-RV-EF bei 42,7±9,8 % und die 3D-RVOT-EF bei 30,4 [18,5–36,9] %. Die 3D-RVOT-EF korrelierte dabei mit dem mPAP (ρ = −0,59) und dem PVR (ρ = −0,50).<br> Die Risikostratifikation mittels REVEAL-Lite-2-Risikoscore zeigte, dass Patient*innen mit PH und einer 3D-RVOT-EF <30,4 % signifikant häufiger in höhere Risikogruppen eingestuft wurden als solche mit einer 3D-RVOT-EF ≥30,4 % (p<0,001). In der Gesamtpopulation war eine niedrige 3D-RVOT-EF zudem signifikant mit klinischer Verschlechterung assoziiert (multivariate Hazard Ratio (HR): 4,63; 95 %-Konfidenzintervall 1,75–12,23; p = 0,0020). Auch in der Subgruppe mit erhaltener RV-Funktion (z. B. RV-EF ≥35 %) hatten Teilnehmende mit niedriger 3D-RVOT-EF eine ungünstigere Risikostratifizierung (p = 0,004) und erlitten häufiger eine klinische Verschlechterung (Log-Rank p=0,0089).<br> **Schlussfolgerung:** Die segmentale 3D-RVOT-Analyse ermöglicht eine erweiterte Risikostratifizierung und identifiziert PH-Patient*innen mit erhöhtem Risiko, selbst wenn die globalen RV-Parameter eine erhaltene RV-Funktion anzeigen.
  • Item type: Item ,
    Identifikation neuer Oberflächenmarker humaner regulatorischer T-Zellen
    (2024) Steinhauser, Jakob Sebastian
    Regulatorische T-Zellen (Treg) machen einen geringen Prozentsatz CD4+ T-Zellen aus, spielen jedoch eine entscheidende Rolle in der Aufrechterhaltung der Immunhomöostase. Sie tragen einen zellulären Mechanismus dominanter peripherer Toleranz, indem sie proinflammatorische Zellen aktiv mittels eines eigenen Repertoires an Zelloberflächenmolekülen und löslichen Faktoren hemmen. Die Biologie der Treg ermöglicht ein besseres Verständnis des Immunsystems und die Nutzbarmachung ihrer Eigenschaften stellt die Entwicklung neuer Behandlungsansätze sowohl für Autoimmun- als auch für Krebserkrankungen in Aussicht. Die stabilste und entscheidendste Eigenschaft der heterogenen Zellfamilie ist eine epigenetische Landschaft mit Treg-spezifischen demethylierten DNS-Regionen und einer starken Aktivierung bestimmter Transkriptionsfaktoren, insbesondere FoxP3. Die Expression von Zelloberflächenmolekülen, vornehmlich CD25 kann herangezogen werden, um funktionell suppressive Treg für experimentelle und klinische Anwendungen zu beschreiben und zu isolieren. Es bestehen jedoch weiterhin Herausforderungen für Fortschritte in Verständnis und Anwendung, da keine dieser Marker ausschließlich bei Treg zu finden sind. Um den Treg-Phänotyp weiter zu untersuchen, wurde ein durchflusszytometrisches Screening mit mehreren hundert Oberflächenepitopen an CD4+ Zellen aus peripherem Blut erwachsener humaner Spender durchgeführt, nachdem eine Gating-Strategie zur optimalen Korrespondenz mit nukleärer FoxP3-Expression feinjustiert worden war. Daraus ergab sich ein umfangreiches Oberflächenprofil CD4+ T-Zellen mit der Möglichkeit, verschiedene Subpopulationen zu untersuchen. Vielversprechende Kandidatenmoleküle wurden mittels Intrazellulärfärbung direkt mit der Expression von FoxP3 verglichen. Drei Moleküle zeigten eine niedrige Expression auf Treg im Vergleich zu CD4+CD25- oder FoxP3- Zellen, die vorher nicht im Zusammenhang mit Treg beschrieben wurden: CD197, CD200R und BTLA. Es folgten Experimente mit Cokulturen gesorteter Zellpopulationen anhand dieser Negativmarker. Die neu definierten Zellen zeigten ähnliche suppressive Kapazität und Zytokinsekretionsmuster wie herkömmliche Treg-Populationen. Diese Ergebnisse eröffnen neue Perspektiven auf Identität, Entwicklung und Verhalten von Treg und ermöglichen deren unmarkierte Isolierung.
  • Item type: Item ,
    Birds in Limbo
    (2026) Kessler, Adriana; Arden, Anna; Klüger, Jessica; Goller, Laura; Ibrahim, Mina; Branković, Slađana; Jabaly, Tasnim; Okacha, Amro
    (MeDiMi Comic; 1/2026)
    "Birds in Limbo" is a collaborative artwork by MeDiMi Research Associates in conversation with Egyptian comic artist Amro Okacha. Over five months, we met through a series of workshops to share experiences and shape the narrative of the project. The output brings together fieldwork and archival work, but it starts from lived experiences. Drawing on encounters across different German cities, in streets, markets, institutions, and homes, the work reflects the many "limbos" that shape migrant lives. It is built as a collage of stories, some lived by MeDiMi researchers, others shared by the people we work with. What comes through are everyday realities shaped by violence, displacement, bureaucracy, and time, and by the constant work of navigating all of this.