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Item type:Item, Untersuchung von Monozytensubpopulationen in Bezug auf myokardialer Schädigung(2025) Steigerwald, NoushinDiese Dissertation untersucht den Zusammenhang zwischen Monozytensubpopulationen und verschiedenen Subtypen des Myokardinfarkts (MI) sowie deren Beziehung zur Größe des Myokardschadens bei PatientInnen mit Akutem Koronarsyndrom (ACS) und Chronischem Koronarsyndrom (CCS). Die Studie verwendet Daten aus zwei unabhängigen Kohorten und statistische Methoden wie Korrelation, Gruppenvergleiche, Fischers exakter Test, Student's t-Test, Mann-Whitney U-Test und multivariate Regression. Bei PatientInnen mit Verdacht auf ACS in der ersten Kohorte wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den MI-Typen 1 und 2 hinsichtlich der Monozytensubpopulationen festgestellt. Ein mittlerer positiver Zusammenhang wurde jedoch zwischen klassischen (r=0,44; p<0,0001) und intermediären (r=0,37; p=0,0008) Monozyten und hs-TnI beobachtet. Interessanterweise gab es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen nicht-klassischen Monozyten und hs-TnI (r=-0,098; p=0,39). Diese Beobachtungen waren unabhängig von der endgültigen MI-Diagnose. Bei der Aufteilung der PatientInnen in zwei Gruppen nach hs-TnI-Werten, ,,Substantial`` und ,,Minor``, wurde festgestellt, dass die absolute Monozytenanzahl bei den klassischen und intermediären Monozyten in der ,,Substantial``-Gruppe größer war als in der ,,Minor``-Gruppe (p = 0,059 und p = 0,045). Die Befunde legen nahe, dass ein ausgeprägterer Myokardschaden mit einer höheren Monozytenzahl einhergeht. Die zweite Kohorte beinhaltete PatientInnen mit CCS. Nach der Gruppeneinteilung der CCS-PatientInnen ähnlich zur ersten Kohorte (basierend auf ss-TnI-Werten) wurde festgestellt, dass PatientInnen in der ,,Substantial``-Gruppe älter und überwiegend männlich waren, zudem hatten sie eine höhere Prävalenz von Diabetes Mellitus, koronarer Herzkrankheit und schlechterer Nierenfunktion. Es wurde festgestellt, dass ein 1\%-iger Anstieg des ss-TnI zu einem 0,062\%-igen Anstieg der klassischen Monozyten führt, was auf einem 1\%-Signifikanzniveau signifikant ist (p=0,01). Insgesamt zeigten die Ergebnisse, dass die Veränderung der Monozytensubpopulationen nach einem Myokardinfarkt eher mit dem Ausmaß des Myokardschadens als mit der spezifischen Art des Infarkts korreliert. Es wurde gezeigt, dass diese Assoziation sowohl für PatientInnen mit ACS als auch für PatientInnen mit CCS gilt. Die aktuellen Forschungsergebnisse unterstreichen das Potenzial der intermediären Monozyten als Biomarker für zukünftige kardiovaskuläre Ereignisse und könnten neue Ziele für therapeutische Strategien bieten. Frühzeitige antiinflammatorische medikamentöse Interventionen, wie die Verabreichung von niedrig dosiertem Colchicin innerhalb der ersten drei Tage nach einem Herzinfarkt, können das Risiko von Folgeereignissen erheblich reduzieren. Weitere Forschungen sind jedoch erforderlich, um die Funktion der Monozytensubpopulationen weiter zu verstehen und um festzustellen, ob sie zur routinemäßigen Vorhersage von kardiovaskulären Risiken eingesetzt werden können. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Diagnose und Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen zu verbessern und neue therapeutische Ansätze zu identifizieren.Item type:Item, Generierung von K-Ras(G12C)-Inhibitor-resistenten Lungen- und Pankreaskarzinomzellen zur Charakterisierung von Signalwegen, die eine adaptive Resistenz gegen K-Ras(G12C)- Inhibitoren vermitteln(2025) Aaltonen, Kiian JariMit der Entwicklung der K-Ras(G12C)-spezifischen Inhibitoren AMG510 und MRTX849 ist es gelungen, die Zielstruktur des mutierten K-Ras zu inhibieren. Dies stellt eine vielversprechende Strategie zur Behandlung mit mutierten K-Ras Proteinen Tumoren dar. Allerdings zeigte sich bislang nur ein temporärer therapeutischer Effekt, da es zu Resistenzbildung im Verlauf der Behandlung kommt und somit die langfristige Wirksamkeit der Therapie limitiert wird. Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit war die Generierung von AMG510- und MRTX849-resistenten Zellklone der Lungenkarzinom-Zelllinie H358 und der Pankreaskarzinom-zelllinie MiaPaCa-2 mittels der Anwendung der „increasing drug dose method“. Zur Untersuchung möglicher Resistenzmechanismen wurden im Prozess der Resistenzentwicklung eine Charakterisierung der Proliferation mittels der Dokumentation der Änderungen der Proliferationszeiten, der Zellzahl und der Verdopplungszeit durchgeführt. Zusätzlich wurde auf der Grundlage von Western Blot-Analysen Veränderungen in der Phosphorylierung zentraler Signalproteine der Ras/Raf/MEK/ERK- und PI3-Kinase/AKT1/2/mTORC1/S6K-Signalwege untersucht. Darüber hinaus erfolgte eine Dokumentation der Veränderungen der Zellmorphologie während der Generierung mittels Fotodokumentation und Immunfluoreszenzanalysen. Die Daten unserer Untersuchung zeigen, dass die Resistenzentwicklung in den MiaPaCa-2-Zellklone zu einer anhaltend erhöhten Phosphorylierung von ERK1/2, AKT1/2 und S6 führt, wobei sich als mögliche Ursache eine erhöhte Aktivität von Rezeptor-Tyrosinkinasen (RTKs) andeutet. Die Resistenzentwicklung der H358-Zellklone zeigte ein heterogenes Phosphorylierungsmuster der zentralen Signalproteine mit einer möglichen Beteiligung von RTKs. Die beobachteten morphologischen Veränderungen korrelieren mit epithelial-mesenchymalen Transition (EMT)-assozierten Prozessen. Nach dem Absetzen des Inhibitors AMG510 in den resistenten MiaPaCa-2-Zellklonen zeigte sich eine reduzierte Aktivität der Signalwege, eine morphologische Veränderung hin zum ursprünglichen Phänotyp und die Proliferation stieg erneut an. Diese Befunde deutet darauf hin, dass die Resistenz in den MiaPaCa-2-Zellklonen auf adaptive, reversible Mechanismen basiert und nicht durch irreversible Veränderungen verursacht wird. Die Reversibilität der Resistenzmechanismen legt nahe, dass gezielte Therapiepausen eine potenzielle Strategie zur Überwindung der Resistenzmechanismen darstellen könnten.Item type:Item, Empirical Essays on Household Finance and Incentives(2026) Becker, Martin G.This cumulative doctoral thesis consists of the following papers: Becker, M. G., Stolper, O. & Walter, A. (2026). Investing by example: Leveraging peer information in digital banking (Working paper). Becker, M. G., & Walter, A. (2026). From branches to browsers: A comparative analysis of direct and traditional bank clients in Germany (Working paper). Becker, M. G., & Walter, A. (2024). Anlageverhalten und Kundenprofile im Vergleich: Unterschiede zwischen Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Großbanken. Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft, 36(6), 382–392. https://doi.org/10.15375/zbb-2024-0606 Becker, M. G., Maier, T., & Walter, A. (2026). Perception vs. reality: Wealth disparities between urban and rural households in Germany (Working paper). Becker, C. C., & Becker, M. G. (2026). Financial support among siblings: The relevance of personal and family characteristics (Working paper). Becker, M. G., Martin, F., & Walter, A. (2022). The power of ESG transparency: The effect of the new SFDR sustainability labels on mutual funds and individual investors. Finance Research Letters, 47, 102708. https://doi.org/10.1016/j.frl.2022.102708 Fernandes, M., Becker, M. G., Pull, K., & Walter, A. (2025). When a B becomes an A: Causal evidence on the effects of a journal ranking update on academics’ publication behavior. Studies in Higher Education, 50(12), 2942–2963. https://doi.org/10.1080/03075079.2024.2447788Item type:Item, Consumer Acceptance of Genetically Biofortified Food in Sub-Saharan Africa: Empirical Evidence from Nigeria(2026-06) Akinwehinmi, TitilayoMicronutrient deficiency remains a significant public health challenge in sub-Saharan Africa (SSA), particularly among women of reproductive age and young children. Biofortification of staple crops offers a cost-effective and scalable strategy to address this burden. While conventional breeding has successfully enhanced nutrient content in several crops, its potential is constrained by agronomic limitations. Genetic engineering (GE), including genetic modification (GM) and gene editing (GED), can achieve higher micronutrient levels, target multiple nutrients simultaneously, and reduce development time. However, consumer acceptance remains a major obstacle to the adoption of G biofortified foods. This dissertation investigates consumer acceptance of GE biofortified foods in Nigeria through three complementary studies. The first study employs a discrete choice experiment with 352 participants to examine the effects of information on preferences and willingness to pay (WTP) for biofortified cassava products (gari). Among the respondents, 235 received information treatments highlighting either health benefits alone or health benefits alongside explanations of conventional breeding, GM, and GED. Mixed logit models accounting for attribute non-attendance (ANA) show that consumers are willing to pay a premium for enhanced micronutrient content. However, information about GE processes increased aversion to GM and GED products while reducing ANA. The second study applies a means-end chain framework to explore the cognitive mechanisms underlying consumer preferences. Perceptions of naturalness and the value placed on longevity drive stronger preferences for conventionally bred products relative to GE alternatives. Gene-edited products are perceived as less risky and more acceptable than GM products because they are viewed as free of foreign genetic material, although concerns regarding health and long-term well-being remain central. The third study examines absolute opposition (AO) to GE foods and compares this perspective with a risk–benefit perception framework. While AO emerges in both self-reported and choice-based measures, self-reports substantially overestimate the prevalence of genuine opposition. A novel choice-based approach reveals that many self-identified opponents make choices inconsistent with absolute rejection. Overall, attitudes toward GE foods are driven more by perceived risks and benefits than by true absolute opposition. The findings highlight the need for sustained consumer education, transparent communication, and clear labelling to support informed decision-making. Given positive WTP for enhanced micronutrient content, marketing strategies should emphasize health benefits rather than production methods. Lower aversion to GED than GM suggests promising market potential for gene-edited biofortified foods in Nigeria. Methodologically, the results underscore the importance of accounting for ANA in WTP studies of novel foods. Future research should employ real products, investigate the effects of GE labelling, conduct comparative studies across SSA, and further examine heterogeneity in consumer cognitive structures.Item type:Item, Untersuchungen zu metastrongyloiden Lungenwürmern im obligatorischen gastropoden Zwischenwirt - Epidemiologie, Organtropismus und Immunologie(2026) Dusch, AlenaMetastrongyloide Lungenwurminfektionen gehören zu den in der Praxis vernachlässigten Parasitosen, obwohl sie eine Vielzahl an Symptomen verursachen und zum Tod des Tieres führen können. Besonders A. vasorum, ein Parasit, der zu schweren kardiovaskulären Erkrankungen führen kann, breitet sich in den letzten Jahren geografisch aus und die Endemiegebiete nehmen zu. Außerdem wurde kürzlich über die Präsenz des zoonotischen Lungenwurms A. cantonensis auf dem europäischen Festland berichtet. Aus diesen Gründen sollte das Bewusstsein für diese Parasitosen geschärft werden. Aktuelle Studien über das Vorkommen metastrongyloider Lungenwurminfektionen in Endwirten legen nahe, dass in Deutschland mehrere hyperendemische Foki, sogenannte „Hotspots“ existieren und entsprechend das Infektionsrisiko für Endwirte in diesen Gebieten erhöht ist. Jedoch liegen bisher wenige Studien über die Prävalenz der Lungenwürmer in den gastropoden Zwischenwirten vor. Weiterhin unbekannt ist zudem die Populationsdynamik der Lungenwürmer in den Schnecken über eine Spanne von mehreren Jahren sowie den Jahreszeiten in einem Jahr. Aus diesem Grund wurde ein bestehender Hotspot in Obrigheim (Baden-Württemberg) vier Jahre nach Erstuntersuchung erneut analysiert, um diese Wissenslücken zu überbrücken. Eine Gesamtzahl von 533 Schnecken wurde in allen vier Jahreszeiten gesammelt, künstlich verdaut und auf die Präsenz von metastrongyloiden Lungenwürmern untersucht. Die Prävalenz variierte stark zwischen den Jahreszeiten. Die höchste Prävalenz wurde im Sommer mit 27,46 % (59/215) festgestellt. Im Herbst sank die Prävalenz auf 10,00 % (16/160) und erreichte im Winter mit 5,65 % und Frühling mit 1,47 % ihren niedrigsten Wert. Auch die Prävalenzen der verschiedenen Lungenwürmer unterschieden sich. A. vasorum wurde in 12,01 % (64/533), Crenosoma sp. in 0,94 % (5/533) und Ae abstrusus in 0,38 % (2/533) der Schnecken identifiziert. Während diese Ergebnisse deutlich unter jenen des Jahres 2018 liegen, konnte der hyperendemische Fokus in Obrigheim dennoch bestätigt sowie die Populationsdynamik der Lungenwürmer in den Schnecken im Jahreszeitenverlauf dargestellt werden. Über das Verhalten der Lungenwurmlarven im obligatorischen gastropoden Zwischenwirt ist bisher wenig bekannt. Aus diesem Grund wurde die Migration dieser Larven im Modellorganismus L. fulica näher untersucht. Dazu wurden 26 erwachsene L. fulica mit A. vasorum-L1 infiziert, zu unterschiedlichen Zeitpunkten euthanasiert, die Organe separiert und im Anschluss künstlich verdaut. Diese wurden auf die Präsenz und das Stadium der Lungenwurmlarven untersucht. Im Rahmen dieser Studie konnte L. fulica als Zwischenwirt von A. vasorum erneut bestätigt werden. Bis zu 49,7 % der Larven konnten in der Schnecke wieder aufgefunden werden. Der Infektionserfolg variierte drastisch zwischen den einzelnen Schnecken, wobei sich Prädilektionsstellen für die Ansiedlung der Lungenwurmlarven feststellen ließen. So konnte ein Organtropismus für die Lunge und den Fuß der Schnecke festgestellt werden, während der Reproduktionstrakt und die Albumindrüse selten ein Ziel für die wandernden Larven waren. In zusätzlich angefertigten histologischen Schnitten infizierter Organe ließ sich eine Reaktion der gastropoden Hämozyten auf die eingedrungenen Lungenwurmlarven in Form einer Einkapselung nachweisen. Besonders über die Migration kurze Zeit nach der Infektion sowie die Wege, die die Lungenwurmlarven im Körper der Schnecke nehmen, ist bisher wenig bekannt. Aus diesem Grund wurden lebende A. vasorum- und C. striatum-L1 aus Kot isoliert und mithilfe des radioaktiven Tracers 18F-FDG markiert. Die ideale Inkubationszeit betrug 30 min, danach nahmen die Larven kein 18F-FDG mehr auf. Die durchschnittliche Aktivität pro Larve betrug dabei 0,33 (0,103) KBq. Im Anschluss wurden die radioaktiv markierten Larven L. fulica injiziert oder oral gefüttert. PET/CT-Scans wurden zu unterschiedlichen Zeiten nach der Infektion durchgeführt, um die frühen Wanderstrecken sowie den Organtropismus der Larven darzustellen. Die Larven migrierten von der Stelle der Infektion zu weiteren, in vivo nicht näher zu bestimmenden Organen. Noch immer ist wenig bekannt über die Reaktionen des gastropoden Immunsystems auf Infektionen mit metastrongyloiden Lungenwürmern. In dieser Studie beabsichtigten wir, die Hämozyten von L. fulica, die als Effektorzellen des angeborenen Immunsystems dienen, A. vasorum-L1 sowie löslichem Antigen von A. vasorum (AvAg) auszusetzen. Die Hämozyten wurden durch Herzpunktion aus der Hämolymphe isoliert und mit einem Antikoagulanz vermischt. Im Anschluss wurden die Zellen via 3D-holotomographischer Mikroskopie, Durchflusszytometrie sowie REM auf ihre Reaktionen auf die L1 oder das AvAg untersucht. So wurde in der Durchflusszytometrie eine zeitabhängige Produktion von ROS nachgewiesen. Durch das REM-Verfahren und die 3D-holotomographische Mikroskopie wurde die Aktivierung der Hämozyten dargestellt, was sich zeigte durch die Ausbildung von Pseudopodien, Filopodien und die Produktion von Vesikeln. Zudem ließen sich im REM-Verfahren die mögliche Bildung von InEPT nachweisen. Die vorliegende Arbeit erweitert den Kenntnisstand zu der Epidemiologie sowie zum Organtropismus metastrongyloider Lungenwürmer im gastropoden Zwischenwirt. Zusätzlich konnte das Verständnis der Reaktionen des gastropoden Immunsystems auf eindringende metastrongyloide Lungenwürmer verbessert werden. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen, insbesondere im Hinblick auf potenzielle Unterschiede verschiedener Lungenwurmspezies in ihrer Interaktion mit dem gastropoden Zwischenwirt.