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Recent Submissions

  • Item type:Item,
    Nicht-invasive Erfassung der Ovarfunktion beim Lama und Alpaka mittels Messungen von Sexualsteroiden in der Milch und exfoliativer Vaginalzytologie
    (2026) Leisen, Alina Maria
    Die Festlegung eines geeigneten Deckzeitzeitpunkts ist bei Neuweltkamelen schwierig, da empfängnisbereite Stuten keine zuverlässigen Brunstsymptome oder Verhaltensänderungen zeigen. Grundsätzlich können bei den induziert ovulierenden NWK die Ovarien mittels transrektaler Sonografie dargestellt und auf das Vorhandensein ovulationsbereiter Follikel oder Gelbkörper untersucht werden. Dieses Verfahren ist jedoch mit einem hohen Aufwand und bei widersetzlichen Tieren mit Stress und einer nicht unerheblichen Verletzungsgefahr verbunden. Das Ablaufen der Follikelwellen kann auch durch Messungen der Östrogenkonzentrationen in Blutproben verfolgt werden. Die Gewinnung von Blutproben setzt bei Neuweltkameliden jedoch eine gewisse Erfahrung voraus und kann für die Tiere ebenfalls mit erheblichem Stress verbunden sein. Daher wurde in dieser Feldstudie die Anwendbarkeit der Messung der Östrogenkonzentrationen in der Milch sowie der Vaginalzytologie als nicht-invasive Methoden zur Erfassung der Ovaraktivität untersucht. Die Messungen der Sexualsteroide umfassten neben Estradiol - 17β (E2) und Gesamtöstrogenen (GOE) auch Progesteron (P4). In der Studie wurden nach eigenen Informationen erstmals E2 - Bestimmungen in der Milch von Kameliden durchgeführt. Zwischen den Steroidkonzentrationen im Blut und den entsprechenden Messwerten in der Milch ergaben sich bei den Lamas für alle gemessenen Parameter hochsignifikante positive Korrelationen, während bei den Alpakas eine statistische Signifikanz in allen Fällen deutlich verfehlt wurde. Es zeigte sich, jedoch, dass bei den Lamas die Korrelationen zwischen den Östrogenkonzentrationen im Blut und der Milch trotz ihrer hohen statistischen Signifikanz insgesamt nur mäßig ausgeprägt sind. Eine Abschätzung der im Blut zirkulierenden Östrogenkonzentrationen ist daher anhand der in der Milch gemessenen Werte ist auf der Ebene des Einzeltieres nur mit erheblichen Einschränkungen möglich. Ähnlich zeigte sich, im Unterschied zu den Alpakas, bei den Lamas eine ganze Reihe statistisch teilweise hochsignifikanter Korrelationen zwischen Östrogenkonzentrationen in Blut bzw. Milch und vaginalzytologischen Parametern Dies bedeutet, dass sich bei den Lamas Schwankungen der ovariellen Östrogenproduktion grundsätzlich in vaginalzytologischen Befunden widerspiegeln. Um das Potential der Vaginalzytologie im Zuchtmanagements bei NWK abschließend zu beurteilen, müssten in zukünftigen Untersuchungen vaginalzytologische Befunde nicht nur zu Östrogenkonzentrationen, sondern auch zu Beobachtungen aus regelmäßigen begleitenden sonografischen Ovarkontrollen in Beziehung gesetzt werden. Weiterhin sollte die zeitlichen Beziehungen zwischen den Fluktuationen der Östrogenkonzentrationen und korrespondierenden Veränderungen vaginalzytologischer Befunde näher untersucht werden.
  • Item type:Item,
    Einfluss von zielgerichteten hämodynamischen Therapiekonzepten auf das postoperative Behandlungsergebnis bei Patienten nach einem interventionellen oder operativen Eingriff
    (2025) Habicher, Marit Rhena
    Die anästhesieassoziierte Mortalität ist heute sehr niedrig. Postoperative Komplikationen bleiben dennoch eine wesentliche Ursache für Morbidität und Letalität nach operativen und interventionellen Eingriffen. Ein relevanter und potenziell modifizierbarer Faktor ist die perioperative hämodynamische Instabilität, insbesondere die intraoperative Hypotonie und eine nicht bedarfsgerechte Flüssigkeitstherapie. Die vorliegende kumulative Habilitationsschrift untersucht, inwieweit zielgerichtete hämodynamische Therapiekonzepte das postoperative Behandlungsergebnis verbessern können. Sie spannt dabei einen Bogen von der Messtechnik über die klinische Implementierung und die zugrunde liegenden Mechanismen bis zur prädiktiven Therapie und deren Einbettung in perioperative Behandlungspfade. Zunächst wurde gezeigt, dass die nicht-invasive kontinuierliche Blutdruckmessung mittels Volumenklemmmethode eine mit der invasiven Referenzmessung vergleichbare Genauigkeit erreicht. Sie war zudem der intermittierenden oszillometrischen Messung tendenziell überlegen. In der Hüftrevisionsendoprothetik wurde ein schlagvolumenbasiertes Therapieprotokoll als klinischer Standard eingeführt. Dies war mit einer signifikanten Reduktion postoperativer Komplikationen und einer kürzeren Krankenhausverweildauer assoziiert. Bei Patienten mit Transkatheter-Aortenklappenimplantation in Allgemeinanästhesie erwies sich eine zielgerichtete Flüssigkeitstherapie als machbar und ging mit einer geringeren Delirinzidenz einher. In einer retrospektiven Kohortenanalyse von 38.338 nicht-herzchirurgischen Patienten waren zwei Faktoren unabhängig mit einer postoperativen akuten Nierenschädigung assoziiert: das Ausmaß der intraoperativen Hypotonie und die kumulative Noradrenalindosis. Eine randomisierte kontrollierte Studie in der Thoraxchirurgie zeigte, dass eine durch den Hypotension Prediction Index gesteuerte Therapie Dauer und Schwere intraoperativer Hypotonie signifikant reduziert. Eine Pilotstudie nach radikaler Zystektomie deutet schließlich darauf hin, dass hämodynamische Optimierung als Bestandteil eines ERAS-Behandlungspfades mit geringerer postoperativer Morbidität und besserer früher Lebensqualität einhergeht. Die Ergebnisse sprechen insgesamt für einen Wandel von einer reaktiven zu einer präventiven, individualisierten hämodynamischen Steuerung, die in ein interdisziplinäres perioperatives Gesamtkonzept eingebettet ist. Systematische Daten zu hämodynamischen Zielwerten und zur Überwachung in der postoperativen Phase auf der Normalstation fehlen bislang. Sie sind Gegenstand zukünftiger Forschung.
  • Item type:Item,
    Pricing, Pass-Through, and Market Intervention: Essays on Health, Retail, and Transport Economics
    (2026) Gail, Maximilian Maurice
    This dissertation analyses how government interventions, policy shocks, and structural market shifts shape pricing behavior and economic outcomes in the health, retail, and transport sectors. Across five manuscripts, the research evaluates the effects of market regulations, vertical restraints, cost shocks, and broad subsidy programs. To achieve this, it utilizes advanced econometric methods drawn from empirical industrial organization, such as difference-in-differences, staggered difference-in-differences, synthetic difference-in-differences, high-dimensional error correction models, propensity score matching, and double machine learning. The first two manuscripts analyze the German brick-and-mortar pharmacy market, focusing on the impact of price competition, digitization, and regulation. The first manuscript evaluates the 2020 partial ban on prescription (Rx) drug rebates, revealing that while the policy successfully induced a shift in consumer behavior toward local pharmacies, the financial benefits were highly asymmetric. Ultimately, the intervention disproportionately benefited high-revenue pharmacies and proved insufficient to halt the long-term decline in the number of brick-and-mortar locations. The second manuscript investigates cost pass-through in the liberalized over-the-counter segment and for non-pharmaceuticals, documenting a rockets and feathers pricing asymmetry and systematic long-run cost overshifting. It highlights how rural pharmacies leverage spatial market power to offset lower demand and argues that pharmacies cross-subsidize their operations via the strictly regulated Rx segment, a mechanism now threatened by the digital disruption of electronic prescriptions. The third manuscript examines the retail fuel market by evaluating the pass-through of temporary fuel tax reductions in France, Italy, and Germany following the 2022 energy crisis. The findings demonstrate a complete pass-through of tax cuts to consumers, albeit at varying speeds across countries, with retail margins normalizing quickly after a brief initial spike. While effective at immediately lowering consumer prices, the study raises critical questions regarding the fiscal efficiency, distributional fairness, and climate-economic suitability of such broad interventions. The fourth manuscript shifts the focus to digital retail, investigating the pricing implications of the agency model versus the wholesale model for e-books on Amazon in United Kingdom. Challenging traditional antitrust perspectives on vertical restraints, the results show that delegating pricing authority to publishers under the agency model can actually decrease retail prices by approximately 20 % for niche (long-tail) titles. This suggests that this vertical restraint, similar to a Fixed Book Price system, can support market variety and make long-tail content more affordable. The final manuscript assesses the environmental and traffic impacts of the Deutschlandticket, a nationwide public transport fare reduction in Germany. The empirical analysis reveals that this demand-side subsidy failed to induce a lasting modal shift away from private car usage, yielding only a transient reduction in extra-urban traffic during the initial summer months. These findings suggest that standalone price subsidies are highly insufficient to overcome the non-monetary costs of public transport, pointing instead to the necessity of structural, supply-side infrastructure investments.
  • Item type:Item,
    Isolierung und Charakterisierung pulmonal-arterieller Endothelzellen von Patienten mit Lungenerkrankungen
    (2026) Schumacher, Anna
    Der Aufbau der Gefäßwand umfasst drei Schichten: die Tunica adventitia ganz außen, die Tunica media mit Membrana elastica externa und der Muskelschicht sowie die Tunica intima, welche wiederum aus der Membrana elastica interna, dem Stratum subendotheliale und dem Endothel besteht. Die Endothelzellen bilden das Endothel, welches sich als einschichtige Reihe eher flacher Zellen darstellt und damit die innere zum Blut zeigende Zellschicht der Herzhöhlen, Blut- und Lymphgefäßwand bildet. Die Endothelzellen sind wichtige Akteure bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung des funktionellen Kreislaufsystems, der Versorgung mit Sauerstoffen und Nährstoffen, der Regulierung des Blutflusses und beim Transport von Immunzellen, weshalb sie bei Dysfunktionalität eine Schlüsselrolle in der Pathogenese einiger Lungenerkrankungen einnehmen können. Aus diesem Grund war es von großem Interesse die Rolle der Endothelzellen bei diversen Lungenerkrankungen besser verstehen und nachvollziehen zu können, um anhand dessen eventuelle neue Therapiemöglichkeiten abzuleiten. Im Rahmen dieser Arbeit wurde daher ein Protokoll für die Isolation humaner pulmonal-arterieller Endothelzellen von Patienten mit Lungenerkrankungen etabliert. Nach Isolation der Endothelzellen konnte deren Identität mittels Western Blot und Immunfluoreszenz gesichert werden, bevor eine Charakterisierung der Zellen erfolgte. Hinsichtlich der Proliferation waren keine Unterschiede zwischen den isolierten Endothelzellen von Patienten mit Lungenerkrankungen und gesunden Endothelzellen feststellbar und es zeigte sich, dass die Proliferation durch gezielte Inhibition von Zyklin-abhängigen Kinasen mittels den Substanzen Palbociclib, Regorafenib und Ruxolitinib dosisabhängig signifikant limitiert werden kann. Auch im Angiogenesetest konnten keine Differenzen zwischen den selbst isolierten „kranken“ Zellen und den Endothelzellen von gesunden Spendern festgesellt werden. Die eingesetzten Kinase-Inhibitoren hatten jedoch keinen signifikanten Einfluss auf die Angiogenese der Endothelzellen. Die isolierten Endothelzellen mit Sicherung deren Identität stehen nun den Kollegen zur Verfügung und können für weitere erkrankungsspezifische Versuche genutzt werden. Zudem ist es möglich die verwendeten Kinase-Inhibitoren auch im Zusammenhang mit Endothelzellen von Patienten mit PAH zu überprüfen und auf Grundlage dessen mögliche neue Therapien zu entwickeln.
  • Item type:Item,
    Didaktische Utopien und technologischer Wandel, eine Einführung : Visionen für den Fremdsprachenunterricht der Zukunft
    (2026) GiF:on - Giessener Fremdsprachendidaktik:online; 19
    Seit Thomas Mores Utopia steht der Begriff für idealisierte Gegenentwürfe zur bestehenden Wirklichkeit. Übertragen auf die Fremdsprachendidaktik bezeichnet er Visionen optimaler Lernbedingungen – maximale Individualisierung, uneingeschränkte Zugänglichkeit und technologische Effizienz. Doch jede Utopie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Fortschritt und Kritik. Dieser Sammelband widmet sich den „didaktischen Utopien“ des Fremdsprachenlehrens und -lernens im Zeitalter von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. In neun wissenschaftlichen Essays entwerfen die Autor*innen Zukunftsszenarien, reflektieren Potenziale und Risiken neuer Technologien und fragen nach deren Auswirkungen auf Unterricht, Lernprozesse und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei werden immersive Lernwelten, KI-gestütztes Schreiben, korpusbasierte Sprachassistenz, virtuelle Austausche oder affektives Computing ebenso diskutiert wie normative Fragen nach Bildung, Resonanz und menschlicher Dimension. Der Band versteht Utopien nicht als statische Ideale, sondern als dynamische Denkfiguren, die Innovation anstoßen und zugleich zur kritischen Reflexion herausfordern. Er richtet sich an Wissenschaftler*innen, Lehrkräfte und Studierende, die die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts aktiv mitgestalten möchten – zwischen technologischer Transformation, pädagogischer Verantwortung und gesellschaftlicher Vision.