Bioastronomie : Neues zu einer Forschung, die in Gießen begann

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-4791

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Die Anfänge der Bioastronomie liegen jetzt schon rund 170 Jahre zurück. Damals ging ein Schauer kohlenstoffhaltigerMeteoriten auf die Erde nieder, und dies versetzte die Wissenschaftler in helle Aufregung. Einige Bearbeiterwollten im Gestein Reste von Tieren und Pflanzen erkennen (Abbildung 1) und begannen über Leben auffremden Himmelskörpern zu spekulieren, aber andere blieben skeptisch. Als einige Gesteinsproben nach Gießenin Liebigs Labor gelangten, beschloss man der Sache methodisch nachzugehen, das heißt über Gesteinsdünnschliffe,chemische Analysen und Reproduktionsexperimente. Federführend war Carl Vogt, ein Schüler von JustusLiebig, später Professor der Zoologie zunächst in Gießen, dann in Genf. Was Vogt damals herausfand, war fürdie Spekulanten niederschmetternd: "Alle organischen Strukturen lassen sich auch künstlich herstellen, auf eineWeise, die ein organisches Leben völlig ausschließt." Dem harten Urteil fügte Vogt aber noch ein versöhnlichesWort hinzu: "In der Wissenschaft schaden solche Irrungen nicht, sie nützen im Gegenteil, da sie zu erneuterForschung anspornen".

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Spiegel der Forschung 25, 2 (2008), 70 - 72

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