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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    Beurteilung der Lungenperfusion vor und nach pulmonaler Ballonangioplastie bei inoperabler CTEPH mittels DECT
    (2024) Arzberger, Pauline
    Ziel: Die Rolle der Dual-Energy-Computertomographie (DECT) im Rahmen des Screenings bzw. der Diagnostik chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH) wird derzeit intensiv diskutiert. Therapeutisch kommt für etwa 2/3 der Patient*innen eine chirurgische Desobliteration der Lungenarterien in Betracht. Für inoperable CTEPH- Patient*innen besteht neben einer gezielten medikamentösen Therapie ggf. die Möglichkeit einer interventionellen Versorgung mittels pulmonaler allonangioplastie (BPA). Hierbei werden in mehreren Sitzungen subsegmental gelegene Läsionen der Lungenarterien dilatiert. Die Verlaufsbeurteilung der auf diese Weise behandelten Patient*innen erfolgt üblicherweise mittels invasiver Bestimmung der pulmonalen Hämodynamik. Ziel dieser Arbeit war es, die direkten und indirekten Veränderungen der Lungenperfusion durch die BPA mittels DECT zu untersuchen. Methoden: Zwischen Dezember 2016 und Januar 2021 wurde bei 30 Patient*innen im Rahmen der Diagnostik eine prä- und postinterventionelle DECT durchgeführt. Die Veränderungen der Lungenperfusionsvolumina wurden den Änderungen der klinischen Parameter gegenübergestellt. Ergebnisse: Durch die BPA konnte ein Anstieg des normal- (p<0,001) und des gesamtperfundierten (p=0,006) Lungenvolumens beobachtet werden. Klinisch besonders relevant erscheint der Zusammenhang zwischen einer Reduktion des hypoperfundierten Volumens und einer Verbesserung des mPAPs (τ=0,296; p=0,024). Es zeigten sich Korrelationen der Perfusionsvolumina mit Parametern aus der Bodyplethysmographie, unter anderem zwischen dem Volumen der Gesamtperfusion und der absoluten maximalen Vitalkapazität (τ=0,557; p<0,001). Des Weiteren fiel ein Anstieg der absoluten totalen Lungenkapazität nach BPA auf (p<0,004). Schlussfolgerung: Die DECT bietet als bildgebendes Verfahren zur postinterventionellen Verlaufskontrolle bei inoperabler CTEPH verschiedene Vorteile im Vergleich zur konventionellen CT- Angiographie. So ist die Quantifizierung von Veränderungen der dargestellten Lungenperfusionsvolumina möglich. Dabei bestehen Zusammenhänge zu hämodynamischen Verbesserungen. Kritisch zu sehen ist das Fehlen standardisierter Aufnahmeprotokolle und die derzeit noch geringe Evidenz.
  • Item type: Item ,
    Susceptibility of microtubule-associated protein 1 light chain 3b knockout mice to lung injury and fibrosis
    (2024) Kesireddy, Vidya Sagar
    Insufficient autophagy has been reported in idiopathic pulmonary fibrosis (IPF) lungs. Specific roles of autophagy-related proteins in lung fibrosis development remain largely unknown. Here, we investigated the role of autophagy marker protein microtubule-associated protein 1 light chain 3β (LC3B) in the development of lung fibrosis. LC3B-/- mice upon aging show smaller lamellar body profiles, increased cellularity, alveolar epithelial cell type II (AECII) apoptosis, surfactant alterations, and lysosomal and endoplasmic reticulum stress. Autophagosomal soluble N-ethylmaleimide-sensitive factor attachment protein receptor syntaxin 17 is increased in the AECII of aged LC3B-/- mice and patients with IPF. Proteasomal activity, however, remained unaltered in LC3B-/- mice. In vitro knockdown of LC3B sensitized mouse lung epithelial cells to bleomycin-induced apoptosis, but its overexpression was protective. In vivo, LC3B-/- mice displayed increased susceptibility to bleomycin-induced lung injury and fibrosis. We identified cathepsin A as a novel LC3B binding partner and its overexpression in vitro drives MLE12 cells to apoptosis. Additionally, cathepsin A is increased in the AECII of aged LC3B-/- mice and in the lungs of patients with IPF. Our study reveals that LC3B mediated autophagy plays essential roles in AECII by modulating the functions of proteins like cathepsin A and protects alveolar epithelial cells from apoptosis and subsequent lung injury and fibrosis.
  • Item type: Item ,
    Untersuchungen zu Beziehungen zwischen dem Betriebsmanagement und den Kälberverlusten in großen Milchviehherden
    (2026) Keller, Steffi
    Ziel dieser Studie war es, zu prüfen, inwieweit mögliche Einflussfaktoren aus dem Betriebsmanagement in größeren Milchviehbetrieben unter heutigen Rahmenbedingungen mit den Kälberverlusten im Zusammenhang stehen. Dazu wurden in der ersten Fragestellung betriebliche Managementfaktoren aus dem Bereich Kälberaufzucht gesucht, die einen möglichen Zusammenhang mit den Kälberverlusten innerhalb der ersten 6 Lebensmonate erkennen ließen. In der zweiten Fragenstellung wurden betriebliche Einflussfaktoren auf die perinatalen Kälberverluste mit Fokus auf die Transitphase der Milchkühe gesucht. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 223 thüringischen Milchviehbetrieben mit mehr als 100 Milchkühen die Möglichkeit angeboten, freiwillig an einem umfangreichen Gesundheitsmonitoring durch den Tiergesundheitsdienstes der Thüringer Tierseuchenkasse Jena teilzunehmen. In den 99 Betrieben, die sich bereit erklärten, an diesem Programm mitzuwirken, erfolgten im Zeitraum März 2017 bis März 2018 Betriebsbesuche, bei denen mit Hilfe eines ausführlichen Erhebungsbogens die zuständigen Betriebsleiter bzw. Herdenmanager hinsichtlich des allgemeinen Betriebs-, Haltungs-, Hygiene- und Versorgungsmanagements sowie insbesondere über den Gesundheitsstatus der Kälber, Prophylaxemaßnahmen, dem Abkalbemanagement und der Versorgung der Trockensteher befragt wurden. Die betrieblichen Kälbersterblichkeitsraten wurden mit Hilfe von Daten des Herkunftssicherungs- und Informationssystems für Tiere (HI-Tier) ermittelt. Die Angaben zu den Totgeburten wurden von den Betrieben im Rahmen der Milchleistungsprüfungen bereitgestellt. Zur Identifizierung von univariablen Beziehungen der untersuchten Variablen auf die Kälberverlustrate wurde eine einfaktorielle Varianzanalyse durchgeführt und Variablen mit einem p-Wert < 0,1 in die multivariable Analyse mittels eines linearen gemischten Modells einbezogen. Für die Analyse der Totgeburtenrate wurden 22 Variablen auf der Basis fachlicher Gesichtspunkte für die Analyse ausgewählt. Die Kälberverlustrate lag bei den untersuchten Betrieben zwischen 0,0 % und 37,2 %, mit einem Mittelwert von 7,3 % (Median 5,9 %). Sie war höher in den Betrieben, die angaben, dass eine erhöhte Staubbelastung ursächlich für die Lungenerkrankungen der Kälber ist, verglichen mit Betrieben, die andere Ursachen für die Lungenerkrankungen vermuteten (p = 0,009). Betriebe mit einer höher geschätzten Kälberdurchfallinzidenz zeigten im Vergleich zu Betrieben mit niedrigeren Schätzwerten eine höhere Kälberverlustrate (p = 0,002). Sie war niedriger in Betrieben, bei denen muttertreues Kolostrum vertränkt wurde, im Vergleich zu Betrieben mit nicht muttertreuer Kolostrumzuteilung (p = 0,008). Betriebe welche den Nuckel der Eimertränke erst nach deutlichem Verschleiß auszuwechseln, hatten im Vergleich zu Betrieben, die diesen Austausch frühzeitiger vornahmen, eine höhere Kälberverluste (p = 0,005). Die Totgeburtenrate schwankte von 0,0 % bis 15,0 % und lag im Mittel bei 7,0 %. Betriebe, bei denen die Körperkondition der Trockensteher insgesamt als „mager“ oder „fett“ eingeschätzt wurde, wiesen im Vergleich zu Betrieben mit einer normalen Körperkondition der Trockensteher höhere Totgeburtenraten auf. In Betrieben, die angaben, bei > 20 % der Geburten eine Geburtshilfe leisten zu müssen, konnte im Vergleich zu Betrieben mit weniger Geburtshilfemaßnahmen eine höhere TGR festgestellt werden (p = 0,037). Betriebe mit einer speziellen Geburtsüberwachung bei Färsen hatten im Vergleich zu Betrieben ohne diese Überwachung eine höhere Totgeburtenrate (p = 0,012). Aus den Ergebnissen ist zu schlussfolgern, dass die Kälbergesundheit nach wie vor ein Problemfeld in der landwirtschaftlichen Milchviehproduktion darstellt. Insbesondere die hohe betriebliche Varianz der Kälberverlustrate und der Totgeburtenrate bestätigt die Vermutung, dass Unterschiede im Betriebsmanagement einen möglichen Einfluss durch Risikofaktoren auf die Kälbersterblichkeit bedingen. Aus dem Hygiene-, Tränk-, Trockensteher- und Geburtsmanagement konnten Einflussfaktoren identifiziert werden, welche bei tierärztlichen Beratungen von landwirtschaftlichen Betrieben berücksichtigt werden sollten. Staub als Indikator für das Stallklima kann bezüglich der Beurteilung des Risikos für Lungenerkrankungen beim Kalb hilfreich sein. Insbesondere kann die muttertreue Zuteilung des Kolostrums an die Kälber die Kälberverluste signifikant reduzieren. Da dies in vielen Betrieben noch keine gängige Praxis ist, sollte daher das Kolostrummanagement besonders in Betrieben mit erhöhten Kälberverlusten überprüft und umgestellt werden. Die objektive Beurteilung der Körperkondition der Vorbereiter sollte zum Betriebsstandard werden, damit die Mehrheit der Trockensteher mit einem BCS, der nicht zu stark von der normalen Körperkondition abweicht, in die Geburtsphase eintreten können, um das Risiko für Dystokien zu reduzieren. Für eine adäquate Geburtsüberwachung und Geburtshilfe sollte gut ausgebildetes Personal zur Verfügung stehen.
  • Item type: Item ,
    Struktur-Eigenschaftsbeziehungen schwefelvernetzter Elastomere
    (2025) Kirsch, Franziska Katharina
    Um die Eigenschaften eines Elastomers schon in der Zusammenstellung der Materialien oder beim Produktionsprozess steuern zu können, ist eine genaue Kenntnis der Einflussfaktoren notwendig. Die Kautschukbranche ist sehr traditionsreich, weshalb viele Erkenntnisse aus der Erfahrung resultieren. Systematische Untersuchungen der Zusammenhänge zwischen Formulierung, Struktur und Eigenschaften gibt es daher wenig. Zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass die Einflüsse auf die Eigenschaften nicht immer klar voneinander getrennt werden können. Die vorliegende Arbeit fokussiert sich auf den Einfluss des Schwefel- und Beschleunigergehalts auf die Vernetzungsdichte und die Schwefelbrückenlänge sowie den Einfluss der Elastomerstruktur (Vernetzungsdichte und Schwefelbrückenlänge) auf die mechanischen Eigenschaften. Hierfür werden zunächst Vorversuche zum Herstellungsprozess durchgeführt, die eine Reproduzierbarkeit der Materialeigenschaften garantieren sollen. Da insbesondere eine unzureichende Dispergierung des Materials durch die Bildung von Agglomeraten zu einem frühzeitigen Versagen bei mechanischen Prüfungen führen kann, werden die Mischbedingungen bei der Materialherstellung optimiert. Weiterhin wird der Vulkanisationszustand genau definiert, um eine Über- oder Untervernetzung zu vermeiden. Im Kern der Arbeit wird systematisch das Vernetzungssystem, das heißt Schwefel- und Beschleunigeranteil der Rezeptur geändert, um gezielte Elastomerstrukturen mit unterschiedlicher Vernetzungsdichte und unterschiedlicher Schwefelbrückenlänge herzustellen. Durch eine umfassende Charakterisierung der so hergestellten Elastomere werden Struktur-Eigenschaftsbeziehungen entwickelt. Da die Rezepturänderung nur ein Stellparameter für eine Eigenschaftsvariation von vielen ist, wird abschließend ein Ausblick über den Einfluss der Herstellungsbedingungen (Vernetzungstemperatur und -zeit) gegeben, welche ebenfalls einen Einfluss auf die Struktur und damit die Eigenschaften haben.
  • Item type: Item ,
    Prävention einer experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis durch den Multikinase-Inhibitor Fexagratinib
    (2025) Shirvanchi, Kian
    Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch inflammatorische und neurodegenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems. Trotz immunmodulierender Medikamente kann die Progression und die damit einhergehende Behinderung von Patienten nicht aufgehalten werden. Daher ist die Entwicklung neuer Medikamente erforderlich, die neurodegenerative Prozesse aufhalten und die Remyelinisierung stimulieren. Die FGF/FGFR-, VEGF/VEGFR2- und CSF1/CSF1R-Signalkaskaden nehmen eine zentrale Stellung in der Pathogenese der MS und der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE), dem gängigsten Tiermodell der MS, ein. Unsere Arbeitsgruppe zeigte zuvor, dass die selektive Inhibition von FGFR1-3 durch Infigratinib zu einer Reduktion der klinischen Symptomatik der EAE durch Immunmodulation, Verminderung von Neurodegeneration und Verstärkung von Remyelinisierung führte. Arbeiten anderer Institute zeigten, dass die Inhibition von VEGFR2 durch Verminderung der Permeabilität der BHS eine Reduktion der klinischen Symptomatik der EAE bewirkte. Die Inhibition von CSF1R ermöglichte durch Depletion von Mikroglia und dendritischen Zellen die Reduktion der klinischen Symptomatik der EAE. Fexagratinib ist ein Multikinase-Inhibitor, welcher FGFR1-3, VEGFR2 und CSF1R inhibiert und findet vor allem in der onkologischen Forschung Verwendung. Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, die Auswirkungen der synergistischen Inhibition von FGFR1-3, VEGFR2 und CSF1R durch präventive Applikation von Fexagratinib in Dosierungen von 6,25 oder 12,5 mg/kg KG in MOG35-55-induzierter EAE in C57BL/6-Mäusen zu untersuchen. Dabei zeigte sich über den gesamten klinischen Verlauf eine Reduktion der Symptomatik durch Applikation von Fexagratinib. Kein Versuchstier, das mit 12,5 mg/kg KG behandelt wurde, präsentierte dabei eine schwere Symptomatik. In histologischen und immunhistochemischen Färbungen von Querschnitten des Rückenmarks ließ sich eine signifikante Reduktion der Immunzellinfiltration, der Demyelinisierung und der Neurodegeneration in der akuten und der chronischen Phase nachweisen. Des Weiteren bewirkte Fexagratinib einen signifikanten Anstieg der Anzahl adulter Oligodendrozyten in Läsionen in der akuten Phase. Unsere Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die synergistische Inhibition von FGFR1-3, VEGFR2 und CSF1R durch Immunmodulation und verstärkter Neuroregeneration einen effektiven Ansatz zur Behandlung der EAE darstellt und der selektiven Inhibition überlegen sein könnte. Nach Überprüfung des Effektes von Fexagratinib in einer Cuprizone-induzierter Demyelinisierung sollte der Einsatz der Substanz in einer klinischen Studie der Phase II an Patienten mit MS in Erwägung gezogen werden.