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Item type:Item, Co-opetition als Open Strategy – theoretische und empirische Analyse von Strategieprozessen in der Ernährungswirtschaft(2026) Scondo, Laura MariaUnternehmen schützen ihre Wettbewerbsvorteile durch Verschwiegenheit, wodurch der empirischen Strategieforschung begrenzte oder verzerrte Daten zur Verfügung stehen. Die Auswirkungen neuerer Strategiekonzepte wie Open Strategy oder Co-opetition auf die Datenverfügbarkeit wurden bislang nicht thematisiert. Während sich Open Strategy durch die Einbeziehung von verschiedenen Akteuren an der Strategiefindung sowie durch eine erhöhte Transparenz und eine dadurch möglicherweise vermehrte Beobachtbarkeit von strategischen Handlungen auszeichnet, bezeichnet Co-opetition Kooperationen zwischen Wettbewerbern, die häufig öffentlich dokumentiert sind. Die Dissertation untersucht daher, inwieweit Co-opetition als transparente und empirisch zugängliche Open Strategy Praktik gelten kann und wie Co-opetition Strategien in der Ernährungsindustrie ausgestaltet sind. Auf Basis des Relational Views und der Competitive Dynamics wird Co-opetition als schwer imitierbares Strategiemuster zur Unsicherheitsminimierung im Wettbewerbsverhalten konzeptualisiert und als Open Strategy Praktik verortet. Zur Untersuchung wird ein medienresonanzanalytischer Ansatz entwickelt, der den Schwächen der bisherigen Messansätze, wie etwa verzerrungsanfällige Befragungen oder eine fehlende Prüfung des Wettbewerbsverhältnisses der Partner, begegnet. Co-opetition wurde im Brauwesen, in der Milchverarbeitung und für die alternativen Proteine anhand der Branchenberichterstattung über einen 30-jährigen Zeitraum analysiert. Die Untersuchung identifizierte 841 co-opetitive Aktivitäten und 23 Unternehmen mit einer Co-opetition Strategie. Die erhobenen Eigenschaften und Merkmale erwiesen sich als weitgehend transparent. Co-opetitive Aktivitäten sind in den Teilbranchen fast ausschließlich dyadisch organisiert und Unternehmen mit einer Co-opetition Strategie unterhalten zumeist mehrere co-opetitive Beziehungen. Die Aktivitäten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer organisatorischen, funktionellen und geografischen Ausgestaltung und werden maßgeblich von den Entwicklungen in den Teilbranchen beeinflusst. Die Ergebnisse zeigen, dass Co-opetition in der Ernährungsindustrie eine weit verbreitete strategische Option zum Schutz vor den Wettbewerbskräften darstellt, die von Unternehmen jeder Größenordnung genutzt wird. Wettbewerbsvorteile entstehen vor allem durch komplexe Netzwerke aus Beziehungen zu verschiedenen Partnern. Die Arbeit trägt zur Weiterentwicklung der Strategieforschung bei, indem sie einen neuen Ansatzpunkt für die Datenerhebung aufzeigt und die theoretische Integration von Open Strategy und Co-opetition stärkt. Gleichzeitig macht sie die vielfältigen Formen von co-opetitiven Aktivitäten sichtbar und leitet daraus praxisnahe Implikationen für das strategische Management in der Ernährungsindustrie ab. Zukünftige Arbeiten sollten die Generalisierbarkeit der Ergebnisse durch eine Replikation in verschiedenen Ländern und Branchen prüfen und weitere empirisch zugängliche Open Strategy Praktiken identifizieren.Item type:Item, Kriterien und Prädiktoren prognoserelevanter Inflammationsreaktion nach aortokoronarer Bypass-Operation bei Patienten mit oder ohne akuten Myokardinfarkt(2025) Gonsior, JuliaZiel: Nach herzchirurgischen CABG Eingriffen ist vermehrt mit einer überschießenden inflammatorisch-vasoplegischen Reaktion zu rechnen. Bisher werden in der Literatur die beiden Krankheitsbilder des SIRS und des vasoplegischen Syndroms getrennt betrachtet. Aus klinischer Erfahrung scheint der postoperative Krankheitsverlauf jedoch eher eine Überschneidung aufzuweisen. Zahlreiche Studien versuchen mithilfe von Prädiktoren und Risikofaktoren, peri- sowie postoperative Maßnahmen und Therapieoptionen zu detektieren und somit zu verbessern, um folglich die erhöhte Mortalitätsrate zu senken. Mithilfe einer neuen Kriterienkombination sollen die beiden Krankheitsbilder zu einem neuen definiert werden, Inflammatorisch-vasoplegische Reaktion (IVR). Material und Methodik: Diese Arbeit untersucht im Rahmen einer retrospektiven Analyse Daten von 200 Patient*innen, die sich im Zeitraum von 2008-2016 einer CABG-OP unterziehen mussten. Rund die Hälfte dieser Patient*innen erlitten kurz vor dem operativen Eingriff einen Myokardinfarkt, die andere Hälfte nicht. Mithilfe eines kombinierten Endpunkts war es das Ziel, beide Krankheitsbilder, vasoplegisches Syndrom und SIRS, in einem prognoserelevantem schlechten Outcome kombinieren. Mit diesem Outcome wurden in einer univariaten Analyse signifikante Prädiktoren ermittelt. Anschließend wurden die Prädiktoren anhand klinischer Relevanz und vorbestehender Evidenz kombiniert, um deren unabhängigen Einfluss auf die Zielvariable in einer multivariaten logistischen Regressionsanalyse zu bestimmen. Basierend auf den signifikant assoziierten Risikofaktoren wurde eine ROC-Analyse durchgeführt, um Cut-off-Werte hinsichtlich ihrer diagnostischen Trennschärfe zu identifizieren. Die drei aussagekräftigsten Variablen wurden zu einer neuen Arbeitsdefinition zusammengefügt, deren diskriminative Leistungsfähigkeit in einer weiteren ROC-Analyse überprüft wurde. Ergebnisse: Die aus der multivariaten Analyse hervorgehenden unabhängigen Risikofaktoren zeigten eine signifikante Assoziation zwischen dem schlechten Outcome und dem Serumlaktat 12h post-OP (OR 1,15 [1,02;1,31] p=0,024), dem CRP-Wert 1d post-OP (0,99 [0.98;1.00] p=0,010) und der Reintubation/ fehlenden Extubation (OR 12,81[4,05;40,52] p<0,001). Prädiktoren aus der univariaten Analyse, wie die HLM-Zeit, GFR 3d post-OP oder präoperatives VHF, konnten ihren signifikanten Zusammenhang in der multivariaten Analyse nicht beibehalten. Die in der ROC-Analyse ermittelten Cut-off-Werte ergaben für das Serumlaktat einen Wert von >1,5 mmol/L und das CRP >67,4 mg/dl. Der AUC-Wert für das Serumlaktat zeigte eine etwas stärkere Prädiktivität von 0,686 im Vergleich zum CRP; AUC=0,643. Für die ROC-Analyse der kombinierten Variablen der neuen Arbeitsdefinition lag der Schwellenwert nach Youden bei 0,125, die Sensitivität lag bei 93,3% und die Spezifität bei 21,3%. Die Bedingungen der neuen IVR-Definition wurden von 171 Patient*innen erfüllt, darunter erlitten 112 (65%) Patient*innen präoperativ einen Myokardinfarkt. Schlussfolgerung: Um die beiden Krankheitsbilder, vasoplegisches Syndrom und SIRS zu vereinen, sind erste Fortschritte erzielt worden. Die neue IVR-Arbeitsdefinition zeigt in der ROC-Analyse eine gute Diskriminierungsfähigkeit. Detektierte Risikofaktoren stimmten in weiten Teilen mit vorbestehender Evidenz überein. Diese Übereinstimmung bezieht sich auf das vasoplegische Syndrom oder das SIRS, da bisher keine Veröffentlichung mit Kombination beider Entitäten vorliegt. Auffällig war der hohe Anteil an Patient*innen, die präoperativ einen Myokardinfarkt erlitten und eine IVR aufwiesen. Die neue IVR-Definition bietet eine gute Basis, um weitere Studien und Untersuchungen anzuschließen, auch wenn IVR und die Bestimmung des schlechten Outcomes weiterentwickelt werden dürfen.Item type:Item, D2.5 Synthesis report on factors influencing dietary behaviour at the micro, meso and macro level(2024) Joanes, Tina; Candel, Jeroen; Chang, Betty; Devine, Lauren; Elliot, Patrick; Kiel, Tom; Mathijs, Erik; O'Sullivan, Aifric; Reipurth, Malou; Valin, Nina; Vespa, Francesca; Gwozdz, WenckeItem type:Item, Somatic symptom disorder and the role of epistemic trust, personality functioning and child abuse: Results from a population-based representative German sample(2025) Kampling, Hanna; Riedl, David; Lampe, Astrid; Nolte, Tobias; Brähler, Elmar; Ernst, Mareike; Fegert, Jörg M.; Geisel, Tobias; Hettich-Damm, Nora; Jud, Andreas; Zara, Sandra; Kruse, JohannesBackground: A growing body of evidence explored symptom burden of somatic symptom disorder (SSD) and its complex etiology involving psychosocial aspects. Child abuse has been linked to numerous psychopathologies including somatic symptoms as well as impaired personality functioning and disruptions in epistemic trust. This work aims to investigate personality functioning and epistemic trust in the association between child abuse and somatic symptom burden. Methods: We conducted structural equation modelling (SEM) using representative data of the German population (N = 2436). Personality functioning (OPD-SQS) was applied as a mediator between retrospectively recalled child abuse (ICAST-R) and somatic symptom burden (SSS-8, SSD-12, 6 month time criterion), while epistemic trust was added as a predictor of personality functioning. Results: 6.8 % (n = 166) of participants self-reported SSD. Prevalence of child abuse (53.6 % vs. 31.7 %; χ2 = 33.44, p < .001) was significantly higher among those with SSD. Child abuse was significantly associated with somatic symptom burden (criterion A: β = 0.23, 95 %-CI: 0.19–0.27, p < .001; criterion B (β = 0.24, 95 %-CI: 0.20–0.28, p < .001) and explained 6 % and 5 % of its variance respectively. Adding personality functioning as a mediator increased the explained variance to 28 % for both somatic symptom burden criterion A and B. Including epistemic trust further increased the explained variance of personality functioning (from 15 to 36 %). Limitations: All assessments and results are based on self-report and cross-sectional data. Conclusions: Impairments in personality functioning and disruptions in epistemic trust might play an important role in experiencing symptoms of SSD. Both domains thus present new avenues for treatment improvement and further research in patients with SSD.Item type:Item, A cross-sectional data on women’s empowerment, crop diversification, and nutrition in Benin(2026-07-08) Akonkwa, Dieu-Merci Nyamuhirwa; Bodjrenou, Fifali Sam Ulrich; Teuber, RamonaWe present cross-sectional data from 558 households in South Benin collected in October 2024. Using a multistage sampling approach, the survey was implemented in three municipalities: Kpomassè, Torri-bossito, and Zè, covering 56 villages. Women were the targeted respondents. We relied on computer-assisted and imagery-assisted personal interviews to collect data on seven modules, including the Abbreviated Women’s Empowerment in Agriculture Index (A-WEAI), household-level crop diversification, and nutrition (dietary diversity, the Food Insecurity Experience Scale, and anthropometric measures). The participants' names, telephone numbers, and geo coordinates were removed to comply with ethics requirements and the informed consent signed by the participants.