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JLUpub ist das institutionelle Repositorium der Justus-Liebig-Universität.
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Neue Veröffentlichungen:
Item type: Item , Theoretische Untersuchungen der molekularen Mechanismen der C-C Kupplungsreaktion auf Oberflächen(2026) Jung, JannisDank der Entwicklung der Rastersondenmikroskopie ist es möglich geworden Reaktionen von Molekülen auf Oberflächen zu beobachten und zu steuern. Das daraus erwachsene Feld der oberflächengestützten Chemie ermöglicht es geordnete molekulare Netzwerke zu konstruieren, welche in Zukunftstechnologien wie der molekularen Elektronik Verwendung finden könnten. Durch experimentelle Studien konnten bereits verschiedene geeignete Reaktionsmechanismen zur Konstruktion molekularer Netzwerke, wie beispielsweise die Ullmann-Kupplung, untersucht werden, bei der neue C-C Bindungen geknüpft werden. Allerdings sind noch viele Aspekte auf dem Gebiet dieser zweidimensionalen Reaktionsmechanismen ungeklärt und Gegenstand von Grundlagenforschung. Die Wechselwirkung der Moleküle mit der Oberfläche und deren Einfluss auf Reaktionsbarrieren, die Stabilität von Intermediaten und mögliche Nebenreaktionen hängen von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab. Dazu zählen neben der Wahl der Moleküle und Metalle auch die Beschaffenheit der Oberfläche, wie das Vorliegen von Adatomen, oder die Adsorptionsposition der Moleküle. In dieser Arbeit wurden am Beispiel verschiedener Modellsysteme aus Arylhalogeniden auf Münzmetalloberflächen die Reaktionsmechanismen von Ullmann-artigen C-C Kupplungsreaktionen untersucht und Adsorptionsstrukturen sowie die organometallischen Bindungen analysiert. Hierzu wurden sowohl Methoden basierend auf der Dichtefunktionaltheorie als auch semiempirische Methoden verwendet, um Adsorptionsstrukturen zu bestimmen, zu analysieren und Reaktionsbarrieren zu berechnen. Im ersten Teil dieser Arbeit konnte anhand von halogeniertem Naphthalen theoretisch dargelegt werden, dass die Stabilität von organometallischen Netzwerken auf einer Silberoberfläche aufgrund der organometallischen Bindung besonders hoch ist, was folglich die Selbstassemblierung und Ordnung von Netzwerken begünstigt. Gold hingegen zeigt als Resultat aus den relativistischen Effekten ein deutlich anderes Bindungsverhalten der organometallischen Bindung als Kupfer und Silber, was zu einer reduzierten Reaktionsbarriere der C-C Kupplung und somit zu instabilen organometallischen Netzwerken auf Gold führt. Im zweiten Teil wurde eine Methode zur schnellen Bestimmung einer optimalen Adsorptionsposition der Moleküle entwickelt, welche im weiteren Verlauf dieser Arbeit zur Bestimmung komplexerer molekularer Adsorptionsstrukturen verwendet wurde. Im dritten und vierten Teil konnten die Reaktionsmechanismen von Ullmann-artigen intramolekularen Reaktionen verschiedener Phenylnaphthalen-Derivate zu Fluoranthen aufgeklärt werden. Hierbei konnte in Kooperation mit experimentellen Arbeiten ein katalytischer Einfluss von Wasserstoffradikalen auf Dehydrierungsreaktionen nachgewiesen werden. Im fünften Teil dieser Arbeit wurden verschiedene Methoden zur Simulation von AFM-Messungen miteinander und mit experimentellen Messungen der Moleküle aus dem dritten Teil verglichen. Eine vollständige Strukturoptimierung des Modellsystems unter Einfluss der AFM-Spitze konnte die Bewegung des Moleküls während der Messung simulieren. Die Ergebnisse dieser Arbeit tragen zum Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Molekülen und Oberflächen bei und erklären unbekannte Reaktionspfade. Sie sind Teil eines Fundaments, dass genutzt werden kann, um Arbeitsabläufe zu optimieren und bessere Prognosen zur gezielten Entwicklung molekularer Netzwerke zu ermöglichen.Item type: Item , Die Bedeutung des Biomarkers CILP1 in der Risikostratifizierung bei Patient*innen mit Verdacht auf eine ischämische Kardiomyopathie(2024) Kamml, NoraDas Krankheitsbild der ischämischen Kardiomyopathie besteht aus einer Vielzahl an pathophysiologischen Prozessen, welche häufig in ein Remodeling des linken sowie rechten Ventrikels münden und in der Folge eine reduzierte, kardiale Ejektionsfraktion begünstigen. Trotz des erhöhten Mortalitätsrisikos von Patient*innen mit einer ischämischen Kardiomyopathie konnten sich bis dato noch keine Biomarker etablieren, welche eine suffiziente Aussage hinsichtlich des Schweregrads sowie des Mortalitätsrisikos dieser kardialen Erkrankung, treffen konnte. In den letzten Jahren häuften sich allerdings Studien zu dem Biomarker CILP1 und dessen Assoziation mit ischämischen sowie dilatativen Kardiomyopathien. Ziel dieser Dissertation war es, zum einen zu evaluieren, ob der Biomarker CILP1 bei dem Krankheitsbild der ischämischen Kardiomyopathie exprimiert wird und ob das Glykoprotein CILP1 einen Zusammenhang mit einer zusätzlichen rechts- oder linksventrikulären Maladaption hat. Ferner sollte untersucht werden, ob CILP1 zur Prognose des Moralitätsrisikos bei Patient*innen mit ischämischer Kardiomyopathie fungieren kann und ob die Involvierung weiterer klinischer Parameter von Bedeutung sein könnte. Mittels statistischer Analysen wurden die Daten der 538 Patient*innen auf ihre Evidenz in Bezug auf das Protein CILP1 untersucht und es konnte nachgewiesen werden, dass CILP1 in der Gruppe von Patient*innen mit ischämischer Kardiomyopathie nicht vermehrt exprimiert wird. Subgruppenanalysen lieferten die Annahme, dass eine rechtsventrikuläre Einschränkung, im Sinne eines verminderten TAPSE-Wertes, bei den Personen mit ischämischer Kardiomyopathie mit höheren CILP1-Konzentrationen assoziiert sein könnten. In weiterer Folge wurden ROC-Analysen durchgeführt, welche das Potential von CILP1 in der Risikostratifizierung beleuchten sollten. Es konnte aufgezeigt werden, dass CILP1 bei Personen mit ischämischer Kardiomyopathie und zusätzlicher rechtsventrikulärer Dysfunktion das Potential haben kann zwischen Versterben und Überleben zu diskriminieren. Verstärkt wurde diese Annahme mit einer final durchgeführten uni- und multivariaten hierarchischen Regression. Demnach zeigen die vorliegenden Daten, dass es durchaus eine Assoziation zwischen CILP1 und der Mortalität bei zusätzlicher rechtsventrikulärer Maladaption (TAPSE < 16mm) gibt und dass in diesem Fall CILP1 das Potential haben könnte als Biomarker in der Risikostratifizierung zu fungieren. In Hinblick auf die zukünftige Forschungsperspektive könnte die Involvierung weiterer, kardialer Biomarker von Interesse sein. Eine Kombination von CILP1 und klassischen Biomarkern, wie beispielsweise NT-proBNP, könnte die Zuverlässigkeit erhöhen und zusammen mit echokardiografischen Parametern, wie der TAPSE, die Genauigkeit einer Prognose im klinischen Alltag verbessern.Item type: Item , Luftschlösser im Nationalsozialismus. Stadtrandsiedlungen und ihr Scheitern zur Zeit des Nationalsozialismus in Gießen(2025) García Gutiérrez, Fina Emilia