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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    Professionalisierung und Technik des Zähneputzens im Studium (PUTZIS): Die Zahnputzperformanz von Zahnmedizinstudierenden im ersten und letzten Studienjahr
    (2025) Bottenbruch, Carlotta
    Die vorliegende Dissertation untersucht die Zahnputzperformanz von Zahnmedizinstudierenden im ersten und im letzten Studienjahr im Rahmen der Studie „PUTZIS – Professionalisierung und Technik des Zähneputzens im Studium“. Ziel der Arbeit war es, zu analysieren, ob sich durch den Professionalisierungsprozess im Zahnmedizinstudium Unterschiede in der praktischen Ausführung des Zähneputzens feststellen lassen, und welche Rolle dabei psychologische (Problembewusstsein, Selbstwirksamkeitserwartung) sowie motorische (manuelles Geschick) Einflussfaktoren spielen. <br> Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde eine querschnittliche Erhebung mit Labor- und Fragebogenerhebung durchgeführt. Die Zahnputzperformanz wurde per Videobeobachtung erfasst und hinsichtlich Putzdauer, angesteuerten Flächen und Bewegungsmustern analysiert. Zusätzlich wurden objektiv Plaquewerte mittels Marginalem-Plaque-Index (MPI) nach dem Zähneputzen erhoben. Psychologische und motorische Determinanten wurden über validierte Instrumente (SPOC, OHSEE, Grooved PegBoard) erfasst. <br> Insgesamt wurden N = 82 Zahnmedizinstudierende im Labor untersucht und in die Auswertung der Daten einbezogen. Im ersten Studienjahr befanden sich n = 11 Personen, im letzten n = 16. Die Ergebnisse zeigten, dass Studierende im letzten Studienjahr tendenziell mehr Zahnputzzeit auf die oralen Flächen verwendeten und eine breiteres Spektrum an Putzbewegungen demonstrierten als Studierende im ersten Studienjahr. Unterschiede im MPI deuteten auf eine höhere Zahnputzeffektivität bei den fortgeschritteneren Studierenden hin. Das motorische Geschick machte zwischen den Studienjahren keinen signifikanten Unterschied aus. Die psychologischen Einflussfaktoren zeigten ebenfalls keine Unterschiede: Die Selbstwirksamkeitserwartung unterschied sich nicht signifikant zwischen den Gruppen, und das Problembewusstsein, operationalisiert als Differenz zwischen subjektiv eingeschätzter und objektiv gemessener Plaquefreiheit, war bei beiden Gruppen begrenzt. <br> Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass im Verlauf des zahnmedizinischen Studiums Veränderungen im Zahnputzverhalten stattfinden. Die vorliegenden Daten sprechen für die Notwendigkeit, Aspekte der Zahnputzperformanz frühzeitig und praxisnah in die zahnmedizinische Ausbildung zu integrieren. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur empirischen Erforschung praktischen Gesundheitsverhaltens im Kontext der Professionalisierung und liefert Ansatzpunkte für zukünftige Präventions- und Ausbildungsmaßnahmen.
  • Item type: Item ,
    Beteiligung der Lunge bei einer extremen Rechtsherzhypertrophie in spontan hypertensiven Ratten
    (2025) Langer, Alicia Victoria
    SHR sind ein etabliertes Tiermodell zur Untersuchung der essentiellen arteriellen Hypertonie. In den vergangenen Jahren wurde überraschenderweise festgestellt, dass 7 % der weiblichen SHR-Tiere eine massive Rechtsherzhypertrophie (SHR-RVH) mit unbekanntem Trigger entwickelten. Möglicherweise sind molekulargenetische Unterschiede in der Lungenstrombahn an der Entstehung dieser Rechtsherzhypertrophie beteiligt. RT-PCR der Lunge, des rechten Ventrikels und der Niere der SHR-RVH im Vergleich zu SHR und normotensiven WIS-Ratten geben Aufschluss über mögliche Veränderungen in der Genexpression, die mit Hilfe des Western-Blots und ELISAs auf Proteinebne validiert werden können. Schlüsselbefunde der umfassenden molekulargenetischen Untersuchungen zeigen, dass das PTHLP der SHR-RVH im Gegensatz zu den SHR herunterreguliert ist. PTHLP kann eine pulmonale Vasodilatation vermitteln. PTHLP besitzt ebenfalls hemmenden Einfluss auf die ET-1 Effekte. Außerdem ist der pulmonale EDNRB-Rezeptor der SHR-RVH, der für die Clearance von ET-1, einem starken Vasokonstriktor, verantwortlich ist, herunterreguliert. Die lokale pulmonale ET-1-Konzentration ist in SHR-RVH erhöht. Eine erhöhte ACTA2-Expression in der Lunge der SHR-RVH spricht für einen pulmonalen Gefäßumbau. Des Weiteren ist der kardiale EDNRA-Rezeptor der SHR-RVH herunterreguliert. EDNRA ist an der Ausbildung einer maladaptiven Rechtsherzhypertrophie beteiligt, die durch die Herabregulation des Rezeptors in den SHR-RVH ausgeschlossen werden kann. Dementsprechend kann der Signalweg von EDNRA einen entscheidenden Einfluss im Übergang einer Rechtsherzhypertrophie zu einer Rechtsherzinsuffizienz haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in einer Subpopulation an weiblichen SHR- Tieren expressionelle Veränderungen in der Lunge vermutlich eine Nachlasterhöhung des rechten Ventrikels bewirken, die sekundär zu einer Rechtsherzhypertrophie in den SHR- RVH führt, die jedoch ohne nennenswerte Funktionsverluste einhergeht. Weiterhin zeigen die Befunde, dass der rechte Ventrikel auch langfristig im Stadium einer kompensatorischen Hypertrophie verbleiben kann.
  • Item type: Item ,
    Composition and Temperature Dependent Properties of the Lithium Niobate Tantalate Crystal Family
    (2025) Bernhardt, Felix
    Ferroelectrics garner a lot of attention due to their inherent properties which allow for widespread usage, ranging from memory devices (utilizing ferroelectricity itself), over actuators and frequency filters (utilizing piezoelectricity), to sensors or potential energy harvesting applications (utilizing either piezo- or pyroelectricity or photo-electrical properties). In contemporary society, ferroelectrics are crucial for telecommunication technology and within ever-downscaled consumer electronics. Among ferroelectrics, lithium niobate (LN) and its isomorphic counterpart lithium tantalate (LT) feature a prominent role due to their large piezo- and pyroelectric coefficients, as well as their high photoelasticity and non-linear optical properties. Crucially, both materials exhibit a Curie temperature amongst the highest for all known ferroelectrics, motivating their usage at harsh temperature environments. By combining both materials to lithium niobate tantalate solid solutions (LNT), their properties can be fine-tuned, allowing for a wider range of applications of the LN-LT material family. <br> In this work, LN, LT, and LNT are investigated using an ab initio theoretical framework based on density functional theory (DFT). <br> The thermal properties of LN and LT are simulated by first determining the thermal expansion coefficients within the quasiharmonic approximation for phonons. The ferro- to paraelectric transition is examined by employing a fully anharmonic phononic approach within the stochastic self-consistent harmonic approximation. Further temperature-dependent material properties, such as the elastic- and piezoelectric constants, are determined by a specifically trained machine-learned force field, which is based on DFT training data. <br> The LNT solid solutions are modeled using special quasirandom structures. Their structural, electronical, optical, and thermal properties are computed within DFT and compared with respect to their niobium/tantalum composition. For most of the extracted properties, deviations from Vegard's law can be observed. Raman and infrared spectra are simulated and interpreted with respect to the selection rules of the end compounds LN and LT. <br> All results are carefully and extensively compared to measurements from experimental groups within the FOR5044 research unit, and the models used throughout this work are critically discussed.
  • Item type: Item ,
    Prozessqualität von Biolebensmitteln: Perspektiven von Verarbeiter*innen und Verbraucher*innen auf die professionelle Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Biorohwaren
    (2026) Rahier, Lisa Marie
    Biolebensmittel sind in unterschiedlichen Verarbeitungsstufen am Markt erhältlich. Die grundlegenden Prinzipien der biologischen Lebensmittelproduktion sehen eine Prüfung von Verarbeitungsverfahren auf ihre Eignung für Biolebensmittel vor. Auf Ebene der EU-Öko-Verordnung gibt es wenige Vorgaben für die Verarbeitung, hingegen legen die Bioanbauverbände ein teilweise differenziertes Regelwerk vor. Verarbeiter*innen von Biolebensmitteln haben innerhalb gesetzlicher, prozessbezogener und ökonomischer Grenzen die Möglichkeit, ihre Vorstellungen von guter Bioverarbeitungsqualität durch entsprechende Technologiewahl umzusetzen. Dabei wägen sie Teilziele der Verarbeitung, zum Beispiel Produkt- oder Umweltschonung, gegeneinander ab und entscheiden, wie sie Verbraucher*innen über die Verarbeitung informieren. Verbraucher*innen haben auf Grund von Informationsasymmetrie begrenzten Einblick in die Herstellung von Lebensmitteln. Sie wählen auf Grundlage der von ihnen für relevant befundenen Qualitätshinweise diejenigen Produkte aus dem verfügbaren Angebot aus, die ihrem Qualitätsverständnis am meisten entsprechen. Das Verständnis der Verarbeiter*innen zu Bioverarbeitungsqualität, welches sich auch über ihre praktischen Erfahrungen entwickelt hat, kann wichtige Impulse für die Bewertung von Verarbeitungstechnologien für den Biobereich liefern. Jedoch liegen für die Verarbeiter*innenperspektive nur wenige Studien vor. Entsprechend fehlen darauf aufbauende Untersuchungen zum Verständnis der Verbraucher*innen. Die vorliegende Untersuchung erschließt diese Felder mittels qualitativer Forschungsmethoden an den Beispielprodukten Milch und Saft. In zwei Interviewstudien gaben Verarbeiter*innen an, Methoden zu bevorzugen, die sowohl das Produkt als auch die Umwelt schonen, wobei das Teilziel der Umweltschonung bei einigen schwerer wiegt. Dies erreichen die Verarbeiter*innen mit moderner, automatisierter Technik. Händischer Verarbeitung wird ein Wert an sich zugesprochen. Die Informationsweitergabe an die Verbraucher*innen wird bedingt durch deren geringes Fachwissen über und romantisierte Vorstellungen von Lebensmittelproduktion als herausfordernd beschrieben. Die in Fokusgruppen untersuchten Verbraucher*innen beklagen dieses geringe Wissen selbst und wünschen sich mehr Informationen von Seiten der Verarbeiter*innen. Sie akzeptieren moderne, automatisierte Technologien für in Massen hergestellte Biowaren. Händisch verarbeitete Produkte sind für sie hingegen etwas Besonderes, was sie nicht dem Alltag, sondern eher dem Festtag zuordnen. Sie wünschen sich produktschonend hergestellte und gering verarbeitete Lebensmittel, sind aber bereit, höhere Verarbeitungsgrade zu akzeptieren, wenn sich dadurch Vorteile in der ökologischen Dimension ergeben. Die Qualitätsverständnisse beider Gruppen zeigen Parallelen, insbesondere die Abwägungen zwischen Produktschonung und Schonung der Umwelt sowie die Bedeutung von händischer Verarbeitung als einer Qualität an sich. Moderne Technologie wird nicht generell als im Widerspruch stehend zu Bioqualität wahrgenommen. Die Weiterentwicklung von Technologien für den Biobereich sollte insbesondere das Spannungsfeld zwischen Produktschonung und Umweltschonung aufgreifen, um Zielkonflikte zu reduzieren.
  • Item type: Item ,
    Alterhumanism (Un)bound: Metaformative Subjectivation Beyond Trans-, Post-, and Metahumanist Typologies
    (2026) Talovic, Aleksandar
    This dissertation reconceives subjectivity for conditions in which neither anthropocentric sovereignty nor its familiar post-anthropocentric dispersals adequately describe how agency, responsibility, and world-making are presently composed. It develops alterhumanism not as an identity label, but as a method: a practice of reading and designing subjectivation as an open, recursively self-modifying process whose coherence is continuously negotiated across technogenic, ecological, and institutional environments. In this framework, subjectivity is treated less as a possessed property than as a metaformative achievement—an effects-field produced through infrastructures, affects, protocols, materials, and relational intensities that train what can count as a self and what can count as action. At the center of the argument stands Altersub: an operator rather than a person, a formal-pragmatic device for tracking how a “subject” intermittently contracts into decision, expands into milieu, and re-stitches itself through heterogeneous couplings. Altersub names a tidal coherence—a patterned, revisable rhythm of individuation that avoids the twin failures of sovereign humanism (false closure) and formless diffusion (false openness). It emerges through polividual constellations: collective selves composed of interlaced bodies, code, sensors, minerals, institutions, and atmospheres, whose agency is articulated through rhythm, latency, and constraint rather than stable identity. Methodologically, the dissertation proposes a post-cartographic mode of inquiry that integrates Foucauldian archaeology, feminist science and technology studies, and Deleuzoguattarian topology, moving across genealogical, infrastructural, phenomenological, and improvisational registers. Its guiding ontological claim is deliberately procedural: “ontology” is approached as onticology—the study of operative conditions by which beings become legible and actionable within specific assemblages, rather than a metaphysical inventory of what ultimately exists. Through this lens, the dissertation builds a typological and compositional account of alterhuman alliances and ecological subjectivities, culminating in an onto-textual synthesis that tests alterhumanism against contemporary sites where subjectivation is palpably re-engineered by data regimes, biosciences, financial infrastructures, and machine-learning environments.