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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    Prävention einer experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis durch den Multikinase-Inhibitor Fexagratinib
    (2025) Shirvanchi, Kian
    Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch inflammatorische und neurodegenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems. Trotz immunmodulierender Medikamente kann die Progression und die damit einhergehende Behinderung von Patienten nicht aufgehalten werden. Daher ist die Entwicklung neuer Medikamente erforderlich, die neurodegenerative Prozesse aufhalten und die Remyelinisierung stimulieren. Die FGF/FGFR-, VEGF/VEGFR2- und CSF1/CSF1R-Signalkaskaden nehmen eine zentrale Stellung in der Pathogenese der MS und der experimentellen autoimmunen Enzephalomyelitis (EAE), dem gängigsten Tiermodell der MS, ein. Unsere Arbeitsgruppe zeigte zuvor, dass die selektive Inhibition von FGFR1-3 durch Infigratinib zu einer Reduktion der klinischen Symptomatik der EAE durch Immunmodulation, Verminderung von Neurodegeneration und Verstärkung von Remyelinisierung führte. Arbeiten anderer Institute zeigten, dass die Inhibition von VEGFR2 durch Verminderung der Permeabilität der BHS eine Reduktion der klinischen Symptomatik der EAE bewirkte. Die Inhibition von CSF1R ermöglichte durch Depletion von Mikroglia und dendritischen Zellen die Reduktion der klinischen Symptomatik der EAE. Fexagratinib ist ein Multikinase-Inhibitor, welcher FGFR1-3, VEGFR2 und CSF1R inhibiert und findet vor allem in der onkologischen Forschung Verwendung. Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel, die Auswirkungen der synergistischen Inhibition von FGFR1-3, VEGFR2 und CSF1R durch präventive Applikation von Fexagratinib in Dosierungen von 6,25 oder 12,5 mg/kg KG in MOG35-55-induzierter EAE in C57BL/6-Mäusen zu untersuchen. Dabei zeigte sich über den gesamten klinischen Verlauf eine Reduktion der Symptomatik durch Applikation von Fexagratinib. Kein Versuchstier, das mit 12,5 mg/kg KG behandelt wurde, präsentierte dabei eine schwere Symptomatik. In histologischen und immunhistochemischen Färbungen von Querschnitten des Rückenmarks ließ sich eine signifikante Reduktion der Immunzellinfiltration, der Demyelinisierung und der Neurodegeneration in der akuten und der chronischen Phase nachweisen. Des Weiteren bewirkte Fexagratinib einen signifikanten Anstieg der Anzahl adulter Oligodendrozyten in Läsionen in der akuten Phase. Unsere Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die synergistische Inhibition von FGFR1-3, VEGFR2 und CSF1R durch Immunmodulation und verstärkter Neuroregeneration einen effektiven Ansatz zur Behandlung der EAE darstellt und der selektiven Inhibition überlegen sein könnte. Nach Überprüfung des Effektes von Fexagratinib in einer Cuprizone-induzierter Demyelinisierung sollte der Einsatz der Substanz in einer klinischen Studie der Phase II an Patienten mit MS in Erwägung gezogen werden.
  • Item type: Item ,
    Abwasserbasierte Epidemiologie und Surveillance am Beispiel des Nachweises von SARS-CoV-2 aus Krankenhausabwasser: Etablierung der absoluten Quantifizierung mittels digital-PCR
    (2025) Basten, Peter Karl
    Die hier vorliegende Forschungsarbeit hat erste Erkenntnisse zum Aufbau eines abwasserbasierten Surveillance Systems am Universitätsklinikum Gießen geliefert. Zur Generierung erster Daten wurden während der COVID-19-Pandemie 33 Stichproben aus dem Abwasser des Universitätsklinikums gewonnen und ausgewertet. Hierfür wurde ein Protokoll zur Verarbeitung von Abwasser und von RNA-Extraktion etabliert. In allen Proben konnte im Pandemieverlauf in cDNA überführte total-RNA gemessen werden. Weiterhin wurde ein molekularer Nachweis für SARS-CoV-2 erfolgreich eingeführt. Dieser ist die Basis für einen generellen Virusnachweis von SARS-CoV-2 und ist in der Lage auch Virusvarianten zu detektieren. Durch die Verwendung einer digital-PCR wurde die absolute Quantifizierung von SARS-CoV-2 erreicht. Die Wahl des Targets, mit Sequenzen des Spike-Glyko-Oberflächenproteins, war für diesen speziellen Versuchsaufbau sinnvoll. Zukünftig kann auf mittlerweile konventionell erhältliche Kits zum Nachweis zurückgegriffen werden. Auch sollten noch weitere Sequenzen ausgewertet werden, um umfangreichere Datensätze zu generieren. In dem angestrebten generellen und Varianten-unabhängigen Nachweis von SARS-CoV-2 konnten über den beobachteten Pandemieverlauf absolut quantifizierte Daten erhoben wer-den. Die gemessenen Konzentrationen divergierten zum Teil stark, obwohl sich die meisten Proben um den Median von 150 Viruskopien/Liter Abwasser verorten ließen. Möglicherweise lässt sich dies mit der stichpunktartigen Entnahmestrategie in einem niedrig bis mittleren Durchfluss-Abwassersystem erklären. Im spezifischen Nachweis der Omikron-Variante konnte diese Studie Ergebnisse liefern, die mit den Sequenzierungsdaten in Deutschland über das mögliche Vorliegen der Omikron-Variante übereinstimmten. Auch hier wurde eine große Spannweite zwischen den Konzentrationen festgestellt. Generell lieferte die absolute Quantifizierung im Varianten-Nachweis geringere Viruskonzentrationen als im Varianten-unabhängigen Nachweis. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass die Konzentrationen spezifisch für die Variante, als Teilmenge des gesamten Virusnachweises, getestet wurden. Hier war ebenso eine absolute Quantifizierung möglich. Es konnten keine Verlaufsdaten erhoben werden, da dafür zu wenig Proben im Zeitraum des Auftritts der Variante gewonnen wurden. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass potenzielle Krankheitserreger im Abwasser des Universitätsklinikums am Standort Gießen nachweisbar und quantifizierbar sind. Aus der Diskussion ergeben sich folgende Ansätze für weiterführende Versuche: Zu-nächst sollte die Abwasserprobengewinnung angepasst werden. Es sollten die Beprobungsfrequenz und das Probenvolumen erhöht werden. Es sollte eine 24-Stunden-Sammelprobe, mit Abnahmeintervallen von 5 - 15 Minuten, mit den Ergebnissen einer einfachen Stichprobe verglichen werden. Auch sind die oben erwähnten Prozesskontrollmechanismen zu überprüfen und zu etablieren. Die dann gewonnenen Ergebnisse sollten in ein Surveillance System integriert werden, das nicht nur eine digital-PCR verwendet, sondern auch Sequenzierungsdaten erhebt. Damit können abschließend nicht nur Pathogene nachgewiesen werden, für die explizite Primer oder Primer/Sonden-Paare vorliegen, wie in dieser Arbeit, sondern noch viele weitere Pathogene. So könnten auch solche nachgewiesen werden, die initial am Patienten übersehen worden sind. Der Grundstein für ein Abwasser basiertes Surveillance System an der Universitätsklinik Gießen ist damit gelegt.
  • Item type: Item ,
    When Visions Become Reality - Urban Living Labs as a Transition Arena for Sustainable Mobility Culture
    (2025) Rollin, Philipp
    Access to mobility is an important aspect of social inclusion and therefore also a question of social justice. At the same time, the current transport infrastructure in Germany, which is primarily geared towards the car, generates high external costs such as climate-damaging emissions and immissions or massive land consumption. The resulting demand to ensure socially equitable participation in mobility for all members of society, on the one hand, and to make it more climate-friendly and fairer, on the other, inevitably leads to socio-political challenges.<br> Urban Living Labs (ULLs), a participatory method and kind of real-world laboratory, are increasingly being used as a method to realise a socially accepted traffic transition. However, so far this is more assumption than fact, as there is a lack of empirical data on the effectiveness of the method. As a result, this dissertation is based on hypotheses that deal theoretically and empirically with the transformative potential of ULLs in the context of a traffic transition.<br> The thesis shows that a transport transition can be supported by an ULL, as they influence mobility-related social norms. The focus is on mobility culture as a latent construct. It is operationalised along social norms and reflects the perceived mobility-related normality. Empirical evidence shows that it is linked to mobility behaviour and therefore represents a previously underused starting point for the transport transition. The evaluation of a ULL confirms this: Based on repeated cross-sectional data, changes in mobility culture and mobility behaviour become clear that point in a more sustainable direction, i.e. towards a transport transition.<br> The project provides impulses for analysing cultural and normative processes of the transport transition and for evaluating participatory transformation approaches.
  • Item type: Item ,
    Investigating the impact of Caspase-8 and Connexin-43 on metastasis and tumour aggressiveness in human ovarian cancer using an orthotopic mouse model
    (2024) Aberoumandi, Seyed Mohsen
    Ovarian carcinoma is the leading cause of mortality among gynaecological malignancies, primarily due to late-stage diagnosis and the presence of metastatic disease. As most patients present with advanced tumours, an improved understanding of the molecular mechanisms driving tumour progression, metastasis, and therapeutic resistance is required for the development of targeted therapies. Caspase-8 (CASP8), a key regulator of apoptosis, and Connexin-43 (CX43), a gap-junction protein implicated in cell-cell communication and metastasis, have emerged as potential therapeutic targets in ovarian cancer. This PhD project aimed to investigate the functional roles of CASP8 and CX43 in ovarian cancer progression, metastasis, and response to chemotherapy using clinically relevant in vivo and in vitro models. High- grade serous ovarian cancer cell lines (OVCAR8 and OVCAR3) were engineered using CRISPR-Cas9 to generate CASP8 and/or CX43 knockout (KO) models for analysis in an orthotopic mouse model and complementary in vitro assays. In vivo, luciferase-labelled OVCAR8 KO:CASP8 cells exhibited significantly enhanced tumour growth and widespread organ dissemination compared with OVCAR8 WT, highlighting a tumour-suppressive role for CASP8. In vitro, CASP8-deficient cells displayed increased resistance to carboplatin and paclitaxel, with reduced chemotherapy- induced apoptosis relative to WT cells. Immunodetection studies revealed increased CX43 expression following CASP8 loss, suggesting functional crosstalk between these proteins. Functional assays demonstrated that CASP8 depletion enhanced invasion in OVCAR3 cells, while co-depletion of CASP8 and CX43 attenuated this phenotype; however, combined KO increased migratory capacity. Overall, these findings reveal a complex, context-dependent interaction between CASP8 and CX43 in regulating ovarian cancer invasion, migration, and therapeutic response, supporting their potential relevance as targets for improved treatment strategies.
  • Item type: Item ,
    Der Einfluss von Apremilast auf Tumornekrosefaktor-α- aktivierte Endothelzellen
    (2025) Otto, Mark
    Ziel dieser Arbeit war es, den Effekt des in Deutschland zur Behandlung der Psoriasis vulgaris zugelassenen PDE4-Inhibitors Apremilast auf TNF- aktivierte Endothelzellen in Hinblick auf proatherogene Faktoren und Mechanismen zu untersuchen. Die Psoriasis vulgaris und die Atherosklerose können als Komorbiditäten auftreten, sich gegenseitig bedingen und teilen ähnliche klinische Risikofaktoren. Unter der Therapie mit Apremilast konnte in klinischen Studien bereits beobachtet werden, dass hier protektive Einflüsse auf Risikofaktoren, wie z.B. dem erhöhten BMI oder erhöhte Blutfettwerte (LDL, Triglyceride) vermittelt werden. TNFα als Stimulus der endothelialen Entzündungsreaktion in den durchgeführten Versuchen, kommt in beiden Erkrankungen sowohl in der Initiierung als Unterhaltung eine entscheidende Rolle zu. Unsere Experimente zeigen deutlich, dass Apremilast die Sekretion verschiedener proatherogener Zytokine wie GM-CSG, MCP-1 und IP-10 hemmt. Ähnliche Effekte zeigte auch Roflumilast, ein weiterer PDE4i. Weiterhin konnte für das Zytokin GM-CSF auf sekretorischer als auch auf transkriptionaler Ebene ein konzentrations- und zeitabhängiger Effekt von Apremilast gezeigt werden. Im nächsten Schritt wurde durch Apremilast die entzündliche Hochregulierung der wichtigen Adhäsionsrezeptoren VCAM-1 und E-Selektin gehemmt werden. Auf Ebene der Signalwege führte eine Behandlung mit Apremilast zur Reduktion der proinflammatorischen Aktivierung von p38 als auch JNK 1/2. Durch weitere Experimente konnten Hinweise für die Beteiligung der Hemmung von p38 und JNK 1/2 durch Apremilast auf die GM -CSF-Sekretion sowie Hochregulierung von VCAM-1 gezeigt werden. Apremilast führte ebenfalls zu einer Hemmung des Transkriptionsfaktors NF-ĸB. Die zeigte sich durch eine verminderte Phosphorylierung, Translokation in den Zellkern als auch tatsächlichen Aktivierung. Ganz entscheidend konnte Apremilast diese Ergebnisse auch auf funktioneller Ebene zeigen, indem es die Adhäsion als auch Transmigration einer Monozytenzelllinie durch eineEndothelzellschichtinhibiert.AlsAusblickkonnteApremilastebenfallsdieSekretion verschiedener proentzündlicher Zytokine, wie IL-6 und MCP-1, in IL-17A-stimulierten Endothelzellen, als auch die Sekretion der MMP-9 in einer Monozytenzelllinie hemmen. Unsere Experimente zeigen eindrucksvoll, dass Apremilast in vitro initiale Schritte der Pathogenese der Atherosklerose, einer relevanten Komorbidität der Psoriasis vulgaris hemmt. Apremilast zeigt somit sowohl klinisch als auch in vitro beeindruckende, protektive Eigenschaften auf wichtige Faktoren der Atherosklerose, eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt.