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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    LISA: A Scale-Optimized and Psychometrically-Validated Instrument for the Lightweight Assessment of Organizational Information Security Awareness in Heterogeneous Organizations
    (2026) Langer, David; Tolsdorf, Jan; Lo Iacono, Luigi
    Human factors are central to an organization’s information security. Information Security Awareness (ISA) is a key construct in behavioral and organizational models explaining employees’ security compliance. However, existing ISA measures often lack theoretical grounding, psychometric rigor, and organizational relevance, or are too lengthy and complex for practical application. These shortcomings hinder empirical testing of behavioral models and the integration of ISA as a variable in organizational research. This paper introduces the Lightweight Information Security Awareness (LISA) scale – the first theory-based, psychometrically validated, and cross-language scale for efficiently assessing ISA in heterogeneous organizational contexts, balancing measurement precision with practical feasibility. Validation involved 1,182 participants from survey panels and 579 employees of a large German university hospital, representing a heterogeneous workforce. LISA demonstrates high internal consistency, measurement invariance across English and German, and strong construct and ecological validity. By correlating LISA with 11 enablers and barriers of organizational information security and differentiating it by a heterogeneous workforce in a hospital context, we demonstrate its ability to support both scientific investigations and practical assessments. LISA provides a quick, reliable, valid, and practical solution for measuring organizational ISA, ultimately offering researchers and practitioners without psychometric expertise a validated tool that is applicable in both behavioral models and everyday organizational environments.
  • Item type: Item ,
    GAP gegen öffentliche Gesundheit - Zielkonflikt zwischen Weinmarktförderung und Gesundheitspolitik
    (2026) Hallmanns, Paul Leonard Jürgen
    In der Europäischen Union existiert ein Zielkonflikt zwischen der Weinmarktförderung der GAP und der Alkoholprävention der öffentlichen Gesundheit. Die EU subventioniert den Weinsektor, gleichzeitig setzt sie sich gesundheitspolitisch für einen Rückgang des Alkoholkonsums ein – und entspricht damit einer aktuellen gesellschaftlichen Veränderung im Stellenwert von Alkohol. Der Alkoholkonsum sinkt infolgedessen und mit ihm auch der Weinkonsum, was den Weinsektor unter Druck setzt; denn nirgends wird so viel Wein angebaut und getrunken wie auf dem europäischen Kontinent. Gesundheitspolitische Akteure kritisieren immer wieder, dass die Weinförderprogramme aus Steuergeldern finanziert werden. Sie fordern ein Ende dessen und eine deutliche Verschärfung der Alkoholprävention. 2022 ist nur knapp eine Gesetzesinitiative im Europäischen Parlament gescheitert, die Gesundheitswarnungen auf Weinetiketten verpflichtend gemacht hätte, ähnlich den Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen. In diesem Spannungsfeld folgt diese Arbeit den Triebkräften hinter dem Zielkonflikt und geht der Fragen nach, ob die sektoralen Agrarsubventionen für die Weinbranche abgeschafft werden könnten. Damit leistet sie einen Beitrag für politische und wirtschaftliche Entscheidungen in der Agrarpolitik und der Alkoholprävention. Der gesundheitspolitische und der agrarpolitische Rahmen werden beleuchtet, um die Einflüsse der Interessensvertreter beider Politikfelder zu bewerten. In Experteninterviews werden politische Beamte und Interessensvertreter beider Politikfelder zu den Aussichten des Zielkonflikts und der Auswirkungen der Weinförderungen und Alkoholprävention befragt. Daraus wird ein Trend für die Zukunft der sektoralen Agrarsubventionen abgeleitet: Der Zielkonflikt zwischen Agrar- und Gesundheitspolitik besteht strukturell fort, denn die Weinförderung folgt agrarpolitischer Logik. Gesundheitspolitische Erwägungen haben nur schwache Einflüsse, trotz der gesellschaftlichen Veränderung und öffentlichen Kritik an Alkoholkultur. Die Weinbauverbände sind im Sinne der Privilege-Seeking-Theorie und Mancur Olsons Gruppentheorie privilegierte, gut organisierte Gruppen, die ihre Ansprüche besser durchsetzen, als die latenten, diffusen und zersplitterten gesundheitspolitischen Akteure. Die Weinbranche sollte sich nicht mehr an der medizinischen Debatte um die Schädlichkeit von Alkoholkonsum beteiligen und stattdessen positiv besetzte Themen wie Biodiversität, Landschaftspflege und ländliche Entwicklung betonen, um ihren Einfluss auf Agrarpolitik und die Förderwürdigkeit weiterhin zu gewährleisten. Die gesundheitspolitischen Akteure sollten strategische Ansätze wählen, um Zugang zu den agrar- und gesundheitspolitischen Entscheidungsstrukturen auf EU-Ebene zu gelangen und dort zuständigkeitsübergreifend Alkoholprävention strategisch zu implementieren.
  • Item type: Item ,
    Widersinn als Widerstand? Zur postironischen Politik deutschsprachiger Literatur
    (2025) Muratova, Nataša
    Die vorliegende Dissertation untersucht, inwieweit die postironische Schreibweise der Texte „So ist das“ von Stephan Groetzner (2013), „Verbannt!“ von Ann Cotten (2016) und „Bot – Gespräch ohne Autor“ von Clemens J. Setz (2018) als Irritationsmoment im Kontext literarischer Debatten über deutschsprachige Popliteratur nach der Jahrtausendwende gelesen werden kann, die den Wunsch nach einem literarischen Paradigmenwechsel hin zur Aufrichtigkeit offenbaren. Die dieser Dissertation zugrunde liegende These lautet, dass die Texte „So ist das“, „Verbannt!“ und „Bot“ durch Nonsens als Verfahren gekennzeichnet sind, das es ermöglicht, Bedeutung zu destabilisieren und damit die in den Debatten zutage tretenden literarischen Konventionen zu untergraben: die zentrale Stellung der Romanform, des Realismus und der Rolle der AutorInnen als SinnstifterInnen. Dennoch spielen die Texte mit der Idee eines Paradigmenwechsels, indem sie die postironische Praxis anwenden, die Hoffnungslosigkeit der Ironie hervorzuheben und Kontingenz mit Offenheit entgegenzutreten. Sie greifen auf die prägenden Gegensätze der Popliteratur zurück – ironisch/aufrichtig und künstlich/authentisch –, stellen die Unterscheidung zwischen diesen Gegensätzen jedoch als überflüssig oder unlösbar dar. Indem sie Bedeutung destabilisieren und die Verantwortung für die Sinnstiftung dem Leser übertragen, thematisieren die Texte nicht nur das spätmoderne Verhältnis zwischen Literatur und Gesellschaft, Wahrheit und Realität und bieten die Möglichkeit, mit neuen Weltanschauungen zu experimentieren; sie werden auch zu humorvollen, kulturellen Narrativen, die an der Wertekonstruktion im Literaturbetrieb teilhaben.
  • Item type: Item ,
    Adenin - Nukleotid - Translokator - 1 und Ischämie / Reperfusion
    (2025) Lynetskiy, Oleg
    Der Herzinfarkt steht an vierter Stelle der häufigsten Todesursachen in Deutschland im Jahr 2022. Die perkutane Koronarintervention stellt das Mittel der Wahl dar, um ver-schlossene Koronarien wieder zu eröffnen. Paradoxerweise trägt die nachfolgende Re-perfusion zur Infarktgröße bei, sogenannter Ischämie - Reperfusions - Schaden (I / R -Schaden). <br> Der Adenin - Nukleotid - Translokator - 1 (ANT - 1) ist ein Transporter, welcher überwie-gend im Herzen exprimiert wird und den Austausch von ATP und ADP an der inneren Mitochondrienmembran ermöglicht. Des Weiteren ist ANT - 1 einer der wichtigsten Re-gulatoren der mitochondrialen Permeability Transition Pore (mPTP) und die Öffnung dieser ist das zentrale Ereignis, welches zum Schaden nach Reperfusion führt. Während I / R ist ANT - 1 herunterreguliert, aber bereits existierende Arbeiten konnten zeigen, dass eine Überexpression von ANT - 1 kardioprotektive Wirkungen aufweist. <br> Ziel dieser Arbeit war es zu überprüfen, ob bei Ratten eine herzspezifische Überexpres-sion von ANT - 1 (TG - ANT) im Vergleich zu Wildtyp - Tieren (WT) zur Protektion von Mitochondrien und damit des Herzens nach I / R führt. <br> I / R am Herzen wurde mit Hilfe der Langendorff - Messung simuliert. Hiernach wurden die Effekte von WT und TG - ANT an isolierte Herzmitochondrien anhand von Sauer-stoffverbrauch, Calcium - Retention - Capacity, Membranpotentialmessung, NAD(P)H - Menge und ROS - Produktion gemessen. <br> Im Vergleich zu WT, bei denen der Sauerstoffverbrauch nach I / R abnahm, zeigten Mi-tochondrien aus TG - ANT - Herzen nach I / R einen ähnlich hohen Sauerstoffverbrauch bei Komplex I und II wie bei Normoxie. TG - ANT - Mitochondrien konnten nach I / R mehr Calcium aufnehmen, bevor es zu einer Öffnung der mPTP kam, auch war das Membranpotential stabiler nach I / R im Vergleich zu WT. Die ROS - Produktion war nach I / R bei TG - ANT - Mitochondrien höher im Vergleich zu WT. Makroskopisch kam es nach I / R zu einer Ödembildung im Herzen, welche sich vor allem auf den linken Ventrikel begrenzte. Dies war unabhängig vom Genom. <br> Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine Überexpression von ANT - 1 in Rattenherzen nach Ischämie und Reperfusion protektive Effekte aufweist, die sich in einer erhaltenen Funktion der Atmungskette, sowie stabileren Membranpotential und einer niedrigeren Sensitivität der mPTP gegenüber Calcium äußern.
  • Item type: Item ,
    A Fine Balance: Contextual Modulation in Lower Limb Tactile Sensitivity Under Postural and Motor Demands
    (2025-10-17) Wachsmann, Fabian Dominik
    Tactile perception in the lower limbs is essential for maintaining balance and co-ordinating movement. Unlike the upper limbs, where movement errors are often tolerable, failures in posture control can result in instability or falls—particularly in older adults. This cumulative dissertation investigates how lower-limb somatosensory perception adapts to postural and sensorimotor demands, guided by models of predictive coding and reliability-based sensory integration. Three experimental studies examined changes in vibrotactile perception during (1) quiet stance under stable and unstable conditions in young and older adults, (2) temporally predictable and unpredictable visual perturbations, and (3) goal-directed leg movements involving distinct functional roles of each leg. Across all studies, tactile perception dynamically modulated depending on postural state, task phase, and limb function. Instability and postural load led to reduced perception, while balance-threatening or feedback-critical phases triggered transient enhancement. Older adults showed elevated baseline thresholds at rest but preserved modulation across postural conditions, suggesting intact compensatory reweighting. This indicates that while sensory degradation occurs with age, adaptive mechanisms remain functionally effective. These findings support a dynamic model of lower-limb tactile perception, shaped by posture, timing, and behavioral relevance. They also emphasize the functional distinctiveness of the lower limbs, where sensorimotor demands are more tightly coupled to stability and whole-body control than in the upper limbs.