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dc.contributor.authorFeuchert, Sascha
dc.contributor.authorRiecke, Jörg
dc.date.accessioned2022-08-10T13:14:37Z
dc.date.available2004-04-06T14:22:21Z
dc.date.available2022-08-10T13:14:37Z
dc.date.issued2002
dc.identifier.issn0176-3008
dc.identifier.urihttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:26-opus-14865
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/5201
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-4652
dc.description.abstractAnläßlich des 60. Jahrestages der vollständigenAbsperrung des Lodzer Gettosam 30. April 1940 unterzeichneten derPräsident der Justus-Liebig-UniversitätGießen und der Rektor der UnywersytetLodzki im Jahr 2000 eine Vereinbarung,die vorsieht, daß Mitarbeiter beider Universitätenzusammen mit dem Staatsarchivin Lodz die sogenannte Getto-Chronik und ihre Beischriften, die zwischen1940 und 1944 in der StatistischenAbteilung des Judenältesten von Lodz entstanden, auf Deutsch und Polnischerstmals komplett wissenschaftlich edieren.Diese Vereinbarung kam im Rahmender Universitätspartnerschaft Gießen-Lodzzustande, die bereits seit fast 25 Jahrenbesteht. Die Dokumente legen ein eindrucksvollesZeugnis von den Lebens- und Leidensbedingungenim Getto Lodz ab bis heutewurden sie nirgendwo vollständig publiziert,nur wenige Auszüge sind bislangbekannt. Die Texte wurden vom Ältestender Juden in Litzmannstadt , MordechaiChaim Rumkowski, in Auftrag gegeben.Rumkowski war von den Deutschenernannt worden; er stand einerscheinbaren jüdischen Selbstverwaltungvor, die zwar im Getto über große Machtverfügte, letztlich aber in allen Belangenden deutschen Behörden untergeordnetwar. Ab 1942 forcierte der Judenälteste die vollständige Umwandlungdes Gettos in ein Arbeitslager, daskriegswichtige Produkte für die Nazisherstellte. Rumkowski hoffte so,die Existenz des Gettos sicherstellenzu können. Lange hatte diese Strategie,die aber stets mit der Deportation arbeitsunfähiger Menschenaus dem Getto in die Vernichtungslagerverbunden war, zur Folge, daßdas Getto Lodz nicht aufgelöst wurde.Doch im August 1944 wurde esdennoch als letztes Getto auf polnischemGebiet liquidiert. Die verbliebenenBewohner wurden allesamtnach Auschwitz deportiert. Als erstes Ergebnis konnte die Gießen-Lodzer Arbeitsgruppe, die ausSascha Feuchert, Prof. Dr. ErwinLeibfried und Dr. Jörg Riecke alleUniversität Gießen sowie JulianBaranowski M.A., StaatsarchivLodz, Dr. Krystyna Radziszewskaund Dr. Krzysztof Wozniak beideUniversität Lodz besteht, nun dieEdition der Reportagen und Essaysaus dem Getto Lodz von Dr.Oskar Singer fertigstellen. Singer,Journalist und Schriftsteller ausPrag, gehörte ab 1942 zu denHauptautoren der Chronik und verfaßtedaneben zahlreiche weitere,überwiegend journalistische Texte,die das Leben im Getto Lodz nachzeichnen. Gerade diese Texte, dienicht Eingang in die Chronik gefundenhaben, bilden das Herzstückdes kürzlich vorgelegtenBandes. Er ist unter dem Titel ImEilschritt durch den Gettotag... imBerliner Philo-Verlag erschienen. Sascha Feuchertund Dr. Jörg Riecke stellen einigewesentliche Ergebnisse ihrer Forschungsarbeitenvor, wie sie in dasVorwort und den Epilog zur erwähntenAusgabe Eingang gefunden haben.de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.rightsIn Copyright*
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/*
dc.subject.ddcddc:830de_DE
dc.titleDeutsch-polnische Zusammenarbeit : Die Edition der Lodzer Getto-Chronik de_DE
dc.typearticlede_DE
dcterms.isPartOf2143837-7de_DE
local.affiliationFB 05 - Sprache, Literatur, Kulturde_DE
local.source.spage76
local.source.epage87
local.source.journaltitleSpiegel der Forschung
local.source.volume19
local.source.number1
local.opus.id1486
local.opus.instituteArbeitsstelle Holocaustliteratur; Institut für deutsche Sprache und mittelalterliche Literaturde_DE
local.opus.fachgebietGermanistikde_DE


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