Biodiversität in Agrarlandschaften : Modellierung ökologischer Prozesse

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Über lange Zeiträume bewahrte die Landwirtschaft durch die Schaffung von offenen Landschaften, die sich aus Wiesen, Weiden undÄckern zusammen setzten, die Entwicklung einer Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. In den letzten Jahrzehnten jedoch erfuhr die mitteleuropäischeAgrarlandschaft tiefgreifende Wandlungen. Ursache dafür war die moderne, intensiv betriebene Landwirtschaft, die mitTechnisierung, Meliorationen und Flurausräumung zu einer Verarmung und Uniformierung der Landschaft in floristischer und faunistischerHinsicht führte. Nachhaltige Landnutzungskonzepte, die sowohl den ökonomischen und sozialen Bedürfnissen der Menschen alsauch dem Erhalt der biologischen Vielfalt Rechnung tragen, werden daher dringend benötigt. Modelle können hierbei ein hilfreichesMittel zur Darstellung und Risikoabschätzung komplexer Zusammenhänge sein. Am Interdisziplinären Forschungszentrum für biowissenschaftlicheGrundlagen der Umweltsicherung (IFZ für Umweltsicherung) der Justus-Liebig-Universität Gießen entwickelt die Arbeitsgruppe Modellierung von Prof. Dr. Wolfgang Köhler, Professur für Biometrie und Populationsgenetik, solche ökologischen Werkzeuge.

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Spiegel der Forschung 19, 2 (2002), 34 - 40

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