M2-Pyruvatkinase als Marker für kolorektale Neoplasien

Lade...
Vorschaubild

Datum

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

Das KRK (KRK) ist die dritthäufigste Tumorerkrankung des Menschen. Jährlich erkran ken weltweit über 1,3 Millionen Menschen. Davon erliegen fast 700.000 Menschen den Folgen der Erkrankung. Aktuell stehen zwei von den Krankenkassen in Deutschland als Vorsorgeuntersuchungen anerkannte Verfahren zur Verfügung: Der Okkultbluttest ab dem 50. Lebensjahr und die Koloskopie ab dem 55. Lebensjahr. Der Test auf okkultes Blut ist günstig, bietet jedoch nur eine geringe Sensitivität. Die Koloskopie stellt aktuell die beste Untersuchungsform dar. Sie hat eine sehr hohe Sensitivität, ist jedoch relativ kostenintensiv und stellt ein gewisses Verletzungsrisiko dar. Auch ist diese Untersuchung dem Patienten nur schwer zu vermitteln, da sie unbequem und invasiv ist. Ziel dieser Arbeit ist es daher für ein mutmaßlich günstiges, dabei schnelles, nichtinvasives und trotzdem zuverlässiges Verfahren die Ergebnisse einer Reihenuntersuchung auszuwerten und zu ergänzen. Es handelt sich um einen immunologischen Test auf die Konzentration an Tumor M2-Pyruvatkinase (TuM2-PK) im Stuhl.Das hierzu verwendete Patientenkollektiv umfasst 185 Patienten (98m / 87w) aus Gießen, Ludwigshafen, Ulm und Mannheim. Die Patienten gaben vor einer Koloskopie eine Stuhlprobe ab, deren TuM2-PK-Konzentration bestimmt wurde. Entsprechende Ergebnisse beider Untersuchungen wurden gesammelt, sortiert und statistisch ausgewertet.Hauptziel ist die Bestimmung der Sensitivität, Spezifität mit dem Cut-Off des Tumor M2-PK Stuhltests und der Nachweis, ob sich der Marker zur Früherkennung kolorektaler Karzinome eignet. Die Auswertung der Daten ergab einen idealen Cut-Off bei 6,9 U/ml mit einer Sensitivität von 60,0% und einer sehr hohen Spezifität von 94,0%, einem PPV von 30,0% und einem NPV von 98,0%. Ein literaturvergleichender Cut-Off von 4 U/ml wurde ebenfalls bestimmt und ergab eine Sensitivität von 60% und eine Spezifität von 86,6%.Im Ergebnis konnte gezeigt werden, dass der Tumormarker M2-PK in Stuhlproben eine hohe Sensitivität und eine sehr hohe Spezifität beim Nachweis von KRK aufweist. Ein direkter Zusammenhang zwischen der TuM2-PK-Konzentration und der Auftrittswahrscheinlichkeit für KRK (p=0,0526) zeigte sich nicht, jedoch war ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Patientenalter und der Auftrittswahrscheinlichkeit für high risk Adenome und Karzinome (p=0,0003), zwischen dem Alter und dem Vorliegen einer Entzündung (p=0,0003), sowie ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer Entzündung (p < 0,001) und dem TuM2-PK sichtbar.Die Untersuchungsergebnisse zeigen das Potential dieses Markers mit seiner hohen Sensitivität und sehr hohen Spezifität, die einen Einsatz als Vorsorgemarker denkbar machen.Zusätzlich wird ein Vorschlag vorgestellt, wie dieser Marker kostengünstig die Zahl der Koloskopien senkt, ohne das Vorsorgeziel zu entwerten. Dieser Vorschlag könnte dafür geeignet sein, die Akzeptanz der Vorsorgemethode deutlich zu erhöhen.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform