Wall Motion Tracking in der fetalen Echokardiographie – Die Untersuchung des Einflusses von maternalem Diabetes auf die fetale myokardiale Deformierung mittels zweidimensionalem Speckle Tracking

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http://dx.doi.org/10.22029/jlupub-17952

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Einleitung: Zweidimensionales Speckle Tracking (2D-STE) erlaubt Rückschlüsse auf die feta-le myokardiale Funktion. Ein maternaler Diabetes ist mit einem kardialen Remodeling-Prozess beim Feten assoziiert. Ziel dieser Studie ist es, die Auswirkungen von maternalem Diabetes auf die kardiale Funktion der Feten (global longitudinal peak systolic strain = GLPSS) mithil-fe von 2D-STE zu untersuchen. Materialien und Methoden: Es handelt sich um eine prospektive Querschnittsstudie zur feta-len Myokardfunktionsbeurteilung bei Müttern mit einem präexistenter Diabetes mellitus Typ I oder II (DMI/II), insulinpflichtigen (iGDM) und diätetischen Gestationsdiabetes (dGDM). Die fetale Echokardiographie wurde mit einem Toshiba Aplio 500 durchgeführt. Basierend auf einem apikalen oder basalen Vier-Kammer-Blick wurden Herzzyklen erfasst und digital gespeichert. Die Strain-Analyse erfolgte offline. Die GLPSS - Werte des linken (LV) und des rechten Ventrikels (RV) wurden für einen kompletten Herzzyklus mittels 2D-STE bestimmt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 185 Feten in die Studie eingeschlossen. Darunter sind 103 gesunde Kontrollfeten (Gruppe 1: CF) und 82 Feten von Müttern mit Diabetes (Gruppe 2: FDM: DMI/II: 21 Feten, iGDM: 41 Feten, dGDM: 20 Feten). In der 28+0 SSW betrug der GLPSS des RV für CF: -11,82%, DMI/II: -13,39%, iGDM: -12,69% und dGDM: -12,33% (p=0,150). Der GLPSS des LV betrug für CF: -12,95%, DMI/II: -13,64%, iGDM: -13,72% und dGDM: -12,82% (p=0,506). In der 34+0 SSW betrug der GLPSS des RV für CF: -9,20%, DMI/II: -11,77%, iGDM: -11,90% und dGDM: -10,76% (p=0,001). Der GLPSS des LV betrug für CF: -10,86%, DMI/II: -12,38%, iGDM: -12,96% und dGDM: -11,36% (p=0,014). Innerhalb der Diabetes-Subgruppen (DMI/II, iGDM, dGDM) ließ sich kein signifikanter Un-terschied im links- und rechtsventrikulären GLPSS feststellen, daher konnten die Feten diabe-tischer Mütter in einer Gruppe (Gruppe 2: FDM) zusammengefasst werden. In der 28+0 SSW zeigten Feten diabetischer Mütter höhere Werte für den GLPSS des RV (-12,96% vs. -11,82%, p=0,157) und LV (LV: -13,55% vs. -12,95%, p=0,007) im Vergleich zur Kontrollgruppe, jedoch nicht statistisch signifikant. In der 34+0 SSW zeigten Feten diabeti-scher Mütter höhere Werte für den GLPSS des RV (RV: -11,65% vs. -9,20%, p<0,001) und LV (LV: -12,56% vs. -10,86%, p=0,003) im Vergleich zur Kontrollgruppe. Konklusion: Feten diabetischer Mütter zeigen höhere Werte für den GLPSS. Dies kann als Zeichen des kardialen Remodeling verstanden werden. Eine Bestätigung dieser ersten Resul-tate sollte anhand von prospektiven Studien mit größeren Fallzahlen bestätigt werden.

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