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Recent Submissions

  • Item type:Item,
    Der Einfluss eines Rezepte-Tools auf den regionalen Bio-Lebensmittelkonsum im Online-Handel – Eine experimentelle Untersuchung im Rahmen des Projektes Bio-Regional Development (BiRD)
    (2026-07) Spieker, Svea; Herrmann, Lisa; Herzig, ChristianIBAE Bericht; 2026, Juli
    Das Projekt „Bio-Regional Development: Neue Absatzpotenziale für regionale Bio-Lebensmittel im Online-Handel“ untersucht den Einfluss innovativer Online-Tools auf die Förderung (wenig gefragter) regionaler Lebensmittel am Beispiel des Online-Lebensmittelhändlers Ökokiste Boßhammersch Hof. Im Zentrum der ersten Projektphase stand ein in den Online-Shop integriertes Rezepte-Tool, das auch weniger beliebte und erklärungsbedürftige regionale Gemüsesorten einbindet. Zur Untersuchung wurde ein experimenteller Mixed-Methods-Ansatz gewählt. Usability-Tests mittels der Think Aloud-Methode identifizierten die kognitiven Prozesse von Kund*innen bei Nutzung des neuartigen Tools im Einkaufsprozess. Über Online-Experimente in Form von A-/B-Tests wurde ermittelt, inwiefern das Tool zur Absatzsteigerung beitragen kann. Die Ergebnisse liefern umfassende Einblicke in das Potenzial des Rezepte-Tools und zeigen konkrete Optimierungsmöglichkeiten auf, um die Nachfrage nach (wenig gefragten) regionalen Lebensmitteln gezielt zu fördern.
  • Item type:Item,
    Museumskoffer: Die Macht des Goldes – eine Skythin erzählt
    (2026-07) Spittler, Anna Maria
    Dieser Museumskoffer widmet sich den Skythen und verbindet antike Geschichte mit hochaktuellen Fragen nach kulturellem Erbe, Macht und Gerechtigkeit. Im Zentrum stehen Lebensweise, Kunst und Bestattungskultur dieses eurasischen Reitervolkes, insbesondere die Grabhügel (Kurgane) und die berühmten Goldfunde. Gleichzeitig wird der Bogen bewusst in die Gegenwart geschlagen – zur Rolle von Museen, zur Provenienzforschung und zum sogenannten „Krim-Gold“ im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. So wird deutlich, dass archäologische Funde nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten sind, sondern auch in der Gegenwart politisch wirksam werden. Die Einheit verbindet archäologische Grundlagen mit ethischen und politischen Fragestellungen: Was geht durch Raubgrabungen verloren? Wem gehören Kulturgüter? Wer darf Geschichte erzählen? Und welche Verantwortung tragen Museen im Umgang mit ihrer Sammlungsgeschichte? Eine erzählerische Rahmung durch die fiktiven Tagebucheinträge einer Skythin eröffnet dabei einen Perspektivwechsel, der die historische Distanz überbrückt und zur kritischen Reflexion anregt. Der Koffer richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II (Klasse 9–11) und ist curricular anschlussfähig in den Fächern Geschichte, Politik/Sozialkunde sowie Ethik/Religion. Er lässt sich unter anderem in Themenfeldern wie Antike Kulturen, Erinnerungskultur, Krieg und Identität, Macht und Herrschaft sowie Menschenwürde verorten. Zentrales Vermittlungsziel ist es, historisches Wissen mit gegenwartsbezogener Urteilsbildung zu verbinden. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass kulturelles Erbe nicht neutral, sondern stets in gesellschaftliche und politische Machtverhältnisse eingebettet ist. Gleichzeitig fördert die Einheit ein Bewusstsein für Verantwortung, Provenienz und die Frage nach Gerechtigkeit im Umgang mit Geschichte.
  • Item type:Item,
    Museumskoffer: Provenienzforschung zu Kulturgutentzug in der DDR. Die Geschichte einer Sammlung
    (2026-07) Marquardt, Tessa
    Dieser Museumskoffer beschäftigt sich mit der DDR und nimmt eine ehemalige Privatsammlung, die sich heute im Ägyptischen Museum Georg Steindorff der Universität Leipzig befindet, in den Blick. Der Koffer ermöglicht Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Zeit von 1986 bis 1988 in der DDR. Im Fokus der Betrachtung steht der Fall einer Leipziger Familie, die von den staatlichen Behörden der Steuerhinterziehung beschuldigt wird. Um die Steuerschulden zu begleichen, wurde ihre bedeutende ägyptologische Sammlung an das Ägyptische Museum Leipzig verkauft. Diese Art von Kulturgutentzug war kein Einzelfall. Immer wieder wurden in der DDR Sammlungen von Privatpersonen im Rahmen von vermeintlichen Steuerstrafverfahren verkauft. Dies geschah auch oft mit dem Ziel, Devisen für den Staat zu beschaffen. Der Museumskoffer regt dazu an, über die Auseinandersetzung mit ausgewählten Exponaten den Blick von den Einzelobjekten auf die Sammlungsgeschichte und den Weg der Objekte ins Museum zu richten. Der Zwangsverkauf privater Sammlungen in der DDR ist ein Unrechtskontext, der bis heute noch vielfach ungenügend aufgearbeitet ist. Die Schülerinnen und Schüler können die Geschichte dieser Sammlung von der ersten Begutachtung bis zu deren Ankauf durch das Ägyptische Museum Leipzig anhand eines Rollenspiels nachzuvollziehen. Der Museumskoffer wurde für die gymnasiale Oberstufe konzipiert. Curricular angebunden ist er an das Fach Geschichte, insbesondere an das Themenfeld „Geschichtsbilder und Geschichtspolitik – Akteure und Interessen“ in der Qualifikationsphase 4 der hessischen Gymnasien.
  • Item type:Item,
    Museumskoffer: Die Sammlung Steindorff. Gerechte und faire Lösungen finden
    (2026-07) Heinstadt, Lena
    Dieser Museumskoffer bietet eine modular kombinierbare Zusammenstellung aus Lernmaterialien rund um die Sammlung des Ägyptologen Georg Steindorff (1861–1951). Eine objektbasierte Untersuchung von Repliken aus der Sammlung ermöglicht einen praxisnahen Einblick in museumstypische Arbeitsweisen und dient als Ausgangspunkt für eine Einführung in die Provenienzforschung im Kontext von kolonialem und NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut. Am Beispiel der Restitutionsdebatte um die Sammlung Georg Steindorff werden historische Unrechtskontexte sowie rechtliche und moralische Bewertungsmaßstäbe in der Gegenwart analysiert. Ziel ist es, einen sensiblen Umgang mit Kulturgütern und die Rolle der Provenienzforschung bei der Aufarbeitung historischer Unrechtskontexte erfahrbar zu machen. In diesem Zuge sollen Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, begründete Urteile in demokratischen Entscheidungsprozessen zu entwickeln. Der Museumskoffer richtet sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, die bereits grundlegende Kenntnisse über die NS-Kulturpolitik und die Enteignung jüdischer Bürgerinnen und Bürger erworben haben. Ein Grundwissen in Bezug auf das Thema Provenienzforschung und Restitutionsdebatten wird nicht vorausgesetzt. Curricular anbinden lässt sich der Museumskoffer an das Thema Geschichtskultur, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik sowie den öffentlichen Umgang mit Geschichte in der Gegenwart und an das Thema Demokratie im politischen Mehrebenensystem.
  • Item type:Item,
    Hinweise auf eine aberrante Salience bei Schizophrenie: Einfluss auf Reaktionsverhalten bei der Antizipation sozialer und monetärer Belohnung. Modulierung durch das Geschlecht
    (2025-07-28) Brodersen, Franziska
    Diese Studie untersuchte die belohnungsbezogene Reaktionsverarbeitung bei PatientInnen mit Schizophrenie im Vergleich zu gesunden ProbandInnen mithilfe zweier etablierter experimenteller Paradigmen: dem klassischen „Monetary Incentive Delay Task“ (MID) sowie dem modifizierten sozialen Belohnungsparadigma (SID), das erstmals bei dieser klinischen Population zur Anwendung kam. Ziel war es, auf Grundlage der erhobenen Reaktionszeiten (RT) und Trefferquoten (TQ) Rückschlüsse auf die motivationale Komponente der Belohnungsverarbeitung („Wanting“) zu ziehen – unter der theoretischen Annahme einer aberranten „Incentive Salience“ infolge dopaminerger Dysfunktion bei Schizophrenie. Die Ergebnisse zeigten, dass PatientInnen mit Schizophrenie tendenziell verlängerte Reaktionszeiten aufwiesen, jedoch in beiden Paradigmen eine differenzielle Anpassung der Reaktionsmuster an die Belohnungswertstufen möglich war. Damit ergaben sich Hinweise auf eine grundsätzlich erhaltene, wenngleich abgeschwächte, Fähigkeit zur motivationalen Reizverarbeitung. In der Gruppe der gesunden ProbandInnen zeigten sich ebenfalls dynamisch anpassungsfähige Verhaltensmuster, allerdings mit einer breiten Streuung individueller Reaktionsprofile. Insgesamt wiesen beide Gruppen – entgegen der Erwartungen – polytome Verhaltensdaten auf. Dieses Ergebnis deutet auf komplexere, höherstufige neuronale Bewertungsprozesse hin. Verschiedene Erklärungsansätze wurden im Lichte von individuellen Unterschieden (z. B. Werthaltungen, Aufmerksamkeitsprozesse) und krankheitsspezifische Faktoren diskutiert. Die Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Effekte erfolgte mit dem Ziel, mögliche Vorteile weiblicher PatientInnen im Hinblick auf mildere Symptomverläufe differenziert zu erfassen. Die Befunde sprechen für ein dynamisches, flexibel modulierbares belohnungsbezogenes Verhalten bei Schizophrenie, das durch etablierte Paradigmen wie MID und SID abgebildet werden kann.