Museumskoffer: Die Macht des Goldes – eine Skythin erzählt
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https://doi.org/10.22029/jlupub-21177Abstract
Dieser Museumskoffer widmet sich den Skythen und verbindet antike Geschichte mit hochaktuellen Fragen nach kulturellem Erbe, Macht und Gerechtigkeit. Im Zentrum stehen Lebensweise, Kunst und Bestattungskultur dieses eurasischen Reitervolkes, insbesondere die Grabhügel (Kurgane) und die berühmten Goldfunde. Gleichzeitig wird der Bogen bewusst in die Gegenwart geschlagen – zur Rolle von Museen, zur Provenienzforschung und zum sogenannten „Krim-Gold“ im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. So wird deutlich, dass archäologische Funde nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten sind, sondern auch in der Gegenwart politisch wirksam werden. Die Einheit verbindet archäologische Grundlagen mit ethischen und politischen Fragestellungen: Was geht durch Raubgrabungen verloren? Wem gehören Kulturgüter? Wer darf Geschichte erzählen? Und welche Verantwortung tragen Museen im Umgang mit ihrer Sammlungsgeschichte? Eine erzählerische Rahmung durch die fiktiven Tagebucheinträge einer Skythin eröffnet dabei einen Perspektivwechsel, der die historische Distanz überbrückt und zur kritischen Reflexion anregt. Der Koffer richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II (Klasse 9–11) und ist curricular anschlussfähig in den Fächern Geschichte, Politik/Sozialkunde sowie Ethik/Religion. Er lässt sich unter anderem in Themenfeldern wie Antike Kulturen, Erinnerungskultur, Krieg und Identität, Macht und Herrschaft sowie Menschenwürde verorten. Zentrales Vermittlungsziel ist es, historisches Wissen mit gegenwartsbezogener Urteilsbildung zu verbinden. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass kulturelles Erbe nicht neutral, sondern stets in gesellschaftliche und politische Machtverhältnisse eingebettet ist. Gleichzeitig fördert die Einheit ein Bewusstsein für Verantwortung, Provenienz und die Frage nach Gerechtigkeit im Umgang mit Geschichte.Link to publications or other datasets
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