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Neue Veröffentlichungen:

  • Item type: Item ,
    Adenin - Nukleotid - Translokator - 1 und Ischämie / Reperfusion
    (2025) Lynetskiy, Oleg
    Der Herzinfarkt steht an vierter Stelle der häufigsten Todesursachen in Deutschland im Jahr 2022. Die perkutane Koronarintervention stellt das Mittel der Wahl dar, um ver-schlossene Koronarien wieder zu eröffnen. Paradoxerweise trägt die nachfolgende Re-perfusion zur Infarktgröße bei, sogenannter Ischämie - Reperfusions - Schaden (I / R -Schaden). <br> Der Adenin - Nukleotid - Translokator - 1 (ANT - 1) ist ein Transporter, welcher überwie-gend im Herzen exprimiert wird und den Austausch von ATP und ADP an der inneren Mitochondrienmembran ermöglicht. Des Weiteren ist ANT - 1 einer der wichtigsten Re-gulatoren der mitochondrialen Permeability Transition Pore (mPTP) und die Öffnung dieser ist das zentrale Ereignis, welches zum Schaden nach Reperfusion führt. Während I / R ist ANT - 1 herunterreguliert, aber bereits existierende Arbeiten konnten zeigen, dass eine Überexpression von ANT - 1 kardioprotektive Wirkungen aufweist. <br> Ziel dieser Arbeit war es zu überprüfen, ob bei Ratten eine herzspezifische Überexpres-sion von ANT - 1 (TG - ANT) im Vergleich zu Wildtyp - Tieren (WT) zur Protektion von Mitochondrien und damit des Herzens nach I / R führt. <br> I / R am Herzen wurde mit Hilfe der Langendorff - Messung simuliert. Hiernach wurden die Effekte von WT und TG - ANT an isolierte Herzmitochondrien anhand von Sauer-stoffverbrauch, Calcium - Retention - Capacity, Membranpotentialmessung, NAD(P)H - Menge und ROS - Produktion gemessen. <br> Im Vergleich zu WT, bei denen der Sauerstoffverbrauch nach I / R abnahm, zeigten Mi-tochondrien aus TG - ANT - Herzen nach I / R einen ähnlich hohen Sauerstoffverbrauch bei Komplex I und II wie bei Normoxie. TG - ANT - Mitochondrien konnten nach I / R mehr Calcium aufnehmen, bevor es zu einer Öffnung der mPTP kam, auch war das Membranpotential stabiler nach I / R im Vergleich zu WT. Die ROS - Produktion war nach I / R bei TG - ANT - Mitochondrien höher im Vergleich zu WT. Makroskopisch kam es nach I / R zu einer Ödembildung im Herzen, welche sich vor allem auf den linken Ventrikel begrenzte. Dies war unabhängig vom Genom. <br> Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine Überexpression von ANT - 1 in Rattenherzen nach Ischämie und Reperfusion protektive Effekte aufweist, die sich in einer erhaltenen Funktion der Atmungskette, sowie stabileren Membranpotential und einer niedrigeren Sensitivität der mPTP gegenüber Calcium äußern.
  • Item type: Item ,
    A Fine Balance: Contextual Modulation in Lower Limb Tactile Sensitivity Under Postural and Motor Demands
    (2025-10-17) Wachsmann, Fabian Dominik
    Tactile perception in the lower limbs is essential for maintaining balance and co-ordinating movement. Unlike the upper limbs, where movement errors are often tolerable, failures in posture control can result in instability or falls—particularly in older adults. This cumulative dissertation investigates how lower-limb somatosensory perception adapts to postural and sensorimotor demands, guided by models of predictive coding and reliability-based sensory integration. Three experimental studies examined changes in vibrotactile perception during (1) quiet stance under stable and unstable conditions in young and older adults, (2) temporally predictable and unpredictable visual perturbations, and (3) goal-directed leg movements involving distinct functional roles of each leg. Across all studies, tactile perception dynamically modulated depending on postural state, task phase, and limb function. Instability and postural load led to reduced perception, while balance-threatening or feedback-critical phases triggered transient enhancement. Older adults showed elevated baseline thresholds at rest but preserved modulation across postural conditions, suggesting intact compensatory reweighting. This indicates that while sensory degradation occurs with age, adaptive mechanisms remain functionally effective. These findings support a dynamic model of lower-limb tactile perception, shaped by posture, timing, and behavioral relevance. They also emphasize the functional distinctiveness of the lower limbs, where sensorimotor demands are more tightly coupled to stability and whole-body control than in the upper limbs.
  • Item type: Item ,
    Klinische Ethnografien als gelebte Sozialmedizin: Die Arbeit der Clinical Ethnography Group
    (2026-04-16) Bay, Jonathan; Chandra, Larissa
    (Uncovering Medicine)
  • Item type: Item ,
    HRS Cells and Tumor-Associated Macrophages as Dual Mediators of PD-1/PD-L1–Dependent CD8⁺ T Cell Suppression in Classical Hodgkin Lymphoma
    (2025) Yegoryan, Hasmik
    Classical Hodgkin lymphoma (cHL) features rare Hodgkin/Reed–Sternberg (HRS) cells within an immune-dense microenvironment, yet refractory disease persists in a subset of patients. This thesis interrogates how PD-1/PD-L1 signaling suppresses CD8⁺ T-cell cytotoxic immunity by integrating tumor-intrinsic and microenvironmental mechanisms. We combined mechanistic co-cultures, PLA coupled to multiplex immunofluorescence (PLA/mIF) on FFPE tissues, and RNA-seq of tumor-educated macrophages to link cellular mechanism to tissue context. Using mechanistic co-cultures of antigen-specific CD8⁺ T cells with HRS cells, we show that MHC-I–intact HRS cells directly restrain CD8⁺ effector function through PD-1/PD-L1 engagement; both PD-1 blockade and HRS PD-L1 knockout enhanced CD8⁺ activation and killing. In complementary systems incorporating tumor-associated macrophages (TAMs), PD-L1⁺ macrophages suppressed CD8⁺ T-cell activity via PD-1, and this inhibition was partially reversed by PD-1 blockade. Proximity ligation assay combined with multiplex immunofluorescence on FFPE sections confirmed in situ PD-1/PD-L1 engagement at two interfaces: CD8⁺ - HRS, and CD8⁺-TAMs contacts. Notably, EBV-positive tumors exhibited higher interaction rates across both interfaces, consistent with preserved MHC-I and enriched myeloid niches. PLA/IF further demonstrated that in tumors with limited CD8–HRS contact, CD8⁺ T cells continued to form PD-1/PD-L1 interactions with macrophages, indicating that TAMs can function as alternative checkpoint partners when direct tumor engagement is reduced. Together, these data support a multilayered model in which HRS cells initiate checkpoint-mediated suppression that TAMs amplify and stabilize. Long-term co-cultures of HRS cells with PD-1–expressing cells revealed no sustained proliferative or survival advantage from PD-L1 ligation under nutrient-replete conditions, suggesting context dependence of PD-L1 reverse signaling. Finally, RNA-seq of macrophages exposed to HRS-conditioned media showed M2-like polarization with increased mediators such as VSIG4, MMP9, and PDGF ligands, reinforcing checkpoint-mediated suppression and impairing T-cell function. Together, these data support a layered model of immune evasion in cHL: HRS cells can initiate PD-1/PD-L1–dependent inhibition where MHC-I is intact, while M2-like TAMs act as compensatory/alternative partners that sustain suppression when direct CD8–HRS engagement is limited. This framework explains the variable efficacy of PD-1 blockade and supports macrophage-targeted therapies for more durable responses.
  • Item type: Item ,
    Ich muss nicht sein. Verteidigung einer nihilistischen Auffassung personaler Identität
    (2025) Junker, Leon Wendelin
    Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Beitrag zur Stärkung einer nihilistischen Auffassung personaler Identität zu leisten. Eine solche Auffassung wird gemeinhin durch die Behauptung charakterisiert, dass wir nicht existieren. In dieser Arbeit wird sie genauer über die These definiert, dass wir insofern nicht existieren, als es keine objektiv in der Welt existierenden und persistierenden Einzeldinge gibt, die die jeweils einzigen Subjekte derjenigen Gedanken und Handlungen sind, die wir gemeinhin als unsere verstehen. <br>Zur Stärkung dieser These wird zunächst aufgezeigt, dass Theorien personaler Identität, welche nicht mit ihr vereinbar sind, eine Annahme klassischer natürlicher Arten voraussetzen. Eine solche Annahme klassischer natürlicher Arten besagt, dass die Welt objektiv in Einzeldinge eingeteilt ist, diese Einzeldinge wiederum objektiv in Arten eingeteilt sind und diese Artzugehörigkeit die objektiven Persistenzbedingungen des Einzeldings bestimmt. Es werden Argumente gegen eine solche Annahme klassischer natürlicher Arten zusammengestellt. Hierbei wird sich vornehmlich auf die Argumentation John Duprés sowie die Theorie natürlicher Arten als ausgezeichnet über homöostatische Eigenschaftscluster von Richard Boyd bezogen. Der Kern der dargestellten Argumentation gegen eine Annahme klassischer natürlicher Arten besteht in der These, dass diese den Anforderungen an Arten für die Zwecke naturwissenschaftlicher Untersuchungen nicht gerecht werden können und ihnen somit ihre zentrale Motivation entzogen wird. <br>Im Anschluss wird dem größten Vorbehalt gegenüber einer nihilistischen Auffassung personaler Identität begegnet – diese und/oder deren Konsequenzen seien zutiefst kontraintuitiv und deprimierend. Dies wird zunächst getan, indem die Haltbarkeit eines solchen Vorbehalts als schlagendes Argument gegen eine nihilistische Position in Frage gestellt wird. Hierbei ist die These zentral, dass diejenigen Intuitionen, auf die sich hier gestützt werden soll, nicht weit verbreitet, stark und stabil genug sind, um die Ablehnung einer nihilistischen Position personaler Identität alleine auf dieser Grundlage zu rechtfertigen. Zuletzt werden Möglichkeiten aufgezeigt, unsere Intuitionen bezüglich personaler Identität auf eine Weise einzufangen, die mit einer nihilistischen Auffassung personaler Identität vereinbar ist. Dabei wird sich auf die Theorien personaler Identität von Derek Parfit sowie Marya Schechtman bezogen.