Der vorliegende Aufsatz beschreibt die Nutzungsgeschichte und Vegetation der Gemeindeweide des Dorfes Frechenhausen im westhessischen Hinterland. Beispielhaft für andere Allmenden der Region werden die Merkmale der tradionellen gemeinschaftlichen Rinderhute dargestellt und ihre Einbindung in das dörfliche Leben und Wirtschaften der Vergangenheit umrissen. Unter der Hutweide entwickelten sich im Untersuchungsgebiet Zwergstrauchheiden (Calluno-Genistetum-anglicae) und Borstgras-Rasen (Festuco-Genistelletum-sagittalis), charakteristische Pflanzengesellschaften von Hutungen, deren Struktur, Ökologie und Artenzusammensetzung beschrieben werden. Ausführlich wird die Entwicklungsgeschichte der Hutebuchen erläutert, die ent-scheidend das Landschaftsbild der Frechenhäuser Gemeindeweide prägen. Kurz behandelt werden außerdem die epiphytischen Kryptogamengesellschaf-ten an den Stämmen der Hutebäume. Ein abschließendes Kapitel beschäftigt sich mit Aspekten des Naturschutzes.