Mutationen in den "fibroblast growth factor" (FGF) -Rezeptorgenen FGFR 1, 2 und 3 bei primären Craniosynostosen

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2000

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Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurden Mutationsanalysen bei FGF-Rezeptor assoziierten Craniosynostosen durchgeführt. Ziel der Arbeit wares, die Mutationsanalysen in Exon 7 von FGFR 1, 2 und 3, Exon 9 von FGFR 2 und 3, sowie in Exon 10 von FGFR 3 fortzuführen unddarüber hinaus bisher nicht untersuchte Teilbereiche der FGF-Rezeptorgene zu untersuchen. Außerdem wurde die 'Denaturating GradientGel Electrophoresis' (DGGE) im Rahmen dieser Arbeit als neue Methode zur Mutationsanalyse bei FGF-Rezeptor assoziiertenCraniosynostosen eingeführt. Es wurden Mutationsanalysen an 216 Craniosynostosepatienten und 66 nicht betroffenen Personen, welche mit einem der Betroffenenverwandt waren, durchgeführt. Bei 59 Patienten mit unterschiedlicher klinischer Symptomatik wurde eine Mutation nachgewiesen. Diedetektierten Mutationen sind in Tabelle 5.10.1 zusammengefasst. Außerdem wiesen 8 der 66 nicht betroffenen Personen ebenfalls einenNukleotidaustausch auf. Exon 1, 2 und 8 von FGFR 2 wurden als bisher nicht untersuchte Teilbereiche im Rahmen dieser Arbeit analysiert.In Exon 1 fand sich bei einer Patientin und deren Vater eine bisher nicht beschriebene synonyme Mutation in Codon 98. Diese Mutationwurde darüberhinaus bei 4 gesunden Personen nachgewiesen, was auf einen Polymorphismus hindeutet. In Exon 2 von FGFR 2 konntekeine Mutation detektiert werden. Damit wurde die Vermutung neuer Mutationen in der Ig I-Domäne von FGFR 2 nicht bestätigt. Bei derAnalyse von Exon 8 von FGFR 2 konnte bei einer Patientin eine Mutation im Intron 8 nachgewiesen werden. Ihre Bedeutung konnte indieser Arbeit nicht geklärt werden. Die häufigste nachgewiesene Mutation in der vorliegenden Arbeit war der Aminosäureaustausch Pro250 Arg in FGFR 3. 11,5 % der Patienten wiesen diese Mutation auf. Die Bedingungen zur Mutationsanalyse konnten durch Einführung der DGGE als neue Methode verbessert werden. Sie ermöglicht dieeinfache Untersuchung von Fragmenten, die für die SSCP-Analyse zu groß sind. Außerdem ist kein Einsatz von Radioaktivität erforderlich.


In this work, mutational analyses of FGF-receptor associated craniosynostoses were performed. Precisely, the aim of the work was tocontinue mutational analyses of exon 7 of the FGFR 2- and 3-genes, of exon 9 of the FGFR 2 and 3 genes and of exon 10 of the FGFR3-gene. Furthermore, the DGGE was established as a new method to analyse mutations in FGFR-genes. DNA from 216 craniosynostosis patients and additional 66 unaffected relatives was screened for FGFR mutations. Mutations inFGFR-genes were detected in 59 cases associated with different clinical features. The identified mutations are summarized in table 5.10.1 Additionally, in 8 of 66 unaffected individuals nucleotide exchanges were detected. The previously not examined FGFR 2 exons 1,2 and 8were analysed as part of this work. In exon 1, previously not described synonymous mutation of Codon 98 was detected in an affectedfemale patient and her father. The same mutation was found in 4 unaffected individuals, indicating a polymorphism. In exon 2 of FGFR 2 nomutation was detected. Since exon 2 encodes the Ig I domain of FGFR 2, the suggestion of an involvement of that part of the receptor incraniosynostosis FGFR 2-mutations could not be confirmed. The analysis of exon 8 of FGFR 2 revealed a mutytion within intron 8 in onecase. The significance of this mutation remains to be determined. The most frequently identified mutation reported here (11,5 % of 216examined patients) was the exchange of proline at position 250 by an arginine in FGFR 3. Establishment of DGGE improved the effectivity of mutation detection, since it enables the examination of PCR fragments that are too largefor SSCP-analysis. In addition, for reasons of health care, usage of radioactivity could be avoided.

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