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dc.contributor.advisorGraf, Dittmar
dc.contributor.advisorZiemek, Hans-Peter
dc.contributor.authorSchmidt, Elvira
dc.date.accessioned2021-07-22T11:39:49Z
dc.date.available2021-07-22T11:39:49Z
dc.date.issued2020
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/141
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-86
dc.description.abstract• Die Auseinandersetzung mit Medizin und Paramedizin hat eine hohe Bedeutung für die Bildungsarbeit und den Kompetenzerwerb im Rahmen der Gesundheitsförderung (Kap. 1 und 3). • Es gibt demografische und psychosoziale Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme von Medizin und Paramedizin (Kap. 2). • Eine Auswertung von biologiedidaktischem Material sowie Schulbüchern ergab, dass eine kritische und wissenschaftsorientierte Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex häufig fehlt (Kap. 3). • Um eine angemessene Unterstützung im Kompetenzerwerb über Medizin und Paramedizin im Sinne der Health Literacy leisten zu können, sollten die Einflussfaktoren auf die Intention zur Anwendung dieser Behandlungsverfahren bekannt sein. Theorien und Modelle des Gesundheitsverhaltens versuchen die Zusammenhänge zwischen diesen Parametern zu beschreiben (Kap. 1, Kap. 4, Kap. 5). Bislang fehlten Untersuchungen an Lehramtsstudierenden des Fachs Biologie - einer besonders wichtigen Probandengruppe, da sie als zukünftige Lehrkräfte Gesundheitsförderung unterrichten werden (Kap. 1, Kap. 2). • Diesem Forschungsdesiderat wurde in der vorliegenden Untersuchung nachgegangen. • Ein geeignetes Modell zur Durchführung der Untersuchungen stellt dabei die Theorie des geplanten Verhaltens dar (Kap. 5). • In einer umfangreichen explorativen Befragung wurden die distalen Einflussfaktoren auf die Intention zur Anwendung von Medizin und Paramedizin von Lehramtsstudierenden in Form von Verhaltens- und Kontrollüberzeugungen sowie normativen Überzeugungen erfasst (Kap. 6). • Auf den Ergebnissen der Vorstudie aufbauend, wurde ein Fragebogen zur Erhebung der Einflussfaktoren auf die Intention zur Anwendung von Medizin und Paramedizin konzipiert und eine Befragung mit Lehramtsstudierenden des Faches Biologie durchgeführt (Kap. 7). • Einstellung und subjektive Norm sind signifikante Prädiktoren der Intention zur Anwendung von Medizin und Paramedizin, wobei die subjektive Norm den stärksten Einflussfaktor darstellt. Demnach haben Menschen eine hohe Intention zur Anwendung der Behandlungsverfahren, wenn sie positive Folgen des Verhaltens erwarten und wenn die Ausführung des Verhaltens von ihren Bezugspersonen befürwortet wird (Kap. 7). • Die wahrgenommene Verhaltenskontrolle erwies sich nicht als signifikanter Vorhersageparameter der Intention; jedoch sollte das Konstrukt und die Kontrollüberzeugungen bei der Unterstützung des Kompetenzerwerbs über Medizin und Paramedizin im Sinne der Health Literacy berücksichtigt werden, da sie direkt auf das Verhalten wirken können (dieser Zusammenhang sollte allerdings in zukünftigen Studien untersucht werden) (Kap. 7). • Verhaltensüberzeugung, normative Überzeugung und Kontrollüberzeugung haben einen signifikanten Einfluss auf die proximalen Parameter der Intention zur Anwendung von Medizin und Paramedizin (Kap. 7). • Die Verhaltensüberzeugung zur Anwendung von Medizin wird signifikant von der Überzeugung in die Behandlung einer akuten, schweren und chronischen Erkrankung beeinflusst. Weitere signifikante Einflussgrößen sind die Überzeugung in die Wirksamkeit sowie chemische Wirkung medizinischer Behandlungsverfahren (Kap. 7). • Eltern, Freunde, Geschwister und Beschäftigte in Berufen des Gesundheitswesens sind signifikante Einflussgrößen der normativen Überzeugung zur Anwendung von Medizin und Paramedizin. Im Hinblick auf Paramedizin wurden auch andere Verwandte (z. B. Großeltern) als signifikante Einflussparameter ermittelt. Sowohl bei den normativen Überzeugungen zur Anwendung von Medizin als auch Paramedizin wurden Eltern als die einflussreichsten Bezugspersonen angegeben (Kap. 7). • Zu den signifikanten Kontrollfaktoren, die die Anwendung von Medizin erleichterten, gehören chronische und schwere Erkrankungen, die Wirksamkeit, der Zugang sowie die Aufklärung über Medizin (Kap. 7). • Es wurde ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Angabe über die Anwendung von Medizin in den letzten 12 Monaten und chronischen Erkrankungen festgestellt. Zudem hat die Angabe über die Anwendung von Medizin und Paramedizin in der Vergangenheit einen signifikanten Einfluss auf die Überzeugungen zur Anwendung der jeweiligen Behandlungsverfahren (Kap. 7). • Die Verhaltensüberzeugung zur Anwendung von Paramedizin wird signifikant von der Überzeugung in die Behandlung einer akuten, leichten und chronischen Erkrankung beeinflusst. Weitere signifikante Einflussgrößen sind die Überzeugung in die Wirksamkeit der Verfahren sowie das Vertrauen in Paramedizin (Kap. 7). • Die Aufklärung über Paramedizin ist der stärkste Kontrollfaktor, der die Anwendung des Behandlungsverfahrens erleichtert. Zu den weiteren signifikanten Kontrollfaktoren zählen der Zugang, die Überzeugung in die sanfte Wirkung, der wissenschaftliche Wirkungsnachweis sowie Erfahrungen mit Paramedizin (Kap. 7). • Die Angabe über die Anwendung von Paramedizin in den letzten 12 Monaten korreliert signifikant mit Erfahrungen mit ihr (Kap. 7). • Das Geschlecht hat einen signifikanten Einfluss auf die Überzeugungen zur Anwendung von Paramedizin: Frauen sind in höherem Maß überzeugt (Kap. 7). • Die Auseinandersetzung mit Medizin und Paramedizin im Rahmen des Bildungsgangs hat einen signifikanten Effekt auf die Verhaltensüberzeugung zur Anwendung von Paramedizin: Befragte, die sich mit dem Themenkomplex auseinandergesetzt haben, erwarten negative Folgen nach der Anwendung des Behandlungsverfahrens (Kap. 7). • Die erhobenen Einflussfaktoren sollten bei der (schulischen und universitären) Unterstützung des Kompetenzerwerbs über Medizin und Paramedizin im Sinne der Health Literacy berücksichtigt werden (Kap. 8). • Die Wirkung der erhobenen Einflussfaktoren auf die Anwendung von Medizin und Paramedizin sollte in zukünftigen Untersuchungen weiter erforscht werden. In diesem Zusammenhang sollten auch Schülerinnen und Schüler befragt werden (Kap. 8). Die kritische Auseinandersetzung mit medizinischen und paramedizinischen Behandlungsverfahren sollte im Curriculum im Rahmen der Gesundheitsförderung verbindlich verankert werden und zudem auf der gesellschaftlichen Ebene erfolgen (Kap. 8).de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.subject.ddcddc:570de_DE
dc.subject.ddcddc:610de_DE
dc.titleEinflussfaktoren auf die Intention zur Anwendung von Medizin und Paramedizin unter besonderer Berücksichtigung der schulischen Gesundheitsförderungde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2021-04-28
local.affiliationBiologiede_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE


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