Frauen mit und ohne Heparin während der Schwangerschaft : Vergleich von Geburt und Wochenbett

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2010

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Schwangerschaft per se führt zu erheblich erhöhtem Thromboserisiko. BeiFrauen mit thrombophilen Diathesen ist das Risiko, während Schwangerschaftund / oder Wochenbett thromboembolische Ereignisse zu erleiden, nochmalshöher. Darüber hinaus sind bei Frauen mit thrombophilen Diathesen vermehrtSpontanaborte zu verzeichnen. Aktuell stellt niedermolekulares Heparin den Goldstandard zur Prophylaxe und Therapie von Thrombosen in Schwangerschaftund Wochenbett dar.In der vorliegenden Studie wurden insgesamt 138 Patientinnen mit thrombophilenDiathesen und/oder thromboembolischen Ereignissen in der Anamnese untersucht,die während der Schwangerschaft und bis zu 6 Wochen postpartal mitniedermolekularem Heparin, bzw. in 3 Fällen mit unfraktioniertem Heparin, behandeltwurden. Als Vergleichsgruppe dienten 99 Frauen mit normal verlaufenderSchwangerschaft ohne Heparinbehandlung. Wir wollten herausfinden, obund welche Unterschiede es insbesondere bezüglich Geburt und Wochenbettzwischen diesen beiden Gruppen gibt.Unsere Ergebnisse zeigten eine hohe Sicherheit und Effektivität von niedermolekularemHeparin während Schwangerschaft und Wochenbett. Es wurden jedochUnterschiede zwischen Frauen mit und ohne Heparin in der Schwangerschaftbezüglich Geburtsmodus und Wochenbett-Komplikationen beobachtet.So haben in der Patientinnengruppe fast doppelt so viele Frauen per Sectioentbunden als in der Vergleichsgruppe. Im Wochenbett gab es nur in der PatientinnengruppeKomplikationen wie Blutungen oder Thromboembolien. DieseUnterschiede sind unserer Meinung nach allerdings nicht auf die Heparinbehandlungzurückzuführen, sondern vielmehr auf die Tatsache, dass HeparinbehandeltePatientinnen meist Risiko-Schwangere sind.Eindrucksvoll war der Unterschied zwischen Aborthäufigkeit in Vorschwangerschaftenund aktuell untersuchter Schwangerschaft unter Heparinbehandlung(63,1% vs. 10,9%). Diese Unterschiede sprechen für einen erheblichen Benefitvon Heparin bei Abortproblematik.


Pregnancy is a risk factor for thrombosis. Women with thrombophilic disordersare at a higher risk of developing a thromboembolic event in pregnancy orpuerperal. Furthermore women with thrombophilic disorders have an increasedrisk of miscarriage. Low-molecular-weight-heparin is the gold standard forprophylaxis and therapy of thrombosis in pregnancy and puerperal.In total, 237 women were examined. 138 women (patient group) withthrombophilia or history of thromboembolic events were treated with lowmolecular-weight heparin (135/138) and unfractionated heparin (3/138) duringpregnancy and up to 6 weeks post partum. Some 99/237 women (control group)who experienced normal pregnancies were not under heparin treatment. Wetried to find out whether differences exist concerning delivery and puerperium inheparin treated women in comparison with normal pregnancies.During delivery and puerperium, differences between women under heparintreatment in comparison to women who had experienced normal pregnancieswere observed. More women of the patient group had a cesarean section thanwomen of the control group. Puerperal complications such as bleeding andthromboembolic events were only seen in the patient group. However, thesedifferences clearly were a result of the higher risk category of the treated groupand not related to the heparin treatment.For the patient group there was a significant difference in the percentage ofmiscarriages in previous pregnancies (63.1 per cent) compared withmiscarriages in pregnancies where heparin was administered (10.9 per cent).This demonstrates that heparin provides a benefit for women who have a highrisk of miscarriage.The study demonstrates that low-molecular-weight heparin is safe and effectivein pregnancy and puerperal.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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