Der Makrophage im Myokardinfarkt : ein transkriptombasierter Ansatz

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2012

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Um die Rolle der Makrophagenpopulation im Myokardinfarkt zu erforschen wurde ein Mausmodell des Myokardinfarktes sowie ein Protokoll zur Erstellung eines Makrophagenspezifischen Microarrayprofils etabliert. Die Ergebnisse wurden mittels rtPCR und immunhistologischen Methoden zu verschiedenen Zeitpunkten des Infarktverlaufes verifiziert.Unsere Forschungsergebnisse zeigen, welche der im Infarkt regulierten Gene in Makrophagen induziert sind. Darüber hinaus galt unser Studienfokus dem Aktivierungstyp der Makrophagen. Hier konnten wir zum ersten Mal nachweisen, dass zwei Populationen im Infarkt existieren, deren prozentuale Anteile einer Dynamik im Zeitverlauf unterliegen: überwiegt gegen Anfang der klassisch-aktivierte (M1) Makrophage, bei geringer Präsenz von alternativ-aktivierten (M2) Makrophagen, so nimmt der M2-Anteil im Verlauf der inflammatorischen Phase zu, bis er während der proliferativen Phase leicht überwiegt. Unsere Ergebnisse lassen eine neue Einordnung bisheriger experimenteller Studien zu, welche sich mit Beeinflussung der Inflammation und/oder einzelner Produkten von M1 und M2 Makrophagen im Infarkt befassen.Unsere Resultate ermöglichen neue Einsichten in die Physiologie der Infarktmakrophagen und der Inflammationsreaktion, welche die Basis weiterer Studien ist, insbesondere der experimentellen Verschiebung des M1/M2-Gleichgewichtes und der späten Termination der Inflammationsreaktion nach Abschluss der Narbenbildung.


To study the role of the macrophage population within the tissue of myocardial infarction we established a murine model of myocardial infarction as well as a protocoll to create a macrophage-specific microarray transcription profile. The targets from the microarray-data were tested at different times during the process of scar formation with rtPCR and immunohistologic methods.Our Results show which of the genes induced in the infarcted areal are transcribed by macrophages. Our second focus was the activation type of the macrophage population. Here we could show for the first time that two subpopulations exist within the infarcted area with varying propotions over the course of time: In the beginning of the inflammatory phase the classicaly-activated (M1) macrophage is most prominent with a small proportion of alternatively-activated (M2) macrophages. In the course of the inflammatory phase the latter fraction gains in proportion until it becomes the most prevalent subpopulation when the tissue enters the proliferative phase. Our results contribute to the understanding of the physiology of macrophages in myocardial infarction and the postinfarction inflammatory reaction.

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