Ethnische Netzwerke, soziale Integration und soziale Ungleichheit : Bedingungen und Auswirkungen der Einbindung von Migranten in ethnische Netzwerke ; eine Netzwerkanalyse

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Soziale Netzwerke von Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind sowohl in der Migrations- als auch in der Netzwerkforschung ein zentrales Thema. Die Netzwerkstruktur und die Einbettung von Personen in Netzwerke beeinflussen diese in allen die Lebenswelt betreffende Bereiche. Netzwerkstrukturen können bestehende Defizite wie fehlendes Sozialkapital kompensieren als auch dazu führen, dass der Zugang zu wichtigen Gütern erschwert wird. Ziel der Dissertation ist es, den Zusammenhang von Netzwerken, die daraus resultierenden Ressourcen oder Restriktionen und die Auswirkung auf die Integration in den Arbeitsmarkt von Jugendlichen mit türkischem Migrationshintergrund zu untersuchen.Das Kernvorhaben stellt eine Netzwerkanalyse in einem Mixed- Methods Ansatz dar. Die quantitative Ego- zentrierte Netzwerkanalyse ermöglicht eine umfassende Darstellung der Netzwerkstruktur und der im Netzwerk vorhandene Unterstützungsleistungen. In der qualitativen Analyse liegt der Fokus auf der explorativen Darstellung der Netzwerkgestaltung. Die Auswertung der Netzwerkstruktur und der im Netzwerk erfragten möglichen Unterstützungsleistungen geben Aufschluss auf die sich aus der Netzwerkzugehörigkeit ergebenden Ressourcen oder Restriktionen. Die Ergebnisse der Ego- zentrierten Netzwerkanalysen beziehen sich zum einem auf die Netzwerkstruktur und zum anderen auf deren Wirksamkeit. Die Netzwerkstruktur der Befragten zeichnet sich durch große, dichte und ethnisch geprägte Netzwerke aus. Der Theorie der Stärke der schwachen Beziehungen von Granovetter (Granovetter 1973) folgend, werden die Beziehungen auf starke und schwache Verbindungen hin untersucht. Die hier Befragten verfügen über starke Beziehungen, welche Granovetter mit einem niedrigen Informationsgehalt für die Integration in den Arbeitsmarkt charakterisiert. Die Unterstützung erfolgt weniger konkret statt emotional, wie sich anhand der qualitativen Interviews darstellen ließ. Auch ließ sich eine Tendenz erkennen, dass Netzwerkstrukturen bestehende Defizite wie Benachteiligung oder fehlendes Sozialkapital kompensieren können. Doch ist es oft nicht nur die Netzwerkstruktur allein, sondern auch das strategische Handeln Einzelner welches vorhandene Netzwerkressourcen zu Kapital werden lässt. Abschließend beinhaltet der qualitative Teil einen umfassenden Überblick über die aktuelle wissenschaftliche und politische Integrationsdebatte mit dem Ziel, die noch bestehenden Problemfelder besser analysieren und mögliche Leitlinien für das künftige Verhältnis von Migration und Integration vorstellen zu können.

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