Winterweidesysteme mit Schafen und tierartübergreifende Effekte auf Ertragsanteile und Artenmuster verschiedener Narben
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Zusammenfassung
Neben der Narbe (= Lolio-Cynosureten bzw. Festuca arundinacea-Ansaaten) wurden die Faktoren Beweidungstermin (= Ende September, Ende November, Ende Dezember), Besatzdichte (= mittlere Besatzdichte mit 14,1 GV ha-1, hohe Besatzdichte mit 34,6 GV ha-1) und Nachsaat (= 20 kg Lolium perenne ha-1, Kontrolle) über vier Jahre hinweg geprüft. Die Zielgrößen waren: TS-Erträge der Wintererntetermine und Primäraufwüchse, Energiedichten, Rohprotein-, Ergosterol-, Ochratoxin A- und Zearalenon-Konzentrationen. Darüber hinaus wurden tierartübergreifend (= Schaf, Rind) die Ertragsanteile der Gräser, Leguminosen und sonstigen Kräuter erfasst und der Shannon- und Simpson-Index berechnet. Die Versuche waren als Lateinisches Rechteck mit drei Wiederholungen angelegt, wobei der Schafweideversuch im Naturraum Gießener Becken (= 160 m ü. NN) und der Rinderweideversuch im Hohen Westerwald (= 470 m ü. NN) lagen. Die Festuca arundinacea-Ansaat erreichte in allen vier Untersuchungsjahren signifikant höhere TS-Erträge im Winter als das Lolio-Cynosuretum. Die Erträge des Lolio-Cynosuretums nahmen im Verlauf des Winters stärker ab als die der Festuca arundinacea-Ansaat. Die Futterqualität war bis Ende Dezember adäquat für die Wiederkäuerernährung. Die höchsten gemessenen Nmin-Mengen betrugen über Termin, Besatzdichte und Nachsaat betrachtet 79,2 kg N ha-1. Die Zusammensetzung der Narben hatte sich unabhängig von der Tierart durch die Beweidung verändert, allerdings hatten Arten, die zu Problemarten werden könnten (= Cirsium arvense, Elymus repens, Rumex spec.), nicht zugenommen. Die Ertragsanteile der Leguminosen und sonstigen Kräuter stiegen bei Schafbeweidung über den für diese Zielgröße dreijährigen Untersuchungszeitraum von 10% auf 20% und bei Rinderbeweidung von 10% auf 17%. Arten, die auf der Schafweide von der Beweidung profitierten, waren Rosettenpflanzen (= Leontodon autumnalis usw.), während auf der Rinderweide namentlich ausläufertreibende Arten (= Ranunculus repens, Trifolium repens) gefördert wurden. Die Artenzahlen - als Indikator für die α-Diversität - stiegen innerhalb des Untersuchungszeitraumes durch Schaf- bzw. Rinderbeweidung von 39 auf 56 bzw. 42 auf 55 Arten an. Die floristische Diversität (= Shannon- und Simpson-Index) war typisch für mitteleuropäische Weiden. Die signifikanten Interaktionen Narbe x Nachsaat und Narbe x Termin auf der Schafweide konnten auf die variierenden Ertragsanteile von Lolium perenne in Abhängigkeit vom Beweidungstermin und der Nachsaat zurückgeführt werden.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Gießen : Köhler 2006 (Agrarwissenschaft)
