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dc.contributor.advisorMaxeiner, Hagen
dc.contributor.advisorLeichsenring, Falk
dc.contributor.authorSältzer, Kersten
dc.date.accessioned2023-08-07T14:27:54Z
dc.date.available2023-08-07T14:27:54Z
dc.date.issued2022
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/18357
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-17721
dc.description.abstractEinleitung: Die multimodale Schmerztherapie hat sich als eine wirksame Methode der Behandlung chronischer Schmerzen bewährt. Verschiedene Behandlungsansätze und das biopsychosoziale Schmerzmodell dienen dabei als Fundament der Therapiegestaltung, welches einer individuellen Behandlung Rechnung trägt. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Effektivität einer kurzdauernden multimodalen Schmerztherapie mit psychodynamischem Ansatz bei Patienten mit unterschiedlichen Schmerzerkrankungen. Es wurde zudem das Merkmal Alexithymie und die Motivation zu weiterführender Psychotherapie untersucht. Das Merkmal Alexithymie ist seit Jahrzehnten Gegenstand der psychosomatischen Forschung und erlangt zunehmendes Interesse im schmerztherapeutischen Kontext. Die Psychotherapiemotivation wurde in schmerztherapeutischen Studien bislang kaum untersucht; stellt jedoch angesichts der wichtigen psychotherapeutischen Schmerzbehandlung einen wesentlichen Faktor dar. Methodik: Es wurden insgesamt die Daten von 370 Patienten ausgewertet, bei denen mehrere Variablen aus dem deutschen Schmerzfragebogen sowie der Fragebogen zur Messung der Psychotherapiemotivation (FMP) und der Alexithymie (TAS-20) über einen Zeitraum von sechs Monaten erhoben wurden. Bei 250 Patienten lag ein vollständiger Datensatz vor. Bei den Daten dieser Patientengruppe wurden Varianzanalysen zur Messung der Effektivität und Regressionsanalysen zur Identifikation von Prädiktoren der IMST durchgeführt. Zusätzlich erfolgten deskriptiv-statistische Untersuchungen. Ergebnisse: Durch die multimodale Schmerztherapie konnten signifikante Verbesserungen fast aller Variablen mit geringer und mittlerer Effektstärke erreicht werden. Die Therapie hatte hingegen keinen Effekt auf das Merkmal Alexithymie. Die Psychotherapiemotivation konnte im kurzfristigen Verlauf verbessert werden. Die deskriptiv-statistische Analyse ergab, das alexithyme Patienten signifikant häufiger arbeitsunfähig sind und ein größeres Rentenbegehren haben. Zudem scheinen alexithyme Patienten eine geringere Behandlungserwartung zu haben. Als Prädiktoren für den Behandlungserfolg konnten Alltagsbeeinträchtigung und Stress identifiziert werden. Alexithymie und Schmerzintensität wurden als Prädiktoren für die Psychotherapiemotivation ermittelt. Schlussfolgerungen: Eine zweiwöchige multimodale Schmerztherapie mit psychodynamischem Ansatz kann zu Verbesserungen der Lebensqualität führen und einen Einfluss auf die Psychotherapiemotivation haben. Da sich dieser Effekt nach sechs Monaten nicht mehr nachweisen lässt, erscheint eine rasche Anbindung an psychotherapeutische Verfahren sinnvoll und wünschenswert. In Bezug auf die Alexithymie wird ein vermehrtes Screening auf dieses Persönlichkeitsmerkmal empfohlen, da die Alexithymie für die ökonomische und therapeutische Zukunft des Patienten eine Rolle spielen kann.de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.rightsAttribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International*
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/*
dc.subjectSchmerztherapiede_DE
dc.subjectAlexithymiede_DE
dc.subjectPsychotherapiemotivationde_DE
dc.subject.ddcddc:610de_DE
dc.titleInterdisziplinäre multimodale Schmerztherapie. Die Rolle der Alexithymie und der Psychotherapiemotivation in einem zweiwöchigen Therapiekonzeptde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2023-06-27
local.affiliationFB 11 - Medizinde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE


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