Show simple item record

dc.contributor.advisorRöcken, Michael
dc.contributor.authorHoffmann, Johanna Ruth
dc.date.accessioned2023-12-12T10:36:53Z
dc.date.available2023-12-12T10:36:53Z
dc.date.issued2023
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/18810
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-18174
dc.description.abstractDie frühe Erkennung von Lahmheiten bei Pferden, eine exakte Diagnose sowie angemessene Behandlung sind aus tierethischer und wirtschaftlicher Sicht sehr bedeutsam, jedoch ist die subjektive Bewertung eines lahmenden Pferdes durch visuelle Beurteilung fehleranfällig. Um die Untersuchung zu objektivieren, stehen einerseits kinematische Methoden zur Erfassung der Position von Kopf, Becken, Widerrist zur Verfügung. Kinetische Untersuchungen basieren auf der Messung der Bodenreaktionskraft oder des Drucks der Hufe auf den Untergrund. Die Ermittlung des Druckmittelpunktes (center of pressure, COP) und seines Verlaufes (COP-Pfad) sind im Rahmen objektiver Lahmheitsuntersuchungen noch relativ unerforscht. Ziel der ersten Studie war es zu ermitteln, welche Auswirkung der kurzfristige Verlust der Propriozeption durch eine perineurale Leitungsanästhesie auf den individuellen Verlauf des Druckmittelpunktes bei lahmheitsfreien Pferden im Trab hat. Zehn Pferde wurden mit Hilfe inertialer Messeinheiten (Lameness Locator®, Equinosis®) objektiv als lahmheitsfrei eingestuft. Die individuellen COP-Pfade beider Vorderhufe wurden vor und nach uni- und bilateraler mittlerer Palmarnervenanästhesie mit Hilfe eines mobilen Druckmesssystems (HoofTM System, Fa. TekScan) bestimmt. Der Verlauf des COP vom ersten Bodenkontakt des Hufes über die Hauptstützbeinphase bis zum Abfußen sowie die Variabilität zwischen den Schritten wurden für jedes Pferd und jede Extremität deskriptiv ausgewertet. Für jedes Pferd und jede Gliedmaße wurde eine hohe Wiederholbarkeit des individuellen COP-Verlaufs während der Stützbeinphase ohne signifikante Variabilität zwischen den einzelnen Schritten nachgewiesen. Der Initialkontakt sowie der COP-Pfad während der Hauptstützphase und während des Abfußens blieben vor und nach uni- und bilateraler Anästhesie gleich. Da die mittlere Palmarnervenanästhesie keinen Einfluss auf den Verlauf des COP-Pfades während der Stützbeinphase hatte, eignet sich dieser potenziell als Untersuchungsparameter bei Lahmheitsuntersuchungen. Die vertikale Bodenreaktionskraft gilt als Goldstandard bei der Erkennung von Lahmheiten. In der Literatur finden sich nur wenige klinische kinetische Untersuchungen zur Wirkung diagnostischer Anästhesien auf die einzelnen Phasen der Stützbeinphase bei lahmen Pferden. Deshalb wurden in der zweiten Studie vierzehn Pferde mit einseitiger Lahmheit der Vordergliedmaßen mit dem Hoof™ System im Trab untersucht, um die vertikale Druckverteilung (in kg) an beiden Vorderhufen vor und nach positiver diagnostischer Anästhesie während des Auffußens, der Hauptstützphase und des Abfußens zu bewerten. Für die statistische Analyse wurde eine Kovarianzanalyse mit wiederholten Messungen in Bezug auf die Gliedmaße (lahm/gesund) sowie die Anästhesie (vor/nach) und das Körpergewicht durchgeführt. Für die gesamte Stützbeinphase zeigte sich eine signifikante Interaktion zwischen den Faktoren Gliedmaße und Anästhesie. Vor der diagnostischen Anästhesie war der vertikale Druck an der lahmen Gliedmaße im Vergleich zur gesunden Gliedmaße während des Auffußens (-25 %, p < 0,001), der Hauptstützphase (-20 %, p < 0,001) und des Abfußens (-27 %, p < 0,001) signifikant reduziert. Nach der Anästhesie war der Unterschied zwischen den beiden Vorderbeinen in allen Phasen nicht mehr signifikant. Der vertikale Druck an der lahmen Gliedmaße nahm nach positiver diagnostischer Anästhesie während der gesamten Stützbeinphase signifikant zu, wobei das Abfußen am stärksten betroffen war (+27%, p = 0,001). Zusammenfassend können Druckmessungen mit dem Hoof™ System verwendet werden, um die Wirkung einer diagnostischen Anästhesie im Rahmen einer Lahmheitsuntersuchung objektiv auszuwerten. Schmerzbedingte vertikale Druckasymmetrien werden nach einer positiven diagnostischen Anästhesie neutralisiert.de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.relation.hasparthttps://doi.org/10.3390/ani12182485de_DE
dc.relation.hasparthttps://doi.org/10.1016/j.jevs.2021.103429de_DE
dc.rightsIn Copyright*
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/*
dc.subjectGanganalysede_DE
dc.subjectPalmarnervenanästhesiede_DE
dc.subjectInitialkontaktde_DE
dc.subjectAbfußende_DE
dc.subjectPropriozeptionde_DE
dc.subjectStützbeinphasede_DE
dc.subjectKinetikde_DE
dc.subjectPferdde_DE
dc.subjectObjektive Lahmheitsuntersuchungde_DE
dc.subjectDiagnostische Anästhesiede_DE
dc.subject.ddcddc:630de_DE
dc.titleDer Einfluss diagnostischer Anästhesien auf das Fußungsmuster beim lahmen und lahmheitsfreien Pferdde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2023-12-05
local.affiliationFB 10 - Veterinärmedizinde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE


Files in this item

Thumbnail

This item appears in the following Collection(s)

Show simple item record

In Copyright