LV Strain als Prognoseparameter des kardialen Outcomes 12 und 24 Monate nach TAVI

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Die Aortenklappenstenose (AS) zählt in den Industrienationen zu den häufigsten Herz-klappenerkrankungen. Durch den demographischen Wandel geht sie zudem mit einer stei-genden Prävalenz einher. Bei Patienten mit schwerer AS und intermediärem bis hohem operativem Risiko stellt der interventionelle Aortenklappenersatz (TAVI) eine vielver-sprechende Behandlungsmethode dar. Vor TAVI ist eine genaue präinterventionelle Pro-zedurenplanung der Schlüssel zu einer sicheren Durchführung und einem späteren positi-ven Outcome. Während sich die 2D-Echokardiographie und Dobutamin-Stressechokardiographie bereits in der Prozedurenplanung etabliert haben, hat die Be-stimmung von Strainparametern noch nicht Einzug gehalten. Strain-Imaging bietet eine genaue und nicht invasive Auswertung der globalen und regionalen linksventrikulären Funktion, da sie Kontraktilitätsmuster in verschiedenen hämodynamischen Situationen charakterisieren kann. Strainparameter können zum einen durch "Feature-Tracking“ (FT) auf Routine-CMR-Akquisitionen bestimmt oder durch die Technik der Speckle-Tracking-Echokardiographie (STE) generiert werden. Die STE stellt den derzeitigen Goldstandard zur Bestimmung der linksventrikulären Strainparameter dar. Es soll gezeigt werden, dass durch CMR-Feature Tracking (CMR-FT) erhobene Strainparameter als Prädiktor des kardialen Outcomes dienen können sowie zur individuellen Risikostratifizierung vor einer geplanten Intervention nützlich sind. Es wurden präinterventionell kardiale MRT-Aufnahmen und echokardiographische Daten (Echokardiographie und Stress-Echokardiographie) von 33 Patienten wenige Tage bis 8 Monate vor dem TAVI-Termin erhoben. Mit der Methode des CMR-FT wurden Strain-parameter von Patienten mit schlechter linksventrikulärer Funktion vor Durchführung einer TAVI gewonnen. Dabei wurde mit der Tissue Tracking Software cvi42 (Circle Car-diovascular Imaging Inc., Calgary, Canada®) gearbeitet. Die Daten wurden in jeweils zwei Durchgängen durch zwei unabhängige Untersucher bestimmt. Die Analyse der Inter- und Intraobservervariabilität zeigt signifikante Werte. Vor allem der GLS und der GCS erweisen sich als reproduzierbar für die CMR. Zu der hervorra-genden Reproduzierbarkeit der Strainparameter lässt sich ein Zusammenhang zwischen dem GLS und der Mortalität nach ein und zwei Jahren sowie eine Korrelation aller Strain-parameter mit der EF nachweisen. Die Bestimmung von Strainparametern durch CMR-FT ist präinterventionell noch nicht etabliert. Aus der Literatur und dieser Arbeit ergibt sich aber, dass Strain wichtige Prog-nosedaten zu bestimmten Krankheitsbildern und vor Interventionen liefern kann. Ob Strain-Imaging durch CMR-FT ein zuverlässiger Prädiktor vor TAVI ist, muss durch weitere Studien untersucht werden.

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