Die räumliche Dimension des EU-Emissionshandels (EU ETS): Messung des regionalen Transformationsdrucks in Deutschland

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https://doi.org/10.22029/jlupub-19689

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Um die Wirtschaft in eine emissionsarme Zukunft zu führen und den Klimawandel einzudämmen, wurde auf europäischer Ebene das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) eingeführt. Es funktioniert über einen Cap-and-Trade-Mechanismus und reguliert derzeit etwa 40 % der CO2-Emissionen in der EU. Aufgrund regionaler Unterschiede in der Industriestruktur und der räumlichen Konzentration regulierter Anlagen kann dieses supranationale Instrument jedoch regional unterschiedliche Wirkungen entfalten und zu einer räumlich ungleichen Verteilung des Kostendrucks zur Emissionsminderung führen. Um diesen Transformationsdruck für deutsche NUTS-3-Regionen empirisch zu messen, schlagen wir zwei Indikatoren vor: einen zur Messung der regionalen CO2-Intensität und einen zur Messung der regionalen regulatorischen Stringenz. Eine anschließende Regionstypisierung auf Basis beider Indikatoren bietet eine Orientierungshilfe, in welchen Regionen Strukturwandel, Abwanderung von Unternehmen oder Verlagerung emissionsintensiver Produktionsschritte aktuell und in Zukunft zu erwarten sind. Dies hilft dabei die unterschiedlichen Dimensionen des Transformationsdrucks auf die regionale Wirtschaftsstruktur zu approximieren, Zielregionen für zukunftsgerichtete Transformationsstrategien zu identifizieren und regionsspezifische Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln.

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Standort 49 (2024), 23 - 31

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