Die Inzidenz und klinische Bedeutung der isolierten subsegmentalen Lungenembolie beim erwachsenen operativ-intensivmedizinisch behandelten Patienten

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2025

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Zusammenfassung

Kritisch kranke Patienten auf Intensivstationen haben aufgrund einer Vielzahl an potentiellen Risikofaktoren und der Erkrankungsschwere ein signifikant erhöhtes Risiko für die Entwicklung von VTE. Durch den Fortschritt in der bildgebenden Diagnostik, insbesondere durch den Einsatz der MDCT, ist es möglich, periphere pulmonale Arterien detailliert zu visualisieren, was zu einer gesteigerten Diagnosehäufigkeit von iSSLE führt.
Primäres Ziel dieser retrospektiven Datenanalyse war die Detektion der Anzahl an unerwartet diagnostizierten iSSLE in einem Kollektiv von kritisch kranken Intensivpatienten und deren Auswirkungen auf die Behandlung und das Outcome dieser Patienten. Das sekundäre Ziel war es den potentiellen Einfluss einer KM-Gabe auf die Entwicklung einer nachfolgenden CIN in unserem Kollektiv zu evaluieren. Untersucht wurden sämtliche Patienten, welche von Januar 2009 bis Dezember 2012 auf der chirurgischen Intensivstation des Universitätsklinikums Gießen behandelt wurden und bei welchen zusätzlich einer MDCT des Thorax erfolgte. Als Ausschlusskriterien definierten wir den klinischen Verdacht auf das Vorliegen einer LE/iSSLE, sowie eine in der MDCT diagnostizierte zentrale LE. Klinische Parameter, Laborwerte und Outcome-Daten aller Patienten wurden in einer Studiendatenbank erfasst.
Wir identifizierten 12 (5%) von 240 Intensivpatienten mit einer iSSLE, bei welchen eine MDCT mit KM des Thorax in obigem Zeitraum erfolgte. Die Diagnose iSSLE war mit einer signifikant erhöhten 24-Stunden-Letalität (16,7%) im Vergleich zu Patienten ohne ISSLE (3,5%) assoziiert. Es gab jedoch keinen signifikanten Unterschied in der 30-Tage-Letalität zwischen den beiden Gruppen.
Bei Patienten mit iSSLE gelang gegenüber nicht-iSSLE-Patienten signifikant häufiger der Nachweis altersadaptierter-D-Dimer-cut-off-Werte (11% vs. 58,3%; p < 0,001) obwohl in den verglichenen Absolutwerten zwischen den Gruppen kein Unterschied detektiert werden konnte.
In der Studie konnte kein Zusammenhang zwischen der KM-Gabe und Nierenschäden festgestellt werden.

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Giessen: VVB Laufersweiler Verlag, 2025

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