Vergleich zwischen kombinierter chirurgischer und kombinierter perkutaner Behandlung der Aortenklappenstenose und koronaren Herzkrankheit mit Schwerpunkt auf die postinterventionelle Schrittmacherpflichtigkeit

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https://doi.org/10.22029/jlupub-20184

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Die Implantation eines permanenten Schrittmachers ist eine häufige Komplikation nach einem Aortenklappenersatz. Bei Patienten mit gleichzeitig bestehender schweren AS und KHK wurde die kombinierte perkutane Behandlung (TAVI + PCI) bislang noch nicht mit dem chirurgischen Ansatz (SAVR + CABG) hinsichtlich des PPI-Risikos und der langfristigen Ergebnisse verglichen. Alle 1.232 Patienten, die sich zwischen Januar 2010 und Dezember 2020 in unserem Zentrum einer TAVI + PCI oder SAVR + CABG unterzogen, wurden in die Analyse eingeschlossen. Zur Vergleichbarkeit der Daten beider Behandlungsmethoden und zur Korrektur von Selektionsverzerrungen wurde ein Propensity-Score-Matching durchgeführt. Die in den gematchten Gruppen eingeschlossenen Patienten wiesen ein ähnliches perioperatives Risiko auf, und die demografischen Merkmale beider Gruppen waren vergleichbar. Die mediane Nachbeobachtungszeit für die klinischen Daten betrug 3,64 Jahre. Unter den 120 Propensity-Score-gematchten Paaren (60:60) wies die TAVI + PCI Gruppe im Vergleich zur SAVR + CABG Gruppe eine signifikant höhere Rate an PPI innerhalb von 30 Tagen (16,7% vs. 5%; p= 0,039; unadjustierte OR 3,8, 95% CI (0,01-2,68)) sowie erhöhte Werte für das Auftreten von PPI im Langzeitvergleich auf (11,7% vs. 8,3%, p=0,583, unadjustierte Sub-HR, 1,42, 95% CI (0,904-1,602)). Beim Langzeitüberleben gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen, d. h. im Median 5,55 Jahre nach SAVR + CABG gegenüber 4,05 Jahren nach TAVI + PCI (p=0,312; HR 0,765; 95% CI 0,44 bis 1,32). Ein höheres Risiko für PPI nach TAVI + PCI im Vergleich zu SAVR + CABG sollte bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden. Für die klinische Entscheidungsfindung sind weitere Erkenntnisse erforderlich.

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