“Who cares for the weakest?” Eine internationale Querschnittserhebung der pädiatrischen Trauma- und Notfallversorgung
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Zusammenfassung
Zusammenfassend zeigt unsere Studie, dass Notfallchirurgen sowohl aus erfahrenen High-Level- als auch Low-Level-Traumazentren einen alarmierenden Mangel an Wissen über pädiatrische Traumaversorgung beklagen. Das multiprofessionelle Management pädiatrischer Traumapatienten und die individuelle Erfahrung mit traumatisch schwer verletzten Kindern ist stark abhängig vom Volumen, dem Niveau des Traumazentrums und der Infrastruktur des jeweiligen Krankenhauses. Aber auch kleinere Krankenhäuser mit weniger erfahrenen Traumazentren werden mit pädiatrischen Traumapatienten konfrontiert. Dies unterstreicht die Bedeutung theoretischer Ausbildung und praktischer Trainingsprogramme für ein angemessenes Kindertraumamanagement und die initiale Reanimation sowie die frühzeitige Einleitung einer adäquaten Therapie bei schwerverletzten Kindern. Empfehlungen, Anleitung zu angemessener Therapie, Lehre und Ausbildung könnten die künftige Aufgabe nationaler und internationaler medizinischer Fachgesellschaften sowie überregionaler hochrangiger, erfahrener pädiatrischer Traumazentren im Hinblick auf eine globale Verbesserung der pädiatrischen Traumaversorgung sein. Auch fehlt es an Evidenz, was bestimmte Behandlungsmethoden betrifft, sodass mehr Studien aufgelegt werden sollten. Eine Möglichkeit eine Verbesserung zu bewirken, wäre ein Angebot an Kursen sowohl für das ärztliche als auch für das Pflegepersonal, welche sowohl Behandlungsmethoden, anatomische Aspekte aufgreifen, als auch standardisierte Abläufe dem Personal nahebringen können. Ideal wäre auch eine permanente psychologische Unterstützung. Sowohl betroffenen Kindern und Angehörigen sollte eine solche Hilfe angeboten werden als auch dem betreuenden Personal.
Insgesamt konnte unsere Studie wesentliche Probleme bei der Betreuung schwer verletzter Kinder aufgreifen, sodass wir innerhalb der WSES hierauf basierend Verbesserungen vornehmen können.