Osteoproliferative Knochenveränderungen im Rahmen der Psoriasis-Arthritis - Sonographie als diagnostisches Hilfsmittel zur Detektion und Assoziation mit ausgewählten Autoantikörpern
Im Rahmen der Diagnostik der Psoriasis Arthritis findet die Röntgendiagnostik in der Regel Anwendung zur Detektion osteoproliferativer Veränderungen. In dieser Arbeit wurde untersucht, ob Osteoproliferationen, die bei der PsA als gelenknahe Knochenneubildungen, Enthesiophyten, Spikulae und Kapselverkalkungen auftreten, auch sonographisch detektierbar sind. Darüber hinaus wurden ausgewählte, bislang nur experimentell untersuchte, Autoantikörper auf ihr Auftreten im untersuchten Patientenkollektiv und auf ihre Assoziation zu den Osteoproliferationen untersucht.
Es konnte nachgewiesen werden, dass die im Röntgen nachweisbaren Osteoproliferationen auch sonographisch detektiert werden konnten. Bei einer größeren Anzahl von Patienten konnten sonographisch weitere Knochenveränderungen nachgewiesen werden, die in der Röntgendiagnostik noch nicht darstellbar waren. Dieser Umstand ist auf die bessere Auflösung der Ultraschalluntersuchung zurückzuführen. Darüber hinaus ist es möglich, degenerative von osteoproliferativen Veränderungen der PsA zu unterscheiden, ähnlich wie es auch in der Röntgendiagnostik der Fall ist.
Das neu entwickelte Protokoll für die Ultraschalluntersuchung der Hände und Füße umfasst alle Ebenen, welche theoretisch sonographisch erreichbar sind. Eine Optimierung dieses Protokolls mit dem Ziel einer zeiteffizienten Umsetzung im klinischen Alltag ist ein potenzieller Ansatz für weitere Forschungsarbeiten.
Aus den erhobenen Ergebnissen lassen sich derzeit keine Empfehlungen zur Bestimmung der Autoantikörper gegen ADAMTSL5, Calpastatin und Gliadin bei Patienten mit einer PsA für die tägliche klinische Routine ableiten. Es konnte jedoch eine erhöhte Prävalenz von Anti-LL-37-Autoantikörpern bei radiographisch nachweisbaren Osteoproliferationen beobachtet werden. Der Nutzen dieser Autoantikörper könnte in der Risikoabschätzung bei Patienten mit PsA liegen, welche im weiteren Verlauf engmaschig auf die Entwicklung von Osteoproliferationen sonographisch untersucht werden sollten.