Retrospektive Analyse zur Frequenzregulierung bei Neugeborenen nach einem operativen Eingriff unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine mit Hilfe von Esmolol

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Der kurzwirksame kardioselektive Betablocker Esmolol ist bisher zur Behandlung bei Neugeborenen und Kindern nicht zugelassen. Es wurde eine retrospektive Analyse zur Hämodynamik und Mortalität unter Esmolol bei Neugeborenen nach HLM-Operationen durchgeführt. 109/289 (38 %) Patienten erhielten postoperativ Esmolol, die übrigen 180/289 (62 %) wurden als Kontrollgruppe ausgewertet. Die erhobenen biometrischen Daten unterschieden sich nicht zwischen den beiden Gruppen, genau wie die Aortenabklemmzeit (AAZ), die Bypasszeit und die durchgeführten Operationen. Die mediane maximale Esmololdosis betrug 76 μg/kg/h (46-141) und in 92,7 % der Fälle wurde in der Esmololgruppe die Herzfrequenz auf Werte ≤ 151 Schläge pro Minute gesenkt, ohne die Hämodynamik relevant negativ zu beeinflussen. Esmolol musste nur in 13,8 % der Fälle abgesetzt werden. Die Dauer der invasiven Beatmung und die Mortalitätsrate unterschieden sich nicht signifikant zwischen den beiden Gruppen. Die Mortalitätsrate betrug insgesamt 3,5 %. Die Dauer der Kreislaufunterstützung mit Noradrenalin (4 vs. 2,5 Tage, p < 0,001) und Milrinon (5 vs. 4 Tage, p = 0,008) war bei Kindern mit postoperativer Esmolol-Therapie signifikant länger. Die Anwendung von Esmolol war bei Neugeborenen nach HLM-Operationen sicher und effektiv, es konnte aber kein messbarer Vorteil auf Überleben oder Dauer und Ausprägung der Intensivmedizin anhand der erhobenen Daten festgestellt werden. Hierfür sind weitere, prospektive und kontrollierte Arbeiten erforderlich.

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