Museumskoffer: Die Sammlung Steindorff. Gerechte und faire Lösungen finden

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https://doi.org/10.22029/jlupub-21178

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Dieser Museumskoffer bietet eine modular kombinierbare Zusammenstellung aus Lernmaterialien rund um die Sammlung des Ägyptologen Georg Steindorff (1861–1951). Eine objektbasierte Untersuchung von Repliken aus der Sammlung ermöglicht einen praxisnahen Einblick in museumstypische Arbeitsweisen und dient als Ausgangspunkt für eine Einführung in die Provenienzforschung im Kontext von kolonialem und NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut. Am Beispiel der Restitutionsdebatte um die Sammlung Georg Steindorff werden historische Unrechtskontexte sowie rechtliche und moralische Bewertungsmaßstäbe in der Gegenwart analysiert. Ziel ist es, einen sensiblen Umgang mit Kulturgütern und die Rolle der Provenienzforschung bei der Aufarbeitung historischer Unrechtskontexte erfahrbar zu machen. In diesem Zuge sollen Schülerinnen und Schüler dazu befähigt werden, begründete Urteile in demokratischen Entscheidungsprozessen zu entwickeln. Der Museumskoffer richtet sich an Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe, die bereits grundlegende Kenntnisse über die NS-Kulturpolitik und die Enteignung jüdischer Bürgerinnen und Bürger erworben haben. Ein Grundwissen in Bezug auf das Thema Provenienzforschung und Restitutionsdebatten wird nicht vorausgesetzt. Curricular anbinden lässt sich der Museumskoffer an das Thema Geschichtskultur, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik sowie den öffentlichen Umgang mit Geschichte in der Gegenwart und an das Thema Demokratie im politischen Mehrebenensystem.

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