Operationen bei Kindern mit Aortenbogenpathologien- Ergebnisse einer neuen Operationstechnik mit autologem pulmonalarteriellem Gewebe

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https://doi.org/10.22029/jlupub-21374

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Fortschritte in der chirurgischen Technik und in perioperative Medizin haben dazu geführt, dass bei der Therapie des unterbrochenen Aortenbogens (IAA) zufriedenstellende Überlebensraten erreicht werden. Allerdings sind die bisher etablierten chirurgischen Verfahren mit den folgenden typischen Komplikationen assoziert: - Anastomosenstenose infolge übermäßiger Spannung im Anastomosenbereich. - Ausbildung eines sogenannten gotischen Bogens, mit nachteiligen Blutflußeigenschaften die zu eine arterielle Hypertonie führen können. - Kompression des linken Hauptbronchus. Um diese Komplikationen zu minimieren, wird seit 2005 am Kinderherzzentrum Giessen bei Patienten mit IAA oder mit ausgeprägter Aortenbogenhypoplasie eine von Prof.Dr.Hakan Akintürk neu entwickelte operative Technik angewendet. Bei dieser Technik wird autologes Gewebe aus dem Stamm der Pulmonalarterie des Patienten entnommen und bei der Rekonstruktion des Aortenbogens als Hinterwand des Aortenbogens verwendet. Für die Vorderwand des Aortenbogens wird ein autologes Perikardgewebe verwendet. Auf diese Weise wird eine breite, spannungsarme und normale Anatomie nahezu entsprechender Aortenbogen geschaffen. Durch die Verwendung körpereigener Gewebe mit Wachstumspotenzial können auch langfristig gute Ergebnisse erzielt werden. Im Rahmen dieser Doktorarbeit wurden, die mit dieser neuen Technik operierten Patienten retrospektiv untersucht um überprüfen, inwieweit die theoretisch zu erwartenden guten Ergebnisse auch in der klinischen Anwendung zu erzielen sind. Die Analyse erfolgte im Hinblick auf die frühe und späte Mortalität sowie die frühe und späte Morbidität. Obwohl die frühe und späte Mortalität vergleichbare Ergebnisse wie andere in der Literatur beschriebene Techniken zeigte, wurden hinsichtlich der frühen und späten Morbidität insgesamt bessere Ergebnisse beobachtet, insbesondere in Bezug auf die Vermeidung von Re-Interventionen am Aortenbogen, die Prävention der Gothic-Arch- Entwicklung sowie das Auftreten von Hypertonie und einer Kompression des linken Hauptbronchus. Zusammenfassend zeigt diese neue Methode sowohl im frühen als auch im Langzeitverlauf vielversprechende Ergebnisse und kann als eine effektive Alternative zu konventionellen Techniken angesehen werden. Vor allem im Hinblick auf eine Vermeidung der „Gothic-Arch-Bildung“ und den damit verbundenen potenziellen Komplikationen sowie auch im Hinblick auf das Wachstumspotential könnte das hier vorgestellte Verfahren vorteilhaft zu sein. Für eine abschließende Beurteilung sind allerdings noch Anwendung in anderen Zentren, eine insgesamt größere Patientenanzahl und weitere Langzeitergebnisse abzuwarten.

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