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Prospektive Studie zur Untersuchung des intraoperativen zerebralen und myokardialen Metabolismus während Aortenbogenrekonstruktion mit selektiver Kopfperfusion und dessen Effekte auf die frühpostoperative zerebrale und myokardiale Funktion bei Kindern

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https://doi.org/10.22029/jlupub-21617

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Angeborene Herzfehler mit Erkrankungen des Aortenbogens können ein spezielles Operationsverfahren in Form der antegraden selektiven cerebralen Perfusion (ASCP) notwendig machen. Besondere Bedeutung gilt den neurologischen Komplikationen nach einem solchem Eingriff. Die ASCP ist als schonendes Verfahren in der Literatur beschrieben. Ziel dieser Studie war die Untersuchung der frühen postoperativen neurologischen Entwicklung, des zerebralen und myokardialen Metabolismus mithilfe von Laborparametern und intraoperativ erhobenen Überwachungsparametern Verglichen wurden Kinder mit ASCP und Kinder die mit einem Standard cardiopulmonalen Bypass operiert wurden (VSD-Verschluss). Neben dem Entwicklungstest BSID III, wurden anästhesiologische Überwachungsparameter, zerebrale Sättigungen und die Laborparameter s100, NSE, Troponin I, CK, CK-MB, BNP erhoben.
Methodik: 14 Patienten mit operativem VSD-Verschluss (medianes Alter 323.5 Tage) und 15 Patienten mit ASCP (medianes Alter 68 Tage) konnten in die Studie eingeschlossen werden. Patienten vorbestehenden mit schweren neurologischen Schäden oder hypoplastischen Linksherzsyndrom wurden ausgeschlossen.
Ergebnisse: Im BSID III konnten in Kognition (p=0.651), Motorik (p=0.632) und Sprache (p=0.16) keine signifikanten Unterschiede im Wilcoxon Test nachgewiesen werden. Bei der NSE konnten bis auf eine Tendenz (p=0.068) präoperativ, keine signifikanten Unterschiede nach 24, 48 oder 96 Stunden festgestellt werden. Das s100 Protein zeigte präoperativ (p=0.048) und nach 96 Stunden (p=0.008) signifikante Unterschiede, jedoch nicht nach 24 und 48 Stunden. Das BNP war präoperativ (p<0.001) sowie am ersten postoperativen Tag (p<0.001) signifikant unterschiedlich. Das Troponin I zeigte nur am ersten postoperativen Tag (p=0.03) systematische Unterschiede. Der CK-MB/CK Quotient (p=0.029) blieb nur präoperativ signifikant unterschiedlich. Direkt postoperativ und am ersten postoperativen Tag bestand kein systematischer Unterschied.
Fazit: Diese Studie zeigt, dass in der frühpostoperativen Entwicklungsdiagnostik keine deutlichen Unterschiede bestehen. Präoperativ bestehen deutliche Unterschiede in kardialen wie neurologischen Parametern, trotzdem haben diese vergleichbare dynamische Verläufe. Dennoch bestehen Entwicklungsdefizite in beiden Gruppen, die eine weitere Beobachtung benötigen. Weitere Studien mit größerer Patientenzahl sind notwendig um die genaue Sicherheit der ASCP mit und ohne Kombination einer SMP zu verifizieren.

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