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dc.contributor.advisorVoges, Inga
dc.contributor.authorMüller, Franziska
dc.date.accessioned2021-11-09T10:59:20Z
dc.date.available2021-11-09T10:59:20Z
dc.date.issued2021
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/332
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-279
dc.description.abstractEine frühzeitige Herztransplantation im Kindesalter stellt heutzutage bei zahlreichen Herzerkrankungen den einzigen Weg zur Steigerung der Lebensqualität und -erwartung der Patienten dar. Obwohl dieses Verfahren seit der erstmaligen Durchführung 1967 immer weiter verbessert und die kurz- und langfristigen Auswirkungen auf den Empfängerorganismus in zahlreichen Studien untersucht wurden, gibt es noch immer einige Auswirkungen und Zusammenhänge, die es weiter zu erforschen und zu klären gilt, um insbesondere die postoperative Langzeitbetreuung der Patienten zu verbessern. Ziel dieser Studie war die Untersuchung der bioelastischen Eigenschaften der Aorta bei jungen Menschen nach Herztransplantation mithilfe der MRT. Im Kinderherzzentrum des Universitätsklinikum Gießen konnten wir aufgrund der regelmäßigen und engmaschigen Nachkontrolle der herztransplantierten Patienten eine größere Studienpopulation für unsere Untersuchung gewinnen. Insgesamt nahmen 34 Patienten im Alter zwischen 8 und 24 Jahren an der vorliegenden, magnetresonanztomographischen Studie Teil. Zur Beurteilung von Anatomie und bioelastischen Eigenschaften der Aorta wurden Querschnittsflächen und Dehnbarkeit der Aorta an fünf definierten Messpunkten bei 33 Studienteilnehmern erhoben sowie die PWV im Aortenbogen und der thorakalen Aorta bei 26 Patienten bestimmt. Neben der Bioelastizität und Anatomie der Aorta erfolgte eine Volumetrie der Vorhöfe und Ventrikel, um insbesondere Aussagen über die Ventrikel- und Vorhofgröße und –funktion zu erhalten. Mittels nativem T1-Mapping erfolgte bei 30 Kindern eine Bestimmung myokardialer T1-Zeiten, um eventuelle Strukturveränderungen des Myokards bei HTX-Patienten zu erfassen. Aufgrund unzureichender Bildqualität konnten diese Parameter nicht bei allen Patienten erhoben werden. Damit der ethische Grundsatz gewahrt wurde, verzichteten wir für den Vergleich der aortalen Parameter auf die Untersuchung einer gesunden Kontrollgruppe verzichtet und griffen stattdessen auf die Datensätze einer vorangegangenen MRT-Studie bei 71 herzgesunden Personen zurück. Zum Vergleich der volumetrischen Parameter Venrikelvolumina, Muskelmasse und systolische Funktion wurden ebenfalls Vergleichswerte herzgesunder junger Menschen aus einer vorangegangenen Studie verwendet. Die myokardialen T1-Zeiten wurden mit Daten aus einer MRT-Studie bei herzgesunden Erwachsenen verglichen. In allen zum Vergleich herangezogenen Studien wurden die jeweiligen Teilnehmer, genau wie in dieser Arbeit, mit Hilfe der MRT untersucht. Verglichen wurden insbesondere die Dehnbarkeit und die Pulswellengeschwindigkeit der Aorta, die volumetrischen Charakteristika beider Ventrikel und des linken Vorhofes sowie die T1-Werte des Myokards. Für die Querschnittsfläche der Aorta ascendens sowie des Aortenbogens wurden bei der Studienpopulation im Vergleich zum Kontrollkollektiv tendenziell geringere Werte festgestellt. Dagegen waren die Werte für die Querschnittsfläche der Aorta descendens sowohl auf Isthmushöhe als auch auf Zwerchfellhöhe tendenziell höher als die der Kontrollgruppe und zeigten zudem eine Korrelation mit dem systolischen Blutdruck. Die Dehnbarkeit der Aorta war an allen Messpunkten bei der Studienpopulation etwas höher und zeigte insbesondere eine Zunahme mit steigender Distanz der Messpunkte zum Herzen. Die Pulswellengeschwindigkeit war sowohl für den Aortenbogen als auch für die Aorta descendens in der herztransplantierten Gruppe höher als in der Gruppe herzgesunder Probanden und Korrelierte mit der Zeit nach HTX. Der Vergleich der volumetrischen Parameter ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Populationen, die Werte der Studienpopulation lagen nur geringgradig unter den Werten der Kontrollgruppe. Eine Ausnahme bildete die linksventrikuläre Muskelmasse, dieser Wert war bei der Studienpopulation wie auch der Blutdruck etwas höher als in der Kontrollgruppe. Für das T1-Mapping ergaben sich im Vergleich zu den Werten gesunder Erwachsener tendenziell höhere Werte bei der Studienpopulation, insbesondere die Werte der lateralen und der inferioren Segmente zeigten erhöhte T1-Werte. Die Ergebnisse dieser Arbeit könnten bedeutsam sein für die langfristige Nachsorge herztransplantierter, junger Menschen. Unser Ziel war es, bisher nicht vorhandene Vergleichswerte für Kinder und Jugendliche nach Herztransplantation für die Bioelastizität der Aorta zu erarbeiten und so möglicherweise zur Verbesserung des Langzeit-Outcomes, der Morbidität und der Mortalität der Patienten, beizutragen. Auch das T1-Mapping könnte zukünftig an Bedeutung bei der Nachsorge zahlreicher Herzerkrankungen an Bedeutung gewinnen und bisherige Verfahren sinnvoll ergänzen.de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.rightsCC0 1.0 Universell*
dc.rights.urihttp://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/*
dc.subjectHerztransplantationde_DE
dc.subjectBioelastizitätde_DE
dc.subjectPulswellengeschwindigkeitde_DE
dc.subjectMagnetresonanztomographiede_DE
dc.subjectT1-Mappingde_DE
dc.subjectAortale Dehnbarkeitde_DE
dc.subject.ddcddc:610de_DE
dc.titleUntersuchung der Bioelastizität der Aorta bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Herztransplantation mittels Magnetresonanztomographiede_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2021-09-30
local.affiliationMedizinde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE


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