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dc.contributor.advisorBrosig, Burkhard
dc.contributor.authorKramer, Miriam Bernadette
dc.date.accessioned2021-06-21T14:55:09Z
dc.date.available2021-06-21T14:55:09Z
dc.date.issued2021
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/94
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-42
dc.description.abstractFragestellung: Moderne Formen der Diabetes-Behandlung im Kindes- und Jugendalter schließen den Einsatz von Insulinpumpen zur kontinuierlichen subkutanen Insulingabe ein. Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkung der Insulinpumpentherapie in Bezug auf die Langzeit-Blutzuckerkontrolle ( HbA1c) sowie auf psychosoziale Variablen und die Dimensionen der Familienfunktion ( Allgemeine Familienbogen FB-A ; Cierpka et al 1994) Inwieweit führt die Umstellung auf eine Insulinpumpentherapie zu einer Zunahme von Lebensqualität? Hat eine Pumpentherapie eine positive Wirkung auf die Lebensführung? Kommt es durch die Umstellung auf CSII zu einer verbesserten Familienfunktion? Methodik: Die vorliegende Arbeit stellt einen Teilbereich der prospektiven randomisierten Studie Psychosoziale Auswirkungen einer Insulinpumpentherapie in Familien von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 (PumpKin) dar, in der 211 Kinder und Jugendliche mit DM 1 zwischen 6 und 16 Jahren durch Schulung auf eine Insulinpumpentherapie umgestellt wurden. Die Interventionsgruppe (IG) wurde sofort geschult, die Wartegruppe (WG) 6 Monate später. In beiden Gruppen erfolgte zu zwei Zeitpunkten, einmal vor und 6 Monate nach Umstellung auf CSII, eine Befragung mittels standardisierter Fragebögen. 63 Studienteilnehmer wurden anhand des Allgemeinen Familienbogens (FB-A), als zusätzlicher Fragebogen zur PumpKin-Studie, zur Funktionalität ihrer Familie befragt und stellen den Mittelpunkt dieser Arbeit dar. Es erfolgte eine 2- Wege- Varianzanalyse mit Messwiederholung. Einerseits wurde untersucht, ob die Gruppierung in zwei Zeitabschnitte signifikant mehr Informationen erhält, als der Mittelwert aller Untersuchungszeitpunkte (F-Test). Andererseits wurde geprüft, ob die Gruppierung der Messdaten in Interventions- und Wartegruppe signifikant mehr Informationen erhält, als der Mittelwert aller Untersuchungszeitpunkte. Ergebnisse: Ein signifikanter Unterschied der Blutzucker- Langzeitwerte konnte weder über den Zeitverlauf, noch im Unterschied der beiden Gruppen nachgewiesen werden. Die HbA1c Werte zeigten sich im Studienverlauf an den unterschiedlichen Messzeitpunkten absolut konstant. Im Vergleich zu einer gesunden Normpopulation zeigen unsere Studienteilnehmer deutlich signifikante Abweichungen, welche alle Dimensionen des Familienfragebogens betreffen. Diese Zahlen unterstreichen die deutliche Belastung in Familien mit einem an Diabetes erkranktem Kind. Bei der mehrfaktoriellen Varianzanalyse zeigten sich ebenfalls signifikante Unterschiede in den psychosozialen Variablen. Hier zeigt insbesondere die Variable Rollenverhalten signifikante Unterschiede im Zeitverlauf, als auch auf die Gruppenzugehörigkeit bezogen. Dieses bedeutet, dass in Bezug auf Rollenverteilung und Rollenerwartung klare Strukturen herrschen. Flexibilität und Anpassung an neue Rollen ist gegeben. In den Variablen Emotionalität, affektive Beziehung, Werte und Normen zeigen sich ebenfalls signifikante Unterschiede bezogen auf die Gruppenzugehörigkeit. Über den Zeitverlauf werden in diesen Dimensionen keine Interaktionseffekte festgestellt. Die Variablen Aufgabenerfüllung, Kommunikation, Kontrolle und Werte und Normen zeigen keine signifikanten Unterschiede, weder im Zeitverlauf, noch bezogen auf die Gruppenzugehörigkeit. Fazit: Die Insulinpumpentherapie ist eine vielfach erprobte sichere und moderne Methode, welche als Zusatzeffekt eine größere Flexibilität im Alltag zulässt. Im Vorfeld zeigte die Eichstichprobe, dass Familien mit DM1 erkrankten Kindern in allen Dimensionen eine schlechtere Familienfunktionalität aufweisen. Die ermittelten Werte waren allesamt signifikant verändert zu Lasten der Familien mit chronisch erkranktem Kind. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich Hinweise auf eine positive Veränderung der Familienfunktionen durch die Untersuchung nachweisen lassen. Innerhalb der multizentrischen PumpKin-Studie wurde belegt, dass CSII zur psychosozialen Verbesserung beiträgt, die Lebensqualität der Kinder und Jugendlichen mit DM1 nimmt zu, während die elterliche Belastung abnimmt.de_DE
dc.language.isodede_DE
dc.subjectInsulinpumpede_DE
dc.subjectFamilienfunktionde_DE
dc.subject.ddcddc:610de_DE
dc.titleFamilienfunktion und Insulinpumpentherapie : Teilprojekt der Studie Psychosoziale Auswirkungen einer Insulinpumpentherapie bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ 1 - PUMPKIN ; eine prospektive randomisierte Studiede_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2021-04-22
local.affiliationMedizinde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE


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