Einfluss von Progenitorzellen auf die vaskuläre Regeneration im Mausmodell
Lade...
Datum
Autor:innen
Betreuer/Gutachter
Weitere Beteiligte
Beteiligte Institutionen
Herausgeber
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Lizenz
Zitierlink
Zusammenfassung
Die Atherosklerose stellt in der westlichen Welt eine häufig diagnostizierte Gefäßerkrankung dar. Sie führt nicht selten zu schwerwiegenden Verschlusskrankheiten wie dem akuten Myokardinfarkt oder dem Schlaganfall. Die atherosklerotischen Veränderungen selbst, aber auch die therapeutisch angewandten Verfahren, wie z.B. die Ballonangioplastie und die Stentimplantation, führen zu einer Endothelschädigung, in deren Folge es zur Freilegung der extrazellulären Matrix kommt. Dieser Prozess stellt ein Schlüsselereignis in der Aktivierung der Gerinnungskaskade mit anschließender Thrombusformation dar. Da dieser thrombogene Zustand erst nach vollständiger Wiederherstellung der Endothelzellschicht wiederaufgehoben wird, wird in der derzeitigen wissenschaftlichen Forschung intensiv nach Möglichkeiten gesucht diese Reendothelialisierung zu beschleunigen. Im Rahmen der Regenerationsprozesse kommt es zu einer starken Neointimabildung, welche hauptsächlich durch eine Proliferation der glatten Muskelzellen hervorgerufen wird. Diese führt nicht selten zu einer Restenose des betroffenen Gefäßes, so dass vielfach versucht wird, diese Neointimaformation weitestgehend durch Zelltherapie zurückzudrängen.In der vorliegenden Arbeit wurde anhand zweier Verletzungsmodelle an der A. carotiseine Endothelschädigung herbeigeführt und anschließend eine Injektion von humanen CD34+ Progenitorzellen durchgeführt. Die CD34+ Zellen wurden zuvor entweder mit dem Adhäsionsmolekül GPVI-Fc-CD133 oder den jeweiligen Einzelkomponenten, welche als Kontrolle dienen, vorinkubiert. Das GPVI-Fc-CD133- Molekül stellt dabei ein Fusionsprotein aus dem humanen GPVI-Fc und einem Antikörper dar, der gegen den auf Progenitorzellen befindlichen Oberflächenrezeptor CD133 gerichtet ist. Es führt zu einer verbesserten Anreicherung der Stammzellen an der jeweiligen Gefäßverletzung. Die Beurteilung der Regenerationsfähigkeit des geschädigten Gefäßendothels infolge der Stammzelltherapie wurde anhand histomorphometrischer Daten vorgenommen. Dabei wurden unterschiedliche Tötungszeitpunkte berücksichtigt. Zusätzlich erfolgte am Tag der Tötung eine Doppler-Sonographie.Als einen weiteren Einsatzbereich der kombinierten Stammzelltherapie ist die Behandlung des akuten Myokardinfarkts zu nennen. In der vorliegenden Arbeit werden erste Ergebnisse im Rahmen der Untersuchungen am Myokardinfarktmodell an der Maus angeführt. In den jeweiligen Versuchen zur Gefäßverletzung konnte gezeigt werden, dass durch die kombinierte Gabe von CD34+ Progenitorzellen und dem Adhäsionsmolekül GPVI-Fc-CD133 tendenziell eine verbesserte Regenerationsfähigkeit des geschädigten Gewebes herbeigeführt werden kann. Im Myokardinfarkt-Modell führt die Applikation von EPCs und dem Fusionsmolekül GPVI-Fc-CD133 zu einer deutlichen Verringerung der Infarktgröße. Zukünftige Studien müssen allerdings zeigen, ob diese Infarktgrößenreduktion ebenso zu einer verbesserten Funktionalität des Herzmuskelgewebes nach akutem Myokardinfarkt führt.Somit stellt der Einsatz des Adhäsionsmoleküls GPVI-Fc-CD133 eine neue Strategie in der Stammzelltherapie dar, da durch die Gabe des Fusionsproteins auch eine verbesserte Anreicherung körpereigener zirkulierender Progenitorzellen denkbar ist und daher möglicherweise auf eine Stammzellinjektion verzichtet werden könnte.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
